Beiträge von zuehli

    Hallo Oskar,


    ich glaube nicht so recht an depilatum, da fehlt doch der "gehämmerte" Hut und ich kenne die Art nur von Hainbuche und Linde.

    Ich bin aber nicht so Röhrlingsaffin, dass ich mir da eine belastbare Diagnose zutraue.


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo zusammen,


    Frank ( frank2507) heute mich heute eingeladen zu seinem "Spezialwald" nahe Dillenburg zu fahren. Dort ist in den vergangen Jahren einiges an spektakulären Pilzfunden zu vermelden gewesen, u.a. Königsröhrling oder Riesenrötling.

    Obwohl der Boden teilweise sehr feucht war, war die Ausbeute eher mittelwäßig. Ein Dutzend Funde habe ich notiert und hier gibts ein paar Fotos, die teilweise nicht so toll sind weil mit dem Handy geschossen.


    Der Pilz des Tages war zweifellos Marasmiellus ramealis, der Ästchen-Zwergschwindling, über den wir alle paar Meter gestolpert sind:


    Ein anderer kleiner Gattungsgenosse, Marasmiellus vaillantii, Matter Zwergschwindling:


    Auf Eichenstubben, Hymenochaete rubiginosa, Umberbraune Borstenscheibe:


    Zwischendurch ein paar popelige Behangene Faserlinge, Psathyrella candolleana agg.:


    Ein Stummelfüßchen kam des Weges, das sich als Crepidotus malachius entpuppte:


    Ein kleines Highlight für mich war mich der Graubraune Dachpilz, Pluteus cinereofuscus:


    Ein weiteres Highlight, weil wirklich nicht so furchtbar häufig, der Kleinsporige Olivschnitzling, Simocybe centunculus:


    Gegen Ende der Tour gabs dann noch den Rotstieligen Leder-Täubling, Russula olivacea (Rosatöne am Stiel kommen nicht so raus, weil Handyfoto):


    Und Frank konnte endlich mal den Zimtfarbenen Weichporling, Hapalopilus nidulans sehen:

    Die beiden letzten machen schöne Farbreaktionen mit Phenol, bzw. KOH. Vielleicht bringt Frank noch die Fotos.


    Und schließlich gabs noch den Falschen Rotfuß, Xerocomellus porosporus:


    Ohne Fotos blieben Lyophyllum rancidum, Lactarius subdulcis und das was Frank vielleicht noch hat.


    Ich denke und hoffe, dass das die Ruhe vor dem Sturm ist und das es in wenigen Wochen so richtig losgeht.

    Schaunmermal...


    Beste Grüße

    Harald

    Statt Robert antworte ich gerade mal.

    Die Wälder hier im Raum Gießen/Wetzlar sind durchaus gemischt, wir haben Laubwälder, wie Eichen/Hainbuchen, andere Laubmischwälder und auch noch ein paar Nadelparzellen mit Fichten, Kiefern, Lärchen und Douglasie sowieso. Parks und Friedhöfe gibts auch reichlich und nirgendswo ist aktuell nennenswertes zu finden.

    Heute morgen war ich ja zusammen mit Frank (frank2507) im Dillenburger Raum unterwegs, in einem Wald mit sehr gemischtem Baumbestand. Die Ausbeute war mäßig, aber immerhin gabs ein bisschen Kleinzeugs nebst Russula olivacea und einem Milchling, wahrscheinlich Lactarius subdulcis.

    Eine Fotostrecke kommt noch - und zwar hier


    Grüße

    Harald

    Hallo Hugo,


    bei der starken Beflockung - die eigentlich auch noch auf dem Stiel sein müsste - ist cretaceus durchaus plausibel.

    Man könnte noch mit cepistipes vergleichen, der ist aber feiner beflockt und hat - trotz des Namens - nicht so dicke Füße.


    Beste Grüße Harald

    Champignons sind eine Gattung, bei der selbst die Experten das Weite suchen. Alles andere als einfach zu bestimmen und eine gescheite Literatur ist dazu eigentlich unerlässlich, bspw. die Bände von Parra Sanchez aus der Fungi Europaei Reihe. Das sind in zwei Bänden schonmal ca. 2000 Seiten über die Gattung Agaricus.

    Also...


    Beste Grüße Harald

    Hallo,

    das stimmt schon so, die hellen im Alter schon ein bisschen auf. Zudem sind viele Pilze auch gerne farbvariabel.


    Beste Grüße Harald

    Hallo,


    also Wiesenchampignons sehe ich hier nicht, die sind viel zu hochbeinig und dickfüßig und die Statur spricht auch eher nicht für Karbolis.

    Wenn Du den Geruch als süß empfindest, könnte das vielleicht Anis sein?


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo Andreas,


    die Sporenmaße der beiden Arten sind annähernd gleich, aber die makroskopischen Merkmale sprechen eigentlich für sich, weil cretaceus weitaus grobere und pulverige Flocken sowohl auf Hut als auch auf dem Stiel hat.

    Die angeblichen "Zwiebelfüße" von cepistipes, die ich bei meinen Funden noch nie ausgeprägt hatte, beschreibt Ludwig so: "Der auf wörtlicher Übersetzung fußende deutsche Name soll wohl eher an die langgestreckte Form einer Frühlingszwiebel (Schalotte) denken lassen."


    Für mich gibt es keinen Zweifel an cepistipes.

    Ich hänge mal das Vergleichsbild aus dem Kibby an.


    Beste Grüße

    Harald


    die meisten Verwechslungspartner vom Nelken-Schwindling kommen zumeist im Wald vor, während der Nelken-Schwindling hauptsächlich nur auf Wiesen, Rasen u. Weidenflächen vorzufinden ist.

    Hauptsachlich, ja. In der Tat habe ich die Art aber auch schon mal im Fichtenwald gehabt und in der Nadelstreu einer Douglasie.

    Man ist vor Überraschungen also nie ganz sicher.


    Beste Grüße Harald