Beiträge von Schwammer-Dieter

    Hi Leute!

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    Ich will gar nicht kommentieren, was ich als Hobby-Phylogenetiker über.....

    Gruß

    Schwammer-Dieter

    07.10.2018: Wieder ein paar Erstfunde - Teil 2

    Liebe Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 2 des Berichtes vom 07.10.2018
    .

    Teil 1 findet Ihr hier

    Fundnummer: 2018-10-07-1050

    Das ist die mit Abstand häufigste Art der Gattung. Einfach initialmorsche Äste, Stämme usw. von Nadelbäumen umdrehen, schon hat man sie in Massen. Fruktifiziert nahezu ganzjährig. Kenntlich am Standort Nadelholz in Kombination mit gelbem Harz an den Haaren, das aber sehr schwach ausgeprägt sein kann, hier aber deutlich ist. Die Nebenfruchtform ist häufig auch dabei, optisch winzige schwarze Pünktchen Namens Cheiromycella microscopica. Mikroskopisch attraktiv, hier aber nicht dabei gewesen, bzw. nicht danach geschaut.

    Harzhaariges Hyalinbecherchen (Hyaloscypha aureliella):
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    Fundnummer: 2018-10-07-1117
    Dies war damals für uns beide ein erfeulicher Erstfund. Heute kennen wir 2 Standorte davon.
    Zwergschüppling (Pholiota scamba)
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    Fundnummer: 2018-10-07-1128

    Für uns ein Erstfund, doch sicher nicht selten. Man muss rote Arcyrien aber immer unters Mikroskop legen, um bei der Art sicher zu sein.

    Weinroter Kelchstäubling (Arcyria affinis)
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    Fundnummer: 2018-10-07-1211
    Schnell nebenbei der Olivgelbe Holzritterling (Tricholomopsis decora):
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    Und zum Abschluss dann noch etwas kniffeliges...

    Fundnummer: 2018-10-07-1304

    Zu diesem Samthäubchen habe ich herausgefunden, dass die Unterscheidung velutipes - brunneidisca irgendwie nur sehr marginal möglich ist.
    Als Unterschiede steht in FE zusammengefasst ungefähr das:
    "velutipes: eher magere Standorte, Sporen nie (sub)mitriform, in KOH etwas dunkler
    brunneidisca: eher fettere Standorte, auch auf Dung, Sporen oft (sub)mitriform, in KOH etwas heller"

    Rein vom Standort her eher velutipes, aber da die Sporen z.T. klar mitraförmige Konturen haben muss ich das brunneidisca nennen. Die sind auch klar breiter als meine bisherigen velutipes-Funde aber auch velutipes soll so breite Sporen haben können. Trotzdem wegen der Sporenform komm ich da nicht vorbei an brunneidisca, also muss das so sein, auch wenn mir die Unterscheidung nicht so ganz 100% sauber erscheint.

    Linsensporiges Samthäubchen (Conocybe brunneidisca)
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    Das war's für heute....
    Und wieder freuen wir uns auf Eure Kommentare.
    Beste Grüße
    Dieter & Matthias

    07.10.2018: Wieder ein paar Erstfunde - Teil 1

    Liebe Pilz-Freunde,
    es hatte nur wenig geregnet, als ich und Matthias die heutige Tour planten. Doch "ein Bisschen was geht immer" dachten wir uns.
    Und so war es auch. Kommt mit uns und seht was wir alles entdeckten.

    Wegen der Menge müssen wir diesen Bericht diesmal auf 2 Teile aufteilen.
    Teil 2 findet Ihr hier

    Wir schreiben den Bericht wieder zusammen.
    Wie immer: Meine Texte sind schwarz, Matthias' Texte sind grün. ;)
    Meine Bilder sind mit einem schwarzen
    ☻, Matthias' Bilder sind mit einem grünen☻gekennzeichnet.

    Fundnummer: 2018-10-07-0939

    Ich kenne die Art bisher vor allem von Wiesen, hier ist ein grasiger Waldwegrand auch ausreichend gewesen. Wuchs da in erstaunlichen Mengen.


