Beiträge von frank2507

    Hallo Karl,


    vorgestern habe ich die beiden mir bekannten Standorte in Bad Homburg und Wiesbaden besucht. In Bad Homburg haben Wurzelnde Bitterröhrlinge gerade erst begonnen, die sind nur so groß wie eine Walnuss. Andere Dickröhrlinge waren überhaupt noch nicht zu sehen.


    In Wiesbaden ist der erste Schub echter Satansröhrlinge durch, die tellergroßen Exemplare sind weich. Der zweite Schub (Kirschgröße bis Walnussgröße) ist aber schon sichtbar. Es gab mehrere Glattstielige Hexenröhrlinge und ein Fahler Röhrling, aber kein R. legaliae.


    Deine zahlreichen Funde lassen aber hoffen, dass sich das nächste oder spätestens übernächste Woche ändert.


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo Thomas!


    Geruchsbeschreibungen sind eine schwierige Sache und höchst subjektiv. Am besten, wenn man eine bekannte Art zur Umschreibung/Vergleich benennen kann. Das war mir in dem Fall aber nicht möglich. Und mit dem Kostversuch bin ich auch lieber zurückhaltend.


    Da man bei Tricholoma mit dem Mikroskop auch nicht unbedingt felsenfeste Resultate bekommt, bleibt als letzte Option noch die ITS Sequenzierung. Bei der Gattung Tricholoma ist evtl. sogar eine kostenlose Sequenzierung im Rahmen von


    FunDive – FunDive


    möglich. Allerdings dauert es eine halbe Ewigkeit, bis man Resultate bekommt. Die Ergebnisse von den vor einem knappen Jahr übersandten Proben habe ich immer noch nicht.


    Alternativ bleibt Pablo Alvarado, da hat man die Ergebnisse nach einigen Wochen - zusammen mit einer Rechnung .


    Beste Grüße,


    Frank

    Nachtrag: Den Fund habe ich auch in einem dänischen Forum/Datenbank eingegeben. Dort wurde mir mitgeteilt, dass man anhand der Bilder keine eindeutige Identifizierung vornehmen könne, was mich einigermaßen überrascht. Sowohl der Geruch nach Medizinschrank als auch die schon im Jugendstadium blassgrünlichen Lamellen sollten in dieser Kombination doch eindeutig sein!?


    Oder gibt es eine andere Amanita, die schon im Jugendstadium mit noch geschlossenem Velum partiale blassgrünliche Lamellen hat? Was anderes als Amanita kommt meines Erachtens nicht in Betracht und beim Grauen Wulstling habe ich stets reinweiße Lamellen vorgefunden, jedenfalls bei so jungen Exemplaren in vergleichbarem Reifezustand.


    Feedback erwünscht, ob es doch noch Zweifel an meiner Bestimmung gibt!


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!


    Einen interessanten Fund habe ich doch noch zu vermelden, diesen "weißen Riesen" auf einem Kiefern-(oder Lärche?)stumpf. Relativ weich, lässt sich gut mit dem Messer schneiden. Kein besonderer Geruch feststellbar, Geschmack etwas unangenehm, leicht säuerlich, aber nicht wirklich bitter. Bitterer Saftporling sollte demnach ausscheiden, weil der "stark bitter" schmecken soll.


    Was passendes konnte ich ad hoc im Kosmos Handbuch Pilze nicht finden, Namensvorschläge sind daher willkommen.


    Beste Grüße,


    Frank



    Hallo!


    Die Regenpause am Nachmittag habe ich für einen Waldspaziergang genutzt. Während es innerhalb des Waldes keine wirklich interessanten Funde gab, konnte ich auf dem Rückweg auf einem Haufen mit Stallmist weiße Pilze entdecken. Ein Abgleich hat mich zu Leucocoprinus cretaceus geführt, passt das?


    Anmerkungen und Korrekturvorschläge sind willkommen.


    Beste Grüße,


    Frank


    Moin Harald!


    Vielen Dank für deinen Tipp. Wenn ich mich recht erinnere, sind viele Ritterlinge mikroskopisch relativ merkmalsarm. Würdest du trotzdem einen "scharfen Blick" auf das Exsikkat werfen, wenn anderweitig nicht noch eine zündende Idee kommt?


    Gruß,


    Frank

    Hallo Rainer,


    vielen Dank für deinen Tipp. Auch meine "Pilzator"- Bestimmungapp hat diesen Vorschlag ausgespuckt, passt aber leider nicht. Die Hutfarben sind doch deutlich anders und auch der Habitus passt nicht.


    Anscheinend ist das doch keine ganz so einfach zu bestimmende Art. Möglicherweise (sehr thermophiler Standort, dort soll sogar schon der Kaiserling Amanita caesarea gesichtet worden sein) auch etwas, was man sonst hierzulande nicht findet.


