Beiträge von Karl W

    Hallo zusammen,

    momentan sprießen die Pilze in meinem Hauswald wie selten. Ein Pause zwischen zwei Regengebieten musste ich unbedingt nutzen.

    Rosa Rettich-Helmling (Mycena rosea)


    Grüner Anis-Trichterling (Clitocybe odora)


    Horngrauer Rübling (Rhodocollybia butyracea f. asema)


    Gilbender Ritterling (Tricholoma argyraceum)


    Würziger Tellerling (Rhodocybe gemina)



    LG Karl

    Lieber Stefan

    R. vesca hat weißes SPP auch wenn in Pilze der Schweiz und in der darauf basierenden Tabelle von Karin Montag im Tintling was anderes steht. Karin hat das im Anhang an Ihre Täublingsserie bereits richtig gestellt.

    LG Karl

    Hallo Karl,


    dies habe ich ja versucht zu machen, also dachte ich zumindest.

    Bei den Pilzen 1: Huthaut der kleinen war schleimig, die des größeren eher nicht. Bei den Stielen bin ich mir unsicher - die waren sehr dünn. Es kann sein, dass sie ein klein wenig schleimig waren aber ich kann es nicht mit Sicherheit sagen. Einen besonderen Geruch konnte ich nicht feststellen. Probiert habe ich nicht. (Sorry, es kostet mich immer noch Überwindung zu probieren, falls nötig, kann ich dies bei den zwischenzeitlich etwas eingetrockneten Pilzen die vor mir liegen noch tun).


    Bei den Pilzen 2 verhält es sich ähnlich. Die Huthaut der Hälfte der Pilze war nicht schleimig aber etwas klebrig, mit den Stielen hatte ich echt Probleme herauszufinden wie die nun sind. Auch hier konnte ich keinen besonderen Geruch feststellen, aber mein Geruchsempfinden ist nicht sonderlich ausgeprägt. Und, auch hier könnte ich noch probieren, wenn es unbedingt sinnvoll ist.

    Sorry, das schmierige Hüte von Pilz 1 hatte ich überlesen.

    Wahrscheinlich ist das alles H. insipida. Die jung deutlich schleimigen Hüte und Stiele trocknen bei dieser Art sehr rasch ab und machen einem dann das Leben schwer. Mit angefeuchtetem Finger oder wenn man den Pilz an die Lippen hält "kissing test", lässt sich der Unterschied zu wirklich trockenen Hüten jedoch noch feststellen. Zu H. insipida passt auch der breit angewachsen Lamellenansatz, der auch mal etwas herablaufend sein kann.
    Exemplare mit roter Stielspitze werden auch von einigen Autoren als H. subminutula abgetrennt.

    LG Karl

    Hallo Björn,

    wie gewohnt wieder tolle Aufnahmen, wobei mir die Ausschnitte aus dem Heidegebiet besonders gefallen.

    Nr. 2 erinnert mich farblich mehr an Lepiota subincarnata

    Nr 10 stimmt ==lamgiftig==11

    Nr. 11 sollte Lactarius hepaticus sein

    LG Karl

    Hallo Karl.

    irgendwie scheinst Du mich misszuverstehen. Im Thread wurde nach Methoden gefragt, wie man denn Täublinge im Feld bestimmen kann.



    So kann ich alle von Dir benannten Farbvariationen des Stachelbeertäublings erzeugen, bis auf Oliv. Und da würde es mich interessieren, ob das Myzel zur gleichen Zeit auch "normale" Fruchtkörper hervorgebracht hat, ob es das immer macht und welcher Prozentsatz deiner Stachelbeertäublinge so aussahen.

    Zu den weißen Stachelbeertäublingen: Die habe ich diesen Sommer zum ersten Mal gesehen. Mein erster Eindruck: Was sind das für Täublinge am Platz der Stachelbeertäublinge?

    Zweiter Blick: Da ist ein "fast weißes" Purpur zu sehen neben ganz weißen Stellen. Daneben stehen Exemplare mit etwas mehr Farbe. Ich habe das für eine Wettermonströsität gehalten,.Wenn ich die nochmal sehe, mache ich Dir Fotos. Dann muss ich aber vorher das komplette Bestimmungsprogramm durchgehen. Üblicherweise wachsen die Myzelien schön getrennt, aber man weiß ja nie. Am eindeutigsten ist leider die Geschmacksprobe, das mit den Stachelbeeren rieche ich nicht so sicher, nur fruchtig.

    Hallo Marcel,

    ich sehe da kein Missverständnis und habe lediglich darauf hingewiesen, wo die Einschränkungen Deiner "Methode" liegen, die Du in Deiner weiteren Ausführung sogar selber bestätigst. Olive Beitöne beim Stachelbeertäubling sind völlig mormal und können bei nicht eindeuitger Ökologie sogar zur Unterscheidung von R. fuscorubroides hilfreich sein.

    LG Karl

    Hallo Marcel

    Mit Deinen Schilderungen greifst Du erheblich zu kurz. Du lernst die Variationsbreite von genau einem Standort, mit entsprechender Bodenbeschaffenheit, Exposition, Höhenlage, klimatischen Bedindungen usw. kennen. In einer anderen Gegend erkennst du die Pilze möglicherweise nicht einmal wieder, weil sie dort anders aussehen, als Du Dir eingeprägt hast.
    Um nur beim Stachelbeertäubling zu bleiben:
    Mögliche Farbtöne auf dem Hut sind: violett, oliv, braun, rot, puprpurn und schwarz in unterschiedlichsten Kombinationen. Mit weiß habe ich sie allerdings noch nicht gesehen, weshalb mich ein Bild sehr interessieren würde.