    Weißes Spitzkeulchen (Clavaria falcata)
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    Fundnummer: 2018-10-07-0957
    Eine Freunde für mich, da ein Erstfund.
    Krönchen-Glockenschüppling (Pholiotina vexans)
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    Sporen:
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    Cheilozystiden:
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    Fundnummer: 2018-10-07-1003
    Ein Schnappschuss einer Russula die wir mal nicht bestimmten, da wir zeitlich ausgelastet waren.
    Täubling (Russula spec.):

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    Fundnummer: 2018-10-07-1022

    Dieser Risspilz-Fund war eine kleine Sensation.

    Morphologische Daten:

    Fundort: 533 müNN, ca. N49.916, O12.292, Leonberg, MTB 6039, bei Kiefern in einem feuchten, etwas sandigen Graben eines Wegrandes
    Fundzeit: 07.10.2018
    Wuchsform: gesellig
    Hutform: jung spitzkegelig, alt ausgeflacht mit Buckel
    Huthaut:
    rot-braun, nach außen hin heller werdend, radialfaserig, etwas glänzend
    Hutrand: nicht behangen, kantig
    Lamellen: cremeweiß, Zwischenlamellen, bauchig
    Lamellenschneiden: fein weißlich beflockt

    Lamellen-Stielübergang:
    tief ausgebuchtet angewachsen
    Stiel: bräunlich-beige, nach unten hin weiß werdend
    Stielbereifung: nur oben bereift
    Stielbasis: nicht oder sehr leicht verdickt
    Fleisch: ohne Besonderheiten
    Größe: Hutdurchmesser ca. 2 cm, Stiellänge ca. 4 cm, Stieldurchmesser ca. 4 mm
    Sporenpulverfarbe: nicht getestet
    Geruch:
    spermatisch
    Geschmack: nicht getestet

    Mikroskopische Daten:
    Sporen 8-10 x 4,5-5,5µm, Zystiden dickwandig, in KOH leicht gelb, bis 60µm lang

    Zur Fundzeit war diese Pilz noch unbeschrieben. Doch Ditte hatte die Beschreibung zufälliger Weise gerade in Arbeit zu einer Veröffentlichung in Mycologia Bavarica.
    Inzwischen ist die Beschreibung in Ditte's wundervollem Artikel in der Mycologia Bavarica, Band 20, 2020 - Seiten 13-101 erschienen - worauf wir hiermit verweisen.

    Zur interessanten Etymologie teilte und Ditte mit:
    "Die Art heißt nach dem griechischen Titan Astraios, Gott der Abenddämmerung, da die Art meist erst spät im Jahr fruktifiziert und die Hüte zum Rand hin ausblassen wie das Licht am Abend. Auf Deutsch könnt ihr sie also den Astraios-Risspilz nennen."

    Wieder ein Beispiel dafür, dass selbst noch viele Großpilze bei uns im gut durchforschten Deutschland noch unbeschrieben sind. Jedenfalls war er das zum Zeitpunkt des Findens noch nicht. Genau hinsehen kann sich also lohnen, nicht nur bei Inocybe.

    Hier also nun der Pilz mit dem wunderschönen neuen Namen Astraios-Risspilz (Inocybe astraiana):
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    Cheilozystiden in KOH:
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    Pleurozystiden in KOH:

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    Sporen in KOH:

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    Weiter zum Teil 2

    Hallo,

    eine Frage: Würde der auch in einem Moor wachsen?

    Psathyrella panaeoloides ist von der Ökologie nicht so wählerisch. Offenland sollte schon sein, und nicht bis Unterkante Oberlippe im Wasser.

    Außerdem schaut es phylogenetisch so aus, dass die in der /panaeoloide-Klade mehrere Arten versteckt sein könnten, die evtl. auch in der Ökologie unterschiedlich sind.

    Psathyrella panaeoloides erscheint schon früh im Jahr und ist nicht besonders selten.

    Beste Grüße

    Dieter

    Hallo Pablo und vielen Dank,
    ich weiß nicht ob die graue Form Kartoffel-Schüsselschwindling (Calyptella gibbosa (Lév.) Quél., Enchir. fung. (Paris): 216 (1886)) tatsächlich eine eigenständige Art ist.
    Diese Seite sagen eher nein:
    pa-691.html#
    Beschreibung Cyphellaceae Becherartige Basidiomyceten - Fredis Pilzseite
    Auf jeden fall können diese "Arten" alles von ganz weiß bis sehr grau - siehe hier:
    Beschreibung Cyphellaceae Becherartige Basidiomyceten - Fredis Pilzseite - das bild oben links.

