Beiträge von ingosixecho

    Hallo Leute,


    nachdem nun tatsächlich das APR vorglüht, ist es (für mich) an der Zeit, einen Haken an die Saison 2023 zu tun.

    So richtig schön sah es in den Wäldern nicht mehr aus, was auch der permaneten Dauerberieselung geschuldet war.

    Wir waren am vergangenen Samstag nochmal auf unserem Grundstück am Frankfurter Helenesee - Laub harken.

    Zum Glück waren inzwischen alle Bäume mit dem Abwurf fertig.

    Allerdings standen auf den Birkenstümpfen überall einigermaßen frische Leckereien herum.





    Sonntag: auch der Buchenwald am Liepnitzsee (Wandlitz) hatte sich nun vom Laub befreit. Am Boden waren so kaum noch

    Pilze zu erkennen. Bis auf die omnipräsenten Nebelkappen. Dafür waren auf den Buchenstämmen, auch in diesem Revier,

    junge, frische und auch knackige Hallimasch erschienen.



    Irgendwie hatte ich noch damit gerechnet, aber nicht mehr so richtig. :gfiesgrins:



    Ich muss zugeben, bei den Teilen handelte es sich fast nur um Prachtexemplare.



    Die beiden hier hatte ich zwar durch mein 60mm Makro abgelichtet, jedoch aus einem Meter Entfernung.

    Stielduchmesser knapp 4 cm - Höhe gefühlt 10 Meter :ghurra:



    Ich finde, das war dann doch eine zwar späte, aber gelungene Pilzsaison.


    Grüßlis Ingo

    Hallo Frank,


    deine Funde erinnern mich an Würzige Tellerlinge. Momentan sind die Pilze ziemlich verwässert. Daher ist es schwierig, den Geruch richtig einzuordnen. R. gemina sollte schwach fruchtig riechen.Von der Optik her ist da bei Tricholoma nicht viel zu machen.


    GR Ingo

    Hallo Michael,


    die Grünlinge sind nach wie vor in Untersuchung. Wenn ich noch "up to date" bin, gibt es bereits mehrere Kladen von den Nadelbaumbegleitern und mindestens zwei Kladen, die unter T. frondosae laufen. Ich hatte von letzterer Sammelart bereits beide in der Hand. Wenn dich das interessiert, empfehle ich dir den Grünlings-Thread im DGfM Forum.


    Grüßlis Ingo

    Hallo Miteinander,


    vielen Dank für die nette Post. Für mich ist an dieser Saison der sprichwörtliche Haken dran. Eigentlich bin ich froh, dass diese sich so spät im Jahr noch positiv entwickelt hatte.

    Hätte es Mitte Oktober schon mal richtigen Frost gegeben, wie das vor 20 Jahren noch üblich war, wäre die Pilzsaison wohl ausgefallen.


    Frank: Röhrlinge gen Weihnachten gab es in meinen Revieren allerdings noch nie. Nicht einmal im (nahezu) frostfreien Winter 2006-2007. Immerhin konnte ich seinerzeit beim Weihnachtsspaziergang einen (!) frischen Grünling ablichten. Unterdessen wurden über die Weihnachtstage 2006 im pilzepilze-Forum ständig frische Steinpilze gezeigt. Ich glaube, die wuchsen irgendwo im Teutoburger Wald.


    sarah: Die Farbreaktion (violett) fiel tatsächlich schwach aus, was ich der veralteten Reagenz zurechne. Ähnliche, weiße Trichterlinge reagieren in dieser Hinsicht wohl völlig negativ.

    Was mich bei dieser Art irritiert, ist das vermeintliche Vorkommen laut Beschreibung. Diese soll in ganz Europa häufig und, von Skandinavien bis hin zum Balkan, weit verbreitet sein.

    Na denn. ==Pilz24    


    Craterelle: Nach den Reifpilzen suche ich eigentlich nicht. Die stehen manchmal einfach im Buchenlaub. Zum Glück sind die groß genug, um sie nicht zu übersehen.

    Das kann bei der aktuellen Witterung schon mal passieren. Obwohl - wenn Trompetenfifferlinge zu sehen sind, dann gehen die Zigeuner (oh wei!) auch.


    Grüßlis Ingo

    Hallo in die Runde,


    hier in der Region neigt sich das Pilzaufkommen eindeutig dem Ende zu. Es waren zwar hier und da noch ein paar ältere Steinpilze

    und Maronen zu sehen, davon aber keine frischen Exemlare mehr.

    Im Kiefernrevier am Dreieck Spreeau standen diesmal auch nur halb so viele Autos herum, wie an den beiden Vorwochenenden.

    Besonders voll waren die Pilzkörbe der Suchenden dann nicht mehr. Bis auf einen. Ein älterer Herr mit osteuropäischem

    Akzent kam mit einem sehr geräumigen Weidenkorb voller grüner Ritterlinge daher. Zugegeben, da war ich beinahe etwas neidisch.


    Da ich heuer aber keinen Bock auf Geschnippel hatte, kümmerte ich mich mal um die grasigen Wegränder.

    Dort war noch noch eine respektable Artenvielfalt festzustellen. Nicht Besonderes - aber immerhin haben wir schon Mitte November.

    Rehbraune Dachpilze. Die zeige ich nur, weil sie mich vor zwei Jahren 10 Punkte gekostet haben. Wo? Verrate ich nicht. ==Gnolm21



    Die Großen Scheidlinge sind eigentlich typisch für den Spätherbst. ich konnte die aber auch schon im vergangenen

    Juli beobachten, wo die Witterungsbedingungen kurz mal gepasst haben.



    Gleiches gilt für die Parasole. Irgendwann einmal hatte ich die ersten mal Anfang Mai gesichtet.



    Ein für mich völlig neuer Fund (Perser) war das hier:



    Weisse Büschelraslinge sollten, aufgrund der Bodenverhältnisse, in unseren Sandkästen eher selten anzutreffen sein.

    Die kannte ich bisher auch nur aus der Literatur. Ein ganzer Erdhügel, möglicherweise mit leicht kalkhaltigem Abraum, war

    mit den weißen Teilen bewachsen. Zu Hause habe ich gleich noch eine Probe mit Schwefelsulfat durchgeführt.



    Die eher leblose Verfärbung verdeutlicht einmal mehr, dass 15 Jahre alte Chemikalien fachgerecht entsorgt gehören.

    Diese hatte mir Walter Pätzold (RIP) seinerzeit noch persönlich zusammen gestellt.


    Mit diesem Farbton ging es dann in Wandlitz (saurer Bchenwald) weiter.



    Violette Leckereien. Das war endlich mal was für mich und meine Bratpfanne. In der Vorwoche waren da noch keine.


    Genau so wenig wie die Reifpilze,



    und diese Gelbstieligen Trompetenpfifferlinge - ganz klein und frisch.




    Und die Hallimaschen? Es ist wohl nicht deren Jahr. Möglicherweise haben die in den beiden vergangenen Jahren so viel Erfolg gehabt,

    dass sie sich mal ein Jahr Pause verdient haben. Eventuell war es ihnen auch zu feucht.



    Mitunter waren einige Relikte anzutreffen - aber nur ganz vereinzelt.


    Grüßlis Ingo







    Hallo auch,


    mit diesem schleimigen Hut sollte das ein etwas hell geratener T. ustale (Brandiger Ritterling) sein. Zumindest, wenn es sich tatsächlich um einen LAUB-Mischwald handelt.

    Der sollte, wenn überhaupt, nur schwach mehlig riechen.


    Gruß Ingo

    Hallo Luca,


    ich halte alle gezeigten Pilze für Lepista nuda (Violetter Rötelritterling). Hellere Hutfarben sind oftmals der Witterung geschuldet.

    Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal ist auch der Geruch. L. nuda riecht ziemlich eigen.

    L. sordida scheidet aufgrund der Makromerkmale aus.


    Gruß Ingo

    Hallo Oskar,


    auch wenn das Gilben ausbleibt, sollte es sich um T. scalpturatum handeln. Vom Standort und vom Aussehen her kommt da nicht viel anderes in Frage.

    Der ähnliche T. argyraceum ist heller und sollte deutlicher gilben.


    GR Ingo

    Hallo Brynn,


    das ist sicher eine Art aus der Gattung der Rötelritterlinge. Vom Standort und vom Ausshen her würde eher Lepista panaeolus passen. Lepista irina kenne ich persönlich ganz gut. Den würde ich fast ausschließen. Allerdings gibt es in der Gattung auch noch einige Raritäten. Die Schleierreste stammen vom befaserten Hutrand. Das hat nichts mit Cortinarien zu tun. In der Ritterlingsverwandschaft gibt es etliche Arten, die das auch können.


    Gruß Ingo

    :gschock: :gschock: :gschock: :gschock: :gschock: :gschock:



    Hallo miteinander, wass'n hier los?! Geht doch!!

    Tausend Dank an alle, für die vielen lieben Rückmeldungen und auch für die tollen Bilder. Das hätte ich so nicht erwartet.

    Das hier ist doch nicht der Start vom Advents-Pilzrätsel.

    ==Gnolm3


    Allerdings - wenn ich mir den Kalender so ansehe...ist in drei Wochen wirklich schon Dezember?

    Völlig unbewusst befand ich mich wohl schon im APR-Modus, als ich die Bilder von meinen Samstagfunden bearbeitete.

    Schaut euch mal den Blösinn hier an:





    Bitte keine Rateversuche. Bild Nummer1 ist ein angebranntes Entrecote und das andere meine gute, alte

    Tischtenniskelle, nachdem ich sie nach gut 20 Jahren in einem vergessenen Fach in meinem Wohnwagen wieder entdeckte.


    Im Kiefernwald sah es ähnlich aus wie in der Vorwoche. Nur mit noch mehr Autos am Straßenrand. Statt Steinpilzen

    hatten die Leute nun die Körbe voller Maronenröhrlinge. Ein älteres Paar - geschätzt um die 80 - schlich da irgendwo

    mühsam über den Weg, bestimmt zwei Kilometer vom Parkplatz entfernt. Mit riesigen Körben in der Hand.

    Da müssens so jeweils 5 Kilo Pilze drin gelegen haben. Ich enthalte mich da mal einer Wertung.


    Ansonsten ist das Areal recht nett, vor allem wegen der reichlichen Bestückung mit Ritterlingen. Allerdings ist der

    Artenreichtum dann doch überschaubar. Im Müllroser Wald gibt es doch noch einige Raritäten, die hier fehlten.


    Ich meine aber, in den richtigen Sandkästen ist Tricholoma focale mittlerweile keine Besonderheit mehr,



    und Grünlinge sind es sowieso nicht.



    Für kulinarische Ergüsse ist dieses Areal sowieso besser geeignet als der Wandlitzer Buchenwald. Ich habe jetzt ein

    großes Schraubglas voller Pilzpulver at home. Teilnehmer waren Steinpilze, Maronen, Habichte und Sandröhrlinge.

    Gerade Letztere eignen sich hervorragend als Würzpilze. Ich streue das Pulver zum Beispiel in die Panade von

    Gebratenem.


    @Elbeangler: Sind das in deinem Korb langstielige Knoblauchschwindlinge - schmecken die nicht bitter?

    Und könntest du noch einmal bitte die Röhren von den Herbst-Rotfüßen vergrößern. Schon bei der gezeigten Einstellung

    sieht es da stellenweise nach Goldschimmel aus. Bei den schönen, mittelgroßen Exemplaren.

    Die Steinpilze allerdings sind ein Träumchen. So viel gibt es bei mir dann aber doch nicht zu panieren. :giggle:


    Grüßlis Forum - Ingo



    Hallo liebe Mitstreiter,


    nach den unvergesslichen Steinpilzen mache ich besser einen neuen Thread auf. Ich sehe da sonst selbst nicht mehr durch.

    Natürlich hatte ich auch an diesem Wochenende nach dem sagenumwobenen Hallimasch gefahndet. Ziemlich genau in den

    gleichen Revieren wie in der Vorwoche. Vom Artenaufkommen könnte man immer noch meinen, es wäre Mitte Oktober.


    Am ehesten findet man so etwas auf den Buchenstubben bei Wandlitz. Dort war ich auch gestern wieder, bei Nieselregen

    und schlechtem Licht. Was die vielen Leute mit den vollen Plastiktüten dort tun, hatte ich schon mal vor 10 Jahren, bei einem

    meiner Startberichte, hier in diesem Forum, berichtet. Manche Herbst-Rotfüße erscheinen im Herbstgrau relativ lecker.

