Hallo, Besucher der Thread wurde 198 aufgerufen und enthält 0 Antworten

letzter Beitrag von Schwammer-Dieter am

Viele Erstfunde, schwer Bestimmbares und Leckereien - Teil 2

  • 09.09.2017: Viele Erstfunde, schwer Bestimmbares und Leckereien - Teil 2

    Hallo Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 2 des Berichtes vom 09.09.2017.

    Teil 1 findet Ihr hier
    Teil 3 findet Ihr hier

    Und weiter geht's...

    Fundnummer: 2017-09-09-1405
    Die Art finde ich nicht sehr oft, hier aber in Massen. Auch wenn wegen Maden nicht so viel für die Pfanne blieb, die Fotos verderben einem die Viecher wenigstens nicht.
    Edel-Reizker (Lactarius deliciosus):
    mush-16100.jpg


    mush-15772.jpg


    mush-15773.jpg


    mush-16101.jpg


    mush-16102.jpg


    mush-16103.jpg


    Fundnummer: 2017-09-09-1412

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Birke und Kiefer
    Fundzeit: 09.09.2017
    Wuchsform: einige am Standort
    Hutform:
    schwach konvex bis flach, verbogen
    Huthaut:
    braun, nach außen hin deutlich heller werdend, unter Lupe netzartig gefasert, etwas klebrig
    Huthaut-Abziehbarkeit:
    1/2 abziehbar
    Hygrophanität: nicht untersucht
    Hutrand:
    ist zwar nicht gerippt aber aber die Durchscheinenden Lamellen lassen es so aussehen, kantig
    Lamellen:
    gelblich, Zwischenlamellen
    Lamellenschneiden:
    bräunlich, braunfleckend
    Lamellen-Stielübergang:
    fast ausgebuchtet angewachsen aber eher gerade
    Stiel: bräunlich längs überfasert, oben bereift, keulig aber Basis spitz zulaufend, längsfaserig, hohl
    Stielbasis: spitz
    zulaufend
    Fleisch:
    im Stiel hellgelb mit bräunlichem Zentrum, im Hut weiß mit bräunlichem Zentrum
    Größe: Hutdurchmesser ca.
    6-9 cm, Stiellänge ca. 5-7 cm Stieldurchmesser an der dicken Stelle 1,2-2 cm
    Sporenpulverfarbe:
    rein weiß
    Geruch: unzerrieben & zerrieben: mehlig
    Geschmack:
    mehlig, unangenehm, ganz leicht bitterlich

    Wegen er Hutrandrippung, dem Geschmack und dem Geruch ist das der
    Gelbblättrige Ritterling (Tricholoma fulvum):
    mush-15774.jpg


    mush-15775.jpg


    mush-15776.jpg


    Fundnummer: 2017-09-09-1431
    Auch ein wunderbarer Erstfund für mich:
    Violetter Becherling (Peziza violacea)
    :
    mush-15777.jpg


    mush-15778.jpg


    Asci:
    mush-16104.jpg


    mush-16105.jpg


    Fundnummer: 2017-09-09-1437

    Morphologische Daten:
    Fundort:
    ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Fichte und Birke
    Fundzeit: 09.09.2017
    Wuchsform: gesellig
    Hutform:
    konvex
    Huthaut-Konsistenz: glatt, etwas glänzend
    Huthaut-Farbe:
    fleischrosa bis zu grauweiß ausgeblasst, glänzend,
    Huthaut-Abziehbarkeit:
    1/4 bis 1/3 abziehbar
    Fleischfarbe unter Huthaut
    :
    rosa
    Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: keine vorhanden
    Hutrand:
    kantig, nicht gerieft
    Lamellen:
    cremeweiß, mit Zwischenlamellen
    Lamellenschneiden: ohne Besonderheiten
    Lamellensprödigkeit:
    nicht besonders spröde
    Lamellen-Stielübergang:
    gerade angewachsen
    Stiel:
    weiß,
    leicht grauend, etwas runzelig, etwas keulig, voll, nicht wattig ausgestopft
    Stielbasis:
    rund
    Fleisch: ohne Besonderheiten
    Größe:
    Hutdurchmesser bis 5 cm, Stiellänge 2-4 cm, Stieldurchmesser ca. 7-12 mm
    Sporenpulverfarbe:
    am ehesten: IId im direkten Vergleich mit der Marxmüller-Tafel, IIIa im direkten Vergleich mit der Romagnesi-Tafel
    Geruch: absolut neutral
    Geschmack:
    scharf aber erträglich und scharf bleibend

    Makrochemische Reaktionen:
    Guajak: nach 20 Sek. blaugrün, nach 25 sek. stark blaugrün
    Anilin pur: keine Reaktion
    Eisensulfat FeSo4: keine Reaktion
    Phenol: nach 2 Minuten blass-rosa, nach 5 Minuten weinrot
    KOH 40%: keine Reaktion

