Schwäbischer Wald

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema, welches 799 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Schrumz.

  • Hallo zusammen,

    Es wird immer mehr im Schwäbischen Wald. Langsam ists auch wieder richtig schön feucht im Wald. Ich fange mal mit ein paar Röhrlingen an:

    1. Direkt vor dem Wald am Parkplatz bei Eiche, Caloboletus radicans. Natürlich häufig, aber wenn die da sind, weiß ich immer, dass auch im Wald was geht.


    2. Wie so oft auch in direkter Gesellschaft mit der Netzbexe


    3. Im Wald angekommen gibt es immer noch eimerweise Flockis im besten Alter, hier nur exemplarisch:



    4. Dann bei Buche am Wegrand noch diese Hexe, werde noch die Sporen messen, bin mir aber schon recht sicher mit Suillellus mendax.


    5. An meinem Kalkhang gabs mal wieder Butyriboletus appendiculatus, vermutlich mit Tanne wachsend



    6. Und auch schon wieder ein neuer Standort von Butyriboletus subappendiculatus (hat komischerweise im Schnitt und an den Röhren moderat kräftig geblaut)



    7. Ich hoffe in diesem Habitat ja auf Caloboletus polygonius aber das waren normale Schönfüße

    8. Die Steinpilze zieren sich noch etwas, kommen aber langsam

    9. Und Maronen gabs auch schon ein paar

    10. Mit Leccinum steh ich ein bisschen schlecht, ich finde sogar Birkenpilze recht selten

    11. Geschweige denn Rotkappen. Das ist theoretisch eine, Leccinum duriusculum, der Pappelraufuß

    12. Und dann noch interessant, diese Butterpilze, fernab jeder Kiefer bei Fichte wachsend

    13. Bei den Sprödblättern hatte ich zum ersten Mal den Maggipilz


    14. Außerdem gab es diese hübschen milden Täublinge bei Tanne häufig


    15. Das sollte bei Hainbuche eventuell Russula carpini sein


    16. Gerne direkt vergesellschaftet mit dem Hainbuchenmilchling



    17. Und dann gab es noch eine Menge Beifang wie diese Buchen-Schleimrüblinge


    18. Unmengen dieses Hallimaschs an toten Tannen

    19. Viele Schopftintlinge

    20. Einen schicken Schüppling den ich unbestimmt ließ

    21. Viele Falsche Pfifferlinge


    22. Und zum Schluss noch absurde Mengen dieses Trichterlings, den ich für eine Infundibulicybe halte



    So, das wars von mir, jetzt heißt es auf den Steinpilzschub und die echten Herbstpilze warten, die vermutlich auch nicht mehr lange brauchen werden. Danke fürs mitkommen, wenn jemand Vorschläge für meine Unbekannten hat, gerne her damit.


    Viele Grüße

  • 12. Und dann noch interessant, diese Butterpilze, fernab jeder Kiefer bei Fichte wachsend

    Moin.

    Das kenne ich irgendwoher. Den Butterpilz finde ich hier in der Heide immer nur in Verbindung mit Kiefer, aber den ringlosen finde ich hier ausnahmslos nur abseits jeglichen Nadelwalds bei Birke an einem alten Kiesteich und da oft in großen Stückzahlen. Bei dem heißts ja auch meist, üblicherweise bei Kiefer. Scheint ja doch nicht zwingend so zu sein.


    LG

    Daniel

    Ein Bestimmungsvorschlag von mir ist keine Verzehrfreigabe, dafür müsstest du bitte einen Pilzsachverständigen oder Pilzberater kontaktieren, schau mal unten der Link zur DGfM, da kannst du eine Auflistung für Deutschland finden.


    Liste von Pilzsachverständigen:

    https://www.dgfm-ev.de/service/pilzsachverstaendige

  • Hallo Schrumz,


    bei Nr. 12 kommt mir die Hutfarbe sehr seltsam für einen Butterpilz vor. Ich würde das eher für den Moor-Röhrling (Suillus flavidus) halten. Dazu passt der Baumpartner auch wesentlich besser. Fernab jeder Kiefer, wie du schreibst, weiß ich auch nicht, ich meine auf deinem Foto ein paar Kiefernnadeln zu sehen. Nr. 20 kommt mir rein optisch eher wie ein Risspilz (Mallocybe terrigena?) als wie ein Schüppling vor. Und der Täubling Nr. 14 könnte was besseres als R. integra sein, vielleicht einer der Nadelwald-Heringe, aber ohne Sporenpulverfarbe...?


    Der Schwäbische Wald erwacht jedenfalls gerade, tolle Fundstrecke!


    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hi Oehrling

    danke dir erstmal. Die Butterpilze kamen mir auch etwas komisch vor aber moorig ist es dort nicht wirklich, gibt sogar Phlegmacien ganz in der Nähe. Kiefernnadeln sind das auch nicht sondern einfach Zweige. Klar kann ich die Kiefer doch irgendwie übersehen haben aber ich habe schon recht gründlich geschaut und kenne die Stelle eigentlich auch gut.

    Bei der Mallocybe könntest du recht haben, den hab ich mir nicht näher angeschaut.

    Die Täublinge habe ich nicht mitgenommen. Die hier wuchsen in der Nähe, die hab ich mit und zumindest einen Sporenabwurf gemacht (hellgelb), nach Fisch rochen die aber nicht, waren aber auch mild. Habe den dann leider mangels Zeit nicht näher bestimmt

    Ja es geht langsam los, was ich noch ein Bisschen vermisse sind die Steinpilze und die Nadelwald-Anhängsler, die Schönfüße die sonst oft zeitgleich auftauchen sind dagegen schon voll da.

    Roseogriseus ist auch noch nicht wieder aufgetaucht sonst würd ich dich mal einladen aber witzigerweise finde ich gerade regelmäßig appendiculatus, mutmaßlich bei Weißtanne wachsend.

    Viele Grüße

  • Ich würde das eher für den Moor-Röhrling (Suillus flavidus) halten. Dazu passt der Baumpartner auch wesentlich besser.

    Hallo Oehrling,

    der ist doch wie der Butterpilz in Büchern zu finden ist als Kiefernbegleiter angegeben.

    Mir wurde vor Jahren mal im Odenwald eine Stelle gezeigt wo da der Butterpilz unter Fichten zu finden war,

    viele Grüsse

    Matthias

  • Hallo,


    danke für das Zeigen, wie es im Paradies aussieht.


    Massig Pilze, nasser Boden, dicke, frischgrüne Moose – davon kann ich nur träumen. Denn hier ist Wüste. Alles knochentrocken. Frische Pilze: Fehlanzeiege.


    Weiterhin viele Funde!


    Viele Grüße,

    Steffen

  • Genau, gestern war ich im Wald bei Spraitbach, mal kurz schauen, was los ist. Der Waldboden war ziemlich trocken, auf den Wegen keinerlei Pfützen zu sehen. Innerhalb von zwei Stunden sah ich vier Flockies, zwei gammlige Rotfußröhrlinge, einen liegenden Baumstamm mit Hallimasch, und ein paar Ockerbraune Trichterlinge (I. gibba). Und das wars. Paradies ist anders. Ich habe mich im Nachhinein über das verfahrene Benzin geärgert. Mit deinem Wald hattest du anscheinend mehr Glück.


    FG

    Oehrling

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  • Westlich von Spraitbach den Berg runter, Richtung Ölmühle.

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!