    Näher betrachtet, gibt es aber bessere Alternativen, wenn man sie denn kennt.




    Eigentlich könnten die Leute zum Beispiel die Steinpilze mitnehmen. Diese sehen zumindest optisch besser aus.



    Verglichen mit der Vorwoche hatte sich doch einiges getan, was Hoffnung macht. Mittlerweile fruchteten an den Stubben

    Unmengen von Stockschwämmchen.



    Die müssen zur sicheren Bestimmung nicht einmal umgedreht werden, solange die kleinen weißen Schüppchen auf

    den Hüten zu erkennen sind. Ich finde den frischen, pilzigen Duft recht attraktiv. Leider schmecken sie nicht so, wie sie riechen.

    Ist schon klar - alles eine Frage des Geschmacks. Kuh schmeckt mir persönlich halt besser als Hühnchen. Bei Pilzen ist es ähnlich.


    Es gab da aber etwas, was ein wenig Hoffnung machte. Ein Glück, dass ich das Makroobjektiv am Apparat hatte.

    Sonst wären jetzt nur "Kohlenbeeren" zu sehen.



    HALLIMASCH!!! Ich fürchte, ich muss da nächstes Wochenende nochmal hin.


    P. s. letzte Woche gab es anscheinend Verwirrungen zum Thema weiße Pilze. Wer die nicht mag, sollte jetzt abschalten.

    Natürlich gab es auch wieder Ästige Stachelbärte zu bewundern. Die fruchten dort im Revier an verschiedenen Stellen.

    Diesmal konnte ich aber seinen engen Verwandten besichtigen. POM POM, Löwenmähne, Affenkopf - egal.

    Den Igel-Stachelbart hatte ich an jenem Tag erst zum zweiten mal überhaupt in freier Wildbahn.



    Im KADEWE gab es den früher öfters mal zu kaufen - als Zuchtpilz ( war aber schon mindestens 15 Jahre nicht mehr da).


    Der andere - eigentlich eine banale Art. Ich hatte den schon mindestens zweimal gefunden - Im Advents-Pilzrätsel!

    In freier Natur aber noch nie. Deshalb hier als mein Perser: Gallertiger Zitterzahn - Eispilz.



    Womit ich meine Ansprache aus der Vorwoche sogleich ad absurdum führen konnte. Es gibt doch immer wieder was Neues,

    auch in den langweiligen, uralten Revieren. Feuerchen gefällig?



    Ich wünsche allen hier eine erholsame Arbeitswoche. :saint:


    Grüßlis Ingo


          

    Ich kann dir auch vorsichtig Hoffnung machen

    Ich bin gerade mal wieder im hessischen Exil, und hier fruktifizieren sie aktuell, wenn auch nicht in ganz großen Massen. Und Berlin kann ja gut noch ein paar Tage zurückliegen verglichen zum milden Rhein-Main-Gebiet.

    Hi Creatie,


    das mit den Witterungsbedingungen wäre genau anders herum OK. Hallimasch mögen es nicht warm.


    Du musstest ins Exil!? Ich hoffe, du findest da wieder raus. ==Gnolm10

    GRI

    Hallo Raphael,


    schwierig! All das, was du da gerade ansprichtst gab es schon mal. Im pilzepilze-Forum vor über 10 Jahren. Ganz tot ist dieses Forum wohl nicht. Zuletzt (Oktober 2023) hatte da Gelbfieber ein wunderschönes Porträt der "Falschen Rotkappe" gezeigt - wie immer mit Mikrobildern. In den 00-er Jahren gab es da mehrere tolle Serien von Jürgen Schreiner und Felix Hampe - unter Anderem.Trotzdem hatte sich dieses Forum letztendlich erledigt. Auch, wenn das einige User nicht wahr haben wollen.


    Die Teilnehmer hatten über die Jahre, auch über den Erfahrungsaustausch im Forum, immenses Wissen angesammelt und zum Teil eine eigene Cummunity gebildet. Das war bereits vor über 10 Jahren Gegenstand der Kritik jüngerer Teilnehmer. Die haben sich ausgeschlossen gefühlt und hatten sich zu Teil bei facebook oder im EU-Forum angemeldet; und die erfahrenen pp-Fories waren dann auch irgendwann hier.