    Bestritten ist eben auch der Unterschied der Sporengrößen zwischen weiß und grau - also brächte wohl die Untersuchung nicht viel.

    Hier jedoch wird das Gegenteil ausgesagt:
    09 pilz lehmann.pdf
    und auch hier wird das Gegenteil im Schlüssel ausgesagt:

    sydowia-beihefte_4_0001-0144.pdf

    Wie Du siehst schlüsselt man hier aber ganz klar an Calyptella gibbosa allein schon wegen der Haare am Becher vorbei...

    Was sagt die Genetik?
    Zu Calyptella gibbosa gibt es leider kein Sequenzen. Zu Calyptella capula gibt es einige Sequenzen und es gibt auch nahe stehende "Calyptella sp.", sodass sehr wahrscheinlich ist, dass es sich hier eher um ein aggregat handelt.

    Hier ist wohl noch größerer Klärungsbedarf vorhanden, den ich wohl mit diesem einen Fund nicht einmal per Sequenzierung klären könnte... :(

    Beste Grüße
    Dieter

    07.09.2018: 3 Arten auf'm Spielplatz

    Liebe Pilz-Freunde,
    heute war ich mit meiner Tochter auf'm Spielplatz... Kamera hatte ich dabei, und prompt fanden sich 3 interessante Pilchen.
    Die zeige ich Euch hier...

    Fundnummer: 2018-09-07-1127

    Morphologische Daten:


    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, an altem Brennnessel-Stengel
    Durchmesser: 1-2 mm
    Farbe/Oberfläche: außen hellgrau, außen bereift, innen weißlich, innen im Kelch auch aderig bei großen Exemplaren
    Form:
    kelchförmig
    Rand:
    stark ausgefranst
    Stiel:
    wenn jung stark behaart

    Für mich ein ganz toller Erstfund:
    Mützenförmiger Schüsselschwindling (Calyptella capula):
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    Fundnummer: 2018-09-07-1135

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, an einem Holz-Ästchen unbekannter Art
    Fundzeit: 07.09.2018
    Wuchsform: einzeln
    Hutform:
    konvex mit pseudo-Papille
    Huthaut: Zentrum braun, nach außen hin fast weiß werdend, Lamellen durchscheinend, matt, deutlich aderig-gerieft
    Hygrophanität: nicht festgestellt
    Hutrand: ohne Besonderheiten
    Lamellen: weiß, Zwischenlamellen, keine Queradern aber wenige angedeutete Querader-Ansätze
    Lamellenschneiden:
    glatt, ohne Besonderhesiten

    Lamellen-Stielübergang:
    stark ausgebuchtet angewachsen und nur im Zähnchen herablaufend
    Stiel: weiß, nach unten hin hellbräunlich werdend, auf ganzer Länge etwas bereift
    Stielbasis:
    stark myzelfilzig
    Fleisch:
    keine Daten ermittelbar
    Größe: Hutdurchmesser ca. 2,5 mm, Stiellänge ca. 18 mm, Stieldurchmesser ca. 0,5 mm
    Sporenpulverfarbe:
    nicht festgestellt
    Geruch: nicht wahrnehmbar
    Geschmack: nicht probiert


    Mikroskopische Daten:

    Basidien (ohne Bild):
    ausschließlich 2-sporig

    Sporen:
    Form und Strukturen siehe Bilder
    Präparat: aus Lamellenstück ausgewaschen; Untersuchungsmedium: Wasser; Messwertanzahl: n = 21
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,7 × 0,4 µm; von Q: 0,1
    Median: von L × B: 8,1 × 4,8 µm; von Q: 1,7
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 8 × 4,8 µm; von Q: 1,6
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 80%-Konfidenzintervall: für L × B: (6,8) 7,1 - 8,8 (9,3) × (4,3) 4,3 - 5,3 (5,9) µm; für Q: (1,3) 1,5 - 1,8 (1,8)
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 90%-Konfidenzintervall: für L × B: (6,8) 6,8 - 9,1 (9,3) × (4,3) 4,2 - 5,5 (5,9) µm; für Q: (1,3) 1,4 - 1,9 (1,8)

