Beiträge von Wutzi

    Nun muss ich doch noch mal ein paar Sätze loswerden.

    Rückgängig machen können wir die Schäden nicht mehr, die wir angerichtet haben, egal ob der Natur, der Umwelt oder dem Weltklima, aber Einfluss auf die Geschwindigkeit und den Umfang der Umweltzerstörung und Klimaveränderungen können wir durchaus noch nehmen. Deshalb finde ich es falsch, immer auf "die Anderen" zu verweisen, die es viel schlimmer treiben und erst einmal ihre Hausaufgaben machen müssen, bevor wir bereit sind, irgendetwas an unserem Verhalten zu verändern.


    Wenn jeder und jede von uns achtsamer mit den Ressurcen umgeht, ist eine ganze Menge zu gewinnen. Das Sparpotenzial umfasst alle unsere Lebensbereiche vom Einkauf (regional, wenig Plastikverpackungen) über die Ernährung (regional, pflanzenreich) über die Wahl des Verkehrsmittels, die Raumtemperatur und den Stromverbrauch, um nur eine Auswahl zu nennen. Wenn alle mitmachen, kommt eine Menge zusammen und über unser Konsumverhalten üben wir Einfluss auf die Produzenten aus und die Warentransporte aus.


    Christoph hat in seinem Szenario einige der - "Wenn dann" -Aspekte genannt. Neben Gletscher- und Permafrostbodbenschmelze, droht die Abschwächung bis zum Zusammenbruch des Golfstroms, der für einen Temperaturausgleich in den Ozeanen zwischen der Äquator und subarktischen Regionen sorgt, und uns ein gemäßigtes Klima beschert, mit der Erwärmung der Meere drohen die unterseeischen Methanbänke zu schmelzen. Das wäre dann der absolute Gau. In Indien und Pakistan schmelzen bei 50 Grad Celsius gerade die Straßenbeläge. Das sind extreme Wetterverhältnisse, singulär, aber sie häufen sich - auch bei uns, wie wir im letzten Sommer lernen mussten.


    Es gibt unterschiedliche Szenarien zur Klimaveränderung. Eine aktuelle Studie geht davon aus, dass wir den Point of no return in 30 Jahren erreichen könnten, wenn wir so weitermachen wie bisher.


    Ich halte es für unangemessen, das Engagement junger Menschen für den Klimaschutz, als fremdgesteuerte PR-Kamapagne eines geschäftstüchtigen Vaters zu diffamieren. So etwas funktioniert nämlich allenfalls im Film bei der Horst-Schlemmer Partei. Die Medien haben sich eine Person zur Ikone der Bewegung erkoren - das ist das Eine. Aber das hat doch nichts damit zu tun, dass junge Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen. Das tun sie aus Überzeugung und aus freien stücken, auch wenn sie in ihrem Verhalten alles andere als konsequent sind - aber waren wir das, als wir jung waren? Ich war es jedenfalls nicht, so gut funktioniert mein Gedächtnis noch.


    Wenn wir Alten genauso ticken würden, wie die Jungen, statt sie zu belächeln, könnten wir noch etwas reißen. Aber die Debatte hier und andernorts macht mir deutlich, dass der Ernst der Lage vielen noch nicht bewußt ist, bzw. verdrängt wird. Dabei haben wir doch keine Ersatzerde.

    Nobi, wie schön. gut dass Du die Rebhuhn-Eier nicht in die Pfanne gehauen hast. Aber im Ernst. Deine rundum informativen und klasse bebilderten Reisen genieße ich jedes Mal. Ich finde das ziemlich praktisch, weil sich auf diese Weise mein Fernweh in Grenzen hält. Nur an die Ostsee werde ich wohl irgendwann mal fahren müssen, Meer riechen. Das fehlt bei Deinen Posts. Letztens bei Deinem Nordsee-Bericht habe ich den Geruch schon sehr vermisst. Riecht Nordsee eigentlich so wie Ostsee?

    Nachdem Catie geschrieben hatte, dass das Bild in die falsche Gattung führen würde, war mir klar, dass der Nabeling falsch ist. Aber ich kam nicht davon los.


