Hier die Originalbeschreibung aus dem Atlas des Cortinaires
Beiträge von Mykollege_Günter
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Schwierig, in der Sektion Flexipedes mit ca 15 Arten, auf eine bestimmte Art runterzuschlüsseln.
C. pilatii ist sehr gut möglich, aber auch C. pelargoniostriatulus.
LG Günter
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Ich gehe mit Deiner Diagnose mit.
C. terpsichores kann mit Buche, Tanne und Fichte Mykorrhiza bilden und kommt auf basischen Böden vor.
C. eucaeruleus ist m.W. eine reiner Laubwaldart.
Ebenso können die Sporen von terpsichores im Ausnahmefall bis 11 µ groß werden und in der Breite auch mal 6,5 µ erreichen, die von eucaeruleus bis 12,5 x 7µ. Das heißt, es gibt einen großen Überlappungsbereich und die Sporen sind nicht gut zur Trennung der beiden Arten geeignet.
Besser ist der Geruch. C. terpsichores riecht jung fruchtig angenehm und nie erdig, was eucaeruleus - besonders im älteren Zustand - mit Hingabe macht!
LG Günter
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Arten mit üppigem Velum können durchaus mal eine Volva ausbilden, so wie alle Arten der Sektion Caerulescentes.
Ok, diese Reaktion im letzten Foto passt jetzt auch zu C. foetens.
LG Günter
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Voilà, Thomas.
das ist die aktuellste Bearbeitung der Sektion Phlegmacioides.
Leider sind wir damals kurz auf den "Taming-the beast" Zug aufgesprungen und haben die Arten als Phlegmacium vorgestellt. Mittlerweile sind wir aber der Meinung, dass die Gattung Cortinarius als monophyletische Gattung NICHT aufzuspalten ist.
In der FAN 8 ist gegenüber unserer Arbeit nur der Name von C. pseudodaulnoyae geändert worden und wird wieder C. nemorensis genannt, was auch sinnvoll ist.
C. daulnoyae habe ich schon öfter gefunden und war von daher auch der erste Gedanke, als ich Deinen Fund sah.
LG Günter
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Hi in die Runde,
1 sieht mir nach Cort. daulnoyae (=sabuletorum) aus
2 dürfte tatsächlich Cort. balteatocumatilis sein.
Beide haben jung cremefarbene Lamellen OHNE Blautöne und riechen besonders , wenn sie älter werden deutlich erdig /nach roter Bete.
schöne Grüße Günter
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Bei foetens sollte diese Reaktion stärker und mehr orangefarben ausgehen. Aber Du magst recht haben, es gibt tatsächlich Grenzfälle, die sich nur per Sequenzanalyse klären lassen.
sonnige Grüße Günter
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Guten Morgen,
das scheint mir schon noch ein (etwas verunstalteter) caesiocanescens zu sein.
Cortinarius foetens würde in der Stielbasis mit KOH orange reagieren.
Gruß
Günter
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Was spricht denn gegen Pl. roseipes? Die Art wächst an Nadelholz, und die rosa Töne am Stiel sind manchmal stark reduziert und kaum zu sehen.
Die Mikros passen m.M. nach ganz gut.
Gruß Günter
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Dann wäre da noch die Ökologie: An wärmeren Standorten wie Waldrand, Alleen, am Straßenrand hast Du eigentlich nur G. adspersum. G. applanatum wächst im kühleren Waldesinnern.
So ist es zumindest hier im Südwesten.
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Die Sporen machen den Unterschied, sowohl in der Größe als auch in der Sporenpulverfarbe!
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Passt! Ich habe schon Fruchtkörper von Gan. adspersum bis in 3 m Höhe am Stamm gesehen. Bei uns im SW der Republik ist die Art sehr häufig und an fast allen Baumarten, auch an Nadelholz, zu finden.
LG in den Norden
Günter
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Ein bissel viel gelb am Stiel, aber man könnte sich hier durchaus einen Rubroboletus legaliae vorstellen.
Gruß Günter
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Das war lediglich eine Vermutung meinerseits, aber ohne weitere Angaben lässt sich hier nur im dunklen rumstochern.
sorry
Günter
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Hallo Rainer,
es kommen da mehrere Frühjahrs-Telamonen infrage. Leider fehlen mir hier die Sporen, um genaueres sagen zu könne. Am ehesten denke ich hier an C. galerinoides/ammophiloides oder an C. scoticus.
