Beiträge von Wutzi

    Hallo zusammen,

    aus aktuellem Anlass werde ich morgen doch den Thread - Meine schönsten Vergiftungsfälle - aufmachen. So mit Magensonde, Bauchkrämpfen, Koma und allem drum und dran. In diesem Jahr durfte ich einige unerbauliche Vergiftungen betreuen. Ich denke, einige von Euch können auch unterhaltsame Geschichten erzählen.


    Ich habe festgestellt, bei Verdacht auf Pilzvergiftung starten sie auf den Intensivstationen das volle Programm, schon um sicher zu gehen. Also viel Vergnügen bei der Pantherpilzmahlzeit und vor allem danach! Denn der ganz große Spaß geht ja erst ein Weilchen nach dem Essen los.

    Danke für die Idee, Karl. Damit hast du mich auf eine erfolgversprechende Spur geführt. Für Leucoagaricus nympharum ist er nicht schuppig genug. Aber die Gattung passt schon mal sehr gut. Laut Wikipedia gibt es etliche Arten bei den Egerlingsschirmlingen, zu denen ich keinen Zugang habe. So bleibt es eben bei Leucoagaricus spec.

    Hallo zusammen, also meiner Meinung nach hängt viel von der Art der Zubereitung ab. Wie die Pilze zubereitet wurden, ist der Hitliste nicht zu entnehmen. Insofern ist das nicht so richtig aussagekräftig.

    Hallo zusammen,

    wir haben heute eine kleine Exkursion bei Oberloquitz durchgeführt. Dabei haben wir ein paar interessante UMOs (unbekannte Mykologische Objekte) gefunden.


    Ich kann mich erinnern, dass so ein rosa Puschel im Gras schon einmal hier im Forum gezeigt wurde. Aber ich finde den Beitrag nicht. Vielleicht kann eine/r von euch helfen.


    Der Schirmling ist geruchlos wuchs auf einer Weide. Hut und Stiel sind schuppig. Hutdurchmesser der Pilze zwischen 3 und 5 cm.

    1.


    2.


    3. Ein hübscher kleiner Schleimer vielleicht Leocarpus?


    4. Ein Schleimer, der die Grashalme überzieht.


    5. kleine plüschige Pilze oder was sonst?


    6. Dieser Düngerling sieht sehr speziell aus.Sind das Trockenschäden, oder eine eigene Art. Ansonsten wäre es vielleicht der Behangene, oder?


    7. Danke fürs Mitkommen zur Belohnung gibts Kunst am Dorf

    Hallo Don, schneide doch deinen Reizker mal den Stiel unter dem Hut ab und schau, ob da orange Milchsaft ist. Wenn ja und du keine Maden oder Gammel am Pilz entdeckst und wenn er nicht unangenehm riecht oder weich ist, dann sollte er in Ordnung sein. Aber das musst du selbst beurteilen. Die Grünspanfarbe entsteht durch Verletzung oder Druck. Das ist kein Merkmal dafür, dass der Pilz gammelig ist. Das ist normal. Auch der ausgeblichene Hut muss kein Mangel sein. Die Huthaut ist innerhalb kurzer Zeit von der Sonne ausgeblichen. Entscheidend ist das Innenleben des Pilzes.

    Hallo zusammen,


    ihr habt mich überzeugt. Im Alter bringen die so seltsame Farbtöne. Inzwischen habe ich auch Ähnliche gefunden. Es ist ein Wahnsinnsjahr für Papageiensaftlinge und den Prächtigen Saftling. Ich kann kaum treten auf der Wiese ohne Schaden an zurichten.

    Hallo Rainer,


    ich denke das es sich hier um sehr alte Papageiensaftlinge handelt. Gelb und grün am Stiel paßt zu dem.


    VG Jörg

    Hallo Jörg, bei der Ansicht von unten wäre ich auch beim Papagei. Aber rostroten Töne am Rand machen mich stutzig. In der Farbe ist er mir noch nie begegnet. Die weiße Hutoberfläche sieht für mich auch nicht nach Schimmel, sondern eher nach Sonnenbrand-Trockenschäden aus. Bei mir haben hunderte Prächtige Saftlinge so ausgeblichene Hüte, die schimmelig wirken, aber einfach nur ausgeblasst und trocken sind.

