Bei 123pilze stieß ich zufällig auf die Aussage, auch der Frostschneckling sei roh essbar. Natürlich ohne Quellenangabe, und ich habe auch weder online oder in meinen Büchern dahingehende Informationen gefunden. Hat jemand so etwas schon mal anderswo gehört oder gelesen?
Beiträge von Craterelle
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Na wenn du immer nur im Dunkeln suchst, wird‘s wohl ewig beim Suchen bleiben.
Jetzt war ich mal bei Tageslicht am Kompost. Sind aber trotzdem keine da

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Die Ehre gebührt allerdings Rübling und nicht mir. Ich hatte damals angeregt, ein eigenes Thema dafür zu öffnen, aber das wollte er wohl nicht oder hat es überlesen.
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Hm, ergibt das nicht sehr wahrscheinlich eine 8, wenn du mit schwanken fertig bist und dich in der Mittel einpendelst?

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Ich hätte noch Kapazitäten für die Annahme weiterer Bilder. Ein paar Tage sind's ja noch, und es kamen immer so einige erst in letzter Minute. Trotzdem wollte ich euch im herbstlich-hektischen Trubel mal daran erinnern.
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Ich versuche das seit Jahren erfolglos

Wobei, vielleicht sollte ich einfach mal die Taschenlampe nehmen und nachschauen

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Ein wenig musste ich überlegen, allzu oft waren wir ja nicht in der Ecke, aber jetzt habe ich den Ort vor Augen.
LG, Craterelle
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Boah!

