Beiträge von Climbingfreak

    Hi,


    bei den neuen Bildern denke ich auch am ehesten an Satanas; leider habe ich kein Bild von R. legaliae. Der Hut vom Satan darf laut Christoph durchaus rosa sein. Was mich nur stört ist die "Geruchlosigkeit".


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    deine Craterelle sieht untypisch aus. Leider ist nur wenig auf dem Foto zu erkennen.


    Dein L. crocipodium passt leider übrigens gar nicht. Der schwärzt im Fleisch nach Schnitt sehr schnell, was dein Fund gar nicht macht. Das ist wohl was anderes tolles. Leider ist die Schnittfläche auf deinem Bild überstrahlt, Stieldetails und evtl. Netzzeichnung ist darauf nicht zu erkennen...


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    blaufärbende Stielbasis; deutlich Stielschuppen. Das lässt mich an L. variicolor denken, obwohl der Hut ungefleckt/einfarbig ist. Kann aber auch gut was besseres, selteneres sein. Ich bin bei den seltenen Arten nicht ganz so sattelfest.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ja aus meiner Sicht passt I. lanuginosa gut. Wichtig ist vor allem, dass viele Zystiden kurz, clavat oder ovoid sind. So bald viele einen Hals haben und dünnwnadiger sind, wäre es I. stellatospora.


    Ich weiß jetzt nicht genau, ob es noch eine 3. Art in dem "Komplex" gibt. Die Literatur ist da ein bisschen widersprüchlich.


    Inocybe - lanuginosa


    Inocybe - stellatospora


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    8. ja sieht gut aus

    11. wenn kein Schmetterling, dann Stereum subtomentosum oder insignitum.

    12. aufgrund des weißen Stiels wäre Leccinum leucopodium mein Tipp.


    Bin zwar nicht Dodo oder Pablo, ich helfe aber trotzdem sehr gerne. ==Gnolm7==Gnolm10


    Schöne Bilder und ein schöne Tour hattet ihr da.


    Ganz großen Dank für den schönen Bericht.


    Ich bin gespannt, wie es weitergeht.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    hast du noch Angaben zur Ökologie? Irgendwo muss ja trotz "kahlem" Hang ja ein Mykorrhizapartner gestanden haben. Bei so großen Höhen wären dann ja Zwergweiden und Dryas-Arten prädistiniert...


    l.g.

    Stefan

    ...an Erle (Alnus, also ebenfalls Rosaceae) gefunden zu haben...

    Hi,


    von resupinaten Porlingen habe ich keine Ahnung. ;) Dennoch eine kleine Korrektur muss sein. ==Gnolm7==Gnolm10 Alnus ist keine Rosaceae, sondern eine Betulaceae. Schon allein die Zapfen und die Kätzchen schließen die Rosaceae aus.==Gnolm19


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    Blumentopfpilze sind immer ein Fall für sich, denn bei exotischen Pflanzen kommen auch exotische Pilze, die dann in der europäischen Literatur meist nicht beschrieben sind. In deinem Fall ist es ein Dunkelsporer, wo ich mir anhand der Angaben keine Gattumgsdiagnose zutraute. Die ist denn die Lamellenfarbe?


    l.g.

    Stefan

    edit: eine wissende Stimme aus dem off hat mir mitgeteilt, dass es sich hier um Coprinellus flocculosus handelt. Das ist auch eine der wenigen Ausnahmen, denn sonst ist das Velum von Coprinellus, wenn überhaupt vorhanden, körniger; nicht so flockig, wie hier. Das ist eher ein Merkmal viele Coprinopsis-Arten.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    hast du mal ein Makrofoto von den Belägen? Ansonsten würde ich das erst Mal nicht für einen Schimmel halten, da diese nicht außen auf trockenen, sonnenexponierten Hauswänden vorkommen. Es werden wohl Flechten sein und die schwarzen Punkte sind bestimmt auch Flechten, denn diese wachsen durchaus auf Häuserwänden außen, im Gegensatz zu den allermeisten Schimmelarten.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    hübscher Pilz. Doch eine Gattung ist hier schon sicher bestimmbar. Es handelt sich um einen Tintling aus der Gattung Coprinopsis. Die Art ist leider ohne Mikro nicht mehr zu bestimmen.


    Auf jeden Fall schadet der Pilz deiner Gurkenpflanze nicht; im Gegenteil er baut organische Stoffe aus der Erde ab und macht diese für die Pflanze wieder bioverfügbar.


    l.g.

    Stefan

    Ich denke mal, das wird nur für Mods möglich sein. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass nach X Zeit das Thema sich automatisch "erledigt".


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    Chlamydosporen sind nicht geeignet zur Vermehrung/Verbreitung! Das sind "Back-ups" des Mycels. Wenn das Mycel aufgrund von ungünstigen Umwelteinflüssen abstirbt bleibt der Pilz in den Chlamydosporen bestehen/lebensfähig und diese keinem wieder aus, wenn die Lebensbedingungen wieder günstig sind; ähnlich Sklerotien; zumindest ist das bei den Schimmelpilzen s.l. so.


    Wenn dort irgendwelche asexuell gebildeten Sporen zur Verbreitung des Pilzes produziert werden, müssen diese per Definition nach "Konidien" heißen.


    l.g.

    Stefan

    Hallo Sam,


    ich sehe, dein letzter Beitrag wurde seitens der Forensoftware gelöscht; das ist ein übler Bug, der hoffentlich bald behoben sein wird. Bitte gib uns zukünftig bescheid, falls das wieder auftreten sollte.


