Hallo Felix und Krissi,
Von der Pilzzucht allerdings haben wir bisher noch keine Ahnung!!
Das ist kein so großes Problem, wenn man sich vorher umfassend informiert.
1. die 20% die nicht mit Ziegelstein belegt sind, zu machen, oder diese offenen Stellen für Pilzzucht mit direktem Bodenkontakt nutzen (Stroh, Hühnermist, Sägespäne,... ausbringen)
2. welche Pilze können wir in diesem Milleau züchten (kaum Licht, hohe Luftfeuchtigkeit, konstante Temperatur,...)
Zu 1.: Weiß nicht, ob man Hühner- und Pferdemist unbedingt im Haus haben möchte.
Zu 2.: Champignons würden sich im Grunde aber anbieten. Frage an Markus Calabaza : Warum ist der Keller nicht für Primärzersetzer geeignet? Für Licht kann man ja sorgen, was spricht sonst dagegen?
3. wie, auf welche Art? Selber einen Nährboden schaffen, oder lieber auf vorgefertigte Produkte zurück greifen?? Wenn ja, welche?
4. welche deutschsprachige Literatur könnt ihr uns empfehlen oder was für Tipps habt ihr sonst so für uns!??
Zu 3. Gerade wenn ihr nicht steriles Arbeiten aus beruflichen Gründen gewohnt seid, würde ich Körnerbrut zum Beimpfen definitiv fertig kaufen. Oben im Menü findest du den Link zum Pilzzuchtshop, es gibt freilich auch noch andere Anbieter. Das "Bulken" (wie heißt das eigentlich auf Deutsch?), also das Vermehren des Mycels auf weniger energiereichem Substrat, wie Stroh oder Holz etc., kann man auch selbst machen.
Zu 4. Es gibt viele Quellen, teilweise auch kostenlos im Internet. Dazu kann ich aber wenig Tipps geben. Ich habe neulich noch in eine uralte, kleine Fibel geguckt: Pilzanbau in Haus und Garten, Jolanda Engelbrecht. Ich mag das Buch, weiß aber nicht, ob man es empfehlen kann. Es geht nicht sehr in die Tiefe, verwirrt daher aber auch nicht mit zu viel Information. Trotzdem gibt es sicherlich heute viele bessere Bücher, die auch auf aktuellere Aspekte eingehen. Das Literaturthema kann man unendlich vertiefen, bis hin zum Lesen von wissenschaftlichen Publikationen, das hilft aber nicht unbedingt weiter. Hier im Forum andere zu fragen ist schon ein guter Weg, denke ich.
Bei Pilzanbau im Haus würde ich stets darauf achten junge Fruchtkörper zu ernten und die nicht sporulieren zu lassen. So wie man das von den gekauften Champignons kennt: die werden geerntet, wenn die Hüte noch geschlossen sind. Der Hintergrund ist der, dass die Sporen im Grunde Feinstaub sind und daher besonders in Innenräumen durch massenhaftes Auftreten zur Gesundheitsgefahr werden können.
Ich weiß nicht, wie sehr im Keller Gefahr besteht, dass sich da CO2 ansammelt. Pilze atmen, wie wir, CO2 aus. Wenn die Pilze im Keller längere Zeit ungestört sind (keine Luftbewegung) könnte ich mir vorstellen, dass da sehr hohe Konzentrationen an CO2 vorherrschen und entsprechend wenig Sauerstoff vorhanden ist. Eine CO2-Ampel wäre möglicherweise sinnvoll. Zumal CO2-Konzentrationen sich auch auf den Pilz auswirken.
Bei so einem Keller könnte man - je nach Gegend - auch mal den ein oder anderen Gedanken an Radon verschwenden: BfS - Wie ist Radon in Deutschland geographisch verteilt? - Radon in der Boden-Luft in Deutschland
Grüße
Oliver