Alles anzeigenHallo Claudia,
mit deinen Vorstellungen zu Wissenschaft und Forschung komme ich nicht klar. Was soll an Grundlagenforschung so schlecht sein? Was sind für dich sinnvolle Forschungszweige? Bedenke auch, dass die wissenschaftliche Mykologie nicht überall so ein Schattendasein fristet, wie in Deutschland. Die Bandbreite mykologischer Forschung ist riesig, die Anwendungsgebiete sind es auch. Aber, selbst bei der mykologischen Artenkunde gibt noch gigantische weiße Flecken weltweit. Das ist aber auch Grundlagenforschung.
Beste Grüße
Stefan F.
An der Grundlagenforschung ist gar nichts falsch, Stefan. Es geh mir nicht um's ob, sondern um's wie. Seit Jahrzehnten wird in der Grundlagenforschung an genmanipulierten Mäusen mit exorbitant hohem Aufwand und gewaltigen Kosten geforscht. Sicher gibt es da immer mal wieder einen neuen Erkenntnisaspekt, aber die zu erwartenden Erkenntnisse sind gemessen an anderen, wesentlich schlechter erforschten Gebieten deutlich höher. Die Erforschung der Wirkstoffe von Pilzen wäre eine von zahlreichen guten Alternativen mit höherem Potenzial an Erkenntnisgewinn. Doch hier wird deutlich weniger geforscht, weltweit.
Hinzu kommt: Die Forschung ist zwar frei. Aber seit der Tierschutz ins Grundgesetz aufgenommen wurde, ist zwingend eine Abwägung zu treffen, ob ein geplanter Tierversuch gemessen an dem zu erwartenden Erkenntnisgewinn verhältnismäßig ist. Diese Abwägung findet nicht statt. Hier in Deutschland ist die Forschungsförderung an die DFG delegiert worden. Sie bekommt die Forschungsmilliarden, verteilt nach eigenem Gusto und kontrolliert sich selbst. Die Bewertung der Versuche erfolgt durch dieselben Forscher, die selbst in diesem Bereich forschen, von Menschen, die sich in ihrem Forschungs- und Privatleben quasi im Tierversuch eingerichtet haben. Es ist bequemer in der eigenen Suppe zu schwimmen, als über den Tellerrand zu schauen. Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern das habe ich schriftlich von Spitzenfortschern, die aus diesem Teufelskreis ausgebrochen sind. Die "Guten" gibt es auch, aber die Bequemen, die Bremsklötze sitzen leider an den Schalthebeln der Macht und behindern. Wobei es natürlich ein paar erfolgversprechende Pflänzchen gibt, aber sie müssen sich ihren Weg durch schwerüberwindbare Widerstände bahnen.
Ein Eingreifen von außen, um die zwingende Rechtsgüterabwägung durchzusetzen, ist aufgrund der Rechtslage leider nicht möglich. Das ist jetzt extrem verkürzt dargestellt. Wir können das gern ausführlich diskutieren, wenn wir uns mal wieder treffen.
Aber Wünschen muss erlaubt sein, deshalb hatte ich den Wunsch geäußert, dass der Erforschung der Pilze eine höhere Priorität zugemessen wird. Das Geld ist da, es sollte nur anders verteilt werden.

. Also ich würde empfehlen, in der Saison im Wald nach Speisepilzen zu suchen und ggf. zu konservieren. Zur Pilzzucht fehlen mir die Erfahrungen, das wäre mir auch viel zu viel Aufwand zur Pilzbeschaffung