Beiträge von Wutzi

    Mensch Mimicha, du bist ja jetzt erst mal ein Dreivierteljahr vor solchen Horrormeldungen verschont. Aber der Tintenfisch ist wirklich schick. Dieses Jahr sind die hier leider ausgefallen.

    Nö, lieber Mimimi.

    Sabine hat schon eine Platzkarte. Sie konnte alle Dokumente vorlegen, die gnolmische Un'denklichkeits'scheingnung sogar beglaubigt! Außerdem verfügt sie über ein frisches Schafschurdiplom. Und sie hat einen starken Wurfarm. Wer guckt angesichts dieser Qualifizierung dann schon ganz genau, ob die Stempel unter den Urkunden rund oder eckig sind.

    Sabine hat versprochen, einen ganzen Eimer gammelige Tomaten mitzubringen. Also ist sie besonders herzlich willkommen. ==Gnolm7

    Danke Wolfgang, interessant. Mit subpappilata hatte ich gar nicht verglichen, da ich die makroskopisch immer einem kleinen Hutnubsi vermutet hatte. Bei diesen Pilzen war die Hutmitte lediglich etwas heller, aber ohne Pickel.

    Danke Wolfgang. Der Sporenabwurf sah so aus. Eingeschnürt waren die nicht.


    Auf dem letzten Bild zeigt besonders der kleine liegende Fruchtkörper viele typische Merkmale von H. insipida:

    - rote Stielspitze

    - glänzender, also vermutlich leicht schleimiger Stiel

    - gelber Hutrand

    - etwas herablaufende Lamellen

    Entschuldige bitte, dass ich deinen Thread kapere, Nils. Aber da Wolfgang gerade bei der Insipida-diskussion ist:


    Hallo Wolfgang,

    kurz vor dem Schnee hatte ich hier auch noch einmal solche Chamäleons.


    Hältst du diesen hier möglicherweise auch für H. insipida?

    Moin Michel,

    deine Frage kann ich dir nicht beantworten. Aber ich kann dir schildern, wie es alterstechnisch mit den Pilzberater:innen in meinem Landkreis bestellt ist. Von 5 PSV sind 3 ü 70, eine Kollegin folgt den Alten zwei Jahren. Die fünfte reißt die Statistik rum. Sie ist 40 Jahre jünger als die Übrigen.

    Sicher wäre es gut, mehr Nachwuchs zu haben. Aber neben fehlenden Prüfungskapazitäten, fehlt es hier bei uns zumindest auch am interessierten Nachwuchs.

    Ich weiß zumindest von einem erst vor kurzem frisch bestellten Prüfer und einem, dessen Bestätigung noch aussteht. Also denke ich, dass der DGfM durchaus bewusst ist, dass es mehr PSV-Prüfungen geben sollte.

    Recht so Mimimi,

    die Kongruenz schläft doch nicht. Sie hat ein scharfes Gerät zum Schafe rasieren besorgt.


    Und Wutzi hat sich gleich mal in Sachen Schafschur geübt. Und damit außerdem: damit das arme Tribünenschaf nicht frieren muss, einen Schafpullover gestrickt. Das Schaf ist nunmehr völlig wanzenfrei. Guckst du hier:



    Außerdem haben wir dieses Jahr nicht nur Wurfgeschosse sondern auch einen Kleinbagger organisierti. Zum Löcher graben. Darin werden alle, und ich meine wirklich sämtliche betrügerischen Gestalten versenkt - sozusagen bei Wasser und Brot sichergestellt. Eine Freilassung kann erst zum großen APR-Finale erfolgen. So weit sind wir ganz gut vorbereitet.

    Zitat

    Besinnliches zum zweiten Advent

    :?: :/

    Versöhnliches von Björn, neben kranke Pflanzen und Rindengeschwurbel, was das zu bedeuten hat, hab ich mich auch gefragt, Tuppie!

    Ist das schon die Vorweihnachtsmilde?