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    Cheilozystiden:
    Form und Strukturen siehe Bilder
    Breite:
    (4.6) 4.8 - 5.5 (5.6) µm
    N = 8
    Me = 5.2 µm

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    Kaulozystiden:
    Form und Strukturen siehe Bilder


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    Bei der Bestimmung half mir Matthias.
    Es ist der bereits vermutete Pilz - der Bogenblättriger Helmling (Phloeomana speirea):
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    Fundnummer: 2018-09-07-1453

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, auf Rasen (Spielplatz)
    Fundzeit: 07.09.2018
    Wuchsform: gesellig
    Hutform:
    halbkugelig bis leicht glockig
    Huthaut: ockergelblich, Zentrum dunkler, glatt, matt
    Hygrophanität: ja
    Hutrand: ohne Besonderheiten
    Lamellen: ocker-orangelich, eng stehend, viele Zwischenlamellen
    Lamellenschneiden:
    minimal heller als Lamellenflächen, ohne Besonderheiten

    Lamellen-Stielübergang:
    sehr gerade angewachsen und nicht herablaufend
    Stiel: strohgelb, spitze streifig bereift, sonst glatt
    Stielbasis: nicht wurzelnd, nicht knollig
    Fleisch:
    keine Daten aufgenommen
    Größe: Hutdurchmesser ca. 6-10 mm, Stiellänge ca. 30-40 mm, Stieldurchmesser ca. 1 mm
    Sporenpulverfarbe:
    nicht festgestellt
    Geruch: neutral
    Geschmack: mild, stark und gut pilzig


    Mikroskopische Daten:

    Basidien (ohne Bild)
    :
    ausschließlich 4-sporig

    Sporen:
    Farbe, Form und Strukturen siehe Bilder, Keimporus deutlich sichtbar, meist gerade.
    Präparat: aus Lamellenstück ausgewaschen; Untersuchungsmedium: Wasser; Messwertanzahl: n = 127
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: nicht normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,7 × 0,3 µm; von Q: 0,1
    Median: von L × B: 11,8 × 6,5 µm; von Q: 1,8
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 11,8 × 6,5 µm; von Q: 1,8
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich: für L × B: (9,2) 10,9 - 12,5 (13,5) × (5,4) 6,1 - 6,8 (7,6) µm; für Q: (1,6) 1,7 - 1,9 (2)
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 90%-Standardbereich: für L × B: (9,2) 10,8 - 12,9 (13,5) × (5,4) 6 - 7 (7,6) µm; für Q: (1,6) 1,6 - 2 (2)
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: nicht anwendbar, da nicht normalverteilt

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    Cheilozystiden:
    Farbe, Form und Strukturen siehe Bilder
    Cheilozystiden Gesamtgröße:
    (14,7) 15,3 - 18,0 (20,7) x (6,0) 6,6 - 9,3 (11,1) µm
    Q = (1,6) 1,7 - 2,5 (2,7) ; N = 19
    Me = 16,8 x 8,2 µm ; Qe = 2,1

    Cheilozystiden Kopfbreiten:
    (3,1) 3,3 - 4,4 (4,6) µm
    N = 22
    Me = 3,9 µm

    Cheilozystiden Halsbreiten an der schmalsten Stelle:
    (0,99) 1,10 - 1,53 (1,85) µm
    N = 18
    Me = 1,31 µm

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    Kaulozystiden:
    Farbe, Form und Strukturen siehe Bilder

    Kaulozystiden Kopfbreiten:
    (3,6) 3,8 - 4,4 (4,9) µm
    N = 17
    Me = 4,1 µm

    Kaulozystiden Halsbreiten an der schmalsten Stelle:
    (1,48) 1,54 - 2,08 (2,21) µm
    N = 19
    Me = 1,82 µm

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    Auch hier half mir Matthias, und der verdacht wurde auch bestätigt:
    Das ist das Halbkugelige Samthäubchen (Conocybe semiglobata var. semiglobata):
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    Das war's für heute....
    Ich hoffe Ihr hattet viel Spaß und freue mich auf Eure Kommentare.
    Beste Grüße
    Dieter

    Sehr interessant Nobi,

    und ich wunderte warum der kleine Kerl "Pilz-Marienkäfer" heißt ;-))

    Insekten sind wirklich interessant. Wenn man sie genau anschaut kann man in Versuchung kommen diese näher kennen zu lernen.