    Bug: automatische Löschung von Beiträgen


    Ansonsten hat Pablo dazu schon fast alles gesagt. Ich möchte nur noch kurz ergänzen. Ja es gibt Pilze, die Pflanzen massiv schädigen können. Allerdings sind das keine mit "Hut und Stiel", sondern immer Kleinpilze, die in der Pflanze wachsen und das Pflanzengewebe absterben lassen oder aber weißliche Beläge auf Blättern bilden etc.


    Solche Hut- und Stielpilze in Blumenkästen sind für die Pflanzen harmlos; immer. Den ökologischen Nutzen für die Kübelpflanze hat Pablo oben schon erläutert.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    vorbildliche Anfrage Yvonne. :daumen:Ich selbst kann dazu leider nix beitragen, denn Cortinarien versuche ich nur zu bestimmen, wenn ich die selbst finde und insbesondere Telamonien sind tricky. Ich würde auch "nur" mit der FN schlüsseln und sehen, ob ich auf was gescheites komme.


    Es kann gut sein, dass Mykollege_Günter oder Cortinarius dazu konkrete Ideen haben. Ich habe leider keine.


    l.g.

    Stefan

    Soo 2. Etappe der Tour. Diesmal bin ich von Wehlen aus Flussaufwärts nach Königstein gelaufen.


    Hier mal ein paar Eindrücke. Es ging gut los. Kaum 500 m gelaufen kommt schon ein Pers. Erstfund, der Wiesenalant - Inula britannica; steht in Sachsen auf der Vorwarnliste.



    Erysiphe azaleae an Rhododendron



    Podosphaera xanthii (zumindest ein Vertreter aus der Gruppe) an Ringelblume Calendula sp.



    Blick von Wehlen auf die ersten Sandsteinfelsen



    Pfirsichkräuselkrankheit - Taphrina deformans



    Golovinomyces sonchicola an Sonchus oleraceus - Kohl-Gänsedistel



    Sawadea tulasnei an Spitzahorn



    Erysiphe ploygoni an Rumex acetosella - Kleiner Ampfer



    Zwischenstation in Rathen mit Blick auf die berühmte Gierseilfähre; im Hintergrund der Lilienstein. Bis dahin muss ich noch.



    Blick vom Elbufer auf die Kletterfelsen an der Bastei



    verlassen wir Rathen mit einem zünftigen Kletterlied - der "Moritat von Rathen". Hier gibts ein Hörbeispiel:


    "Rathener Moritat"


    Leider, bzw. zum Glück wird das Lied abgebrochen, bevor der Text dort richtig blutig und zynisch wird.


    Beschwingt ging es weiter. Immer wieder kam ich an ehenmaligen Steinbrüchen vorbei. Die Häuser der Steinbrecher, bzw. Unternehmer sind jetzt meist Berghütten.



    Bei einer Bank auf schönem Aussichtspunkt habe ich mal mein Teleobjektiv herausgeholt und noch ein paar Fotos gemacht. Hier ein paar Beispiele:



    Die sächsische Dampfschifffahrt wurde zum Glück gerettet.



    Blick zurück auf die Klettergipfel/Felsen von Rathen



    Im folgenden Waldstück gabs tatsächlich Großpilze und das mit gar nicht mal so wenig Arten.==Gnolm11==Gnolm11==Gnolm11


    Perli - Amanita rubescens



    Scleroderma citrinum - Dickschaliger Kartoffelbovist



    Sogar eine Cortinarie, auch wenn es "nur" Cortinarius delibutus - Blaublättriger Schleimfuß ist



    Überall blühte der schrecklich gesunde Wiesenwachtelweizen - Melampyrum pratense



    Psathyrella candolleana



    Lungenseitling - Pleurotus pulmonarius; hatte ich am Samstag schon in reichlich und lecker.



    Nach dem Waldstück wurde es wieder botanisch spannender. Erst auf der Höhe von Königstein hab ich den Großen Wiesenknopf gesehen; natürlich auch mit Podosphaera ferruginea dran.



    Nach bestimmt 20 völlig gesunden Beständen nun endlich gefunden: Puccinia punctata an Galium album - Wiesenlabkraut



    *sing* "Auf der Festung Königstein" Festungslied "Auf der Festung Königstein" - Festung Königstein



    Ich nutze auch gleich den Beitrag für ein bisschen kulturelles Lokalkolorit==Gnolm19==Gnolm3


    Einer der Momente der Tour. Auf so was können auch nur die Straßenplaner vom Landratsamt Pirna kommen. *kopfschüttel*



    darf auch nicht fehlen: Pseudomicrostroma juglandis - an Walnuss



    Zum Schluss gabs dann noch einen tollen Erstfund für mich Ustilago perennans an Arrhenaterum elatius - Glatthafer; in Sachsen recht selten.



    Auf dem weiteren Weg ist mir ein "Gehöft" in Königstein Halbestadt aufgefallen mit unheimlich vielen Tieren.


    *sing* "Alle meine Gänschen" Kennt jemand die Rasse? Die sehen interessant aus.



    Im Garten des Gehöfts gab es jede Menge Sukkulenten und Kakteen




    Der Trompetenbaum Catalpa bignonioides hat mir den gefallen getan in Bauchhöhe ein paar Blüten anzusetzen. Leider fehlte der Mehltau. Irgendwas ist immer...



    Die Distel des Tages ist mal wieder Carduus crispus - Krause Distel. Ich hab im Laufe der Tour mehrfach den Echten Mehltau und den Rost dran nachgewiesen. Zudem war das die einzige fotogene Distel, die ich sah.



    Das war meine 2. Etappe. Zusammenfassung:


    4 durchlaufene Messtischblattviertelquadranten, 11 km Wegstrecke

    über 40 Pilzarten; davon 3 pers. Erstfunde

    eine neue Pflanzenart für mich.


    Danke für die virtuelle Begleitung.


    l.g.

    Stefan