Servus Marcel,
auch 84 wäre mir zu viel. Ich wüsste nicht, inwiefern Spuren von Schwermetallen gesund sein sollten. Es geht mir auch nicht um den Geschmack. Ob Blei, Uran, Wismut oder was auch immer in Spuren in dem Salz ist, schmeckt man nicht. Man schmeckt das, was in größerer Menge enthalten ist. Ich kenne die genaue Zusammensetzung nicht. Geringe Mengen an Schwefel schmeckt man deutlich (bzw. von Schwefelverbindungen). Größtenteils ist es halt Natriumchlorid, wohl auch ein bisserl kaliumchlorid, dazu weitere natürliche "Verunreinigungen", die Farbe und Geschmack ausmachen.
Mir ging es um eine dem nachgesagte Heilwirkung.
Das Thema Homöopathie wollte ich gar nicht ansprechen Hassi - viele glauben daran, auch die, die es anbieten (z. B. Homöopathen).
Climbingfreak - das betrifft auch Bautrocknerfirmen, die mit Einstein werben und für viel Geld leere "Nullpunktsenergiekonverter" verkaufen (oder auch beliebt: "Vakuumenergiekonverter"). Betrüger gibt es, solange der Mensche tauscht und kauft/verkauft. Da können die Heilpilzchen nichts dafür. Manches ist aber wirklich dreist, sprich kriminell (wie die Einsteinmissbrauchsbautrockenfirmen).
Ich habe bei einer Gartenmesse mal einen Stand gesehen, bei dem eine esoterische Dame mit einem Spannungsmessgerät hantierte. Sie geb die beiden Elektroden den Opfern in die Hand. natürlich misst man immer eine Spannung zwischen den beiden Händen. Sie meinte, damit die Aura vermessen zu können und wollte damit ihre Bücher verkaufen und v. a. Kurse bewerben. Das ist offener Betrug. Gegen den hilft aber Bildung und kritisches Denken. Wer beides ablehnt, fällt dann drauf rein. Teilschuld würde ich sagen... Trotzdem schlicht kriminell.
Wutzi: Grundlagenforschung ist kein Fachgebiet. Die gibt es in der Physik, der Chemie, der Biologie (usw.) und dort auch in allen Teilbereichen. Und im Gegenteil: gerade die Grundlagenforschung bekommt wenig Geld. Investiert wird in das, was schon so weit ist, dass Patente zu erwarten sind. Grundlagenforschung ist z. B. das, was in CERN geforscht wird (Teilchenphysik). Gut, das kostet viel Geld, aber global gesehen nicht. Grundlagenforschung ist die Erkundung deds Mars und das Prüfen, ob dort Leben existiert(e). Grundlagenforschung ist auch die Überarbeitung einer Pilzgattung und das Erstellen neuer Bestimmungsschlüssel.
Was du vermutlich meinst, ist medizinische Forschung. Und ja, in Krebsforschung und in Stammzellenforschung wird sehr viel Geld gesteckt. Die Covid-Impfung von Biontech-Pfizer basiert auf deren Krebsforschung. Und es ist doch klar, dass in Krebsforschung mehr Geld geht als in die Überarbeitung einer Pilzgattung oder Forschung zu chinesischen Tradition der Vasenmalerei im 4. Jhdt. v. Chr. (um Sinologie bzw. Archaeologie als Sterotyp zu bemühen).
Ich verstehe daher deinen Vergleich auch nicht ganz. Klassische Mykologie wird kaum noch gefördert. Das liegt aber nicht an der Krebsforschung.
Mein persönliches Credo: wir brauchen mehr Grundlagenforschung. Unsere heutige Technik basiert auf der Grundlagenforschung des Endes des 19. Jhdts. und des (oft Beginns) des 20. Jhdts. Wenn wir nur auf möglichst schnelle Amortisierung des Kapitals schauen, bleiben wir irgendwann stehen. Heutige Grundlagenforschung ebnet zukünftigen Generationen den Weg. Und wer weiß, vielleicht klappt es doch mal mit der Kernfusion...
In diesem Sinne liebe Grüße,
Christoph
