Beiträge von Karl W

    .Da können trotz Sorgfalt durchaus noch Fleischreste vorhanden gewesen sein, aber ich sehe es so langsam als eine gewisse

    Hh-Eigenart bei R. velutipes an. Karl, Du arbeitest einfach zu sauber... oder du sagst mir einfach deine Meinung was du dazu denkst, darauf lage ich grossen Wert bei dir.

    Hallo Claus

    Weder Marxmüller, Galli, Romagnesi oder Breitenbach & Kränzlin zeichnen die Zellen, so wie Du sie in Bild 1 zeigst. Mir sind diese Elemente nie aufgefallen, aber ich habe natürlich mehr auf die Abwesenheit von Dermatozystiden und die kräftigen Inkrustationen der primordialen Hyphen geachtet. Hinzu kommt, dass ich R. velutipes inzwischen kaum noch mikroskopiere wenn die Stielflocken deutlich und die SV-Reaktion positiv ist.
    Aber jetzt kommt es: Sarnari zeichnet die HDS mit derartigen Elementen
    Sowohl auf den Bildern von Tobias als auch auf Deinen Bildern, sehen die Elemente ja zumindest teilweise keinesfalls nach den runden Zellen von anhängendem Hutfleisch aus. In Verbindung mit der Zeichnung von Sarnari (leider kann ich den Text nur sehr unvollkommen lesen) scheint Deine Beobachtung zutreffend zu sein. Hoffentlich finde ich bald wieder R. velutipes, um das selber nachzuvollziehen.

    LG Karl

    Tip: Mit Kongorot müssten in dessen Huthaut unter anderem blasige (ballonartige) Zellen zu sehen sein.

    Hallo Claus,

    ich kenne R. velutipes nur mit stark inkrustierten primordialen Hyphen, fehlenden Dermatozystiden und mehr oder weniger zylindrischen Haaren mit Stumpfen Enden. Gelegentlich sieht man mal eine leichte Erweiterung auch an den Enden. Die von Dir zitierten blasigen (ballonartigen) Zellen sind mir fremd. Hast Du eine Abbildung?

    LG Karl

    Ich habe mal die Sache mit der Huthaut probiert und dabei folgende Strukturen, die ich als durchaus blasig bezeichnen würde gefunden.

    Hallo Tobias,

    Die blasigen Zellen auf Deinen Bildern sind m. E. Reste vom Hutfleisch.

    LG Karl

    Es ist geschafft :)

    In den letzten 8 Tagen hat das gute Stück noch zugelegt und ist inzwischen auch etwas mit Sporenpulver bestäubt.


    Am Hutrand lässt sich die Sporenschicht mit angefeuchtetem Finger abwischen


    LG Karl

    Hallo Thomas,

    sehr aussagekräftige Aufnahmen. :daumen:
    E. microphylla ist damit sicher raus, da diese viel zierlicher ist. Außerdem sind die Blüten meist nur zu einer Seite gewendet und die Lippe ist zugespitzt und völlig anders geformt.

    Die breitblättrige Ständelwurz (E. helleborine) hat gewöhnlich breit eiförmige bis ovale und nur sehr selten schmalere Blätter. Die Blüten sollten (zumindest innen) stärker gefärbt sein.
    Die violette Ständelwurz (E. purpurata) kenne ich nur mit stärker violett überhauchten Blättern und Stängel, sie ist aber durchaus noch nicht aus dem Rennen.

    Zumindest von den Arten, die ich aus NRW kenne, passt keine weiter wirklich. Da muss ich nochmal nachforschen, falls sich kein Kenner meldet.

    @ Ergänzung nach Kontakt mit einem Experten: 100%ig Epipactis purpurata

    LG Karl

    Servus Karl,

    vielleicht kannst du weiter berichten, ob Schäden an den Hauswurzen entstanden sind etc. Ich mag die Sempervivum sehr, daher interessiert es mich besonders.

    VG

    Thomas

    Hallo Tomas,

    auf Bild 3 siehst Du ja exakt die gleichen Pflanzen wie auf Bild drei, da gibt es sicher keine Folgeschäden. Den Spinnweb- Hauswurzen hat die Hitze und die starke Sonneneinstrahlung überhaut nichs ausgemacht.

    LG karl

    Hallo zusamen

    Vielleicht interessiert ja den ein oder anderen, wie die Natur mit Rekordtemperaturen umgeht, wobei natürlich nur einige Pflanzenarten diese Möglichkeit haben.

    25.07.19 ca. 17:00 in Krefeld im Schatten auf der Terasse


    Seit mehr als 30 Jahren habe ich diverse Haus- bzw. Dachwurzarten (Sempervium) im Steingarten, aber diese Verhalten habe ich noch nie beobachten können. In praller Sonne schlossen sich die Rosetten vor Allem die direkt zur Sonne ausgerichteten Exemplare fast vollständig und ich befürchtete bleibende Schäden.


