Beiträge von Wutzi

    I mans net böse aber bitte

    Hallo Markus, das glaube ich dir sogar.

    Aber versuch doch mal, dich in die Leute hineinzuversetzen, die dir antworten, bzw. deine Frage ernst nehmen und sich damit auseinandersetzen. Du gibst wenige Informationen und dafür, dass dir Wissen vermittelt wird, zahlst du keinen Cent. Die dir antworten, investieren Zeit und Gehirnschmalz. Ich finde, dass sie ein Bitte und Danke verdient haben. In den letzten Monaten sind hier im Forum viele sehr gute Fachleute abgesprungen. Die hatten einfach keine Lust mehr. Ich verstehe das gut, denn mir es macht auch mir immer weniger Spaß, weil der freundliche und respektvolle Umgang zunehmend auf der Strecke bleibt. Die Qualität des Forums steht und fällt mit den Experten, die hier mitmachen. Wenn die Erosion so weiter geht, gibts auch hier nur noch gefühltes Wissen.

    Hallo Lukas, du liegst kein bisschen daneben.

    Aber in deiner Funktion als PSV hast du wenig Einfluss auf globale Einflüsse. Hier geht es nur um deinen eigenen kleinen Beitrag als PSV. Du kannst als Privatperson Lukas auch einiges für den Naturschutz und den der Pilze leisten, das könntest du auch als Chef eines mittelständischen Unternehmens, als Lehrer, als Landrat oder auch als Chef eines Forstbetriebes. Ob das jeweils mehr oder weniger ist, spielt hier bei der Frage keine Rolle.

    Moin Kessady,

    (welcome) erst einmal.

    Ich befürchte, auf diese Frage wirst du wohl keine Antwort bekommen. Aber nach ein paar Wald und Wiesenspaziergängen wirst du das selbst bald herausbekommen. Selbst wenn nicht jede Pilzwanderung erfolgreich im Sinne der Bratpfanne ist, lohnt sich ein Ausflug in die Natur. Es gibt so viel zu entdecken, gerade für kleine Kinder. Da wächst außer Pilzen noch allerlei. Vom Krabbelzeug einmal ganz abgesehen.

    Am besten wählst du einen Zeitpunkt, wenn hier im Forum viele Pilze vorgestellt und angefragt werden, also möglichst nach einigen Niederschlägen wie zur Zeit.

    Der Erfolg wird in den nächsten Tagen immer wahrscheinlicher.

    Hallo Franz, erst einmal (welcome).

    Nimm doch mal ein Messer und schneide den Pilz längs durch. Dann schau dir die Fruchtschicht an. Du wirst feststellen, dass sich unter den Lamellen eine dünne Hülle befindet. Das ist die Teilhülle, die die Lamellen (Fruchtschicht) extra noch einmal schützt. Die Reste der Gesamthülle befinden sich an der Stielbasis und als kleine Flocken auf dem Hut. Ein Schnittbild ist immer sinnvoll, wenn du einen Pilz bestimmen willst.

    Das leichte Röten, die Lamellen und der Habitus führen dich dann mit großer Wahrscheinlichkeit zum Perlpilz.

    Hi Claudia,

    danke für's Mitnehmen. Was hältst du denn von A. crocea beim Scheidenstreifling?


    LG

    Jan

    Hallo Jan, definitiv nicht. Der Orangestreifling wächst hier zwar auch und der ist ziemlich lecker. Aber der abgebildete ist im Vergleich zu crocea riesig und ihm fehlt die intensive Stielschuppung. Irgendwann werde ich der Art mal auf den Grund gehen. Ich hatte sie schon öfter an derselben Stelle aber jedes Mal keine Zeit/Lust zu untersuchen. Sie sind ziemlich standorttreu und werden mich sicher wieder erfreuen.


    Endlich nochmal Pfifferlinge ==Premiere

    Hatte schon befürchtet, die wären vielleicht in kühlere Regionen ausgewandert.


    LG Michael

    Hallo Michael, die Pfifferlinge stehen an meiner so genannten Pfifferlingsindikatorenstelle. Wenn es dort keine gibt, brauch ich woanders gar nicht erst zu suchen. Der Umkehrschluss gilt leider nicht. Die braunen Gammelpfiffis auf dem Foto hatte ich vor ca. vier Wochen sehen lassen. Da wäre das Ernten in die Kategorie Babymord gefallen. Gewachsen sind sie allerdings nicht mehr.

    Hallo zusammen. Es ist kaum zu fassen, aber die ersten vorwitzigen Pilzhütchen haben sich durch den matschenassen Waldboden geschoben. Ich hoffe, dass die Voreilenden zum Sondieren geschickt wurden und dass jetzt bald viele richtige Pilze und vor allem auch möglichst viele mir unbekannte Arten (unbekannte Täublinge zählen nicht) folgen. Dann hat das Elend mit den Pilzen an kranken Pflanzen-Pilzen ein Ende und es gibt wieder vergnügliche Pilzpirschgänge. Hier mal ein paar der „Frischlinge“ zum Lust machen.


