Beiträge von Karl W

    Hallo Björn

    Die Qualität Deiner Mikrobilder ist wie immer beneidenswert gut. Bei Podospora myriaspora solltest Du noch das a gegen ein o austauschen. Ich hatte mich nach Textsuche schon über eine neue Art im Depot gefreut.

    LG Karl

    Hallo Reinhard,

    im Horak sind nur zwei Schlüssel, die was taugen. Conocybe und Naucoria. Der Moser ist in vielen Gattungen total veraltet oder sogar falsch.

    LG Karl

    Hallo Oliver

    Bei zahllosen Originaldiagnosen aus fast allen Gattungen sind die Mikros nur beschrieben, aber nicht gezeichnet.

    Die Art ist häufig und wahrscheinlich auch weit verbreitet, nur noch nicht auf Pilze Deutschland hochgeladen.

    LG Karl



    Es ist komisch, bei uns hat es trotz optimalen Bedingungen (feucht, kein Frost) fast nichts auf den Wiesen.

    Hallo Markus,

    es ist in diesem Jahr auch bei uns merkwürdig. Sehr gute Saftlingswiesen bringen fast nichts, andere quellen über. Eindeutig ist zumindest, dass kurzgrasige sonnen- und windexponierte Wiesen eher schlecht sind.

    LG Karl

    Gibt es auch Zahlen, wie viele Kilogramm Dung schon aus dem Depot in heimische Wohnzimmer gewandert sind? :D

    :D Ich habe damals sicherlich nicht mehr als 500 g nach Sachsen ausgeführt. Die tatsächlich im Wohnzimmer landeten, da dort mein Arbeitsplatz ist.

    Aber vielleicht hat Karl ja Statistik geführt? ;)

    Hallo Björn und Nobi

    da ich zumindest versuche die Pilze im Depot so serös wie möglich zu bestimmen, werde ich mich bei der Dungmenge nicht auf Schätzungen einlassen :D

    LG Karl

    Hallo Florian,

    neben den unpassenden Mikros kommt auch mit der geringen Grüße und den dünnenStielen H. aurantiosplendens kaum in Frage, wie auch das Bild von Claudia zeigt. Ich räume natürlich ein, dass meine Kollektion nicht gerade typisch ist und ich trotz des dicht zusammenstehenden Wachstum auch eine Mischkollektion nicht ausschließen wollte.
    Ich habe von den beiden oberen und den liegenden Frk Sporenabwürfe mit einheitlich typischen schlanken, teilweise eingeschnürten Sporen erhalten. Die Länge der Hyphen in der Lamellentrama habe ich mir bei dem großen und dem linken liegenden Frk. (wegen der Lamellenfarbe) angesehen und Elemente bis max. 200 mµ gefunden.

    Zu Deinem Fund kann ich nur sagen, dass ich bis hin zu weiß ausgeblasste Frk. schon häufig gesehen aber nur einmal fotografiert habe


    Orangfarbige Frk. sind mir auch schon begegnet


    und das radiale Abtrockenen wie auf Deinem Bild ebenfalls.


    Was anderes als H. coocinea fält mir daher nicht ein.

    LG Karl

    Hallo Nobi

    Zu Bestimmung kann ich leider nichts beitragen, habe jedoch einige Zahlen, die Dich interessieren könnten.

    Obligat coprophile Pilze im Depot:

    Vom 01.04.2000 bis 19.10. 2012 wurden nur 12 Arten erfasst
    Nach Deinem Besuch am 20./21.10. 2012 waren es dann 75 Arten.
    Dein Besuch hat aber weitreichendere Auswirkungen gehabt, da erst danach systematisch und auch in Kultur diese Pilze bearbeitet wurden,
    Hans coprinusspezi hat den größten Anteil gefolgt von Ralf Rada und auch Björn boccaccio war schon erfolgreich.

    Inzwischen liegt die Zahl der obligat coprophilen bereits bei 123 Arten. Hinzu kommen noch etwa 60 Arten, die nicht ausschließlich auf Dung vorkommen können.

    LG Karl

    Hallo Björn,

    so schön Deine Bilder vom Grünling und den Papageien auch sein mögen, lösche doch mal die Doppelten ;)

    4. Entoloma sp. hätte ich früher als E. sericeum var. cinereoapacum bezeichnet. Die Art wurde dann zu E. terreum gestellt und in der FE 5b heißt sie jetzt Entoloma ortonii. Typisch sind die pruinosen Hüte, die Grautöne und die stark überfaserten Stiele laut einem Kommentar von Machiel zu der Art. Stelle die doch mal in die FB Entoloma Gruppe.

