Hallo Claudia
Möglicherweise ist die Mäherei (mit Abführen des Schnittguts) ja gerade das Erfolgsrezept für einen schön mageren Standort mit seltenen Pilzen! Aber ja, schön anzusehen ist das Resultat nicht... Dein Vorschlag von nur einmal Mähen wäre für die restliche Biodiversität (Insekten, Absamen) sicher auch förderlich - oder noch besser gestaffelt; immer nur ein Teil der Wiese je ein Mal. Letzteres überfordert die Planung der Unterhaltsarbeiten leider oft (wie ich aus eigener Erfahrung bei einem Stadtgrün-Betrieb weiss).
LG A
Moin Austernseitling,
klar ist das jahrzehntelange Mähen und die Enfernung des Grünschnitts das Geheimnis der artenreichen Magerwiesen. Diese Wiese dokumentiere und beobachte ich seit ein paar Jahren und ich hatte mich letztes Jahr darum gekümmert, dass das alljährliche Mähen auch weiterhin stattfindet, nachdem die ehemalige Pächterin aus Altersgründen nicht mehr die Kraft dazu hatte und das Grundstück an die Gemeinde zurückgegeben hatte.
Es lag nicht an einer Überforderung der Gemeinde. Die Idee war wohl "viel hilft viel". Meine Bitte an die Gemeinde war, einmal im Jahr im Juli zu mähen und die haben es einfach zu gut gemeint.
Ich glaube, dass die Gemeindearbeiter ganz zufrieden sind, wenn sie nur noch einmal im Jahr mähen müssen. Tja. Leider hat der Frost nun die letzten nachgewachsenen Fruchtkörper zerstört. Ich fand noch einige etwas ramponierte gelbe Korallen, denen ich nicht einmal einen Namen geben kann, weil mein Mikroskop zur Reparatur ist.