    Ach so, ja. Bin dabei hab paar Bilder, eins mit Weihnachtsmalheur. :gkopfkratz:

    Ein fröhliches Moin Moin Hans. Du kannst Hänschen bitte ausrichten, dass für die Tribüne auch in diesem Jahr wieder Freitickets vergeben werden. Voraussetzung für einen Tribünenplatz:


    1. regelmäßige Beteiligung am gemeinsamen Raten

    2. Abgabe einer Verschwiegenheitserklärung

    3. Unbestechlichkeit also quasi das Gegenteil von Don Gnolmeone

    4. Anfeuern der bedauernswerten Geschöpfe in der Arena bei ihren aussichtslosen Versuchen, irgendwelche Rätzelnüsse zu knacken

    5. Ausdauer bis zum bitteren fröhlichen Ende

    6. eine optimistische Grundeinstellung, wir wollen schließlich Spaß daran haben, wie sich die da unten in der Arena quälen und uns nicht die Adventszeit versauen. Wir müssen ja keine Rätzsl lösen. Ich verstehe einfach nicht, wie mensch sich sowas antun kann - über Wochen! ==Gnolm9


    Bei Interesse eine PN direkt an Wutzi

    Hallo, (welcome). Reizker kann ich dir bestätigen, aber nicht, ob Sie in einem verzehrfähigen Zustand sind. Das ist online nicht möglich, das kann nur der Pilzberater vor Ort.

    Moin Zottel,

    (welcome).

    Was auch immer dich bedrückt und belastet, geh es entspannt an. Es gibt zwar parasitisch lebende Pilze, aber nichts was du zeigst und beschreibst, deutet auf einen Pilzbefall hin. Auch deine Symptome nicht.

    Schmetterlingstramete & Rosablättriger Helmling


    Grüße Harald

    Hallo Harald, die Schmetterlingstramete ist klar.

    Aber wie gelingt es dir, anhand der grauen Kunstlichtaufnahmen den Rosablättrigen festzunageln?

    Es gibt nur das eine Tageslichtbild von oben. Das und das bisschen helle Sporenpulver auf dem zweiten Bild reicht dann zwar, um Dunkelsporer auszuschließen. Aber auf Artebene erkennen ist noch mal was ganz Anderes. Ich hatte zuerst auf irgendetwas zwischen Mycena und Psathyrella. getippt. Beim zweiten Blick war ich bei Mycena. Mehr ging dann aber nicht. Respekt, dass du die Art mit so spärlichen und z.T. verfälschten Farben herausfindest.

    Moin,

    ich wollte mich ja eigentlich zurückhalten, aber nun muss ich doch mal meinen Senf dazu geben. Der Aussage, dass mit den Heilsversprechen von Pilzen Schindluder getrieben wird, schließe ich mich an.


    Aber Navajoa, nach deiner Logik dürften dann Pflanzen auch grundsätzlich keine Heilwirkung entfalten.

    Nach deiner Logik wären Wissenschaftler wie Christoph Hahn und Jürgen Guthmann Scharlatane. In ihrem von mir geschätzten Buch „Die Pilze Deutschlands“ schreiben sie jeweils etwas zur Heilwirkung der beschriebenen Arten. Zum Birkenporling heißt es u.a. er wirkt antibiotisch, entzündungshemmend und vermutlich gegen Darmparasiten und Würmer. Und sie zählen die chemischen Verbindungen im Pilz auf, die diese Wirkungen verursachen.


    Nur weil es etwas nicht in der Apotheke zu kaufen gibt, muss es nicht unwirksam sein. Der umgekehrte Schluss ist vermutlich auch zulässig. Ich empfehle einen entspannteren Umgang mit dem Thema.


    Pflanzen und Pilze können töten, warum sollten sie dann nicht auch heilen können? Mir und einigen anderen Menschen die ich kenne, hilft der Birkenporling zuverlässig.


    Exemplarisch für zugelassene Medikamente aus pilzlichen Wirkstoffen:

    Das Antibiotikum Penicillin kennt wohl jeder;

    Krestin ein Medikament aus Trametes versicolor wird in Japan erfolgreich zur Senkung der Nebenwirkungen von Chemotherapien bei bestimmten Tumorerkrankungen verwendet;

    Ferner besitzt Schizophyllan, ein Wirkstoff aus dem Spaltblättling, mittlerweile eine FDA-Zulassung. Ist also ein Medikament im klassischen Sinne.


