Willkommen im Lorenzer Reichswald

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema, welches 158 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Daniel224.

  • Hallo zusammen,


    gestern war ich im Lorenzer Reichswald östlich von Nürnberg unterwegs. Das ist ein reiner Flechtenkiefernwald (Cladonio-Pinetum) auf sehr sandigem Boden und dementsprechend gibt es dort ein ganz anderes Artenspektrum als in "meinem" Eichen-Hainbuchenwald auf basischem Basaltboden.


    Zwar gab es dieses Jahr weniger Arten als letztes Jahr zu bestaunen, aber insgesamt doch deutlich mehr als im Laubwald. Insofern kann ich die Beobachtung von Schrumz bestätigen, dass die Nadelwaldbewohner mit einem "blauen Auge" davon gekommen sind es würde mich interessieren, ob das auch in anderen Teilen der Republik so ist oder nur der (zufälligen) Niederschlagsverteilung geschuldet ist.


    Ich bin noch nicht dazu gekommen, meine Funde mit der Literatur abzugleichen. Dementsprechend handelt es sich um vorläufige Arbeitstitel.



    Tricholoma albobrunneum? Mehlgeruch und Mehlgeschmack, mild



    Kiefern-Habichtspilz, da kein anderer Partnerbaum



    Butterpilz ist ja trivial


    Telamonie?



    Den Heide-Schleimfuß C. mucosus glaube ich mittlerweile halbwegs zuverlässig zu erkennen:



    Sand-Röhrling dürfte auch klar sein:



    Hunderte (!) Fruchtkörper vom Grünling, herrlich



    Hier kann ich nicht einmal die Gattung sicher ansprechen, Telamonie? Dermocybe? Was ganz anderes? ich bin und bleibe Pilzlaie :(



    Gleiches gilt für dieses Einzelexemplar mit markantem hellem Hutrand. Ob das wirklich ein Weißsporer ist? Ich habe da so meine Zweifel, reines Bauchgefühl ...



    Habichtspilze und ein Halsbandritterling, beide Arten kenne ich nur aus diesem Habitat:



    Der zweite Teil meiner Exkursion folgt später, ich möchte diesen Beitrag nicht zu lang machen und habe jetzt noch ein paar Dinge zu erledigen. Korrekturen und Kommentare sind wie immer willkommen.


    Beste Grüße,


    Frank

  • Ja, Kiefern- und Fichtenbegleiter stehen bei uns unterdurchschnittlich da, aber es gibt zumindest ein Bisschen was. Ganze Abschnitte Buchen- und Tannenwald hatten dagegen dieses Jahr bis auf einen einwöchigen Röhrlings- und Täublingsschub im September nicht einen einzigen Mykorrhizapilz. Im Herbst Schleierlinge, Schnecklinge, Ritterlinge und Craterellen allesamt 0. Es ist wirklich krass, denn erstens hatten wir im Oktober einiges an Regen und zweitens haben diese Arten bis jetzt in schlechten Jahren eben einfach weniger Fruchtkörper produziert und sind nicht allesamt völlig ausgeblieben. Auch bei den Saftlingen wäre katastrophal echt noch eine Untertreibung.

    Viele Grüße

  • Moin Frank :)

    Das sind ja schöne Habichtspilze. Die finde ich hier nur selten mal am Wegrand von einem offiziellen Wanderweg in einem NSG an einer Stelle,

    da darf ich ja nur gucken und nichts entnehmen.


    LG

    Daniel

    Ein Bestimmungsvorschlag von mir ist keine Verzehrfreigabe, dafür müsstest du bitte einen Pilzsachverständigen oder Pilzberater kontaktieren, schau mal unten der Link zur DGfM, da kannst du eine Auflistung für Deutschland finden.


    Liste von Pilzsachverständigen:

    https://www.dgfm-ev.de/service/pilzsachverstaendige