Beiträge von Werner Edelmann

    GriasDi Stefan,

    Du hast natürlich recht damit, dass es sich richtigerweise um eine Melampsora handelt. Und wenn Du's schon erwähnst...

    Nur damit die Sabine und der Bernhard da jetzt nicht durcheinander kommen, wär's toll, wenn Du auch erklärst was es damit auf sich hat, dass die Bezeichnung Caeoma allii ursini richtig ist, es sich aber eigentlich um eine Melampsora sp. handelt.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Mischa,

    das ist sehr wahrscheinich ein Vertreter der Gattung Gloeophyllum, und da tendiere ich sehr zu G. trabeum, dem Balkenblättling.

    Die ganze Gattung verursacht eine intensive Braunfäule, die sich durch brüchiges braunwürfeliges Holz zeigt. Der Pilz ist sehr resistent gegen Austrocknung und Sommerhitze. Da hat sich Dein Wohnwagen einen denkbar schlechten Schwammerl ausgesucht. Der weitere Holzabbau kann wohl nur aufgehalten werden, wenn absolut keine Feuchtigkeit mehr vorhanden ist und eindringen kann.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Thorben,


    es dauerte etwas, bis ich mich an den Fund erinnerte.

    Im September 2022 war ich mit dem Bernd (Felli) und der Bettina Haberl im Münchner Süden unterwegs.

    Leider fing es in Strömen zu regnen an, deshalb sind die Fotos nur suboptimal geworden.

    Wir fanden im banalen Jungfichtenstangenwald diese rosafarbenen, mehr oder weniger "struppigen" Schirmlinge, die der Bernd dann als Cystolepiota moelleri identifizierte. Nichtdextrinoide Sporen, HDS aus runden Zellen, eine verzweigte Zystide hat er auch entdeckt.

    Ich denke, dass unser Fund recht gut mit Deinem übereinstimmt.


    Wie gesagt...nicht gerade optimal... dem Wetter geschuldet:




    Die Mikrofotos sind vom Bernd. Ich geh jetzt einfach davon aus, dass er nichts dagegen hat, dass ich sie hier einstelle.


    HDS


    Sporen



    Nicht dextrinoid



    Cheilozystide



    Ach ja, und eine C. hetieri hatten wir auch.

    Die war viel weißer, mehliger, und hat deutlich gerötet.




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    Werner

    Servus beinand',

    ich denke, dass man auf dem letzten Bild an der linken Seite das braune Spp erkennen kann.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass das G. resinaceum ist, nicht zuletzt wegen der weinrötlichen Oberfläche, die ich von G. adspersum so nicht kenne.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Bernd,

    nach meinem Wissensstand sind die Wechselroste auf Kiefer anhand der Aecien nicht auseinander zu halten. Die Aecien gehören zur Gattung Coleosporium, die zu einer ganzen Reihe von Wirten wechselt und dort die Uredien und Telien ausbildet, wie z.B. der Glockenblume-Campanula. Da z.B. häufig an C. persicifolia, oder der von Dir erwähnte Huflattich-Tussilago farfara. Aber auch z.B. zu Pestwurz, Alpendost, Klappertopf, Augentrost, Wachtelweizen.

    Deshalb fasst man die Aecien ohne Kenntnis des Wechselwirtes als Peridermum oblongisporum Agg. zusammen.

    Ich finde beachtlich, dass ich die Coleosporiumarten an den genannten Wechselwirten regelmäßig, auch häufig, finde, die Aecien an der Kiefer aber erst einmal nachweisen konnte.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Sabine,

    an Espentotholz könntest Du z.B Pleurotus calyptratus, Coriolopsis trogii, Phellinus tremulae oder evtl auch schon Inonotus rheades finden. Coriolopsis trogii ist mittlerweile gar nicht so selten, die andern drei wären aber richtig tolle Funde.

    Viel Glück beim suchen.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Rainer,

    diese Spaltlippen sind mikroskopierpflichtig.

    An Eschenzweigen ist es meistens Hysterographium fraxini , an Eichen- und Birkenrinde Hysterium pulicare. Hysterium angustatum z.B. kann aber auch überall vorkommen. Und vllt ist es ganz was anderes. Wir hatten im Münchner Verein erst ein Aha-Erlebnis, als wir an ansitzenden Eschenzweigen an einem der momentan überall rumliegenden Stämmen eine Spaltlippen fanden. Ich hätte die einfach als H. fraxini bezeichnet. Ein Vereinsmitglied hatte die Dinger aber mikroskopiert und H. pulicare festgestellt.