    Wiesenchampignons


    Klebrige Hörnlinge


    Goldröhrlinge


    Scheidenstreifling, für A. vaginata zu viele Brauntönen, für A. fulva war er zu lecker🥴


    Verschiedene milde Täublinge

    Pfifferlingsnachwuchs


    Ach ja, die milden Täublinge und davon noch verschiedene Arten. Eine werde ich mir genauer anschauen. Mal sehn, ob ich den herausbekomme.

    Na die Gelegeheit ergibt sich doch ganz bestimmt, Nobi. Spätestens wenn im nächsten Frühjahr die Adonisröschen blühen🥴.

    Gratuliere Benjamin, ich suche dann noch ein bisschen. vielleicht hat ja noch jemand ein Buch zuviel.

    Hallo Ulla, anfangs, als die toten Hummeln vor 2-3 Jahrzehnten in Berlin unter den Silberlinden lagen, nahm man noch an, dass die Bäume eine für Hummeln giftige Substanz besäßen. Inzwischen weiß man es besser. Ein Baum, der nicht hierher gehört.

    Mir scheint die Schlussfolgerung, dass Neophyten das Problem seien, in diesem Fall etwas vorschnell.


    Bevorzugt gepflanzt wird die Winter-Linde (Tilia cordata), die als mittelgroßer Baum auch in schmaleren Straßen noch Raum findet.

    Ich habe auch unter denen schon oft Hummeln aufgesammelt und zum Nachtanken in andere gerade blühende Pflanzen umgesetzt.

    Hallo Cratie,

    Neophyten sind kein generelles Problem, manchmal sind sie sogar nützlich. Aber schön wäre es, vorher eine Risikoabschätzung zu machen.

    Wo es nur Silberlinden ohne anderes Begleitgrün gibt, gibts keine Alternativen für Hummeln. In Berlin hat sich ja einiges getan inzwischen. Dachbegrünungen, bunte Balkone, manchmal sogar blühende Vorgärten oder Höfe, da gibts inzwischen sogar Imker in Mitte.

    Hallo Ulla, anfangs, als die toten Hummeln vor 2-3 Jahrzehnten in Berlin unter den Silberlinden lagen, nahm man noch an, dass die Bäume eine für Hummeln giftige Substanz besäßen. Inzwischen weiß man es besser. Ein Baum, der nicht hierher gehört. So ist das oft, wenn sich Menschen der Tragweite ihrer Eingriffe in die Natur nicht bewußt sind. Hier gibts zwar kaum noch Fichten und glücklicherweise keine einzige Silberlinde, dafür hummelt es gerade wie verrückt an Disteln, Oregano und anderen Blüten. Ich habe den Eindruck, es gibt dieses Jahr deutlich mehr Käfer, Hummeln und Wildbienen als sonst. Dafür allerdings weniger Großfalter.

    Hallo Hilmi, die Tatortfotos fehlen!


    Ich hätte da welche. Hier findet nämlich gerade eine Ermittlung statt. Das Opfer war eine Wühlmaus. Diese lag leblos auf der Wiese. Potenziell Tatverdächtige gibts ja immer, aber entscheidend sind die Beweise. Also hab ich das Ermittlerteam M&M ( Minnie und Manfred) in die Spur geschickt.


    Da es keine heiße Spur gab, musste das Ermittlerteam zunächst Ausschau nach Anhaltspunkten zum Tathergang halten.


    Glücklicherweise fand sich ein geeigneter Ausblick auf die weitere Umgebung des Tatorts. Manfred ergriff unverzüglich die Initiative.


    Oben angekommen erkundete er einen erfolgversprechende Ermittlungsansatz.


    Zielstrebig folgten die beiden Ermittler der Spur.


    Leider verlor sich die Spur am Teich.


    Nicht jede Ermittlung ist von Erfolg gekrönt. Das heißt, es wird vermutlich nicht der letzte Mäusemord in dieser Gegend gewesen sein.

    Hallo Daniel,

    es wäre schlau, erst einmal genau zu lesen, was ich geschrieben habe und auch das was die DGfM empfiehlt und dann zu reagieren. Ich schreibe so lange Beiträge nicht aus Langeweile sondern zum Erkenntnisgewinn.


    Die DGfM schreibt: „Je nach Einschätzung der Situation gehen Sie zum Hausarzt, verständigen Sie eine der Gift-Notruf-Zentralen oder…“


    Und jetzt noch mal ganz einfach.

    Das bedeutet, zuerst muss die Situation eingeschätzt und bewertet werden!


    - Bei Symptomen zum Arzt,


    - Keine Symptome Kontakt zu Giftnotruf und PSV.


    Und immer, wirklich immer so wie auch Nobby und Climby schrieben, den Eltern keinen Stress machen. Den haben sie nämlich schon.