    Nicht häufig bei uns: der Verblassende Täubling (Russula exalbicans):
    mush-15779.jpg


    Fundnummer: 2017-09-09-1510

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Birke und Weide auf Laubstreu und Ästchen
    Fundzeit: 09.09.2017
    Wuchsform: gesellig bis büschelig
    Hutform:
    Mitte vertieft
    Huthaut:
    cremeweiß, mit rosa Schimmer, matt, trocken
    Hutrand:
    gerieft, mehlig bereift, flattrig, kantig, feinst eingerollt
    Lamellen:
    cremeweiß, sehr viele Zwischenlamellen, sichelförmig
    Lamellenschneiden:
    vollkommen glatt auch unter der Lupe
    Lamellen-Stielübergang:
    herablaufend
    Stiel:
    weiß und rosalich, innen etwas weichlich ausgestopft
    Stielbasis:
    weiß, stark myzelfilzig, rund bis etwas spitz zulaufend
    Fleisch:
    weiß, ganzer Pilz sehr elastisch gummiartig
    Größe:
    Hutdurchmesser 2-5 cm, Stiellänge ca. 3 cm, Stieldurchmesser ca. 5 mm
    Sporenpulverfarbe:
    rein weiß
    Geruch: am Fundort: nur pilzig, zuhause: pilzig und etwas süßlich fruchtig
    Geschmack:
    sehr stark irgendwie "nicht gut pilzig ranzig"

    Auch ein sehr schöner Erstfund:
    Weißer Holztrichterling (Clitocybe truncicola)
    :
    mush-15780.jpg


    mush-15781.jpg


    mush-15782.jpg


    mush-15783.jpg


    mush-15784.jpg


    mush-15785.jpg


    Fundnummer: 2017-09-09-1526

    Morphologische Daten:

    Fundort:
    ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei
    Pappel, Birke, Weide und Fichte
    Fundzeit: 09.09.2017
    Wuchsform: einige am Standort
    Hutform:
    kugelig bis konvex
    Huthaut:
    graubraun, samtig
    Hutrand: ohne Besonderheiten
    Röhren:
    grau-cremefarben, auf Druck: verfärben zu grau
    Stiel:
    schwärzliche Flocken auf weißem Grund, keulig
    Stielbasis: rund,
    Fraßstellen blau
    Fleisch-Verfärbung:
    nach 2 Minuten im Hutfleisch rosa-rötlich und im Stiel und Basis tut sich zunächst nichts, nach 40 Minuten: Violett im Hutfleisch und nach unten rötlich
    Geruch: im Schnitt harzig

    Der
    Pappel-Raufuß (Leccinum duriusculum):
    mush-15786.jpg


    mush-15787.jpg


    Hier seht ihr mal die Verfärbung im Fleisch:
    mush-15788.jpg


    mush-15789.jpg


    mush-15790.jpg


    Fundnummer: 2017-09-09-1539
    Dieses braune Graublatt ist für mich aktuell nicht bestimmbar. Mit der Sporengröße kann man alles ausschließen. T. cessans kommt noch hin, aber auch für den sind die Sporen zu klein, zu länglich und es fehlen die Zystiden. Das was ich optisch gedacht hätte (inolens/boudieri) hätte alles deutlich größere Sporen, der hier hat Sporen konstant unter 6µm Länge.
    Hierzu folgt noch eine Sequenzierung und Sequenz-Analyse mit der Hoffnung auf Klärung. Aber vielleicht habt Ihr ja schon einen Tipp?
    Vorerst bleibt es ein unbestimmtes Graublatt (Myochromella spec.):
    mush-15791.jpg


    mush-15792.jpg


    HDS - genauer: Hauptsächlich die Schichten unterhalb der eigentlichen HDS:
    mush-16106.jpg


    Sporen:
    mush-16107.jpg


    Fundnummer: 2017-09-09-1542
    Hier wieder mal ein Beispiel dafür, dass M. limosus nicht nur an Schilf/Rohrglanzgras vorkommt. Hier wuchsen die Pilzchen auf einem grasigen, sehr feuchten Waldweg. Man muss aber schon sehr genau hinsehen, um sie zu entdecken.
    Schilf-Schwindling (Marasmius limosus)
    :
    mush-15793.jpg


    mush-15794.jpg


    mush-15795.jpg


    Weiter zum Teil 3

    • Gäste Informationen
    Hallo, gefällt Dir das Thema und willst auch Du etwas dazu schreiben, dann melde dich bitte an.
    Hast Du noch kein Benutzerkonto, dann bitte registriere dich, nach der Freischaltung kannst Du das Forum uneingeschränkt nutzen.