Hallo Mona,
deine Blöcke scheinen ja gut durchgewachsen zu sein. Dann hast du die aber ausgepackt. Das kann man machen, wenn man eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit hat. Hast du aber nicht in der Wohnung und deswegen trocknet der ganze Block zu schnell aus. Die meisten Leute schlitzen die Folie nur an verschiedenen Stellen kreuzförmig an und dann wachsen die Pilze seitlich heraus.
Die zu geringe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung ist trotzdem ein Problem. Ferner solltest du regelmäßig lüften. Im Grunde ist das ja so, dass Pilze "merken", wenn die CO2-Konzentration sinkt, was für sie ein Signal ist, die Fruchtung einzuleiten. In der Natur entspricht das dem Moment, wo sie aus dem Substrat (Erde oder Holz etc) heraus wachsen. Neben dir selbst, deinen eventuellen menschlichen oder tierischen Mitbewohnern verbrauchen auch die Pilze Sauerstoff und atmen CO2 aus. Daher ist regelmäßiges Lüften zu empfehlen.
Wie sorgt man nun in einer Stadtwohnung für ausreichende Luftfeuchtigkeit? Wenn du noch ein großes, altes Aquarium hast, kannst du das nehmen. Praktischer ist aber ein Foliengewächshaus für ein paar Euro. Ich habe da eins mit kleiner Grundfläche und etwa 1,70 hoch, mit ein paar Gitter-Einlegeböden. Nach unten ist das Foliengewächshaus offen, daher brauchst du eine wasserdichte Unterlage. Da man vermutlich gerade keine passende Wanne zur Hand hat, kann man sich mit einem großen Müllsack behelfen, den man unter das Gewächshaus legt und dann an den Seiten hoch schlägt und fest klebt. Um nun für passende Luftfeuchtigkeit zu sorgen, kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. Im einfachsten Fall nimmst du einen Sprüher und besprühst die Wände des Foliengewächshauses mit Wasser. Wenn dir das noch nicht reicht, dann kannst du den Boden mit Vermiculite oder Blähton oder Seramis bedecken und auch den feucht halten. Dann muss die Unterlage aber wirklich hundertprozentig dicht sein! Nicht, dass du dir den Laminat versaust!
Wenn man noch mehr will und auch nicht vor Lötarbeiten, Dremeln und Programmierung fies ist, dann könnte man einen Arduino Mikrocontroller mit einem CO2-Sensor (MH-Z19B) verbinden und CO2 messen, anstatt nur zu raten. Ich hatte das mal gemacht in meinem Foliengewächshaus. Ferner hatte ich eine Echtzeituhr drin, um Licht zu steuern. Außerdem habe ich mehrere Funksteckdosen angesteuert, um Lüfter (Umluft+Frischluftzufuhr) sowie die Luftfeuchtigkeit (über Heizmodul unterm Vermiculite) zu steuern. Aber das ist alles nicht unbedingt nötig. Wenn man weder CO2 noch Luftfeuchtigkeit messen kann, dann sorgt man am besten regelmäßig für Frischluft (Foliengewächshaus und Raum) und besprüht nach jedem Lüften die Wände des Foliengewächshauses für maximale Luftfeuchtigkeit. Dann klappt's auch mit den Pilzen. 
Grüße
Oliver