    Es gibt aber Unterschiede zum pilzepilze Forum. Aufgrund der moderneren Struktur des Forums ist es hier möglich, solche Sachen z. B. wie Advents-Pilzrätsel zu machen.

    Es gibt also auch Unterforen für Klatsch und Tratsch oder besser für "nette Komunikation". So etwas hat in der Vergangenheit auch viele Leute abgeholt, die auf dem Gebiet der Funga eher Anfänger waren.Ich sehe hier im Forum aktuell keine so großen Probleme. Man wird es niemals Allen recht machen können.

    Und das ist auch gut so.


    GR I


    .

    Hallo Jörg und Steffen,


    sorry, wenn das ein wenig arrogant rüberkam. Ist ja klar, dass jedes Revier seine Besonderheiten hat.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es im Erzi halt andere schöne Sachen gibt, die es hier im Umkreis von 100 Kilometern nicht gibt. Es braucht halt alte Buchenwälder, wo das Totholz nicht weggeräumt wird.


    Oder, für C. mucosus, Kiefern-Monokulturen. Die Lausitz wäre ja für dich nicht unerreichbar. Allerdings würde ich selbst nicht über eine Stunde fahren wollen, um irgendwelche Pilzstellen aufzusuchen.

    Die beiden Standorte befinden sich zwischen 20-30 min. Fahrzeit entfernt. Zur Arbeit bin ich länger unterwegs.


    Zum anderen Thema. Verglichen mit dem pilzepilze-Forum ist es hier viel einfacher, Bilder einzubinden.

    Auch das Schreiben geht hier besser von der Hand, zumal die Funktionen für die Textbearbeitung und -Formatierung

    viel besser zu handhaben sind. Im anderen Forum gibt es ja nicht einmal eine Editierfunktion.


    Das mit den schlampigen Beiträgen dürfte auch dem Zeitgeist geschuldet sein. Generation facebook halt. :gnichttraurig:


    Grüßlis Ingo

    Danke auch für den Bericht aus den Wandlitzer Buchenwäldern. Ich hatte letztes Wochenende überlegt, in die Richtung rauszufahren, dann aber doch drauf verzichtet. War dann wohl nicht so verkehrt.


    Hi Creatie,


    obwohl es auch darauf ankommt, was man da so vorhat. Wollte man Fotos von hübschen Baumpilzen machen,

    wäre Mann (oder auch Frau) dort gut aufgehoben. Imho hatte ich dort schon seit Längerem keine besonderen Funde mehr.

    Irgendwann ist solch ein Revier auch ausgereizt.


    Diese hier:




    sind schön weiß und auch hübsch anzusehen - aber dort auch zu erwarten.


    Allerdings wollte ich mir eine Fuhre Hallimasch einverleiben. Null Hallimasch vor dem

    ersten November sind für mich ein Novum. Wer jetzt noch den Klimawandel abstreitet,

    dem ist nicht mehr zu helfen. Die Hallimäscher kommen bestimmt noch. Eigentlich lebte

    das Forum in den vergangenen Jahren (im Spätherbst) ganz gut von den Hallimasch-Anfragen.

    Das wird demnächst bestimmt noch losgehen.


    GR Ingo


    Hallo nochmal,


    schön, dass es keine Fragen dazu gibt. Das hier ist ja auch eine Art Bildungsprogramm. Vor 10 Jahren wurde

    über solche Funde noch viel gerätselt und diskutiert. Gut möglich, dass heutzutage mit Ritterlingen und abgeschnittenen

    Steinpilzen nicht viel Hof zu machen ist. Vielleicht hätte ich auch noch einen der 20 nicht abgeschnittenen Steinpilze

    ablichten sollen! Oder mit einem Bild von meinen Fundkorb Unruhe stiften. Aber Einschaltquote war früher mal.


    Es gab natürlich noch mehr Sachen im Kiefernwald. Den allgegenwärtigen Heide-Schleimfuß (C. mucosus) zum Beispiel:



    Oder auch Rote Lacktrichterlinge, die sich bei näherer Untersuchung meist als Zweifarbige entpuppen.



    Oder noch mehr Ritterlinge? Solche bei Birken zum Beispiel (T. fulvum).



    Das Wäldchen war jedenfalls der Hammer.