    Es gibt beispielsweise erfolgversprechende Studien zur Synthetisierung des tödlichen alpha-Amanitins um es industriell für einen breiten Einsatz herzustellen, weil die Forschung gezeigt hat, dass dieses Gift gezielt Tumorzellen unschädlich machen kann.


    Niemand sollte auf die Idee kommen, ernsthafte Erkrankungen auf eigene Faust mit Pilzen heilen zu wollen. Aber dass es keine Heilpilze gibt, trifft ebensowenig zu, wie das Abstreiten der Wirkung von Heilpflanzen.


    Und bitte Jungs und Mädels, lasst die Finger von Fliegenpilzen & Co! Der beabsichtigte Rausch wird nämlich gern mal zum Horrortrip in die Notaufnahme und kostet die dann hinzugezogenen Pilzsachverständigen den Nachtschlaf.

    Hallo Claudia,


    soweit ich das auf dem Foto beurteilen kann, sind die Uredosporen deines Rostes überall warzig. Damit ist deine Bestimmung als M. hiratsukanum korrekt! Phytos machen also auch durchaus Spaß ;)


    Björn

    Ja Björn, es macht tatsächlich Spaß, wenn man ausnahmsweise mal zu einem richtigen Ergebnis kommt. Sogar bei Phytos🥴!

    Danke fürs Kontrollieren.

    Moin Peter,

    Pulver mache ich nicht aus den Trompetenpfifferlingen. Aber ich habe sie schon getrocknet und dann die getrockneten Stücke zu Frikadellen verarbeitet. Pilzfrikadellen mach ich übrigens mit vielen Pilzarten - aus gewollten bzw. gehackten blanchierten Pilzen oder aus Trockenpilzen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Damit die Pilze nicht auseinander fallen verwende ich neben Ei, feine Haferflocken als Kleber. Für den Biss gebe ich entweder gehackte Cashewkerne oder Erdnüsse dazu. Knoblauch, Zwiebel und reichlich Gewürze dürfen natürlich nicht fehlen.

    früh Mitmenschen und Entscheidungsträger informieren und sensibilisieren; Möglichkeiten suchen, für die eigene Position zu werben; freundliche Hartnäckigkeit; Teilen der eigenen Begeisterung; sich selbst über die eigenen Möglichkeiten zu informieren...


    Schade, dass das so aufwändig ist, aber wenn man/frau mal so drin steckt, kann es ja auch etwas Spaß machen. Vor allem, wenn es Leute gibt, die sich beteiligen.


    LG Michael

    Ja, lieber Michael, es ist schon manchmal anstrengend. Aber nur so funktioniert Demokratie: Mehrheiten bzw. Unterstützer und Unterstützerinnen für eine vernünftige Sache organisieren, nach Ideen suchen, Kompromisse schließen, ja und manchmal eben auch Frust schieben, weil etwas nicht so funktioniert, wie es soll.


    Aber am Ende kann mensch mit den Dingen dann auch einigermaßen zufrieden sein, statt sich in Wut, Hass und Hetze auf Gott und die Welt zu verlieren.

    Hallo zusammen,

    hier nun der Bericht von unserer heutigen Exkursion. 15 gut gelaunte Menschen, 1 gut gelaunter Hund, Kaiserwetter und mehr als 100 Pilzarten trotzten all meinen vorherigen Bedenken und Unkenrufen. Zur Erinnerung, einiges im Vorfeld rief suboptimal:




    Aus diesen Gründen hatte ich die Einladung entsprechend verfasst, um die Erwartungen zu dämpfen. Nun ja, am Ende ist frau immer schlauer. Es wurde ein ganz wunderbarer Tag mit Gleichgesinnten.


    Bei 3 Grad über null starteten wir am Parkplatz im Ort. Wie üblich fand zunächst der Austausch über die letzten Pilzfunde statt und es wurden mitgebrachte Funde der Anderen bestaunt und diskutiert. Beispielsweise sprachen wir über diesen Rötling. Makroskopisch der Mehlrötling - Entoloma prunuloides. Der Pilz wies eine starke Guajakreaktion auf. Beschrieben ist das wohl nirgends. Hat von euch jemand Erfahrung damit?

    1.