    LG Karl

    Der Hinweis speziell auf die rotbraune Lamellenschneide war Gold wert!

    Hallo Björn,

    den Hinweis konnte ich auch nur wegen Deines augezeichneten Bildes geben. Schwierig kann es werden wenn die Färbung durch zu viele reife Sporen verdeckt wird und man eine Lamelle erst baden muss, um zu sehen ob die Färbung durchgängig vorhanden ist. :D

    LG Karl

    Hallo Björn,

    das gelbe sind definitiv keine Chrysozystiden. Am unteren Bildranddes vierten Mikrobildes der LS sieht man eine und in dem Ausschnitt oben schein auch eine zu sein :cool:



    Hast Du in KOH 3% beobachtet, dann sieht man die meistens besser. In diesem Fall musst Du auch mal das Präparat quetschen, dann tauchen die schon irgendwo auf.


    Den ersten Pilz wirst Du sicher bei Psathyrella finden. Mit vollständig (rot)braun unterlegter Lamellenschneide gibt es nicht so viele. Der im Verhältnis zum Hutdurchmeser recht lange Stiel passt in die Ecke von Psathyrella microrhiza.


    LG Karl

    Hallo Björn,

    bei Nr. 1 bin ich der gleichen Meinung wie beli. Seit einiger Zeit wird die Art unter Parasola geführt.
    Parasola conopilea (Fr.) Örstadius & E. Larss., Mycological Research 112 (10): 1180 (2008)

    bei Nr. 2 könntest Du in Pholiotina fündig werden

    LG Karl

    Hallo Björn

    Nr. 1 sieht makroskopisch R. aeruginea ähnlich müsste aber dann SPP IIb haben
    heterophylla sehe ich ebenfalls nicht, da keine Criens in der Huthaut zu sehen sind und wegen FeSO4 wie Du schon schriebst
    es gibt grüne ionochlora aber die hätten wieder dunkleres SPP
    es gibt auch grüne vesca aber die passen aus den gleichen Gründen wie heterophylla nicht (Criens/FeSO4 nicht)
    eine Art mit weißem SPP und Grüntönen wäre noch R. variegatula, die aber normalerweise auch violette Töne hat. Kenne ich nur aus der Literatur

    R. cyanoxantha hat SPP 1a ist also nah dran. Sporen würden auch passen, aber dann müssen die Lamellen speckig und kein bischen brüchig sein

    Nr. 2 hätte ich vom Bild her nicht so dunkles SPP erwartet und irgendwann hätte claroflava ja auch grauen müssen, womit risigallina klar ist. Die Huthaut kommt Dir so unbekannt vor, weil sie nur schmale primordiale Hyphen und Haare aber keine Dermatozystiden hat.

    LG Karl

    Hallo Jessica,

    du zeigst uns da eine Reihe sehr guter Bilder :daumen: Eine Benennung erfordert jedoch meisten auch eine Aufnahme der Unterseite und weitere Angaben. Siehe auch hier Angaben zur Pilzbestimmung

    Einige Ideen zumindest auf Gattungsebene habe ich trotzdem:
    Bild 1 Violetter Lacktrichterling möglich (der verliert sehr schnell seine Farbe)
    Bild 2 Flaschenstäubling
    Bild 3 Körnchenschirmling
    Bild 4 Lacktrichterling möglich, aber da braucht man die Unterseite um sicher zu sein
    Bild 5 Rotbrauner Scheidenstreifling
    Bild 6 Trompetenschnitzling
    Bild 7 Helmling evt. Braunschneidiger Helmling
    Bild 8 Klebriger Hörnling
    Bild 9 evt. Zinnobertramete
    Bei weiteren Bildern sieht man zu wenig, sicher sind weitere Helmlinge und ein Heftelnabeling dabei
    Der beringte Pilz mit fast schwarzer Hutmitte dürfte der Schwarzschuppiger Faltenschirmling sein.
    Der vorletzte ist wohl der Weiße Polsterüilz.

    LG Karl

    PS. Ich hoffe ich habe mich nicht verzählt, aber dazu hat Stefan ja schon was gesagt

    Welch tolle Gegenüberstellung dieser beiden "Blauen", Karl! :thumbup:

    Verwechseln kann man die nun nicht mehr!

    Allerdings muss man sie erst einmal finden, und genau das ist das Problem!;)

    Hallo Nobi,

    ganz so einfach ist es leider doch nicht, aber bei kompletten Kollektionen frischer und älterer Fruchtkörper passt es.

    LG Karl

    Was für eine Pracht. :)

    Die mal in so reichlichen, formschönen Kollektionen zu finden, das wäre auch für mich ein Traum.

    Hallo Pablo,

    ich bin auch nach Jahren immer noch begeistert, wenn ein solcher Maximalaspekt auftritt. Man kann sich einfach nicht satt sehen.

    LG Karl

    Nicht, daß sich da eine Brikenrotkappe mit reingeschummelt hat. :)

    Hallo Pablo,

    der Gedanke war mir auch schon gekomen. In dem Gebiet tritt die Weißstielige Rotkappe seit Jahren an mehreren Stellen zuverlässig auf und gestern wurde dann diese Nachricht in FB gepostet
    "Ein paar der üblichen Röhrenpilze aus meinem Lieblingsgebiet. Allerdings habe ich heute, neben der sonst häufigen Weißstieligen Rotkappe, endlich eine Birken-Rotkappe zu Gesicht bekommen. Nicht das schönste Exemplar, aber ein persönlicher Erstfund"


    Könnte durchaus schon der Zeitfund gewesen sein ;)

    LG Karl