    Kagi, Du wiederholst Dich, die Dame hatten wir schon mal ;)

    Hallo Karl, das gibts ja gar nicht. Es ist Juni und Du zeigst uns hier Pilze der Saison! Glückwunsch. Aber mir gehts wie Mausmann, am meisten beeindruckt hat mich der Sonnentau.

    Es ist enorm wichtig, wenn man in umfangreichen Gattungen wie Entoloma, Russula, Inocybe, Cortinarius... irgendwann mal Land sehen will, sich klarzumachen, wie die Gattung überhaupt unterteilt ist. Jeder, der irgendwann mal mikroskopieren will, muss diese Vorarbeit leisten, sonst kommt er auch mit Mikroskop nirgendwo hin.

    Wenn Du Recht hast, hast Du Recht. Ich hätte damit vor 40 Jahren anfangen sollen. Die Lage wird für mich immer unüberschaubarer und die Zeit knapp.==Gnolm21

    Also mir fällt nach dem Joker nur noch die falsche Gattung ein, so wie die Geschichte: Denkmjetzt nicht an einen blauen Elefanten. Ich kann an nichts Anderes mehr denken, als an die falsche Gattung==Gnolm6..

    Hallo Pablo, stimmt, die Bilder fand ich sehr gut. Aber im Zweifel würde ich sie wohl nicht wiederfinden. Aber auch die Diskussion ist mir zu anspruchsvoll. Interessant, da mal reinzuschauen um zu sehen, was so alles geht sind solche Threads aber allemal - wenn man Muße hat, sich darauf einzulassen.m

    Ich glaube, da muss ich jetzt aber widersprechen.

    Mir persönlich könnte es ziemlich wurscht sein, ob die Welt in 30 Jahren untergeht.

    Aber die meisten Älteren haben ja auch Kinder und Enkel, um deren Zukunft sie sich Gedanken machen müssen.

    Und leider muss ich immer wieder feststellen, dass gerade bei vielen jüngeren Menschen, um deren Zukunft es ja geht, das Umweltbewußtsein oft weniger ausgeprägt ist als bei den Älteren.

    Hallo Josef, natürlich kann man das nicht verallgemeinern, es gibt in allen Altersgruppen Menschen, die sich Gedanken um die Zukunft machen sich entsprechend bewusster und rücksichtsvoller verhalten. Aber die Generation, die noch 60, 70 Jahre vor sich hat, hat das größte persönliche Interesse daran, dass die Erde in einem lebenswerten Zustand für die menschliche Spezies erhalten bleibt. Jugendliche haben auch nicht so viel, das sie aufgeben müssen, um sich einigermaßen im Einklang mit der Natur zu bewegen. Keinen SUV, nicht die Angewohnheit drei mal im Jahr Langstreckenflüge zu unternehmen, keinen Arbeitsplatz der ohne Auto nur sehr schwer erreichbar ist, nicht das Bedürfnis, die Wohnung alle Nase lang neu einzurichten. Viele Jugendliche ernähren sich bewusster und mögen kein Fleisch. Nicht alle, beileibe nicht, aber ihr Anteil ist deutlich höher als in allen anderen Bevölkerungsgruppen.

    Mich erinnern die Jugendproteste jetzt ein bisschen an die 68-er Studentenbewegung. Die wollten auch nicht einfach so weitermache wie die Alten und haben etwas bewegt. Ein bisschen scheint ja auch in Bewegung zu kommen. Mal sehen, was am Ende daraus erwächst. Aber für mich stirbt die Hoffnung immer erst zuletzt.

    Hallo,


    Arnold Schwarzenegger, der sich neuerdings gerne mit der Greta zeigt, und dafür auch mal im vollen Einsatz fürs Klima um die halbe Welt und wieder zurück jettet, hat die Zeichen der Zeit erkannt und seinen Dreieinhalbtonnen-Hummer auf "Elektro" umrüsten lassen =O., so wie zuvor seine G-Klasse.

    Ob es der Welt besser ginge, wenn das alle machen würden :/.