    Ich habe gestern noch einige Fotos zu Hause aufgenommen, bevor ich die beiden Exemplare in den Trockner gesteckt habe.


    Vielleicht könnten sich


    Werner Edelmann


    und


    matthias0


    die zusätzlichen Fotos anschauen? Die beiden haben mir schon so oft aus der Klemme geholfen.


    Auch beli 1 , der öfters in Südeuropa unterwegs ist und sicherlich die eine oder andere thermophile Art kennt, die hierzulande unbekannt ist.


    Beste Grüße,


    Frank



    Hallo!


    Gestern habe ich in einem Park mit alten Eichen zwei Blätterpilze gefunden, die bei mir nur Fragezeichen hinterlassen. Ein sehr merkwürdiger Geruch, den ich nicht einmal vernünftig beschreiben kann, ein auffällig glockenförmiger Hut und eine markante Farbgebung auf dem Hut (dunklere ringförmige Zone) sind Merkmale, die in der Kombination eine Bestimmung zulassen sollten. Ich stehe aber total auf dem Schlauch.




    In einiger Entfernung habe ich noch einen wesentlich größeren Pilz mit dem gleichen Geruch gefunden, der aber die besten Zeiten klar hinter sich hat. Dieses Exemplar ist mehr als doppelt so groß (über 10 cm Hutdurchmesser) und hat die gleiche markante glockige Hutform. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das die selbe Art ist (beginnende Zersetzung).




    Bestimmt kann mir jemand auf die Sprünge helfen ....


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!


    Nachdem sich letztes Jahr ein vermeintlicher Igel-Wulstling als profaner Grauer Wulstling entpuppt hatte



    konnte ich heute den lang ersehnten Fund endlich verbuchen. Gefunden habe ich das Exemplar in 63939 Wörth am Main unter einem Haselnuss-Strauch. An dieser Stelle habe ich in den letzten beiden Jahren Fransige Wulstlinge gefunden und das war auch der Grund, warum ich heute dort war. Statt leckerer Fransiger Wulstling gab es einen giftigen Igel-Wulstling, aber darüber habe ich mich trotzdem gefreut.



    Hier noch ein paar Aufnahmen zu Hause mit anderer Kamera und zur Absicherung die blassgrünlichen Lamellen im Schnittbild:




    Beste Grüße,


    Frank

    Danke dir für die Info. Nathan hat mir noch nicht geantwortet. Weißt du, ob er sich für sowas interessiert? Ich würde die Exemplare trocknen, falls das ohne Zersetzung möglich ist. Möchtest du dir das näher anschauen?

    Gruß,


    Frank

    Ja das ist schon ein ungewöhnliches Erscheinungsbild. Beigefügt noch Schnittbilder, die ich im Abstand von neun Stunden aufgenommen habe. An der Uni Hamburg gibt es einen Wissenschaftler, der sich auf Mykoparasiten spezialisiert hat. Den habe ich bereits angeschrieben, ob sowas von Interesse ist. Interessant ist auch der Geruch der Pilze, die an alte Seifenritterlinge erinnern.


    Beste Grüße,


    Frank


    Hi!


    Das Erscheinungsbild des Befalls finde ich schon sehr markant, insbesondere die wie Baumharz aussehenden festen Tropfen und die Festigkeit des befallenen Fruchtkörpers insgesamt.


    Manche Befallsarten sind ja sehr markant wie z.B. beim Steinreizker oder Squamanita. Daher meine Frage, ob das auch so etwas in diese Richtung ist. Vielleicht kann thorben96 etwas erhellendes dazu beitragen?


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!


    Heute war ich in Wiesbaden im alten Eichenwald (genauer gesagt Eichenpark) unterwegs. Neben einigen Filzröhrlingen habe ich zwei Pilze mit ungewöhnlichem Befall entdeckt. Die Fruchtkörper sind nicht matschig-weich, sondern richtig fest. Sowas habe ich noch nicht gesehen, was könnte das sein?


    Beste Grüße,


    Frank


    Suku ja wenn man so will, dann kann man natürlich keine 100%ige absolute Sicherheit haben. Neben dem von dir genannten Kahlen Krempling gibt es auch noch den Grünling als weiteres Beispiel und es würde mich nicht allzu sehr wundern, wenn in den nächsten Jahren noch ein paar weitere Arten dazu kommen.


    Ein bekannter Mykologe hat einmal sinngemäß gesagt:


    "Ein Speisepilz ist ein Giftpilz, dessen Giftigkeit noch nicht erkannt wurde."