Ich glaube, ich wäre von da nicht mehr wegzukriegen gewiesen. Sooo selten sind sie ja gar nicht, aber ich haben noch nie einen im schönen Zustand live gesehen.
Ich hoffe, die Teilnehmer waren genauso beeindruckt von diesem hübschen Nicht-Speisling.
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Hallo zusammen,
das Originalrezept findet sich hier: Flockenstieliger Hexenröhrling . Warum wird der so gelobt., gut versteckt unter Hexenröhrlingen.
Weil ich ein paar getrocknete Reizker hatte und gestern nochmals wieder frische fand und mich das Rezept schon beim ersten Lesen neugierig gemacht hatte, habe ich es ausprobiert, allerdings mit wesentlich kleineren Mengen.
1)
Bei den getrockneten handelte es sich um 2 oder 3 Edel- und einen Fichtenreizker. Diese in der Schlagmühle fein zermahlen.
2)
Von den frischen Edelreizkern legte ich den etwas kleineren Teil für die Einlage beiseite, nahm den größeren zum Dünsten und schnitt noch etwas rote Zwiebel.
3)
Mit trockenem Weißwein, und einer Messerspitze Honig im Topf schmoren lassen. Dann Gemüsefond und Pilzpulver zugeben. Sahne hatte ich nicht im Haus (schlechte Vorbereitung!), Kokosmilch konnte ich mir geschmacklich nicht vorstellen, also habe ich kurzerhand einige Cashews und Walnüsse, etwas Walnussöl und ein bisschen Maronenmehl (von den Baumfrüchten, nicht den Pilzen) mit Wasser zu einer Creme gemixt und durch ein sehr feines Sieb zu den Pilzen gegeben. Sowohl Cashews als auch Maronen enthalten Stärke, geben also noch zusätzliche Bindung. Knoblauch hatte ich vergessen zuzugeben und habe deshalb eine ganze Zehe unzerkleinert die restliche Zeit mitgekocht, auf dass sie noch ein wenig Geschmack abgäbe.
4)
Die restlichen Reizker in feine Spalten schneiden, die geschmorten derweil auf kleinster Flamme weiter simmern lassen.
5)
Reizkerspalten in nicht zu wenig hocherhitzbarem Fett scharf anbraten.
6)
Die Suppe gründlich pürieren und mit den gebratenen Reizkerspalten als Einlage servieren.
Fazit: Das war schon sehr lecker, aber am besten von allem hat mir tatsächlich die Einlage gemundet, die ich mir gut auch in Kartoffel-, Lauch- oder vielleicht auch Knoblauchsuppe vorstellen könnte. Und ob es mit Pilzpulver tatsächlich besser ist als ohne, maße ich mir nicht an zu bewerten, mir fehlt die Vergleichsmöglichkeit. Wenn Fichtenreizker dabei sind, würde ich die auf jeden Fall für die Einlage nehmen und nicht für das Pilzpulver, aber meine waren eben schon getrocknet.
LG, Craterelle
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Es gibt Menschen, die ihn mögen, manche sogar ausgesprochen gern. Allerdings sind die sehr schnell vergänglich und sollten nur jung mit noch weißen Lamellen ins Körbchen und dann zügig verarbeitet werden. Das wirft ein weiteres Problem auf: du musst die Art zunächst so gut kennen, dass du sie auch dann sicher erkennst, wenn sie noch nicht die charakteristischen rosabraunen Lamellen entwickelt hat.
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Hm, ich hatte überlegt, es in der Startbeitrag zur küchenmykologischen Liste zu setzen, fand es aber dort doch nicht so passend, weil es da ja darum gehen sollte, Pilze immer in vergleichbarer Art zuzubereiten.
Vielleicht wäre ein oben angepinntes eigenes Thema dazu sinnvoller.
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Sie von dort zu verlinken wäre vielleicht auch eine gute Idee.
Die Rezeptsammlung ist als Lexikoneintrag erstellt worden (damit sie von mehreren bearbeitet werden kann):
Pilze in der Küche: Verzeichnis von Themen über Verwertung und Konservierung von Pilzen
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Ist auch im Rezeptverzeichnis. Tolle Idee gerade für die vegetarische/vegane Küche, wenn sich die mal im Überfluss finden lassen.
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Ich habe es schonmal in die Rezeptsammlung eingetragen und freue mich auf Nobis Bilder. Ich habe auch gerade Reizker in der Küche, die sollen aber einem anderen Verwendungszweck zugeführt werden.
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Zitat von Wutzi
Die haben zumindest hier gerade eine gute Zeit.
Die gibt es bei euch? Hätte ich da nicht wirklich erwartet. In den Brandenburger Kiefernwäldern scheinen sie gerade allgegenwärtig (im Gegensatz zu den schwarzfaserigen, die in dieselben Biotope passen, aber mir viel seltener begegnen).
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Hallo Schrumz,
das sieht für mich ganz schwer nach ihnen aus. Für mich riechen sie etwas nach Multivitaminsaft, und ich esse sie auch gern (da schmecke ich dann keinen Multivitaminsaft mehr heraus).
Aber es gibt andere, die sie nicht mögen. Individueller Geschmack erklärt wahrscheinlich die unterschiedlichen Bewertungen, die im Internet zu finden sind. Wir haben hier im Forum auch eine große Tabelle mit Geschmacksbewertungen, vielleicht interessiert sie dich? Da darf auch jeder gern mitmachen:
Gemeinsame Küchenmykologische Liste
LG, Craterelle
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Hallo Basri,
ich hatte mir von der dritten Auflage einige Restexemplare zu einem sehr günstigen Preis bestellt, als gerade die vierte erschien. In dieser Auflage sind die von Christoph erwähnten Fehler und Ungenauigkeiten also noch enthalten. Welcher Art die sind, wurde hier im Forum auch schon diskutiert:
Verbesserungsvorschläge in der Literatur
Wenn du Interesse hast, kannst du mich per PN kontaktieren.
LG, Craterelle
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Oh, wie toll, vor allem die Hasen! Dann sollte für die Wanderung ja genügend Material vorhanden sein.
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Bon, Laux und auch Gerhardt bezeichnen ihn als essbar. In den DGfM-Listen kommt er nicht vor. Ich habe ihn in der küchenmykologischen Liste ergänzt und auch gleich Hans' Wertung eingetragen.
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Die Hüte waren ganzrandig, von oben sahen die Grüppchen tatsächlich nach Büschelraslingen aus. Übrigens habe ich beim Schnuppern keinen Mehlgeruch wahrgenommen, und den erkenne ich normalerweise recht gut.
Warten wir ab, was Rudi (danke fürs Untersuchen!) unter dem Mikro findet.
LG, Craterelle
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Ich habe die Lösung irgendwo gefunden, aber das wäre ja gemogelt. Hat mich sogar beinahe schon überfordert, sie nachzuvollziehen, und ich wäre nie selbst drauf gekommen. Nicht dass ich euch demotivieren wollte ...

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nobi_†: Ich habe vor Ort ein distelartiges Gewächs fotografiert, aber das ist nach Bildvergleich wohl kaum Feld-Mannstreu. Wenn ich die geografische Lage richtig einordne, ist er aber in dem Bereich von Thüringen auf jeden Fall heimisch: Verbreitungskarten der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands
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Da ist er ja! Denen aus dem Supermarkt sieht er tatsächlich kaum ähnlich. Ohne das Glück, in Griechenland einen von Sarah bestimmten vorgestellt zu bekommen, hätten wir ihn sicher auch nicht so schnell erkannt.
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Auch dir vielen lieben Dank, Habichtspeter!
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Den Kiefern-Habichtspilz hatte ich ziemlich gut bewertet, weil ich ihn als lecker in Erinnerung hatte. Jetzt haben wir sie mal solo probiert und es war hart an der Grenze zur Ungenießbarkeit. Also: ab jetzt nur noch als Würzpilz in geringer Konzentration.