    Hallo Claudia,

    das ist schön zusammen gefasst, eine kleine Ergänzung möchte ich noch hinzufügen. Der PSV ist nach hoffentlich erfolgter Bestimmung raus und darf wegen mangelnder medizinischer Grundlage nichts zur Behandlung sagen. Da müssen sich der Arzt und der Giftnotruf zusammen tun da hier die Behandlungsmethode gewählt werden muss die schnelle Abhilfe bringt. Natürlich kennt man als PSV die verschiedenen Vergiftungssarten aber sollte sich da raushalten weil es eine andere Baustelle ist.

    Mir ist natürlich klar das manche Ärzte selten mit Pilzvergiftungen zu tun haben und wohl auch beim PSV fragen was zu tun ist, aber das ist dann die Aufgabe der Spezialisten beim Giftnotruf,

    viele Grüsse

    Matthias

    Stimmt Matthias, so was kommt auch vor. Letztens fragte mich ein Arzt, welches Antidot bei einer Vergiftung mit Kahlem Krempling verabreicht werden solle. Ich hab auf den Flammer verwiesen :) .

    Mal ein bisschen Butter bei die Fische - also aus der Pilzvergiftungs-Praxis.



    Die DGfM empfiehlt nach Einschätzung der Situation Arzt oder Giftnotruf.


    Das ist eine sehr sinnvolle allgemeine Handlungsanweisung, damit keine Zeit durch eigene Nachforschungen vergeudet wird. Diese sind in der Regel nämlich sehr zeitaufwändig und führen oft zu falschen Ergebnissen.


    Wer mit der Praxis vertraut ist, weiß:

    Sofern Beschwerdefreiheit vorliegt, ist da nichts, was Ärzte behandeln könnten. Also verweisen sie den potenziellen Patienten an einen PSV, denn Therapiemaßnahmen können sie ja erst erst ergreifen, wenn sie eine Diagnose stellen können. Doch dazu muss erst einmal ermittelt werden, welche Pilze gegessen wurden. Ohne PSV gibts also keine Behandlung.


    Anders ist es, wenn bereits

    Vergiftungssymptome vorhanden sind, wie z.B. Brechdurchfälle, Koordinationsstörungen, Hitzegefühl. Hier werden durch symptomatische Behandlungen ergriffen. Gleichzeitig kontaktieren die Mediziner den Giftnotruf. Von dort aus werden Kontakte zu den PSV vermittelt.

    Die Mediziner konsultieren die PSV und ergreifen dann erst die geeigneten Therapiemaßnahmen. Bei Vergiftungen mit Amatoxinen wären das: ggf. sedieren, Magen auspumpen, Aktivkohle, Klistier, Silibiningaben, später Lebertest.


    Wie gerade dargelegt, sind Giftnotruf/PSV hier das Mittel der Wahl.

    Die Empfehlung: „im Zweifel bei sowas bitte unverzüglich zum Arzt/Klinik!“, war hier jedenfalls nicht sinnvoll.

    Es besteht diesem Forum kein Mangel an Fachleuten und insofern möchte ich meinen ersten Beitrag zu diesem Thema als Bitte verstanden wissen, dass bei Fragen zu Pilzvergiftungen möglichst diejenigen antworten sollten, die ein bisschen Erfahrung mitbringen.


    Hallo,


    die Pilze gehören mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Gattung Psathyrella. Soviel ich weiß gibt es da keine wirklich giftigen Arten. Sonst kann ich Daniel beipflichten. Sollten irgendwelche Vergiftungserscheinungen auftreten sofort einen Notarzt aufsuchen.


    VG Jörg

    Hallo Jörg,

    Daniel hatte hier eher nicht zur Wahrheitsfindung bei der Artbestimmung beigetragen. Das waren Chris und Andy🥴.


    Ich fand die Frage inclusive. der Pilzbeschreibung von Lafilu vorbildlich. Besser als die meisten Bestimmungsanfragen, mit Sporenabwurf und Habitat!


    Daraufhin fand ich den Beitrag von Daniel recht befremdlich und in der Sache nicht hilfreich. Der Fragesteller musste ja nicht sensibilisiert werden, denn war bereits besorgt und hat sich hier erkundigt, nachdem er am Folgetag erfahren hat, dass sein Kind (symptomlos) einen Pilz in den Mund gesteckt hat. Es ist nicht nötig die Sorgen von Eltern unnötig zu befeuern.


    In so einem Fall ist am sinnvollsten, zuerst den PSV zu konsultieren. Der Arzt, sofern kein PSV (ich kenne hierzulande nur eine Ärztin, die selbst PSV ist) würde schließlich auch nur an den PSV verweisen.


    Wenn es allerdings bereits Symptome gibt, dann natürlich zum Arzt oder gleich ins Krankenhaus. Parallel dazu den nächsten PSV oder Giftnotruf kontaktieren.