    Jedenfalls ist A. strobiliformis in der aktuellen Positiv-Liste der DGfM aufgeführt und daher nach dem gegenwärtigen Stand unbedenklich, was ich gerne mit meinem Selbstversuch bestätigt habe ;)



    positivliste-speisepilze-20240121.pdf


    Beste Grüße,


    Frank

    Ja seitdem wärmeliebende Amanita´s sich hier breit machen, muss man doppelt vorsichtig sein. Vor zwei Jahren konnte ich die Bandbreite von A. franchetti erkennen und mir ist der Appetit auf Perlpilze etwas vergangen (sind sowieso Wurmmagnete).


    Nicht immer ist der untere gelbe Manschettenrand so schön sichtbar wie auf Jörg´s Kollektion und die gelben Velumflocken verblassen ganz schnell. Dann die von Schupfnudel angesprochenen rotbraunen Verfärbungen und schon ist die Verwirrung komplett. Nicht nur bei "Unkundige", wie Jörg meint, sondern auch bei Fortgeschrittenen!


    Ich erinnere mich an die "Perlpilz ohne Rot" Wette hier im Forum vor einigen Jahren.


    Gleiches gilt m.E. auch für die saubere Abtrennung zu anderen Amantia-Arten. Perlpilz, Grauer Wulstling, Rauer Wulstling und Igel-Wulstling können im Extremfall schon sehr ähnlich sein, insbesondere wenn man etwas atypische Exemplare hat.


    Zur Giftigkeit würde ich mich Schupfnudels Hypothese anschließen. Die Art ist definitiv in Ausbreitung begriffen und ich würde fast wetten, dass der Pilz schon mehr als einmal verwechselt und verspeist wurde.


    Teilweise wird sogar auf wissenschaftlichen und seriösen Webseiten behauptet, dass z.B. Fransiger Wulstling giftig sei. Da kann ich das Gegenteil aufgrund umfangreicher Selbsttests (so 20 - 30 Exemplare sind in den letzten Jahren durch meinen Verdauungstrakt gewandert) guten Gewissens behaupten:


    Amanita strobiliformis Gonn. & Rabenh.
    Amanita strobiliformis is a large, fleshy, white to grey-tinged Amanita with floccose, ± angular, mealy, white to greyish scales on the cap and stem, and…
    svampe.databasen.org


    Beste Grüße,


    Frank

    Servus Werner!


    Die Kollektion habe ich vorsorglich getrocknet, weil ich die Exemplare Prof. Hoffmeister anbieten wollte. Der hat mir mittlerweile geantwortet, dass das Projekt zwischenzeitlich beendet ist und deshalb kein Bedarf an dem Herbar besteht.


    Falls es zeitlich bei mir klappt, würde ich dieses Jahr wieder zu eurer Frischpilzausstellung nach München kommen und die Exemplare mitbringen. Einmal für eurer Vereinsherbar und auch als Anschauungsmaterial für die Besucher. Die Fruchtkörper haben sich nämlich beim Trocknen kaum verändert, so dass man die Merkmale dieser Art immer noch gut erkennt:


    Beste Grüße,


    Frank


    Hier noch ein interessanter Bericht über diese recht seltene Art. Es kann bestimmt nicht schaden, wenn ich die ohnehin geernteten Fruchtkörper herbarisiere. Vielleicht brauchen die in Jena demnächst Nachschub ....


    Ein Pilz geht neue Wege
    Internationales Forschungsteam analysiert Biosyntheseweg und entdeckt ein fähiges Enzym
    www.uni-jena.de

    Hi Andy,


    ja deshalb habe ich den hier eingestellt. Vor knapp zwei Jahren hatte ich den erstmals überhaupt gefunden, die Art scheint sich langsam aber beständig von Südwest-Deutschland kommend auszubreiten.


    Gruß,


    Frank

    Hallo!


    Heute habe ich Borstige Knäuelinge Lentinus strigosus gefunden. Fundort 63939 Wörth am Main, Weinbauklima , auf dickem Holzstamm am Straßenrand . Die Stämme liegen dort schon ein paar Jahre direkt an der Kante zur benachbarten Wiese.


    Vor einiger Zeit hatte ich den schon einmal in Wörth am Main gefunden , auf einem Stapel Holzstämme am Rand eines geschotterten Waldweges. Auch damals hatte ich den im Hochsommer ( Anfang August) gefunden, die scheinen eine wärmeliebende Art zu sein.


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo Dani!


    Der Rauchblättrige Schwefelkopf schmeckt mir ganz gut und der wächst auf jeden Fall auf Fichtenstubben. Ob es von dieser Art fertige Zuchtsets zu kaufen gibt, ist mir aber nicht bekannt. Du könntest natürlich auch im Spätherbst Fruchtkörper sammeln und auf die Stubben verteilen, aber da konkurrieren natürlich die Sporen unzähliger anderer Arten und man bekommt nicht unbedingt die gewünschte Art angesiedelt.


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!


    Zum Thema Reifpilz und Verwechslungsgefahr möchte ich auf meine Kollektion vom vergangenen Jahr hinweisen, die ich hier präsentiert hatte: