Beiträge von ingosixecho

    Wie schön, auch der Halsbandsittich-Ritterling ist wieder da, an einer der beiden Stellen vom Vorjahr und auch an einer neu entdeckten in einem anderen Gebiet.


    Auch wenn's nix zum Essen ist, ich finde ihn sehr eindrucksvoll.

    Moin Creatie,


    zu diesem Thema habe ich neulich einen passenden Bericht im Archiv des pilzepilze-Forums gefunden.

    Der nennt sich passenderweise "Tanz der Morcheln" und wurde am 28.09.2010 gepostet.

    ==Gnolm3


    Grüßlis Ingo

    Hallo Miteinander,


    für mich sieht das alles nach einer Art aus. Erdritterlinge sind es aber ziemlich sicher. Ob T. argyraceum oder T argyraceum var. inocybeoides lässt sich von den Bildern her nicht eindeutig sagen. Begleitbaum ist natürlich die Birke.


    GR Ingo

    Hallo nochmal,


    glatt eine Woche später sah das schon viel besser aus. Obwohl mittlerweile im letzten Oktoberdrittel angekommen,

    erschienen einige Arten nun explosionsartig. Die Wegränder säumten am Sonntag Unmengen von winzigen Q-Röhrlingen

    und auch die Butterpilze fruktizieren nicht zu knapp.



    Interessant fand ich, dass noch so gut wie keine (reinen) Herbstpilze am Start waren. Null Maronenröhrlinge -

    null Saftlinge - null Hallimasch und auch kein einziger Grünling.


    Sonst tümmelten sich um diese Zeit Massen von Habichtspilzen in den Revieren. Diese Kollektion war die

    einzige an diesem Wochenende.



    Dafür gab es aber überall frische Edelreizker in Reformhausqualität.



    Immerhin waren auch die gemeinen Steinpilze in überschaubaren Mengen am Start. Ich kann mich an Jahre

    erinnern, da waren die Mitte Oktober durch.



    Es gab da sogar einen Steinpilz mit Lamellen unter dem Hut. Von weitem und oben gesehen sah das Teil wie ein

    edulis aus. Der Stiel steckte tief im Moos und war genau so lang und auch so kompakt, wie das Steinpilze in Kiefernwäldern

    können. Höhe knapp 20 cm. Die Giftritterlinge können tatsächlich auch so groß werden.







    Die Verwandtschaft mit den striaten Hüten war auch am Start. Die kann man mittlerweile guten Gewissens als

    T. albobrunneum ansprechen.




    Ansonsten gibt es in unserer Region auch interessante Tiere zu besichtigen. Auf das Geschlängel hier wäre ich fast

    drauf getreten.



    Andere Tiere haben die schlechte Angewohnheit, des Nachts fürchterliches Geheul von sich zu geben. Das war

    mitunter sogar auf dem Campingplatz zu hören.

    Im Müllroser Forst ist mittlerweile halt ein komplettes Wolfsrudel heimisch - 6 bis 8 Tiere wurden gezählt.


    Die Hallimäscher werde ich am nächsten WE im Buchenwald finden. 2018 kamen die auch erst Ende Oktober.


    GR Ingo

    Hallo Nosozia,


    ich pflichte Norbert bei. Das ist ziemlich sicher L. americanus - der Büschelige Egerlingsschirmling. Die sehen auch nicht wie Kälteopfer aus. Das Gilben wirst du am ehesten bei den ausgewachsenen Exemplaren feststellen - unter der Huthaut. Eigentlich kannst du es dir aber auch sparen. Die Art kenne ich aus eigener Anschauung sehr gut.


    GR Ingo

    Nun ja!


    Eine große Pilzsaison wäre es gewesen, wenn die Maronenröhrlinge Ende August in den Kiefernwäldern gestanden hätten

    und das so bis Ende Oktober weiter gegangen wäre. So hatten wir in Ostbrandenburg, wie fast in der gesamten

    Osthälfte Deutschlands, bis runter in den Bayernwald, den ganzen September über Hochsommerwetter. Im gesamten

    September 2023 gab es in der Umgebung von Frankfurt/Oder keine 10 mm Niederschlag. Bis dann vor zwei Wochen die

    überraschende Wendung kam. Am 2.Oktober war ich noch baden bei 20 Grad Wassertemperatur und eine Runde mit dem SUP drehen.

    Am Feiertag dann kam die Gewitterfront mit gut 10 mm Regen und am folgenden Wochenende die richtige Schütte mit 20 mm Landregen.


    Das hatte diesmal tatsächlich ausgereicht, um das Pilzwachstum zu "entfachen". Nur ein Wochenende später (vergangenes)

    kamen die ersten Exemplare zum Vorschein. Noch dazu einige besonders willkommene Funde.



    A. muscarina mitten auf dem Weg



    Der Schwarze Korkstacheling (Phellodon niger), am Rande eines geschotterten Weges



    Auch wieder stabil an seinem Standort: Neuhoffs Giftritterling (Fachname offen)


    und auch wieder, am vermutlich einzigen Standort nördlich der Mittelgebirge:


    Tricholoma arvernense - allerdings nur mit zwei Schrumpeldingern.


    Nachdem in den vergangenen Tagen aus meteorologischer Sicht Panik verbreitet wurde, was negative Außentemperaturen

    betrifft, wurde die Prognose für unsere Region inzwischen korrigiert. Von Donnerstag bis Samstag Vormittag gibt es frostfreies

    Schmuddelwetter bei Höchsttemperaturen von 5°C. Ab Samstag Mittag gehen die Temps wieder nach oben und der Landregen lässt nach.


    Dann sollte auch die Artenvielfalt zugenommen haben. Maronen und Co. gab es zuletzt nämlich noch nicht.

    Die mögen keine Nachttemperaturen von mehr als 10°C.


    Grüßlis Ingo

    Hallo Miteinander,


    ich habe am vergangenen Montag "Falsche Rotkappen" gefunden. Auf einem Markt in Slubice (PL). Einer der Gemüsestände hatte die massenhaft im Programm und verkaufte diese als Steinpilze. Vom Habitus erinnern mich die Röhrlinge stark an Filzröhrlinge. So werden sie wohl auch schmecken.

    Ansonsten könnte es tatsächlich bei uns noch einmal einen Spätstart geben. Für Hallimäscher sollte es jedenfalls ab Monatsmitte reichen.


    GR Ingo

    Vielleicht ist ja der Fachbegriff unbedenklich.


    Obwohl - bei Russula nigricans....Phellodon niger.........


    Mitunter kann ich die Leute verstehen, die so etwas satt haben. Ich finde, es gibt aktuell wichtigere Sachen auf unserer Welt.



    GRI

    so ungefähr, wie so ein gepresstes preiswertes Hähnchenschnitzel.

    Hallöle,


    wenn etwas so schmeckt wie etwas anderes, was kulinarisch sowieso nicht in Frage kommt, ist es nach meinem Gusto sowieso disqualfiziert.

    Presshühnchen würde ich nichtmal für lau aus dem Supermarkt mitnehmen.


    Ich hatte da neulich eine Diskussion mit einem Sammler, der mich fragte, ob Herbstrotfüße essbar seien. Na klar! Was ist eigentlich mit dem Löwenzahn, so meine Erwiederung? Der ist auch essbar und hat obendrein noch Vitamine zu bieten.


    Geschmäcker sind wohl doch verschieden.


    Ansonsten bleibe ich dabei. Diese Saison ist im ...Eimer. Obwohl - wer erinnert sich noch an 2018? Da kamen Hallimasch und Flockenhexen auf einmal Anfang November.

    Zuvor gab es allerdings um den 10. Oktober herum ergiebige Niederschläge. Ganz aussichtslos ist es also noch nicht.


    Daumendrück - Ingo

    Hier noch mal ein kurzes Update.


    Sollten die amerikanischen Wettermodelle (GFS / GEM) recht behalten, gibt es bei uns in BB & B in diesem Jahr keine Herbstpilzsaison.

    Das alte Muster war heute mal wieder gut bei dem "Frontdurchgang" zu erkennen. Die Regensummen kann sich, wer mag, gerne bei Kachelmann anschauen.