    Hallo María, bei mir macht der Mond ja dieselben dicken Backen, oder eben auch nicht, genau wie bei dir. Aber die Maronen sind hier durch. Vor drei Wochen waren sie perfekt, seit einer Woche ist es vorbei. Ich hab das mit dem Mond lange beobachtet und festgestellt, es ist nicht der Mond, sondern das Wasser, das Wasser und das Wasser. Vielleicht ein bisschen das Licht und die Temperatur. Ansonsten gilt: zur falschen Zeit am falschen Ort. 🥴

    Hallo Flipstar,


    hast du mal drauf geachtet, wo sich das Wasser bei den Trompetenpfifferlingen befindet? Größere Trompetenpfifferlinge sind auch gern einmal hohl. Wenn du die dann erntest, läuft mitunter das Wasser heraus. Sie sind sozusagen ein Aufbewahrungsgefäß für Niederschlagswasser und Tau. Das ist kein Qualitätsmangel. Sie benötigen dann auf der Pfanne nur mehr Zeit, um alles Wasser wieder zu verdunsten. Trocknen würde ich so nassen Pilze allerdings nicht unbedingt.-

    Hallo Don,

    von weiß milchenden Milchlingen sollten Anfänger die Finger lassen, aber Reizker - Milchlinge mit roter Milch sind leicht zu erkennen und daher Anfängerpilze. Und sie sind essbar. Mach dich mit ihnen und mit Röhrenpilzen vertraut und such dir einen schönen Wald und wenn es da nicht klappt einen anderen. Wenn du erst einmal ein gutes Waldstück gefunden hast, merke dir den Ort. Die Chancen dort im nächsten Jahr auch Pilze zu finden, stehen gut.

    Hallo,

    es ist alles geschrieben. Du kannst ein, zwei, viele essen. Aber auf eigenes Risiko. Die Risiken wurden dir aufgelistet. Oder du gehst zum Pilzberater.

    Wobei, wenn mir jemand Waldfreunde zur Begutachtung vorbei bringen würde, tät ich mich schon wundern. Der Wald ist voll mit Trompetenpfifferlingen und es gibt auch noch genug Röhrlinge für ein deutlich schmackhafteres Essen.

    Moin,

    ich seh da auch einen Parasol-Methusalem. Die sind übrigens roh giftig. Ich hab letztes Jahr eine Vergiftung mit Parasolen beurteilen dürfen.

    Also 1. keine alten, überständigen Pilze essen

    2. gut durchgaren. Aber 2 hilft beim Ignorieren von 1 auch nicht.

    Hallo Elisabeth und Karl,

    für Euch mag der Umstand, dass eine Gattung neu sortiert wird ja ein KO-Kriterium darstellen, dem Pilz einen Namen geben zu wollen. Das ist für mich völlig in Ordnung.

    Aber dieser Samtschneckling ist der erste seiner Gattung, den ich als solchen festnagen konnte. Für mich hat er jetzt zumindest einen vorläufigen Namen. Wie erst später heißen wird, und wann dieses später ist, darüber dürfen sich getrost die Gelehrten streiten. Ich lass mir im Hier und Jetzt jedenfalls nicht den Spaß von diesen Pilzspaltern :grofl: verderben.

    Hallo Florian,

    das klingt zwar bescheuert, ist aber wirklich so. Beide Pilzarten haben jeweils andere Gifte, die unterschiedlich rasch ihre Wirkung entfalten.


    Wenn du also Panterpilze im Knollenblätterpilzgericht hast, kann dir das das Leben retten, weil bis zu den ersten Symptomen einer Knollenblätterpilzvergiftungen normalerweise 4-8 Stunden vergehen. Bei Pantherpilzen wird dir schon nach einer Viertelstunde bis zu 2 Stunden schlecht. Du begibst dich also früher in ärztliche Obhut und bekommst früher die lebensrettende Therapie.

    Danke Johann, da war ich etwas unkonkret. Ich bezog mich auf die HDS, die Karl erwähnt hatte. Und die Zeichnung aus Pilze der Schweiz passt auch da ganz gut. Für das Erste Mikrobild mit den Sporen hatte ich tausendfache Vergrößerung, für das zweite vierhundertfach. Wenn die Pilze ausgeblichen sind, werden sie heller. Schade nur, dass die Gattungen gerade wieder umsortiert werden. Heute habe ich bestimmt 50-60 Fruchtkörper davon gesehen. Die Wiesen explodieren förmlich.

    Hallo Florian, dass kann gut sein, dass der Name an der H. coccinea nicht stimmt. Hier wachsen so viele verschiedene rote Pilze durcheinander, dass ich keinen richtigen Plan mehr habe und auch gar keine Chance, die Arten untereinander abzugrenzen. Schau mal, so was wächst gerade kreuz und quer durcheinander.







    Bei dem letzten stehe ich völlig auf dem Schlauch.