    30.07.19 ca. 12:00 in praller Sonne bei ca. 27°C zeigen sich die Pflanzen vollständig erholt.


    LG Karl

    Ich finde die Sporenform durchaus passend für Fl. carpophilus. Sie sehen m.E. auch so aus, wie sie Vellinga (1986) gezeichnet hat: persoonia v13n1.pdf - auf S. 11 ist eine schöne Tafel mit den Merkmalen zu finden

    Hallo Christoph,

    ich hatte mich an Ludwig orientiert Sporen amygdaliform, ellipsoid bis ovoid; nur sehr selten mit apikaler Papille. Manchmal vergeisst man, das Band 1 immerhin schon 2001 erschienen ist. ;).

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    auch ich habe die Diskussion mit Interesse verfolgt. In dem Zusammenhang bin ich auf eine neuere Arbeit gestoßen, in deren zweiten Teil sehr intensiv auf B. fechtneri eingegangen wird. Butyriboletus regius and Butyriboletus fechtneri.pdf

    @ Beli: Du schriebst ja, dass Du keine Beschreibung von B. roseogriseus hast. Hier ist die Originalbeschreibung Boletus roseogriseus sp. nov. and CM66101.pdf
    Ergänzend ist zu sagen, das es zwischenzeitlich auch Mischwald und Laubwaldfunde gibt.

    LG Karl

    Hallo zusammen

    Momentan lohnt sich die wöchentliche Kontrolle noch, da deutliche Veränderungen zu sehen sind.




    LG Karl

    Hallo zusammen

    Glatte Stiele schließen ja schon jede Menge aus und mit der Hutdeckschicht (Dryophila-Struktur und keine Kutis) bleibt noch weniger übrig. Die kleinen Sporen passen noch am ehesten zu Gymnopus ocior.

    LG Karl

    Hallo Stephan

    Ich hatte ja schon darauf hingewiesen, das es bei durchfeuchteten, schmierigen Exemplaren manchmal nicht klappt und sicher muss man etwas vorsichtig sein. Einfach ausprobieren ;). Ich mache das eigentlich fast bei jedem Huthautpräparat von Täublingen so und habe noch keine Nachteile bemerkt. Es reicht ja, wenn sich an einem Ende kein Fleich mehr befindet und da schneide ich dann ein Stück für das Präparat ab.
    Entweder ein kleines Stück von ca. 1 x 2 mm und dann Betrachtung unbedingt von der Oberseite, wie Du ja bereits geschrieben hast. Zweite Möglichkeit ist ein seeehr schmaler Streifen und stärkeres quetschen. Zumindest an einer Seite liegen dann die HDS-Elemente frei.

    LG Karl

    zu 1) Ich hatte bisher noch nicht gehört, dass das einer macht, aber ich halte das für eine gute Idee. Eine dünn abgezogene Huthaut ist innerhalb weniger Minuten trocken, ohne Schimmelgefahr. Dann sollte man sie aber getrennt vom Rest des Pilzfruchtkörpers aufbewahren und nicht in die Tüte dazustecken.

    Hallo Stephan,

    Schon vor vielen Jahren, als ich noch wenig Erfahrung mit Täublingen hatte, bat mich Werner Jurkeit bei Anfertigung von Exsikkaten immer ein Stück abgezogene Huthaut
    separat zu trocknen. Ich gehe sogar hin und schabe vor dem Trocknen das meist anhaftende Hutfleisch ab. Nur bei sehr stark durchfeuchteten oder schmierigen Exemplaren kappt das manchmal nicht. Die Information habe ich schon oft weitergegeben, da ich besonders innerhalb der APN häufig Material zur Untersuchung bekomme.

    LG Karl

    Hallo Jürgen und Pablo

    Ich habe inzwischen die Exsikkate untersucht und schließe für beide Kollektionen Hemileccinum aus. Es handelt sich auf jeden Fall um Hortiboletus. Einen Namen werde ich vorerst für die Pilze nicht vergeben sondern auf weitere Fruchtkörper an den Standorten warten.
    Festhalten kann ich bei drei Frk. von zwei Standorten keinerlei Verfärbung im Schnittbild bei Hut und Stiel und keine orangen Punkte in der Stielbasis.
    Die Frk. waren zu jung um eine belastbare Aussage zum Sporenquotienten zu machen.
    Die Endzellen der HDS in Wasser betrachtet waren zu ca. 50% intrazellulär pigmentiert und gelegentlich auch die zweite Zelle. Ganz vereinzelt sah ich Endzellen mit Inkrustationen. Ab der dritten Zelle zeigten fast alle Zellen Inkrustationen.
    Auf jeden Fall danke ich für Eure Skepsis :daumen:

    Hier noch zwei Aufnahmen der HDS des größten Fruchtkörpers in Kongorot.