    Mit Sicherheit nicht, Radelfungus. E-Mobilität hat so ähnlich wie der Biodiesel auch Schattenseiten. Die Herstellung der Batterien verschlingt Unmengen Ressourcen und zerstört ganze Regionen. Eine ziemliche Schweinerei. Es ist immer wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Wie erste Wahl ist immer Energie zu sparen. Überall. In der Mobilität wäre das z.B. die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel wie z.B. Bahnen oder Fahrrad. Das funktioniert bei unserer Lebensweise aber nur begrenzt. Aber mit dem Ausbau der Infrastruktur für diese Arten der Fortbewegung wäre schon eine Menge gewonnen. Wenn der Flugverkehr drastisch reduziert würde, wäre ebenfalls viel einzusparen, das setzt aber Verhaltensänderungen voraus, zu denen die meisten nicht bereit sind.

    Stimmt Pablo, aber je älter mensch ist, desto mehr ist ihm die Zukunft wurscht, schließlich hat er ja nicht mehr so viel zu erwarten. Ich glaube, dass es ein bisschen das Problem ist, dass Menschen nicht über die nächste Generation hinaus denken können.

    Hier ist ja eine nette Expertendiskussion ausgebrochen, interessant. Auch wenn mich der Link von Dir, Karl in Gefilde führt, über die ich lieber nichts genauer wissen möchte. Das ist mal was für die richtigen Pilznerds wir Pablo und Christoph.

    Sollte sich Deine Warnung vor der Verkostung unbekannter Pilze auf mich beziehen, Christoph, kann ich Dich beruhigen. Meine Kostprobe war lediglich ein Geschmackstest - verbunden mit vollständigem Ausspucken der Kostprobe. Ich esse keine unbekannten Pilze. Wenn es eine Amanita, rosa Schirmling, Rau - oder Hautkopf, Häublimg etc. gewesen wäre, hätte ich keinen Geschmackstest gemacht.

    Dass es einen trichterlingsähnlichen, wärmeliebenden Pilz mit so verheerenden Giftwirkungen gibt, hatte ich hier im Forum schon einmal gelesen. Nach dieser Debatte habe ich eine bessere Vorstellung von dem Pilz. Bei mir ist es eher kalt, so dass ich ihn wohl nicht zu Gesicht bekommen werde.

    Oh Jörg, da ist ja pilztechnisch bei Dir alles im grünen Bereich, Glückwunsch, das ist wirklich erbaulich anzusehen. Ich hatte gestern meinen ersten Flocki, heute den ersten Goldröhrling und ich schätze, das wars dann auch. Es ist schon wieder zu trocken.

    Hallo magellan,

    eine beeindruckende Reis zu einem Ort, der erdgeschichtlich noch sehr jung ist und an dem die Kräfte der Natur jeden Tag spürbar sind. Island würde mich als einziges Urlaubsziel reizen. Aber ich habe inzwischen eine große Abneigung gegen jede Art von Langstreckenbewegung entwickelt, so dass mir Bilder und Reportagen reichen müssen.

    Aber die Vulkaninsel macht eins deutlich: egal, ob ein Meteoriteneinschlag, der Sibirische Trapp oder die sich derzeit anbahnenden meschgemachten globalen Veränderungen - sie werden nicht das Ende von allem sein. Der Kreislauf der Natur beginnt irgendwie wieder von vorn, und so traurig das ist, notfalls auch ohne unsere Spezies. Dass das für junge Menschen keine Option ist, finde ich nur zu verständlich. Aber die Mehrheit aller Menschen ist freiwillig wohl nicht zum Verzicht bereit. Ohne diesen Verzicht auf Bequemlichkeit, Genuss, Erlebnisse haben wir null Chance, die Klimaziele zu erreichen. Menschen müssten sich nicht länger Besitz, sondern über ethische Werte definieren. Diesen Sinneswandel möglichst schnell herbeizuführen ist die Mammutaufgabe, vor der die jungen Leute heute stehen. Eine echte Herausforderung.