    Die Prognose bis zum Monatswechsel steht. In anderen Jahren konnte man mal Richtung Schorfheide ausweichen. Auch das bringt momentan nichts.


    GR Ingo

    Ne,


    auch der Kleine rechts unten passt ins Schema. Das sind alles Gallenröhrlinge, auch wenn du die Bitterstoffe nicht schmeckst.

    Ich würde mich schon freuen, momentan irgend welche Pilze zu finden - sogar Gallenröhrlinge.


    GR Ingo

    Hallo Nobi,


    Anfänger könnten den schon mal mit jungen Sandröhrlingen verwechseln - weil gleicher Standort bei Kiefern. Auch und vor Allem der Farben wegen.

    Natürlich sehen die Röhren und auch die Hüte anders aus. Das hier sind ja eindeutig Kuhröhrlinge. Kulinarisch übrigens, nach meinem Gusto, Abfall in jedem Stadium. Löwenzahn z. B. halte ich für weitaus nahrhafter.


    In den vergangenen Jahren ist mir auch aufgefallen, dass S. variegatus zunehmend seltener auftritt. In den Jahren vor der Wende wurden die regelmäßig am Straßenrand verkauft - zum teil in Massen. Das aber nur mal am Rande.


    Grüßlis Ingo

    Hallo liebe Landsleute,


    nunmehr mitten im Frühherbst und damit in der eigentlichen Pilzsaison angekommen herrscht gespenstische Stille, hier in unserem Regionalthread.

    Und das, obwohl alle Vorbedingungen für ein gutes Pilzjahr erfüllt schienen.

    In den allermeisten Regionen konnten bisher Jahresniederschläge zwischen 450 und 600 Litern registriert werden. Also überall viel mehr, als im Vorjahr insgesamt gefallen sind.


    Allerdings nutzt uns das momentan nichts. Die Wärmeperiode ab Mitte August hatte nahezu überall das Pilzwachstum vereitelt. Am vergangenen Sonntag gab es im Buchenwald in Wandlitz kaum Großpilze zu sehen. Und das, obwohl die Böden noch relativ feucht erschienen.


    Die aktuelle Wetterlage ist für die diesjährige Herbstpilzsaison die Höchststrafe. Das Omega-Hoch baut einen Hitzedom mit hohen Tagestemperaturen, wenig Bewölkung und, vor allem, niedrigen Luftfeuchtewerten auf. Je nach Wettermodell dauert diese Lage mindestens bis Mitte nächster Woche an. Ob und wie viel Niederschlag dann fällt, steht in den Sternen.


    Die amerikanischen Wettermodelle zeigen momentan eine Fortsetzung dieser Wetterlage, sogar über die Monatsmitte hinaus.

    Das Gute oder Schlimme - es betrifft nicht nur unsere Region, sondern nahezu das gesamte Land.


    Man sollte sich also merken, dass es ziemlich egal ist, wie wenig Niederschläge im Frühjahr oder im Hochsommer fallen. Entscheidend ist der Zeitraum zwischen Mitte August und Anfang September.


    Falls es gegen Ende September eine Wetterumstellung geben sollte, braucht es noch 2-3 Wochen, ehe sich die Mycelien wieder regen. Damit wären wir bereits mitten im Oktober angekommen, bei zunehmender Nachtfrostgefahr.


    Tut mir echt leid, aber ich bin nur der Überbringer der (schlechten) Botschaften.


    Grüßlis Ingo


    p. s. geht noch mal baden oder in die Sonne. Die dunkle Jahreszeit kommt sowieso. Egal ob mit oder ohne Niederschläge.

    Hallo Luca,


    du hast dir die (wahrscheinlich korrekte) Bestimmung eigentlich selbst erarbeitet. Zumal die Pilze eingewachsen faserige Hutoberflächen hatten. Bei solchen Funden ist es aber dringend erforderlich, auch mal eine Kostprobe zu nehmen. Die anderen hellen Gesellen sollten mehr oder weniger unangenehm riechen.


    GR Ingo