Nach ein paar Jahren weiß man, wo welches Myzel wohnt und wann es sich lohnt da nachzusehen. Man kann dann auch über die Jahre sehr schön die Variationsbreite der Arten studieren.
Nur ein paar Beispiele:
Stachelbeertäublinge haben eine klar bestimmte Farbe, die gibt es mit etwas mehr Weiß und etwas mehr Schwarzanteil, aber das ist dieselbe Farbe.
Jodoformtäublinge zeigen keinerlei Variation in der Hutfarbe (helllila) - auch nicht heller oder dunkler.
Buckeltäublinge gibt es in verschiedenen Farbkombinationen, die zwar alle irgendwie ähnlich sind, aber die erkenne ich am Buckel und nicht an der Farbe und am Baumpartner (Kiefer).
Zedernholztäublinge haben in 95% der Fälle eine definierte Farbe. Da gibt es aber einzelne stark abweichende. Ich hatte mal einen in Sattorange.
Grüngefelderte Täublinge erblicken das Licht der Welt fast weiß und grünen unter Sonnenbestrahlung nach.
Alle Speisetäublingsmyzel bei mir produzieren ausschließlich Fruchtkörper mit einer trüb roten Farbe, die man leider so auf keinem Foto wiedergeben kann. Ich finde auch keine farbechten Bilder in meinen Büchern.
Hohlfußröhrlinge finde ich bei mir in drei Farbvariationen, wobei jedes Myzel seine Farbe hat. Das graue Myzel bildet keine braunen oder gelben Fruchtkörper.
Gruß,
Marcel