    Dann ging's in Fahrgemeinschaften zum Waldrand und zum Aufwärmen zu Fuß einen Kilometer bergauf durch den Thüringer Restwald. In den Waldresten gab es durchaus noch einiges zu entdecken, für die die wollten, sogar für die Pilzpfanne in Gestalt von Steinpilz, Trompetenpfifferlingen, Pfifferling, Fichtenreizker etc.. Chorknabe war übrigens mit von der Partie.

    2.


    Manches war leicht bestimmbar, wie verschiedene Schnecklings- und Ritterlingsarten. Anderes, wie Schleierlinge und Risspize, Häublinge u.s.w. blieb wie häufig namenlos. Es war ein sehr langsamer Waldspaziergang bis zum Teich und den Saftlingswiesen. Dort hatten irgendwelche Spinner die kleine Schutzhütte umgekippt.

    3.


    Kein Thema für die Jungs. Sie legten Hand an, um das Hüttchen wieder auf seine Füße und an seinen Platz zu stellen. Jeden Tag, eine gute Tat - das hat heute schon mal geklappt.

    4.


    Gute Taten müssen belohnt werden dachte wohl der Saftlingsgeist und hatte einige Einzelexemplare vor dem Erfrieren bewahrt.

    5.


    Viele Exemplare des Granatroten Saftlings - Hygrocybe punicea waren Matsch, einige ausgewachsene Exemplare wiesen Frostschäden in Form von farblichen Veränderungen auf. (Der kleine Pilz unterhalb der großen Exemplare ist ein Zäher Saftling - Hygrocybe laeta)

    6.


    Einzelne ganz junge Exemplare waren in der Frostnacht noch tief im Gras versteckt und zeigten uns ihre Originalfarben.

    7.


    Besonders auffällig waren die Frostschäden bei den Papageiensaftlingen - Gliophorus psittacinus. Auf diesem Foto gut erkennbar ist der Übergang von frisch-grün zu erfroren- weiß. Auf der Wiese standen zahllose weiße, matschige Papageienleichen herum. Nichts für ein Foto, aber die hier waren wirklich noch ganz hübsch.

    8.


    Die Zähen Saftlinge - Gliophorus laetus (Foto unten) waren fast alle hinüber. Dieses Schicksal teilten leider alle Zerbrechlichen Saftlinge - Hygrocybe ceracea und alle stumpfen Saftlinge - Hygrocybe chlorophana. Hingegen waren einige Wiesenellerlinge, Jungfernellerlinge und auch Graue Saftlinge noch ganz gut in Schuss.

    9.


    Ganz typisch waren Farbe und Honiggeruch für den Honigsaftling - Hygrocybe reidii.

    10.



    Für die noch intakten Exemplare des Kirschroten Saftlings - Hygrocybe coccinea typisch war unter anderem das radialfaserige Ausblassen der Huthaut.

    11.


    Unklar blieb der Name dieses markanten, gelbstieligen, trockenen Saftlings mit dem flatterigen gelben Hutrand, (ca. 4 cm Hutdurchmesser).

    12.



    Jochen hat es dankenswert übernommen, einen Namen für die rote Schönheit zu finden und die Fundliste der Exkursion zu erstellen.

    13.


    Und selbstverständlich gab es auch verschiedene Wiesenkeulen und Korallen, bei denen im Moment der Versuch nicht lohnt, ihnen einen wissenschaftlichen Namen zu verpassen. Wir belassen es hier bei der Gelben Wiesenkeule.

    14.


    Eine Bank am Teich bot Platz für eine Auswahl der ca. 100 gefundenen Pilzarten, von denen wie oben beschrieben, nicht alle einen Namen bekommen konnten. Zwei Gäste aus Coburg haben uns begleitet. Einer der Kollegen hatte ähnliche Präferenzen wie unser @boccacio. Sein Körbchen musste auf Außenstehende wie das eines Feuerholzsuchers gewirkt haben. Sicher kommt da auch noch einiges an holzbewohnenden Arten zu unserer Fundliste hinzu.

    15.


    Fundbesprechung und Aufgabenverteilung zur Nachbestimmung. Ich hatte u.a. das Erlenblatt mit den gelben Pünktchen gewonnen.

    16.


    Die Fundbesprechung zog sich hin. Es war so schön in der Novembersonne.

    17.


    Noch ein Blick zurück auf die Wiese, dann ging es zurück.

