Goldregen, Eisenhut oder Tollkirschen gehören nicht an einen Spielplatz. Punkt. Das ist eine vernünftige Vermeidung von Gefahren,
Im Privatgarten oder auf Spielplätzen kann man das meinetwegen machen. Aber nicht in der Natur. Solche Forderungen gab und gibt es aber. Siehe auch https://www.nabu.de/umwelt-und…ben/gesundheit/03346.html
Aus dem Artikel:
ZitatMit etwa drei bis zehn Prozent der jährlich 100.000 Vergiftungsunfälle bei Kindern sind Giftpflanzen eine häufige Notfallsituation. Dennoch wird es relativ selten wirklich ernst, da meist die aufgenommene Giftmenge zu gering ist, um Vergiftungserscheinungen hervorzurufen und die erwähnten Schutzmechanismen schlimmeres verhüten. Übrigens stehen Vergiftungen durch Pflanzen erst an dritter Stelle - nach Haushaltschemikalien (Reiniger, Spülmittel, Alkohol, Säuren, Nikotin) und Arzneimitteln (besonders flüssige).
Mit etwa drei bis zehn Prozent der jährlich 100.000 Vergiftungsunfälle bei Kindern sind Giftpflanzen eine häufige Notfallsituation. Dennoch wird es relativ selten wirklich ernst, da meist die aufgenommene Giftmenge zu gering ist, um Vergiftungserscheinungen hervorzurufen und die erwähnten Schutzmechanismen schlimmeres verhüten. Übrigens stehen Vergiftungen durch Pflanzen erst an dritter Stelle - nach Haushaltschemikalien (Reiniger, Spülmittel, Alkohol, Säuren, Nikotin) und Arzneimitteln (besonders flüssige).
Dass Giftpflanzenunfälle verhindert werden müssen, ist unstrittig. Kontrovers sind aber die Meinungen, wie das geschehen soll. Für die völlige Verbannung giftstoffhaltiger Pflanzen sprach sich zum Beispiel unlängst eine "Aktion Kinderbaum" aus. In einer pressewirksam verbreiteten Liste von Pflanzen, die wegen der "tödlichen Gefahr für Kinder" in Gärten und Anlagen "niemals gepflanzt oder geduldet werden" sollten, finden sich unter anderem Efeu, Liguster, Pfaffenhütchen, Schneeball, Maiglöckchen und Seidelbast. Doch wie giftig darf ein Gewächs sein, damit es noch wachsen darf? Wäre dann selbst die Kartoffel auszurotten, da ihre oberirdischen Teile gifthaltig sind? Wo sind absolut "kinderfreie" Plätze, an denen Giftpflanzen noch wachsen dürfen?
ZitatDer sinnvollste Weg lässt sich mit dem Motto "Mit Giftpflanzen leben lernen" beschreiben.
ZitatGiftexperten haben herausgefunden, dass nur wenige Pflanzenarten Kindern wirklich gefährlich werden können: Goldregen, Pfaffenhütchen, Stechpalme und Seidelbast. Ihre auffälligen Früchte scheinen besonders zum Naschen zu verleiten und sie können auch in kleineren Mengen Vergiftungen hervorrufen. Daher beschränkt sich die Liste von Pflanzen, auf die an Spielplätzen, Schulen, Kindergärten und anderen Plätzen, wo Kinder unbeaufsichtigt spielen absolut verzichtet werden sollte auf die "Gefährlichen Vier". Ihnen folgen in der Statistik Zwergmispel (Cotoneaster), Vogelbeere, Lorbeerkirsche und Heckenkirsche, die aber als "schwach giftig" beurteilt werden.
Kleine Kinder (1..3 Jahre) reißen nun mal Blätter ab und stecken sie sich auch in den Mund. Deswegen lasse ich mir von niemandem einreden, "überbesorgt" zu sein, wenn wir die Engelstrompete, Oleander und Digitalis vorerst aus dem (eigenen!) Garten geworfen haben.
Wie schon gesagt, im eigenen Garten kann jeder machen, was er möchte.
Aber Kleinkinder müssen ständig beaufsichtigt werden:
ZitatKleinkinder bedürften grundsätzlich ständiger Aufsicht, weil sie aufgrund ihres Entwicklungsstadiums Gefahren in ihrer Umgebung nicht erkennen und beherrschen können. Auch objektiv ungefährliche Situationen könnten für Kleinkinder Gefahren bergen.
Quelle: https://www.anwalt.de/rechtsti…ht-der-eltern-225863.html
Zurück zu den Pilzen auf dem Spielplatz: Da muss Absammeln reichen. Das Erziehungspersonal kann das Spielplatzgelände ja vorher kontrollieren und Pilze absammeln. Von mir aus kann die Stadt gerne auch Fachleute beauftragen, wenn sie unbedingt Steuergelder verschwenden will. Aber den Boden austauschen oder gar die Bäume beseitigen? Das geht imho zu weit.
