Unbekannter Porling vermutlich an Ginster?

Es gibt 12 Antworten in diesem Thema, welches 265 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Uwe58.

  • Hallo

    Wir haben ja sehr viel Ginster. Das werden waldähnliche Flächen, die sich rasant ausbreiten. Darum wird er regelmäßig zurückgeschnitten. Dann sind nur noch die Wurzeln im Boden.

    Dort habe ich diesen Porling gefunden. Kein markanter Geruch, nur ein wenig streng, wie andere Porlinge auch. Hier habe ich nicht mal eine Vermutung.

    (links habe ich eine Konsole entfernt!)


    Die Poren sind auch ohne Lupe zu erkennen.


    Die Oberseite.


    Das Fleisch erinnert mich an gegartes Hühnerfleisch im Aussehen, nur ist es viel zäher.


    Die Sporen sind winzig.

  • Hallo zusammen,


    zum Ginster muss ich jetzt aber was schreiben.


    Der Ginster gehört nicht zur Verwandtschaft der Nadelhölzer, die ja zu den nacktsamigen Pflanzen (Gymnospermen) gehören.

    Blütenpflanzen, wie auch der Ginster, gehören zu den bedecktsamigen Pflanzen (Angiospermen, "Blütenpflanzen"). Und in dieser Gruppe ist der Ginster ein Schmetterlingsblütler in der Familie der Hülsenfrüchtler. Er ist damit mit Bohnen, Erbsen ... verwandt.

    Beim Ginster gehen die Wurzeln eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein, binden auf diese Art Stickstoff, und daher kann die Art auch gut auf sehr nährstoffarmen Böden gedeihen.


    Zum Porling dagegen kann ich leider nichts sagen.


    Liebe Grüße

    Günter

    Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben. (A. Gide)

  • Hallo zusammen,


    und um beim Ginster zu bleiben: Ich bezweifel sehr stark, daß es sich beim Wirt um Ginster handelt. Wenn die Pflanze waldähnliche Flächen bildet, wird es sich um Besenginster Cytisus scoparius handeln.


    Björn

  • Aber Besenginster (Cytisus) ist eben kein Ginster (Genista), auch wenn beides zu den Fabaceaen gehört.

    Ja, wieder das Problem mit den Umgangssprachlichen Namen. Also in Zukunft ist das Besenginster.


    die Größe könntest du uns schon verraten! :)


    Versuch's mal mit Bjerkandera fumosa.

    Danke Frank

    Bjerkandera fumosa, ja sollte passen, jetzt wird der sogar richtig grau und schwärzt. Sehr selten bei uns. Ich hätte nie gedacht, dass der so groß und so dick werden kann.


    Ich kann Sporen leider nicht messen, aber zu den kleineren gehören die schon.

  • Hallo zusammen,


    Björn hat natürlich Recht. Bei uns in der Gegend sagt man allerdings landläufig zum Besenginster einfach Ginster. Der wirkliche Ginster ist für Laien auf den ersten Blick dem Besenginster optisch recht ähnlich, bleibt aber viel kleiner. Mit der Zuordnung tue ich mich selbst auch recht schwer wenn ich beide nicht nebeneinander sehe.

    Um noch einmal den von mir in Spiel gebrachten Wurzelschwamm zu erwähnen: Dieser soll auch auf Laubholz vorkommen.

    Dazu findet man bei waldwissen.net einer Internetseite der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) interessantes über den Gemeinen Wurzelschwamm. Sollte man sich mal durchlesen. Der Gemeine Wurzelschwamm - viele Wirte, großer Schaden - waldwissen.net


    Viele Grüße

    Reinhard

  • Um noch einmal den von mir in Spiel gebrachten Wurzelschwamm zu erwähnen: Dieser soll auch auf Laubholz vorkommen.

    Hallo Reinhard

    Wurzelschwamm kenne ich gut. Der ist es nicht. Da gibt es mehrere sehr ähnliche Arten, die auf Nadelholz oder Laubholz wachsen. Ich will in diesem Jahr noch mal an den Fundort. Dann sollte man mehr erkennen. So einen Pilz klaut mir da auch keiner!