    Ois ned so einfach.

    Ausnahmen gibt's immer.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Servus beinand',

    die Art kann man neben Rumex, und da hab ich sie bisher auch nur an R. obtusifolius gefunden, durchaus auch an Rhabarbar, Rheum rhabarbarum, finden.

    Schaut mal in Eure Gemüsegärten.

    Hier ein fränkischer Fund aus 2019.





    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Cognac,

    ich kann Deine Mikros grad ned vergleichen.

    Makroskopisch erinnert mich Dein Fund an Cartilosoma ramentacea. Dann sollte das aber ein Kiefernast sein.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Bernd,

    der Porling an der Fichtenschnittfläche sollte Antrodia serialis sein.

    Wenn Du ihn befühlt hättest, wär Dir aufgefallen, dass das kein Saftporling sein kann.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Servus beinand',

    ich kann dem Christoph nur beipflichten.

    Mit dem neuen Portal macht kartieren wieder Spaß. Toll ist, dass die Funde editiert werden können. Nachträgliche Bildereinfügung und Einfügung von Belegdaten ist somit möglich. Der Austausch mit Frank bei Problemen funktioniert bestens.

    Ein großes Dankeschön auch von mir.

    Wir haben das Portal erst vor Kurzem bei uns im Verein vorgestellt. Es ist auch ein ideales Portal um in die Kartierung einzusteigen.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Servus beinand',

    makroskopisch schaut das schon sehr nach B. marginata aus. B. simplicior und B. repanda schaun schon anders aus.

    Als Substrat würd ich Birke ausschließen wollen. Alle meine Funde waren an Sorbus, einmal an Schwedischer Mehlbeere, alle anderen an Vogelbeere. B. repanda ist auch eine Sorbusart, und B. simpicior soll hpts mit Weißdorn verbandelt sein.

    Die Ostiolen sind hier schon arg verwittert.

    Trotzdem würd ich den Fund durch den aufgestellten Stromarand und die einheitliche Größe und runde Beschaffenheit auch makroskopisch als B. marginata bezeichnen.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi,

    sehr schön!

    Sie Art ist übrigens gar nicht so selten und auch nicht an Buche gebunden, wie man vllt dem Namen nach vermuten könnte.

    Ich hatte Phleogena faginea neben Buche auch schon an Hainbuche, Salweide und mehrmals an Fichte.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Servus beinand',

    der Erstnachweis der Nff von H. microspermus wurde 1998 von Besl et al veröffentlicht. Deren Untersuchungen ergaben, dass H. microspermus bzw. dessen Nff ausschließlich auf Filzröhrlingen der "Chrysenterongruppe" gefunden wurde. Interessant finde ich, dass die Autoren die festgestellte Wirtsspezifität zu Abgrenzungen innerhalb der Filzröhrlingssysthematik heranziehen.

    Die Gattungsaufteilung fand ja erst viel später statt..


    https://www.zobodat.at/pdf/Z-Mykologie_64_1998_0045-0052.pdf


    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Bernd'

    der Feuerschwamm an Weide passt makroskopisch perfekt zu Ph. conchatus.

    Ich könnt mir beim Substrat von deiner B. marginata gut das stark bevorzugte Sorbus aucuparia vorstellen. Die konzentrischen Rindenrunzeln am jungen Astansatz schaun sehr danach aus.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi,

    das ist eine Kohlenbeere, Hypoxylon.

    Mit so globosen Stromata kommt eigentlich nur H. fragiforme oder H. howeanum infrage.

    An Buche ist sowas eigentlich immer H. fragiforme. An anderen Laubhölzern, z.B.oft an Eiche und Hainbuche, ist es meist H. howeanum.

    Ich hatte H. fragiforme aber auch schon an Salweide und Birke.

    Makroskopisch sind die Arten sicher nur an der auffälligen Nebenfruchtform von H. howeanum zu unterscheiden.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Servus beinand',

    ja, das ist ein Cortinarius. Die sporenbeaufschlagte Cortina ist sehr deutlich. Ich denk auch an ein Myxacium aus der Vibratilisgruppe. C. vibratilis selbst ist aber eine Nadelwaldart auf saurem Boden. Aber da gibt's ja noch z.B. C. causticus und diverse teils neubeschriebene Arten, die da infrage kommen könnten.

    An liabn Gruaß

    Werner