Beiträge von ingosixecho

    Hallo Horst,


    die Art kommt regelmäßig und gerne auch massiv auf sauren Böden bei Schwarz- oder Kulturpappeln vor. Es lohnt sich auch immer, in der Nachbarschaft nach (bitteren) Pappelritterlingen zu fahnden. Die Arten sind gerne mal vergesellschaftet und an ihrem Standort nahezu unverwechselbar und imho nicht selten.


    Grüßlis Ingo

    Hallo Wolfgang,


    ich könnte mir auch vorstellen, dass die "Maipilze", als Folgezersetzer, ihre Chance zum fruktizieren nutzen, weil im Frühsommer die Bedingungen dafür unpassend waren. Zum Beispiel wegen Trockenheit.


    Grüßlis Ingo

    Hallo Miteinander,


    merkwürdigerweise sind diese Pilze in diesem Jahr schon durch. Vielleicht ist es ja zu warm. 2020 konnte ich noch am 08. November Jungexemplare finden. Tricholoma populinum var. Espe läuft allerdings noch. Das ist die Art, die der hier gezeigten noch am ähnlichsten ist.


    Was mich auch in meiner Meinung bestärkt - ruft man im www. Bilder von Tricholoma stans auf, sind da kaum welche dabei, die (diesen hier) Neuhoffs Giftritterlingen ähneln. Das sind fast immer irgendwelche mittelbraunen Ritter mit striaten Hüten und Rippen am Hutrand.



    Grüßlis Ingo

    Hallo Steffen,


    das sind für mich klassische Seifenritterlinge. In diesem Stadium riechen die auch gerne mal angenehm.

    Beim umgedrehten Exemplar meine ich auch eine leichte Rötung an der Basis zu erkennen.


    GR Ingo

    Hallo Thorwulf,


    ich denke mal, was Oehrling damit sagen wollte - es handelt sich um einen Milchling, wahrscheinlich um den von dir postulierten L. rufus.

    Eine Geschmacksprobe würde für Klarheit sorgen.

    Ein Ritterling ist es definitiv nicht, denn der milcht nicht.


    Grüßlis Ingo

    Hallo Kirsten,


    der letzte wird schon ein Perlpilz sein. Das, was da weiter oben als Schneckenfutter präsentiert wird, sieht nach Pantherpilzen aus. Die Arten wachsen tatsächlich gerne mal durcheinander. Ich hatte das sowohl im Buchenwald als auch schon im Kiefernwald beobachtet. Auf jeden Fall eine richtige Entscheidung, die Rauhfüße mitzunehmen und die Amaniten den Schnecken zu überlassen.


    GR Ingo

    Hallo Werner,


    toll! Vielen Dank. Ich kann mich an einen Beitrag von Matthias erinnern, wo er die mal zeigte. Keine Ahnung, wo das war. Entweder bei pilzepilze oder DGfM.

    Beide Kollektionen entsprechen zu 99,5 % meinen Funden bei Kiefer. Ich war auch einige Jahre bei Tricholoma stans nach FNE4. Allerdings halte ich das hier mittlerweile für etwas Eigenes. Ich hatte zum Thema auch schon eine Unterhaltung mit Kai Reschke. Der meinte, dass die Probleme erst losgehen, wenn die Gensequenz nicht mit T. stans übereinstimmt. Dann wären erstmal Grundlagenforschungen an der Tagesordnung.


    Eigentlich schade - bei Cortinarius und Inocybe geht es ja auch irgendwie.


    Grüßlis Ingo


    p. s. zum Matsutake fällt mir nichts ein. War das ein "alpiner" (also bitterer)?

    Hallo König Träuschling,


    die Stiele von A. rubescens verhalten sich bei feuchten Witterungsbedingungen meistens so, wie von dir beschrieben. Wenn es mal länger trocken ist, werden sie eher spröde. Das ist aber kein Zeichen beginnender Zersetzung. Wenn du Pilze mit generell festen Stielen magst, empfehle ich dir Täublinge.


