Hallo zusammen,
gestern war ich im Lorenzer Reichswald östlich von Nürnberg unterwegs. Das ist ein reiner Flechtenkiefernwald (Cladonio-Pinetum) auf sehr sandigem Boden und dementsprechend gibt es dort ein ganz anderes Artenspektrum als in "meinem" Eichen-Hainbuchenwald auf basischem Basaltboden.
Zwar gab es dieses Jahr weniger Arten als letztes Jahr zu bestaunen, aber insgesamt doch deutlich mehr als im Laubwald. Insofern kann ich die Beobachtung von Schrumz bestätigen, dass die Nadelwaldbewohner mit einem "blauen Auge" davon gekommen sind es würde mich interessieren, ob das auch in anderen Teilen der Republik so ist oder nur der (zufälligen) Niederschlagsverteilung geschuldet ist.
Ich bin noch nicht dazu gekommen, meine Funde mit der Literatur abzugleichen. Dementsprechend handelt es sich um vorläufige Arbeitstitel.
Tricholoma albobrunneum? Mehlgeruch und Mehlgeschmack, mild
Kiefern-Habichtspilz, da kein anderer Partnerbaum
Butterpilz ist ja trivial
Telamonie?
Den Heide-Schleimfuß C. mucosus glaube ich mittlerweile halbwegs zuverlässig zu erkennen:
Sand-Röhrling dürfte auch klar sein:
Hunderte (!) Fruchtkörper vom Grünling, herrlich
Hier kann ich nicht einmal die Gattung sicher ansprechen, Telamonie? Dermocybe? Was ganz anderes? ich bin und bleibe Pilzlaie ![]()
Gleiches gilt für dieses Einzelexemplar mit markantem hellem Hutrand. Ob das wirklich ein Weißsporer ist? Ich habe da so meine Zweifel, reines Bauchgefühl ...
Habichtspilze und ein Halsbandritterling, beide Arten kenne ich nur aus diesem Habitat:
Der zweite Teil meiner Exkursion folgt später, ich möchte diesen Beitrag nicht zu lang machen und habe jetzt noch ein paar Dinge zu erledigen. Korrekturen und Kommentare sind wie immer willkommen.
Beste Grüße,
Frank