    Aber das überlass ich lieber meiner Tochter ;-)))

    Also - wenn wir den Freund nochmal sehen, dann werd ich oder Matthias mal eine Käfer-Pilz-Special machen.

    Greets

    Dieter

    Hallo Wolfgang,


    > das ist ja mal ein Frühstart in die Entoloma-Saison!


    Die Tour war im August.


    > Von velenovskyi habe ich ein ganz anderes Bild. Ich hatte aber mal eine nitens, die, anders als in der Literatur beschrieben, doch Zystiden hatte. Da ist noch einiges zu tun. Hast Du ein Exsikkat?


    Ich habe ein junges Exemplar (ntürlich für die Sequenzierung) und Matthias dürfte noch ein reifes Exemplar haben.

    Wenn Du uns weiter helfen kannst, das wäre cool!

    Beste Grüße

    Dieter

    24.08.2019: Rasen, Park und Schilf mit vielen Erstfunden - Teil 5

    Liebe Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 5 des Berichtes vom 24.08.2019
    .

    Teil 1 findet Ihr hier
    Teil 2 findet Ihr hier
    Teil 3 findet Ihr hier
    Teil 4 findet Ihr hier

    Und weiter geht's...

    Fundnummer: 2019-08-24-1602
    Endlich haben wir hier eine Stelle, an der auf Schilf auch mal ein paar Becherchen wachsen. Und das taten sie dann gleich in rauen Mengen.
    Diese Mollisia ist M. hydrophila. M. revincta sollte nicht an Phragmites wachsen können, außerdem sind die Strukturen etwas zu lang und die Sporen etwas anders geformt.
    Grauweißes Schilf-Weichbecherchen (Mollisia hydrophila):
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    Sporen:
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    Paraphysen:
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    Asci in Lugol nach KOH-Vorbehandlung:
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    Ectal-Excipulum:
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    Fundnummer: 2019-08-24-1607
    Wo es mal ein Becherchen gibt, sind die anderen nicht weit.
    Rötendes Gräser-Weißhaarbecherchen (Lachnum tenuipilosum):
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    Asci + Parapyhsen in Wasser:
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    Asci + Parapyhsen in Lugol:

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    Und hier seht ihr das Schilf rund um den Tümpel:
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    Fundnummer: 2019-08-24-1616
    Bei uns recht häufig, aber immer wieder fotogen. Hier mussten wir für die Fotos etwas ins Gebüsch kriechen.
    Königs-Fliegenpilz (Amanita regalis):
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    Fundnummer: 2019-08-24-1621

    Ein hübscher Täubling...

    Morphologische Daten:

    Fundort:
    ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Fichte, Birke, Haselnuss, Vogelbeere, Rotdorn oder Weißdorn und Hartriegel (Cornus spec.)
    Fundzeit: 24.08.2019
    Wuchsform: einige Exemplare am Standort
    Hutform:
    alt ausgeflacht und niedergedrückt
    Huthaut-Konsistenz: eher matt, kaum glänzend, nicht klebrig oder schmierig, feucht minimal klebrig
    Huthaut-Farbe: Zentrum graubeige mit leichtem oliv-Schimmer, nach außen hin rosa werdend
    Huthaut-Abziehbarkeit: 3/4 bis fast komplett abziehbar
    Fleischfarbe unter Huthaut
    : cremeweiß
    Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: keine Fraßstellen
    Hutrand: deutlich, aber nur 5 mm (also ca. 1/8) gerieft
    Lamellen: für einen Täubling schon deutlich
    ocker-gelb, punktartige Flecken, sehr wenige Y-Gabeln, gedrängt stehend, sehr wenige Zwischenlamellen, bauchig, ca. 5 mm breit, Queradern am Grund
    Lamellenschneiden: glatt
    Lamellensprödigkeit:
    sehr brüchig
    Lamellen-Stielübergang:
    angeheftet, nicht ausgebuchtet, nicht herablaufend
    Stiel:
    cremeweiß, gilbend, fein-runzelig, fast glänzend, nicht mehlig, leicht keulig, oben gerade und etwas erweitert, innen wattig ausgestopft bis fast kammerig hohl, gilbend bei Berührung
    Stielbasis:
    rund, bräunlich
    Fleisch: im Hut und im Stiel cremeweiß, im Schnitt im Stiel minimal gilbend
    Größe: Hutdurchmesser ca. 6 cm, Stiellänge 5-8 cm, Stieldurchmesser ca. 12 mm
    Sporenpulverfarbe:
    IVa im direkten Vergleich mit der Romagnesi-Tafel
    Geruch: vor Ort: neutral, zu hause: unzerrieben: neutral, zerrieben völlig neutral
    Geschmack: zunächst mild, nach 10 Sek. scharf aber erträglich und geschmacklich nicht gut
    Huthaut-Bittertest: nicht getestet