    5. Entoloma sp. Nach allem was ich bisher gehört bzw. gelesen habe und aus eigener Anschauung bin ich hier bei Entoloma vindobonense. Relativ glatte Stiele und ein gewisser Anteil an secheckigen Sporen sprechen jedenfalls dafür. Zukünftig sollte man mal auf kleine pigmentierte Vakuolen in der Hutahut achten. Leider ist diese Merkmal nur bei Frischmaterial zu sehen und noch nicht ausreichen verifiziert.

    7. Entoloma sp. Sporen und HDS deuten ebenfalls auf E. vindobonense und der Stiel ist unter dem Reif völlig glatt. In FE 5b ist ein sehr ähnliches Bild von Kai Reschke und möglicherweise muss man noch zwischen bereift und fein fibrillose unterscheiden.

    LG Karl

    Hallo Phillip,

    auf dem Bild sehen die Lamellen eher breit angewachsen aus. In Verbindung mit Sporenpulverfarbe,Größe und sonstigen Merkmalen, kann ich mir C. phyllophila gut vorstellen.

    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde

    Am letzten Samstag ging es wohl zum letzten Mal in diesem Jahr in die Eifel und natürlich war Rainer mit seinen genialen Ortskenntnissen wieder dabei. Gut gelaunt bogen wir bei ca. 9°C in ein Tal ab und waren sicher dem ersten Nachtfrost ein Schnippchen schlagen zu können. Fünf Minuten später und ca. 60 Meter tiefer leichtes Entsetzen über Rauhreif am Wegrand und nur noch 1° C, aber es kam noch schlimmer. Kaum eine Minute später am Ziel -2°C und gefrorene Wiesen. 6° Temperaturgefälle auf der Strecke sind uns gut bekannt aber 11 °C ?????????, uns war zum kotzen. Eine sternenklare Nacht und absolute Windstille schienen das Ende einer erfolgreichen Tour zu bedeuten, aber wir versuchten das Beste aus der Situation zu machen.



    Die Vermutung den Glänzenden Orangesaftling vor uns zu haben bestätigte sich leider nicht. Langseptierte Hyphen in der Lamellentram schlossen die Art aus und letzlich erwies sich der Fund als ungewöhnlich freudig gefärbter Stumpfer Saftling (Hygrocybe chlorophana)


    Orangefarbiger Ellerling (Cuphophyllus pratensis)




    Zahlreiche weitere Arten waren zu sehr geschädigt und wir brachen zu einer günstiger gelegenen Wiese auf. Zwar war auch hier die Temperatur zumindest gegen Morgen unter den Gefrierpunkt gefallen aber es sah schon besser aus.

    Stumpfer Saftling (Hygrocybe chlorophana)


    Kirschroter Saftling (Hygrocybe coccinea)


    Größter Saftling (Hygrocybe punicea) mit hauchdünner Eisschicht


    Größter Saftling (Hygrocybe punicea) zwei gut behütete Exemplare in Topzustand


    Die nächten Funde ließen jeglichen Frust verfliegen. Der Braungelbe Saftling war bisher in der Eifel nur von drei Funden in wenigen Exemplare bekannt und blieb in den meisten Jahren vollständig aus. Gleich fünf Exempare waren schon toll.

    Braungelber Saftling (Hygrocybe spadicea)


    Was dann folgte war geradezu eine Foto-Orgie. Insgesamt sicherlich mehr als 100 Fruchtkörper in allen Altersstadien und ich kriegte das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Hier eine Auswahl.










    Tatsächlich gab es auch noch frische Nachzügler


    Weiter ging die Fahrt zu einer Wiese, die hielt was wir uns davon versprachen :)

    Leicht erkannbar an seinem unverwechselbaren Duft ist der Juchtenellerling (Cuphophyllus russocoriaceus)


    Hier dachte ich zunächst kurz an den Weißgelben Helmling (Mycena flavoalba) oder den Mattweißer Rötling (Entoloma sericellum) aber durch die Unterseite war sofort klar auch hier wieder
    Juchtenellerling (Cuphophyllus russocoriaceus)


    Die geruchlosen Brüder waren ebenfalls nicht weit.
    Jungfern- oder auch Glasigweißer Ellerling (Cuphophyllus virgineus)




    Orangefarbiger Ellerling (Cuphophyllus pratensis) diesmal ohne Eiskristalle


    Papageiensaftling (Gliophorus psittacinus) hier noch unverkennbar


    So hatte ich ihn noch nicht: Papageiensaftling (Gliophorus psittacinus)


    Bei diesen fehlte selbst der leiseste Grünton an der Stielspitze: Papageiensaftling (Gliophorus psittacinus)


