Violette Telamonie

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 208 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von coröhrling97.

  • Hallo zusammen,


    hier noch eine weitere Telamonie von der Alme-Tagung aus einem ehemaligen Steinbruch im NSG An der Rösenbecker Burg. Begleitbäume gab es viele: Pappel, Birke, Fichte, aber auch Buche wird in der Nähe gewesen sein, siehe die Blätter auf den Fotos. Auffällig ist die starke Gürtelung am Stiel. Die Lamellen waren im jungen Zustand lila (wir hatten im Tagungsraum noch mal einen der ganz jungen Fruchtkörper aufgeschnitten, um das zu prüfen), ebenso wie das Fleisch im Schnitt. Mit KOH gab es nur eine negative Reaktion im Fleisch und auf dem Hut. Die Sporen messen 8.1±0.5 µm × 4.8±0.2 µm, Q=1.7±0.1 bzw. 7.2-8.8 µm × 4.4-5.3 µm, Q=1.5-1.9. Die Lamellenfarbe der jungen Fruchtkörper würde mich dann zu C. alboviolaceus bringen, während die Sporengröße besser zu C. acutispissipes paßt. Auch hier würde ich mich über cortinariologisches Feedback freuen. Mykollege_Günter  Cortinarius


    Fruchtkörper am Fundort


    Sporen in KOH


    Huthaut und Lamelle habe ich nicht mikroskopiert, aber könnte ich bei Bedarf am Exsikkat nachholen.


    Björn

  • Hallo Björn,

    Cortinarius alboviolaceus wäre auch mein erster Verdacht gewesen.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo Björn,

    die Sporengröße unterscheidet acutispissipes von alboviolaceus. Makroskopisch sind die beiden kaum zu trennen.

    Die 3. sehr seltene Art paralbocyaneus ist mir unbekannt, sieht aber lt. Protolog anders aus.

    LG Günter

  • Hallo Björn,


    ich halte den Fund ebenfalls für Cortinarius acutispissipes.

    Die Art finde ich auf Sandboden in einem heideartigen Bestand mit Birken, Pappeln und Kiefern.

    Anhand der Sporengröße lassen sich die Arten laut der "Flora Agaricina Neerlandica" gut trennen.


    VG Cornelius