Gruß
Günter
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Hallo in die Runde,
unsere lieben kleinen Braunen ...bleiben tatsächlich schwierig! Die Erfahrung haben Hias und ich gerade in der Sektion decipiens/castanei erleben dürfen.
Bzgl. C. vernus, so habe ich sequenzierte Kollektionen aus dem Frühjahr und dem Herbst, mit und ohne Petersilien- (dafür mit krautigen, würzigen bis neutralem) Geruch. Dieser Geruch ist im Wald oft nicht wahrnehmbar und entwickelt sich - und auch nicht immer - dann eher später in einem Gefäß im Warmen. Man braucht dazu etwas Geduld.
In dieser Sektion tummeln sich mindestens noch 2 weitere Arten: C. galerinoides und C. psammocola und ob man den C. suberythrinus von C. inops auf Artebene getrennt halten mag, gerne, wenn sich wie Christoph schreibt, gute Merkmale hat, die sie unterscheiden. Ich persönlich habe da noch zu wenig Material gesehen, um das abschließend beurteilen zu können.
Der FAN 8 sollte man zugute halten, dass sich die Autoren auf das Gebiet der Niederlande und Flandern beschränkt haben und wenig Material von außerhalb selbst gesammelt haben, also auch keine erschöpfende Auskunft über alle möglichen Mykorrhiza-Partner geben können. Sie stellt also keine monographische Bearbeitung der Gattung Cortinarius dar!
Es gibt übrigens noch weitere Cortinarius-Arten mit diesem flüchtigen Geruch: C. repertus (großsporig) und C. phaeosmus sowie C. suboxytoneus (beide kleinsporig), 3 Arten, die früher unter dem Namen C. rheubarbarinus ! kartiert worden sind. Und dann die beiden phlegmacioiden Arten C. sulfurinus und ihre Schwesternart C,. koldingensis.
Liebe Grüße
Günter
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Ich denke3 schon, dass es sich um einen Ganoderma handelt.
Hilmar, ist der Fruchtkörper in diesem (einen) Jahr gewachsen oder war der letztes Jahr schon an der gleichen Stelle, nur kleiner?
LG Günter
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Ich würde trotzdem nicht den Oxyporus ravidus aus der Betrachtung raus lassen. Anbei ein Foto meines von Leif Ryvarden bestätigten Fundes. Hier ist das Hymenophor eher daedaloid, während dieses bei meinen cervina-Funden eher großprig-eckig war.
Aber über die Sporen sollte man die Identität klären können: cervina hat Sporen mit einem Q>2, ravidus unter 1,5.
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Vergleiche mal mit Oxyporus ravidus.
Günter -
Es gibt da schon noch einige Arten, die das liefern können: sulfurinus, parafulmineus, pseudofulmineus,...
Ich bin auch gespannt, was beim sequenzieren rauskommt.
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Hm...hübsch orange läuft eigentlich nicht unter negativ. Kannst Du uns ein Bild davon zeigen?
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Hi, Grüße von Uwe und mir zurück, wir sind gerade zusammen in Ligurien.
Es kann natürlich so sein wie von Dir vermutet, aber einmal fehlen die KOH-Reaktionen am Hut und darüber hinaus sieht man am jungen Exemplar weder die Lamellenfarbe noch die Stielknolle richtig gut.
Die Nummer 2 können wir durchwinken.
Ciao
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Diese bescheidene "Kollektion" kann so leider nicht bestimmt werden!
Zu einer Telamoniabestimmung braucht man heutzutage auch die Angabe zur Dextrinoidität der Sporen, sowie als Basis eine Gruppe von jüngeren, mittelalten und älteren Exemplaren. Und selbst dann wird es schwierig bei ein paar hundert LBM's, wenn nicht irgendwelche auffälligen Merkmale (z.B. unter Pappel, Sporen rund, gelbes Velum, etc.) ins Auge stechen.
Sorry, aber so ist das!
Günter -
Das stimmt, hildegardiae ist eine Verwechslungsart zu humolens. Aber Dein Fund passt gut zu humolens.
Günter
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Das machst Du schon richtig, dass Du die Sporen von der Cortina nimmst, schließlich ist das ein Abwurfpräparat. Das funktioniert übrigens bei allen Pilzen, auch bei Weißsporern. Aber man wählt da nicht aus, sondern nimmt querbeet größere und kleinere.
Und die Blautöne bei Cortinarien sind bisweilen ein gutes Merkmal, manchmal variieren sie aber stark und können täuschen.
Günter