    GR Ingo

    Hallo Miteinander,


    der fuchsige Röteltrichterling - darum handelt es sich hier ziemlich sicher - ist eine Typusart für diese Jahreszeit und ein deutliches Zeichen dafür, dass die diesjährige Großpilz-Saison dem Ende zugeht. Aber - das dicke Ende kommt ja wie immer noch. Allerdings nicht in den Wäldern da draußen. ==Gnolm18


    GR Ingo

    Frag doch einfach mal nach. Ich erinnere mich an eine Foristin litauischer Abstimmung (vielleicht hieß sie Joli, aber ich habe lange nichts mehr von ihr gelesen), und Kozaki hat polnische Familie, glaube ich. In diesem hilfsbereiten Forum könnte ich mir tatsächlich gut vorstellen, dass jemand zu dolmetschen bereit ist.

    Hallo Craterelle,


    ich hoffe ja immer noch, dass hier mal jemand aus den betreffenden Regionen reinschaut. Die Teile scheinen wirklich speziell zu sein, was das Vorkommen angeht. Die von mir des Öfteren gezeigten Amanita pini (die im ähnlichen Areal vorkommen) konnte ich bisher auch nur in meinen eigenen Beiträgen besichtigen. Bereits im direkten Berliner Umland gibt es hierzu leine Fundmeldungen.


    GR Ingo

    Hallo Miteinander,


    Hallimasch können schon schwer verdaulich sein. Genau so wie auch diverse Pfifferlingsarten und andere Pilze. Ich hatte mir mal am letzten WE den Spaß gemacht, nur aufgeschirmte Fruchtkörper zu verwenden - natürlich auch nur mit weißem Fruchtfleisch. Die Hüte wurden oberhalb der Manschette abgeschnitten. Alles darunter wurde nicht verwertet.


    Das Ganze haben wir zusammen mit Zwiebeln und klein gewürfeltem Speck geschmort und mit Pfeffer, Salz und Knoblauch abgeschmeckt. Dazu noch ein wenig Frischkäse mit Sauße angeschwitzt. Das Gericht wurde dann zusammen mit Salzkartoffeln verzehrt.


    Was soll ich sagen - es war die leckerste Pilzmahlzeit (mit Abstand) in diesem Jahr. Besser als alle Maronen, Steinpilze und Flockenhexen. Die Pilze waren butterweich und es gab auch keinerlei Komplikationen.


    In anderen Jahren habe ich auch gerne mal die geschlossenen, jungen Fruchtkörper genommen. Die bleiben immer so schön bissfest und sind - leider - öfter mal schwer verträglich. Was durchaus daran liegen kann, dass man sie nicht so durchkauen kann, wie die ausgewachsenen Hallimasch. Delikat bissfest muss also nicht immer die beste Option sein.


    Grüßlis Ingo

    Hallo Maria,


    am vergangenen WE hatte ich in meinem Raritäten-Areal den schwarzweißen (P. connatus) und auch den becherförmigen (P. tomentosus) - dein hellbrauner Stacheling - zu stehen. Die wachsen gerne in gleichen Biotop. Ich hatte die auch schon nebeneinander abgelichtet. Phellodon niger ist größer und stämmiger und wächst an anderen Standorten.


    Grüßlis Ingo

    Nachtrag:

    Nach den "historischen" Vergiftungsmeldungen könnte diese Art auch auf den eiszeitlichen Sandstreifen am südlichen Ostseeufer beschränkt sein. Was würde ich dafür geben, wenn ich das mal in polnischen oder litauischen Pilzforen nachfragen könnte.


    GRI

    Hallo Raphael,


    wie Stephan schon schrieb, handelt es sich bei deinem Fund um einen Pilz aus dem albobrunneum-Aggregat. Bei meinen Ritterlingen fehlt die striate Hutoberfläche.