    LG Karl

    Das riecht nach heimischen Gefilden. Die Pilze Niedersachsens sind ja nah.

    Hallo Mausmann,
    bis Hamburg waren es immer noch fast 200 km ;)

    Die Pterula könnte ein Ozonium sein.

    Hallo Thorben,
    danke für den Hinweis, der sich inzwischen bestätigt hat :)


    Pilze? Um die Jahreszeit? Das ist ungewöhnlich.
    Ob trivial oder nicht, da freut sich das Auge und das Herz, mal so was Schönes zu sehen.

    Und der faule-Eier Stinkebecherling ist durchaus bemerkenswert, daß es sowas überhaupt gibt, war mir bislang auch unbekannt.

    Hallo Pablo,
    mit den trivialen Arten das sehe ich ebenso. Heute war ich drei Stunden im Depot und auf einem Waldfriedhof und es war absolut tote Hose.
    Die Gattung Geopyxis ist mir seit 2002 ein Begriff, aber erst Anfang Juni diesen Jahres hatte ich endlich Exemplare davon in Händen, die sich als G. majalis entpuppt haben. Du kannst Dir meine Freude über den zweiten Fund sicherlich vorstellen.


    LG Karl

    Hallo zusammen,

    bei einem Besuch im südlichen Niedersachsen ist mir einiges vor die Linse gekommen. Zwar hat es auch hier nur wenig geregnet, aber durch gute Ortskenntnisse wurde ich in einige Gebiete geführt, die Aussicht auf Erfolg versprachen. Pilzarme Zeiten haben nicht nur Nachteile da man auch mal häufige Arten beachtet, etwas genauer hinschaut oder auch mal weniger fotogene Exemplare ablichtet. Den Anfang machte ein Täubling, den ich bei bedecktem Himmel im düsteren Buchenwald nicht gleich erkannt habe, zumal das zweite Exemplar einen fast völlig weißen Hut hatte. Weißes Sporenpulver, milder Geschmack und letztlich Criens in der Huthaut ließen keinen Zweifel übrig. Es wäre natürlich auch einfacher gegangen, aber den freiliegenden Hutrand habe ich erst später auf dem Bild gesehen.
    Fleischroter Speisetäubling (Russula vesca)


    Ein weiterer Vertreter der Gattung war der Stink-Täubling (Russula foetens). Eine Verwechselung wäre mit Russula subfoetens möglich, aber dieser hat kein isoliertes Sporenornament sondern teilweise verbundene Elemente. Die in der Literatur oft angegebene Gelbfärbung des Fleisches mit KOH ist nicht konstant und als Trennmerkmal ungeeignet.


    Es folgen zwei der angesprochenen häufigen Arten, von denen ich bisher kaum Bilder hatte :)
    Tränender Saumpilz (Lacrymaria lacrymabunda)




    Stinkmorchel (Phallus impudicus)





    Von dieser Art habe ich zwar zahlreiche Bilder, aber an der Kollektion führte natürlich kein Weg vorbei, zumal man sie sehr selten mit dem Universalvelum auf dem Hut sieht.
    Rotbrauner Scheidenstreifling (Amanita fulva)


    Ebenfalls keine Seltenheit aber dafür prächtig gefärbt
    Zinnoberschwamm (Pycnoporus cinnabarinus)


    Das war es mit den größeren Pilzen, aber noch längst nicht das Ende
    Kugelsporiges Stummelfüßchen (Crepidotus cessatii)


    Zeit genug auch mal ein charakteristisches Merkmal zu fotografieren
    Halsband-Schwindling (Marasmius rotula )


    Auf einem Ast, der wohl unter regelmäßiger Beobachtung steht, sehr zahlreich
    Kleinsporiger Grünspan-Becherling (Chlorociboria aeruginascens)






    An einer lehmigen Böschung fanden sich weitere interessante Pilze. Man kann sich kaum vorstellen, wie stark diese bis 15 mm großen Becherlinge nach faulen Eiern stanken
    Stinkender Kohlenbecherling (Geopyxis foetida)






    Die kleinen Seeigel mit weniger als 1 cm langen Stacheln sind noch nicht untersucht
    Arbeitname: Borstenkoralle (Pterula cf. subulata)




    Auch Pferdedung wurde unter die Lupe genommen. Ein kaum streichholzgroßer Tintling entpuppte sich als
    Kleiner Dungtintling (Coprinopsis radiata)


    Kurz vor dem Parkplatz wurde noch akribisch ein junge Erle untersucht und in ca. 2 m Höhe eine erfreuliche Entdeckung gemacht. Natürlich kam jetzt gerade Wind auf:(


    Die Art war neu für meine Begleiterin und in dem Gebiet noch nicht kartiert. Abbrechen oder weiter beobachten? Nachdem wir weitere zum Teil noch jüngere Exemplare entdeckten war die Entscheidung klar.
    Erlen-Narrentasche (Taphrina alni)


    LG Karl