Beiträge von Wolfgang P.

    Hi Romana,


    C. corniculata ist die einzige Wiesenkeule mit Mehlgeruch. Das sollte ohne Mikro klappen.


    Bei der 2. sieht man auf dem letzten Bild am linken Fruchtkörper deutlich den hyalinen Stiel. Das wäre typisch für falcata, die mikroskopisch schwer zu bestimmen ist, weil sich die fingerartigen Sporenauswüchse erst im Alter bilden.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo an alle,

    ich wäre bei dem oben gezeigten Pilz nicht zwangsläufig bei einem weißen Trichterling.


    Ich könnte mir auch einen jungen Gefleckten Rübling vorstellen, der die Flecken erst noch bekommen muss.


    Als Übungsobjekt für Gattungsmerkmale jedenfalls ein schwieriges Objekt, das sich auf dem Niveau von "Grundkurs Pilzbestimmung" vermutlich nicht klären lässt.


    Grüße,


    Wolfgang

    Also wenn die im Frühsommer gefunden worden wären mit den Infos dazu, hätte ich die ohne mit der Wimper zu zucken auch als Maipilz angesprochen.

    ja, ich auch.

    Man sollte eben ALLE Bestimmungsmerkmale beachten, und dazu gehört beim Maipilz auch zwingend die Erscheinungszeit.


    Das soll nicht heißen, dass es nicht mal "Ausreißer" von Maipilzen im Herbst geben kann, die sollte man dann halt entweder mikroskopieren oder nicht essen.

    Wenn es mal Ausreißer von z.B. hellen Riesenrötlingen im Mai gäbe, wäre das dann für die Betroffenen persönliches Pech.


    Weißritterlinge (Tricholomella) sind meines Wissens ungiftig.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo an alle,


    ich hatte mal einen Fall, als jemand "Maipilze" im Herbst gegessen hatte.

    Schwere Magen-Darm-Vergiftung, es waren keine Maipilze.


    Hier könnte ich mir auch Tricholomella vorstellen.

    Daher würde ich zu einer mikroskopischen Überprüfung raten.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Rico,


    1. Champignons sind KEINE Anfängerpilze. Es gibt ca. 80 Champignons, die häufigsten davon sind giftig.

    2. das wichtigste Merkmal, die Stielbasis, hast Du abgeschnitten.

    3. im Forum gibt's keine Essensfreigabe, für Champignons schon gar nicht.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo Kathrin,


    auch wenn der Buckel in der Mitte fehlt, könntest Du Recht haben.


    Um aber gleich der nächsten Frage vorzubeugen: für Speisezwecke sollte man nur Exemplare sammeln, die

    - ALLE Bestimmungsmerkmale eindeutig zeigen

    - jung und frisch sind.


    Beides trifft auf Deinen Fund nicht zu.


    Gruß,


    Wolfgang

    ein Gedanke zu den mysteriösen Sporenabwürfen: Könnte es auch sein, dass zufällig in dem Moment ein kleiner Windstoß die Sporenabgabe ausgelöst hat, und das gar nichts mit deiner Berührung zu tun hatte?

    Hallo an alle,


    nein, verschiedene Ascomyceten stoßen die Sporen kollektiv in einem Schub aus.


    Dadurch entsteht strömungstechnisch ein Sog, und alle Sporen können im Verbund viel weiter fliegen als jede einzelne Spore, die vom Luftwiderstand sofort ausgebremst würde. Oft reagiert der Fruchtkörper auf plötzliche Helligkeitsunterschiede. Da mache ich mir im Frühjahr einen Spaß draus bei Helvella acetabulum, ist bei Führungen immer gern gesehen..


    Dass solche Fruchtkörper auch auch mechanische Reize reagieren, finde ich plausibel. Wie der Pilz es schafft, alle Ascii gleichzeitig aufplatzen zu lassen, ist aber ungeklärt.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hi Craterelle,

    bei der Gattung Hohebuhelia würde ich mitgehen, bei dem Wenigen was man sieht. Wenigstens ein Foto von der Unterseite und eine Geruchsangabe wären hilfreich gewesen.


    Wenn die Gattung stimmt, kommst Du mit der Größe und dem Standort auf Boden fast zwangsläufig zu petaloides, aber ich würde solche "Bestimmungen" immer kurz mikroskopisch absichern, die Zystiden sind ja immer wieder schön.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hi Teriff,

    nix für ungut, aber kleine braune Pilze gibt es Tausende, und Du zeigst noch einen etwas eingetrockneten Fruchtkörper ohne Stielbasis.

    Spontan würde ich auf die Gattung Telamonia tippen, aber ohne Garantie.


    Was immer Du damit tun wolltest - lass es besser sein.


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo Lord Bienennas,

    ich habe noch nie von nicht rötenden Safranschirmlingen gehört, aber letztlich ist die Rötung nur auf einen chemischen Inhaltsstoff zurückzuführen, und bei Pilzarten kann es durchaus chemische Rassen oder Albinos geben.

    Es gibt aber auch Riesenschirmlinge aus dem M. mastoidea (Zitzenschirmlings)-Verwandschaftskreis, die im Wald wachsen, keinen Buckel und einen hellen Stiel haben und nicht röten.


    Wenn mal wieder beide bei Dir wachsen, solltest Du Bilder, Exsikkate und Sporenabdrücke machen, dann sieht man weiter.


    Gruß,


    Wolfgang

    Auf einen der giftigen Art wie z.B. Chlorophyllum brunneum zu treffen, ist recht gering,

    Hallo Thorwulf,


    Wie kommst Du denn darauf?


    Im Rhein-Main-Gebiet ist brunneum eine recht häufige Art vor allem in Gärten, und der Klimawandel sorgt sicherlich dafür, dass sich dieser Zustand auf weitere Bereiche des Bundesgebietes ausweitet.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo Maria,


    das sind junge Plicatura crispa Fruchtkörper.

    Hi Frank,


    Du machst Witze, oder? Plicatura crispa finde ich dauernd, aber auch jung immer nur mit faltig gewellter Fruchtschicht, und noch nie so geschlitzt bis stachelig.

    Nun verstehst Du viel viel mehr von Aphyllophorales als ich, aber damit stellst Du mein Artkonzept einer der wenigen Arten in Frage, die ich zu kennen glaubte.


    Gruß,


    Wolfgang