    Ob sich unter T. albobrunneum verschiedene Arten verbergen, kann ich nicht sagen. Du könntest deinen Fund gerne mit den Kollektionen im Ritterlings-Projekt im DGfM-Forum vertgleichen.


    GR Ingo

    Hallo Stephan,


    die Pilze sind definitiv mild. Sie haben eigentlich niemals Tropfenzeichen am Hut. Die gerippten Hutränder kann man auch schon bei Jungpilzen erahnen - bei mittelgroßen Exemplaren sowieso. Die von dir vor einiger Zeit gezeigten Pilze halte ich für echte pessundaten. Entscheidend ist das Verhältnis von Höhe zu Breite. Allerdings - wenn da auch Espen waren, wird es schwierig.

    Bei Geschmacksprobe bitte vorsichtig vorgehen. Bitte nicht nur die Pilzreste ausspucken!


    Grüßlis Ingo


    p. s. die Pilze wachsen immer direkt aus dem feuchten Moos heraus - nie aus Sandwegen. Im Prinzip wie die langstieleigen Steinpilze im Kiefernwald. Daher auch die Größe.

    Liebe Ritterlingsfreunde!


    Die meisten Menschen hierzulande, die sich näher mit braunen Ritterlingen befassen, kennen sicher auch den (mittlerweile historischen) Artikel von Walther Neuhoff, welcher in den "Westfälischen Pilzbriefen" veröffentlicht wurde.


    Link: https://wwwuser.gwdg.de/~rjahn/Pilzbriefe/PB_Bd_1_11.pdf


    Dabei war lange unklar (bzw. ist es noch), um welche Art aus dem T. pessundatum - Umfeld es sich genau handelt. Viele ähnlichen Arten wurden im Anschluss in Sippenhaft genommen und für giftig erklärt.


    Leider konnte ich die berühmte Tricholoma pessundatum selbst nie finden. Allerdings scheint diese Art nicht in Betracht zu kommen, da sie zumindest als ungiftig gilt. Dafür gibt es in unseren Kiefernwäldern eine recht ähnliche Art. Die erscheint, nach meinen Beobachtungen, vor allem nach heißen Sommern besonders besonders zahlreich. Wobei "zahlreich" übertrieben ist. Lasst es mal 20 - 30 Exemplare sein.

    Was mir vor allem seit zwei Jahren aufgefallen ist - die Teile können richtige "Trümmer" werden. Exemplare mit 20 cm Höhe und 15 cm Hutdurchmesser können da schon mal vorkommen.
    Ein konstantes Merkmal ist aber, dass die Länge der Stiele größer ist als der Durchmesser der Hüte. Bei Tricholoma pessundatum - dem "Niedergedrückten Ritterling", soll es sich genau anders herum verhalten.


    Hier ein paar Bilder vom vergangenen Wochenende:









    Gemeinhin werden solche Funde unter Tricholoma stans geführt. Vor allem aufgrund der gerippten Hutränder. Allerdings ist Tricholoma stans, nach der Originalbeschreibung von E. Fries, eine Art mit erkennbar striater Hutoberfläche und Rippen an den Huträndern. Vor allem wurde (hier auch FNE 4) noch nirgendwo berichtet, dass die Art giftig sei. Diese hübschen Ritterlinge hier sind es zweifelsfrei!


    Das ist allerdings nicht so neu. Ich hatte es bereits 2020 im DGfM-Forum geschrieben. Was mich eigentlich umtreibt ist die Frage, ob diese Art auch in anderen Regionen gefunden wird oder wurde.

    Der alte Vergiftungsfall rührte von Pilzen her, die in der Dübener Heide aufgesammelt wurden. Irgendwo in den Lausitzer Kiefernwäldern müssten die auch zu finden sein. Diese sind von der Bodenbeschaffenheit mit dem Müllroser Forst vergleichbar. Im berühmten Areal bei Nürnberg könnten die eigentlich auch wachsen, oder?


    Über aktuelle Meldungen zu diesem Thema wäre ich hoch erfreut.


    Grüßlis Ingo