    Am Sonntag schließlich konnte ich es mir nicht verkneifen, auch den Buchenwald bei Wandlitz heim zu suchen.

    Allerdings endete das mit einer Enttäuschung. Verglichen mit Spreeau gab es dort sehr wenig zu finden. Gerade mal

    zwei Steinpilze, keinerlei Flockies und vor allem - 0 Hallimasch!!! Ich wollte doch auch mal was Leckeres essen.


    Imerhin gab es einige Üblichkeiten zu sehen. Zum Beispiel Herbstlorcheln.



    oder Rosa Rettichhelmlinge.



    Obwohl - näher betrachtet, gab es da auch noch andere Sachen. Die entziehen sich aber meinen aktuellen Kenntnissen.




    Eine schöne Restwoche noch - Ingo.

    Hallo Susi,


    unsere Kiefern-Habichtspilze sehen derzeit alle so dunkel aus. Das liegt an dem ergiebigen Regen der vergangenen Tage, der auf den Pilzen seine Spuren hinterlassen hat.

    Die meisten der Maronenröhrlinge, die ich begutachten durfte, hatten eine ca. 1 mm breite, glasige (verwässerte) Schicht unter der Hutoberfläche. So etwas hatte ich bislang nur bei Frostschäden gesehen.


    GR Ingo

    Hallo Pilzfreunde,


    einige werden sich vielleicht noch erinnern. Vor fast genau vier Jahren bog ich zu einer meiner alten Pilzstellen ab,

    um in Erinnerungen zu schwelgen. (Der Wald der vergessenen Steine)

    Damals hatte ich mir auch vorgenommen, diese Stelle noch einmal innerhalb der Pilzsaison aufzusuchen.

    Am vergangenen Samstag hat es endlich geklappt. Nicht, dass der Zeitpunkt diesmal viel früher war. Die Hochsaison

    ist nur noch einmal ein bis zwei Wochen nach hinten spaziert.


    Um es kurz zusammen zu fassen - ich habe es nicht bereut. Gegen 13:00 Uhr dort angekommen, war ich zunächst

    etwas erstaunt. An diesem Standort (Abfahrt Friedersdorf - Richtung Deponie) hatte ich noch nie so viele Autos

    gesehen - es müssen an die 20 gewesen sein.Kurz nach Ankunft war mir auch klar, um was es da ging.

    Die Leute schleppten körbeweise Steinpilze aus dem Wald.


    Dementsprechend sah es dann auch im Wald aus. Hier der Standard-Steinpilz an jenem Nachmittag:



    Darum ging es mir aber nicht. Was ich in den folgenden zwei Stunden sah,grenzte an Reizüberflutung. An solch

    ein Pilzreichtum in unseren meist trockenen Kiefernwäldern kann ich mich nicht erinnern. Das gab es auch nicht

    in den guten, alten Zeiten.


    Nach einer viertel Stunde hatte ich ein gutes Pfund Edelreizker in allerbester Qualität beisammen - meine besser Hälfte

    mag die gebraten (ich überhaupt nicht). Danach war Annahmeschluss.


    Schon an den Wegrändern tummelten sich Unmengen von typischen Arten aus diesem Biotop.





    In der besagten Schonung (Beitrag von 2019) ging dann die Lucie ab. Die Habichtspilze waren noch recht frisch.

    Die anderen Stachelinge (Phellodon melaleucus / Phellodon tomentosus) bildeten riesige Teppiche.







    Und die Ritterlinge?!

    So viele Halsbandritterlinge an einem Standort hatte ich noch nie gesehen - und ich habe davon schon einige gesehen.



    Die braunweißen (T. albobrunneum) - einfach nur inflationär.





    Sogar Neuhoffs Giftritterlinge waren mit zwei Vertretern am Start. Somit ein weiterer Nachweis dieser seltenen Art,

    neben dem Müllroser Forst.



    Craterelle hat noch keinen Rosenroten Schmierling gefunden?! Im Müllroser Forst keine Seltenheit und hier:



    Rosen an mehreren Stellen.


    Ich denke, ich muss da mal wieder öfters hin. Vielleicht steht da eines Tages mal Tricholoma pessundatum.

    Der fehlt mir noch.


    Grüßlis Ingo