Beiträge von Wolfgang P.

    Hallo,


    die Gattung ist Imleria, Maronenröhrlinge.


    Rotfußröhrlinge haben einen wirklich roten Fuß, je nach Art auch im Fleisch. Daher ist zur Bestimmung ein Schnittbild erforderlich (Marone geht auch so...).


    Zur Essensfreigabe ist alles gesagt. Hatte eben wieder jemanden mit überständigen Hexen an der Tür.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo an alle,

    solche Keulen werden in Deutschland oft "Clavaria krieglsteineri" genannt, in NL "C. daulnoyae".

    Im neuen FRANCHI/MARCHETTI: I Fungi Clavarioidi (2021) wird das alles unter C. tenuipes synonymisiert.


    Gruß,



    Wolfgang

    Hi Chris,


    die KOH-Reaktion ist normalerweise vor allem bei den Phlegmacien bestimmungsrelevant, wenn Deines aber ein Schleimfuß ist, hilft sie nicht weiter.

    Ganz neutral betrachtet würde ich sie als positiv werten - aber was sagt das? Bei Myxacien finde ich sie nicht einmal in der Literatur.


    Ich sehe violette Töne im Hut, dann müsste es eigentlich croceocaeruleus sein, aber ich kenne mich in der Gattung leider nicht wirklich aus.

    Zur Bestimmung wären wohl Sporenbilder erforderlich, und ein junger Fruchtkörper hilfreich.


    Gruß,


    Wolfgang

    für mich eindeutig gallica und eindeutig büschelig.

    Hi Stefan,


    mit dem Wort "eindeutig" bin ich vorsichtig, lies einfach mal das Interview mit Frau Marxmüller.


    Deine Pilze wachsen dicht gedrängt, entspringen aber - soweit ich erkennen kann - nicht einer gemeinsamen Basis.

    Das Ring-Velum ist nicht gut erkennbar, aber es deutet viel auf ein spinnwebartiges, nicht häutiges Velum ohne brauen Zahnkranz hin.


    Daher halte ich in diesem Fall gallica auch für die wahrscheinlichste Option.


    Gute Nacht,


    Wolfgang

    Hi Stefan,

    wenn Du Dich mit Hallimaschen beschäftigen möchtest, sind der Schlüssel von Tom Volk (USA, die nicht-europäischen Arten ignorieren) und die Artbeschreibungen + Bilder von Helga Marxmüller in der Mycologia Bavarica Nr. 4 (2000) Pflichtlektüre (nicht online, soweit ich weiß). Online sind Teile der Artbeschreibungen und ein Interview (ab Seite 3 des Links) mit H. Marxmüller im RPPJ 1994.


    Zu Wikipedia: "in groups" heißt eben genau nicht büschelig (das würde "in clusters" oder "in tufts" heißen) , sondern gesellig. Einige Bilder bei 123 zeigen gesellige gallica, die anderen sind teils vermutlich, teils sicher falsch bestimmt.


    youtube Videos sind bei mir kein Bestandteil der Bestimmungsarbeit, daher kann ich dazu nichts sagen.


    Dass der Pilz in Deinem Garten dennoch gallica sein kann, will ich ja gar nicht ausschließen, nur zeigst Du eben nicht die notwendigen Bestimmungsmerkmale.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hi Stefan,


    ich kenne gallica in kleinen Grüppchen gesellig, aber so dass jeder Fruchtkörper noch den Platz hat für seinen zwiebelig verdickten Fuß.


    Die richtig büscheligen Arten wie mellea und ostoyae werden dagegen spindelig, wobei auch ostoyae gerne mal Einzelfruchtkörper ausbildet und dann auch zwiebelige Füße hat.

    Du zeigst dieses wichtige Merkmal leider nicht.