    Hallo Claudia,

    in einer anderen Literatur wirst du den Namen Lepista gilva finden, in noch einer anderen den Namen Lepista flaccida var. gilva, in einer weiteren vielleicht auch Lepista gilva var. flaccida. Hängt also vom Autor ab.

    Sie haben halt keine griffigen mikroskopischen Unterschiede gefunden zwischen L. flaccida und L. gilva, und sequenziert wurden diese Pilze wohl auch noch nicht. Dabei können sie makroskopisch schon so verschieden aussehen, dass man spontan an zwei verschiedene Arten denkt: "L. gilva" ziemlich hell und mit getropftem Hut, "L. flaccida" ziemlich braunorange und einheitlicher Hutoberfläche. Und schmecken tun sie meiner Erfahrung nach auch unterschiedlich: "L. gilva" lecker, "L. flaccida" bebä.

    FG

    Oehrling

    Ah, Danke Oehrling. Ich hatte den vor Ort probiert und fand ihn roh recht appetitlich. Er war auch eher so, wie Du L. gilva beschreibst. Also werde ich ihn jetzt so eintüten und vielleicht mal verkosten, wenn ich ihn wieder finde. Im Moment wird es gerade wieder trocken und der Pilzreichtum der letzten Woche ist schon wieder Geschichte. Seufz.

    Hallo Claudia!

    Oh ja, stimmt! Deinen Nachnamen habe ich schon mal gelesen, Du hattest mal Berichte verknüpft... aber da gibtes doch wesentlich schlimmere Namen!

    Mein Nachname endet auch auf "ing", allerdings nicht mit einem "l" davor. ==12

    Ach Tuppie, wohl wahr. Und ist wirklich nicht so schlimm. Ich hab mich dran gewöhnt und schließlich gibt’s schröcklichere Namen.==Gnolm14

    Danke für die Geduld und die zahlreichen Eselsbrücken. Die braucht es schon für große Esel und innen😝.

    Hat jemand von Euch schon mal einen Wasserfuß in lebend gesehen?

    Ich wollte mich nur kurz melden. Im PPC liefere ich heute nicht mehr.

    Mir geht es heute obermies. Bin auch schon wieder weg, das Klo umarmen. Bye!

    Mausi, was machst Du für nen Mist. Du sollst doch nicht alle Arten Pilze essen! Gute Besserung.


    Danke Pablo für die Erklärung. Dass bei mir so seltene Pilze wie Hygroporopsia wachsen, ist auch ziemlich unwahrscheinlich. Eine Frage habe ich noch zum Namen. Du und Oehrling, Ihr sprecht kurz und knackig von Lepista gilva, sehr sympathisch, zumal mir die Namen in schlau schwerfallen. In der Literatur finde ich aber den Namen Lepista flaccida forma gilva. Warum gibt’s die beiden Varianten? Sorry, dass ich Dich so ausquetsche.

    Menno Bernhard! Sorry. Ich habe gerade keinen Laptop, und deshalb auf dem Handy gelesen. Da hab ich wohl noch den Thread, den ich davor aufgerufen hatte in Erinnerung gehabt. Viel sehen tut alte Frau eben nicht auf dem Handy. Alt werden ist halt nix für Weicheier.

    Hallo Radelfungus, hallo Öhrling!

    Danke fürs Aufwerfen der Frage und die passende Erklärung dazu. Mir gefallen die Namen mit dem "ling" immer gut, weil sie so freundlich daherkommen.

    Diese Bezeichnungen bzw. diese Endung gibt es ja noch mehr, bei Schmetterling, Findling, Prüfling, Säugling etc.

    (Spaßig auch selbst kreierte Namen, die meine Schwester und ich uns gelegentlich geben. Wenn ich gerade Migräne habe, bin ich dann der Rothaarige Schmerzhäuptling oder so etwas in der Art...)

    Hmmm. Aber wenn Du Dein Leben lang mit einem ...Ling im Namen rumläufst, ist das nicht immer komisch, Tuppi. Wir haben seinerzeit zur Eheschließung eine Münze geworfen. Ich habe verloren😢