    Makrochemische Reaktionen:
    KOH 40% auf Stielrinde, Stielfleisch und im Hutfleisch: keine Reaktion
    Guajak auf Stielrinde, Stielfleisch und im Hutfleisch:
    nach 20 Sekunden tief dunkelblaugrün
    Anilin pur auf Stielrinde, Stielfleisch und im Hutfleisch: nach ca. 6 Minuten leicht bräunend, nach ca. 18 Minuten gelb
    Eisensulfat FeSo4 auf Stielrinde, Stielfleisch und im Hutfleisch: nach 1 Minute weinrötlich
    Phenol auf Stielrinde und im Stielfleisch: nach 2 Minuten
    weinrötlich und bis 12 Minuten so bleibend, im Hutfleisch nach 2 Minuten weinrötlich, nach 6 Minuten weinrot und nach 12 Minuten tief weinrot
    Sulfovanillin auf Stielrinde und im Hutfleisch:
    keine Reaktion

    Mikroskopische Daten:

    Sporen:
    6,5-8,5 x 5-6µm

    Ornament:
    Ornamente < 1µm, partielles Netz, Das ist Typ C2 nach Romagnesi/Woo.

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    Nach Prüfung aller möglichen Alternativen (Russula nauseosa, Russula robertii, Russula nitida...) bleibt hier trotz des etwas dunkleren Sporenpulver nur eine Möglichkeit:
    Russula versicolor (Vielfarbiger Täubling):
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    Dieter beim fotografieren des Fundes:

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    Hier der Weg an dessen Seiten wir all die Funde machten:
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    Fundnummer: 2019-08-24-1642
    Scharfer Hasel-Milchling (Lactarius pyrogalus)
    :
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    Fundnummer: 2019-08-24-1647
    Gemeiner Wiesenchampignon (Agaricus campestris)
    :
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    Fundnummer: 2019-08-24-1647
    Pilz-Marienkäfer (Psyllobora vigintiduopunctata)
    :
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    Fundnummer: 2019-08-24-1648
    Der darf zum Abschluss nicht fehlen. Ist deutlich weiter verbreitet als ich vor einiger Zeit noch gedacht hätte.
    Gelbschneidiger Helmling (Mycena citrinomarginata):
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    Das war's für heute....
    Und wieder freuen wir uns auf Eure Kommentare.
    Beste Grüße
    Dieter &
    Matthias

    24.08.2019: Rasen, Park und Schilf mit vielen Erstfunden - Teil 4

    Liebe Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 4 des Berichtes vom 24.08.2019
    .

    Teil 1 findet Ihr hier
    Teil 2 findet Ihr hier
    Teil 3 findet Ihr hier
    Teil 5 findet Ihr hier

    Und weiter geht's...

    Fundnummer: 2019-08-24-1533
    Dieser kleine unscheinbare Pilz war das Tageshighlight für mich. Erst für ein komisches Samthäubchen gehalten, kam mikroskopisch eine der kleinen Pholitinas raus. Da wir in diesem Jahr schon viele nicht alltägliche Pholiotinas hatten (filipes, vestita), passte der natürlich super dazu. Und es war sogar wieder eine für uns neue Art, die zeigt, dass es sich lohnt, ganz kleine unscheinbare Pilzchen genauer anzusehen.
    Winziger Glockenschüppling (Pholiotina mairei):
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    Sporen:
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    Cheilozystiden:
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    Kaulozystiden:
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    Pileozystiden:
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    HDS:
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    Dann kamen wir en einem Tümpel mit Schilf drum herum.