    Hier mal typische gallica:


    Hallimasch oder Boot-Spitze Pilz, wahrscheinlich Armillaria Gallica aufgrund knolligen Stiel neu. Fruchtkörper entstehen, Sussex, UK. Oktober Stockfotografie - Alamy
    Dieses Stockfoto: Hallimasch oder Boot-Spitze Pilz, wahrscheinlich Armillaria Gallica aufgrund knolligen Stiel neu. Fruchtkörper entstehen, Sussex, UK. Oktober…
    www.alamy.de


    Gelbes Velum können mehrere Arten haben, auch ostoyae, aber der verrät sich dann oft noch durch das braune Zahnrad am Ring.

    Manche Funde sind ohne DNA Analyse unbestimmbar.


    Welche Wiki-Seite von gallica meinst Du? Bitte um Link.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hi Paula,

    "genau" wird schwer, aber die Gattung ist Psathyrella, Faserlinge.


    Am besten sagst Du erst selbst was Du vermutest. Dann hat man einen Anhaltspunkt was Du lernen willst.


    Wolfgang

    Hallo Jürgen,


    das ist der Honig-Hallimasch Armillaria mellea.


    Eine Essensfreigabe wirst Du in diesem Forum nicht bekommen, erst recht nicht für einen Hallimasch, der ungenügend erhitzt sehr giftig ist und auch gut durcherhitzt nicht von allen vertragen wird.


    Außerdem sehen Deine Exemplare eher alt aus, wenn die Hüte schon runzelig werden sollte man eher Abstand nehmen.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hi Pablo,

    laut Wikipedia ist der Zitronenseitling kreuzbar, allerdings mit dem Rillstieligen.


    Damit ist das relativ schwach mit der eigenen Art, auch wenn es in Mycobank als valides Taxon bezeichnet wird.


    Gruß,


    Wolfgang

    blue oyster, brown oyster, pink oyster..... Scheint für die alles nahezu das gleiche zu sein, obwohl die doch eigentlich unterschiedliche Arten darstellen sollten.

    Nein, hier passt tatsächlich endlich mal das Wort "Sorten", weil es sich um Farbzüchtungen einer Art handelt. Wie rote, grüne und gelbe Äpfel oder Tomaten.


    Wolfgang

    Hallo an alle,


    gallica heißt auch "Wandelbarer Hallimasch" , aber gelbe Hutschuppen sind kein Alleinstellungsmerkmal, sondern können auch bei anderen Arten der Gattung vorkommen.


    Ich hätte mir anhand dieser Bilder keine Artbestimmung zugetraut, gallica ist gewöhnlich nicht büschelig.


    Wolfgang

    Hi Josch,

    die Bestimmung ist keine Essensfreigabe - die können zu alt sein und das erkennt man auf dem Foto nicht.

    Grundsätzlich kann man die Röhrenschicht mitessen. Bei alten Pilzen schneiden manche Leute alles weg was weich ist (auch den Hut testen ob man eine Delle reindrücken kann), ich persönlich schmeiße solche Exemplare wie den 2. von oben ganz weg bzw. nehme sie schon gar nicht aus dem Wald nach Hause.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo Luschi,

    die Arten der Gattung Hallimasch sind recht variabel und nicht immer sicher auf Art-Ebene zu bestimmen.


    Das wichtigste Merkmal ist der Ring - dafür sind Detailaufnahmen hilfreicher als ein Gruppenbild des ausgekippten Sammelkorbes.


    Auf den Einzelbildern 3+4 sieht man aber den braunen Zahnrad-Ring von A. ostoyae, dem Rotbraunen Hallimasch.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hi Paula,

    meine aereusse hatten den typisch kugeligen Stiel und ein leicht dunkles Netz, aber mangels eigenem Expertenwissen hab ich mal den Schlüssel von Munoz, FE2, befragt.


    Da geht es in der Tat nach der Huthaut, edulis leicht klebrig vs. aereus samtig, oder der Form der Endzellen der Huthaut. Außerdem hat edulis oft ein gefärbtes Fleisch unter der Huthaut, aereus nie.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo Paula,

    ich würde den Stiel (Form, Oberfläche) als besseres Merkmal bewerten, davon zeigst Du leider nicht viel.


    Ich sehe eher einen dunklen Steinpilz.


    Grüße,


    Wolfgang