    Persönlicher Erstfund: Glänzenden Orangesaftling (Hygrocybe aurantiosplendens)


    Kirschroter Saftling (Hygrocybe coccinea)




    Einer muss der Letzte sein: Größter Saftling (Hygrocybe punicea)


    Kleine Überraschung mitten in einer Saftlingwiese ein Einzelexemplar vom
    Tintenfisch-Pilz (Clathrus archeri)


    Schon fast wieder am Auto entdeckte Rainer noch kleine Becherlinge an einer Stelle die der Lagerung von Holz gedient hatte. Ich wollte schon abwinken und dachte eh wieder nur Peziza varia s. l. aber zum Glück habe ich doch noch ein Exemplar untersucht. Fehlende mittlere textura intricata und absolut glatte Sporen bescherte und beiden einen persönlichen Erstfund zu Abschluss eines tollen Tages.

    Vielgestaltiger Becherling (Peziza ampliata)


    Diesmal ohne Kontrolle: Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten. Ich bin müde und muss ins Bett ^^

    LG Karl

    Hallo Nobi,

    danke für den großartigen Bericht. Man sieht an den Bestimmungen, dass echte Experten am Start waren, die sich mit neuerer Literatur auskennen. Hodophilus variabilipes ist wunderschön dargestellt und ich hoffe natürlich auf die weiteren Funde der Gattung.
    Geoglossum subumbratile kenne ich aus der Arbeit von Arauzi et a. in Errotari als noch nicht gültig beschrieben. Ist das inzwischen nachgeholt worden?

    LG Karl

    Hallo Thorben,

    das sieht doch gut aus. Clitopilus cystidiatus kann unter diesem Namen kartiert werde. In NRW habe ich bisher nur eine Fundmeldung von L. Krieglsteiner. Sollte sich irgendwann herausstellen, dass es ein Synonym ist, werden die Arten eben vereinigt. Sollte C. cystidiatus sich als eigene Art oder Varietät erweisem, sind die Funddaten ja vorhanden.

    LG Karl

    Hallo Harald,

    danke für den Überblick, den ich mir noch nicht vollständig gemacht hatte. Von Thaxterogaster sind in NRW etwas ein Dutzend Arten kartiert, von denen ich selber immerhin 6 kenne. (croceocoeruleus, magicus, purpurascens, subpurpurascens, talus vibratilis)

    LG Karl

    Hallo Hias und Björn,

    ich bin da ebenfalls bei G. perplexa. Es ist manchmal recht hilfreich, wenn eine eigene Artauffassung bestätigt wird. Es befassen sich ja nicht so viele Leute mit den Galerinchen.

    LG Karl

    Eine Frage hab ich zu den Mikrofotos von H. conica. Die zeigen die HDS und die dunklen Strukturen sind der Schleim, richtig?

    Hallo Claudia,

    ja das sind die sogenannten gelifizierten Hyphen über die man auch noch an Trockenmaterial feststellen kann ob ein Pilz schmierig war.

    LG Karl

    Hallo Björn,

    bezüglich E. sericeum/vindobonense und zu allem Überfluss auch noch E. ortonii bin ich dabei mir ein Bild zu machen, aber noch nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen. Ich bleibe am Ball und melde mich, wenn ich klarer sehe. Feiner Reif auf jungen Frk. ist mir schon mehrfach aufgefallen und wahrscheinlich kein Trennungsmerkmal.

    LG Karl

    Hallo Björn.

    R. cessans ist absolut mild, hat eine starke Guajakreaktion und gilbt nicht.
    R. versicolor hat ebefalls eine starke Guajakreaktion und normalerweise SPP III a
    Einen Treffer mit negativer Guajakreaktion kann ich leider nicht liefern.

    LG Karl

    Hallo Raphael,

    E. allospermum kann ich mit Sicherheit ausschließen da die Art immer polierte Stiele hat. Hinzu kommt, dass die blaue Farbe in den Hüten extrem schnell verschwindet, was bei Deinen Exemplaren nicht der Fall ist. Das Bild 041 in FE5b ist keinesfalls ungewöhnlich, sondern der Normalfall. Ich hatte mehrfach die Gelegenheit die Art über längere Zeit in großer Zahl zu beobachten und konnte anfangs nicht glauben, dass es sich bei allen Frk. um die gleiche Art handelt.

    Die ausführliche Beschreibung in FE5b insbesondere, dass die blaue Farbe im Stiel länger erhalten bleibt als die im Hut, kannst Du hier bestätigt sehen. Ich musste lange in tieferem Gras suchen, um Frk. mit noch erhaltener blauer Farbe zu finden.


    LG Karl

    PS Mindestens 2 Kollektionen wurden sequenziert.