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    Meine Hausaufgaben erwiesen sich als leistbar. Bei den Pünktchen auf dem Erlenblatt handelt es sich um Japanischer Erlenrost - Melampsoridium hiratsukanum.

    19.


    Das sind, so denke ich, die Urediosporen. Aber es ist zu befürchten, das Björn wieder einmal sein Veto einlegen wird.

    20.


    Mein Dank geht an alle, die dabei waren und für gute Stimmung gesorgt haben, an Bernd, Nico, Barbara und Uschi für die Fotos. An Jochen, der die Fundliste erstellen wird und die Nachbestimmung auf sich genommen hat, an die Coburger, dass sie mitgemacht haben, an die Jungs, die die Hütte aufgerichtet haben, den durch und durch freundlichen Hund und natürlich an euch, die ihr uns jetzt virtuell begleitet habt.

    N'abend, warum bringen Bauern Gülle auf Magerwiesen aus, um dann das Heu liegenzulassen? Es liegt nicht daran, dasss der Ertrag gesteigert werden soll. Offensichtlich, denn sonst würde man das Heu ja einsammeln. Es liegt daran, dass Gülle vorhanden ist, und zwar sehr viel davon. Auf kleinen Höfen, wo die Viecher auf der Weide sind oder im Winter auf Stroh, entsteht keine Gülle. Die hat man erst bei großen, sehr großen Höfen. Solche Höfe entstehen, gefördert durch die GAP der EU zur Industrialisierung (das nennt sich Förderung der Wettbewerbsfähigkeit in Brüsselsprech), die Gülle muss aber raus und auf viele Flächen verteilt werden um den diversen Richtlinien im Kontext mit Stickstoff zu genügen. Dazu genügen auch ansonsten nutzlose Magerwiesen, um die anteilige Menge davon aufzunehmen. Auch wenn man so gern auf die bösen Bauern schimpft - denen womöglich und vermutlich die Saftlinge völlig egal sind - so machen die das nicht, um den Saftlingen den Garaus zu machen, sondern um dem Wust an sich widersprechenden Verpflichtungen besonders aus Brüssel nachzukommen.


    LG, Bernd

    Hallo Bernd,

    bei der Einschätzung, dass die Förderung in der Landwirtschaft in die falsche Richtung läuft bin ich bei dir. Der konkrete Fall hat damit nichts zu tun.

    Es geht hier nicht um einen Großbauern, der Gülle entsorgen musste, sondern um einen Bauern mit einem kleinen Bauernhof und kleinbäuerlicher Tierhaltung. Er hat zunächst den Stallmist über zwei Jahre auf der Wiese ausgebracht, um bessere Erträge zu erzielen. Anfangs hat er die Heuballen auch genutzt. Später hat er das Heu offenbar nicht mehr benötigt und die Heuballen unter Bäumen versteckt. Seit nunmehr drei Jahren lässt er das Schnittgut liegen, obwohl ihm die Untere Naturschutzbehörde bei einem Ortstermin, den ich angeregt hatte und bei dem ich zugegen war, den Sachverhalt erklärt und Fördermittel angeboten hatte. Ob er sie in Anspruch genommen hat, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Das unterliegt dem Datenschutz.


    Eine langfristige Erhöhlung der Wiese wäre wohl möglich, wenn der Pachtvertrag auf einen zuverlässigen Bauern überginge, wie z.B. dem der das benachbarte Tal bewirtschaftet, auf dm wir heute eine schöne Wiesenpilzexkursion durchführen konnten. Das müsste allerdings von der Verwaltung angeschoben werden. Vielleicht versuche ich, das im kommenden Jahr anzuschieben. Es wird allerdings ein Kraftakt mit ungewissem Ausgang, weil ich den Eigentümer ermitteln und mit der Landwirtschaftsbehörde verhandeln müsste. Ich muss da erst einmal nach einem gangbaren Weg suchen, wie dieses Problem zu lösen ist. Ich bin ja nicht mal ansatzweise Verfahrensbeteiligte, denn es ist nur einfach eine Bergwiese ohne Schutzstatus.


    Nicht alle Absurditäten der EU-Förderung haben mit dem Fehlverhalten einzelner Bauern zu tun.