    Fundnummer: 2019-08-24-1538
    Hier gefiel es offensichtlich einer Blindschleiche (Anguis fragilis):
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    Fundnummer: 2019-08-24-1547
    Das Ding kann was recht markantes: Wenn man den zerreibt dauert es ein paar Sekunden, dann riecht der ebenso stark nitrös wie eine Mycena leptocephala, aber eben NUR zerrieben, einfach so riecht da gar nix. Das ist zweifelsfrei Hemimycena/
    Atheniella delectabilis var. delectabilis.
    Die Art steht mittlerweile in der Gattung Atheniella, was auch morphologisch gut passt.
    Graziler Scheinhelmling (Atheniella delectabilis var. delectabilis):
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    Weiter zum Teil 5

    24.08.2019: Rasen, Park und Schilf mit vielen Erstfunden - Teil 3

    Liebe Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 3 des Berichtes vom 24.08.2019
    .

    Teil 1 findet Ihr hier
    Teil 2 findet Ihr hier
    Teil 4 findet Ihr hier
    Teil 5 findet Ihr hier

    Und weiter geht's...

    Fundnummer: 2019-08-24-1513
    Ebenso häufig, aber von uns bisher selten fotografiert, daher was das überfällig.
    Schaumpilz (Mucilago crustacea):
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    Das Gelände:

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    Fundnummer: 2019-08-24-1519
    Pflaumenflechte (Evernia prunastri)
    :
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    Fundnummer: 2019-08-24-1520
    Davon wollte ich unbedingt mal eine mikroskopieren. Hier endlich mal mit Fruchtkörpern gefunden (das sind die braunen nach oben stehenden Lappen).
    Zwergschildflechte (Peltigera didactyla):
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    Sporen:
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    Asci:
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    Asci + Parapyhsen in Lugol:
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    Hymenium im Schitt (Asci + Paraphysen) ×400:
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    Weiter zum Teil 4

    24.08.2019: Rasen, Park und Schilf mit vielen Erstfunden - Teil 2

    Liebe Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 2 des Berichtes vom 24.08.2019
    .

    Teil 1 findet Ihr hier
    Teil 3 findet Ihr hier
    Teil 4 findet Ihr hier
    Teil 5 findet Ihr hier

    Und weiter geht's...

    Fundnummer: 2019-08-24-1416
    Überall bei uns in Massen anzutreffen ist die
    Gemeine Feuerwanze (Pyrrhocoris apterus):
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    Fundnummer: 2019-08-24-1418
    Die ist hier eine der häufigsten Samthäubchen, makroskopisch durch die relative Größe, den ungestreiften Hut und den Kontrast zwischen Hut- und Lamellenfarbe charakterisiert. Muss natürlich trotzdem zur Sicherheit kurz unters Mikro.
    Halbkugeliges Samthäubchen (Conocybe semiglobata):
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    Sporen:
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    Basidien:
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    Cheilozystiden:
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    Kaulozystiden:
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    Fundnummer: 2019-08-24-1441
    Hier war klar, dass es für uns beide was Neues sein musste. Makroskopisch war sie für uns zunächst nur als Stropharia s.l. zu erkennen. Mikroskopisch unkompliziert als Leratiomyces percevalii zu erkennen, wobei man den, wenn man die Art mal kennt auch ohne Mikro halbwegs gut benennen könnte.
    Holzmulch-Klebkopf (Leratiomyces percevalii):
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    Sporen:

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    Cheilozystiden:
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    Fundnummer: 2019-08-24-1455
    Dann gab es diese rieseigen Pilze mit bis zu 20 cm Hutdurchmesser zu sehen...
    Weißer Krempentrichterling (Leucopaxillus giganteus)
    :
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    Fundnummer: 2019-08-24-1508
    Ziemlich häufige Art, finden wie immer wieder.
    Graubrauner Dachpilz (Pluteus cinereofuscus):
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    Weiter zum Teil 3

    24.08.2019: Rasen, Park und Schilf mit vielen Erstfunden - Teil 1

    Liebe Pilz-Freunde,
    heute nahmen wir (ich und Matthias) uns einen Rasenfläche in einem Friedhof, und einen Park, der auch einen Tümpel enthält vor. Wir musst gar nicht weit laufen um viele interessante Pilze zu sehen. Wir machten wieder einige Erstfunde und zeigen Euch gerne die schönsten Aufnahmen. Viel Spaß...

    Wegen der Menge müssen wir diesen Bericht diesmal auf 5 Teile aufteilen.

    Teil 2 findet Ihr hier
    Teil 3 findet Ihr hier
    Teil 4 findet Ihr hier
    Teil 5 findet Ihr hier

    Wir schreiben den Bericht wieder zusammen.
    Wie immer: Meine Texte sind schwarz, Matthias' Texte sind grün. ;)
    Meine Bilder sind mit einem schwarzen
    ☻, Matthias' Bilder sind mit einem grünen☻gekennzeichnet.

    Fundnummer: 2019-08-24-1328
    Hat mir makroskopisch erst mal nichts gesagt, daher musste der untersucht werden. Es kam eine Clitocybe heraus, die sogar noch ein Erstfund ist, da wir (oder zumindest ich) nur selten Trichterlinge anschauen.
    Rinnigbereifter Trichterling (Clitocybe rivulosa):
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    Fundnummer: 2019-08-24-1356
    Juniana hatte ich vor Ort schon in die engere Auwahl gezogen, es kam dann schließlich die var. subsejuncta heraus, die hier zumindest klar seltener als var juniana ist.
    Schwachgestreiftes Samthäubchen (Conocybe juniana var. subsejuncta):
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    Sporen:
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    Sporen in KOH:

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    Basidien:
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    Cheilozystiden:
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    Fundnummer: 2019-08-24-1405
    Bei dieser Entoloma käme ich nach Gröger zu E. velenovskyi. Dieter hatte ja schon mal E. cf. pratulense, die ja mikroskopisch auch solche fetten Zystiden hat, aber makroskopisch schon wieder anders ausieht. Poah, also wenn man den mal sequenzen kann, wär schon interessant, ob der mit dem übereinstimmt. Sie wird der vorerst mal ohne sicheren Namen bleiben müssen. Jedenfalls solange nicht klar ist, was velenovskyi ss. orig. genau ist.
    Kleiner Papillen-Glöckling evtl. (Entoloma cf. velenovskyi):
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    Sporen:
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    Basidien:
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    Cheilozystiden:
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    HDS:
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    Weiter zum Teil 2

    Hallo Stefan und Pablo,

    Ich hatte von Xerocomellus ripariellus / rubellus damals ein paar FK mitgenommen und diese zuhause genauer angeschaut.

    Auch machte ich einen Schnitt von den dickstieligen FK. Ich wusste damals schon dass die roten Punkte ein Unterscheidungsmerkmal sind und sah diese nicht, gab aber nichts weiter darauf. Demnach wären aber die dickstieligen, ncahdem ich weiß, dass die roten Punkte das Haupt-Unterscheidungsmerkmal sind Xerocomellus ripariellus.

    ABER: Ich wunderte mich sehr über die 2 für mich sehr unterschiedlichen Erscheinungsbilder von den FK der beiden Standorten.

    Die letzen 3 Bilder sind nämlich weiter weg von den anderen (oberen) FK. Und es kann durchaus sein, das ich damals nur eine (die dickstielige Variante) von beiden aufgeschnitten habe.

    Und Matthias hat nur welche von den dünnstieligen mit nach hause genommen (Standort der oberen Bilder).

    Und es kommt noch besser: Xerocomellus ripariellus hat angeblich gelbes mycelfilz während rubellus weißliches haben soll. Und nun sehr Euch die Bilder an - die dickstieleigen haben ganz klar gelbes Mycelfilz und die dünnstieligen haben blütenweißes.

    Und nun denke ich, wir könnten hier einem Trugschluss erlegen sein, und haben es hier in Wirklichkeit mit 2 Arten zu tun: Die dickstieleigen Xerocomellus ripariellus und die dünnstieligen Xerocomellus rubellus. Das würde einen Sinn ergeben. Schaut Euch auch mal die total unterschiedlich gefärbten Sitele an...
    Matthias was meinst Du? Könnte das sein?

    Egal - wir gehen halt dieses Jahr wieder dort hin und dann mache ich genügend Schittbilder und dann kann ich anhand der GPS-Positionen auch die alten Funde "nachbestimmen".

    Beste Grüße

    Dieter