Pilze Mitteleuropas und andere Übersichtswerke

Es gibt 19 Antworten in diesem Thema, welches 2.571 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von durnik.

  • Hallo zusammen,


    hat einer von euch schon das neue Buch Pilze Mitteleuropas R. Winkler G. Keller bekommen?


    Ich möchte mir nämlich bald mal ein schönes Übersichtswerk zulegen, um noch mehr in die Breite der Pilze eintauchen zu können. Fungi of temperate Europe habe ich dahingehend auch im Hinterkopf. Mag einer, der das erste genannte Buch hat, möglicherweise eine Vergleiche ziehen und sie mit uns teilen?


    Grüße

    Oliver

  • Hallo Harald


    wie vollständig ist es denn und beruht es stark auf Mikromerkmalen? Einen Ersatz für die Funga Nordica bzw. den Gröger suche ich sicherlich nicht.


    Grüße

  • Hallo Zusammen

    Ja es dauert noch paar Woche, bin gespannt und an der Buch Vernissage dabei. BG Andy

  • Hallo Zusammen

    Ja es dauert noch paar Woche, bin gespannt und an der Buch Vernissage dabei. BG Andy

    Hallo,


    Ein paar Wochen? Hugendubel hatte mir gestern Bescheid gegeben, dass Winklers Buch abholbereit in der Filiale läge - leider werde ich es erst übermorgen abholen können...

    Hoffentlich liegt da keine Verwechslung vor?


    Viele Grüße

    Michael

  • Hallo

    Also hier in der Schweiz ist normalerweise die Buch Vorstellung und dann startet der Verkauf..... BG Andy

  • Hallo Zusammen

    Mit meinem erstaunen.....

    Ich habe das Buch heute soeben erhalten. Es ist gross, umfangreich und mit einem Schlüssel versehen. Macht eine gute Falle, mehr kann ich im Moment nicht sagen. Muss da mal eintauchen und studieren. BG Andy

  • Hallo zusammen

    wie vollständig ist es denn und beruht es stark auf Mikromerkmalen?

    Es ist sicher umfangreich und ich freue mich schon sehr darauf. Sollte es voraussichtlich am Montag bekommen. Da ich schon jetzt sehr gerne mit dem Schlüssel von R.Winkler / G.Keller arbeite, vermute ich stark, dass auch das neue Buch eher weniger auf Mikromerkmalen beruht. Zumindest kommt man mit dem Schlüssel von R.Winkler / G.Keller meiner Meinung nach makroskopisch oft sehr weit.


    LG

    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Hallo zusammen,


    sollte es ein Buch sein, welches ausführliche Schlüssel hat, die ihren Fokus auf auf Makromerkmale setzen, und dabei gute Bilder beinhaltet, wäre das definitiv ein interessantes Werk.


    Grüße

    Oliver

  • Hallo Oliver


    Ich denke, dass es definitiv ein interessantes Werk ist. Falls du noch unschlüssig bist, kann ich dir empfehlen noch zu warten, bis Uwe Cortinarius seine kleine Rezension verfasst hat, die er im anderen Thread angekündigt hat. Dies dürfte vermutlich die nächsten ein bis zwei Wochen mal der Fall sein: RE: Winkler/Keller: Pilze Mitteleuropas


    LG

    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Hallo allseits,


    ich will Uwe nicht vorgreifen.

    Allerdings habe ich "mein" Exemplar am Samstag abgeholt und bin schon einigermassen beeindruckt - ein paar Ungereimtheiten sind mir aufgefallen, aber das ist in Anbetracht der Aufgabe nicht unerwartet.


    Ich hatte mir das Buch über meine Buchhandlung bestellt. Dort konnte ich das Buch auch vor Kauf nochmal "hands-on" begutachten. Kann ich eigentlich nur empfehlen - so kann man sich selbst nochmal einen Eindruck verschaffen und kauft die Katze nicht komplett im Sack (wobei ich einen solchen oder etwas in der Richtung angesichts der Größe dieses Brockens zum Transport empfehlen würde ;) )


    Viele Grüße

    Michael

  • Ich habe das Monstrum gestern bekommen und es beeindruckt als erstes mal durch seine schiere Wucht. Es ist ein Trümmer von Buch, im Vergleich zu FTE legt es noch mal einen drauf.

    Ich habe jetzt auch nur erstmal drübergeblättert, vor jeder Sektion steht ein Gattungsschlüssel, der ohne Mikromerkmale zurechtkommt. Das ist angelehnt, bzw. übernommen aus dem ringehefteten Schlüsselwerk, dass es von Winkler schon gab. Danch gibts die Artbeschreibungen. Inwieweit man damit gut zurechtkommt wird die Praxis zeigen, kurz ausprobiert und Neoboletus xanthopus ist schon mal nicht enthalten.

    Ich denke, dass das Werk eine gute Ergänzung zu den FTE sein kann, insbesondere wenn man kein Mikroskop hat. Ob es bspw. den Gröger-Schlüssel oder Funga Nordica ersetzen kann bezweifle ich.

    Zwei handyfotografierte Seiten zeige ich mal.


    Beste Grüße

    Harald


  • Hallo zusammen

    Das Buch wiegt rund ca 4.7kg .......meine persönliche Meinung; Aufteilung in 4 Bände und dafür mehr Bilder und Mikromerkmale hätte ich begrüsst. Aber eine gewaltige Arbeit ist hier entstanden und Anbetracht von 3800 Arten, kann es doch noch ab und zu vorkommen das die eine oder andere Art fehlt. BG Andy

  • Hallo zusammen

    Das Buch wiegt rund ca 4.7kg .......meine persönliche Meinung; Aufteilung in 4 Bände und dafür mehr Bilder und Mikromerkmale hätte ich begrüsst. Aber eine gewaltige Arbeit ist hier entstanden und Anbetracht von 3800 Arten, kann es doch noch ab und zu vorkommen das die eine oder andere Art fehlt. BG Andy

    Hallo Andy,


    da hast du Recht! Bisher beeindruckt mich das Werk ziemlich!


    Weil du es gerade ansprichst: Die Artenauswahl ist tatsaechlich ein Punkt, der mich etwas verwundert.

    Aufgefallen ist mir das bei den Porlingen: Da taucht Gloephyllum sepiarum und Gloeophyllum abietinum auf, Gloeophyllum odoratum fehlt aber.

    Dasselbe Spiel mit Ganoderma, lucidum ist drinnen, applanatum nicht.

    Auch sonst fehlen eine Menge der Porlinge im weiteren Sinn...

    Ich habe da so den Verdacht, dass vielleicht nur Arten, die in irgendeiner Weise einen "Stiel" ausbilden koennen, aufgenommen wurden.

    Ich habe im Buch selbst aber bis jetzt keine Erklaerung dafuer gefunden...

    Hat vielleicht jemand anderes eine Idee, warum dem so ist? Ich habe die (sehr guten!) Einleitungskapitel noch nicht komplett durch, vielleicht gibt es dazu ja auch im Werk eine Erklaerung, die ich noch nicht entdecken konnte?


    Das soll dem Werk aber keinen Abbruch tun - Porlinge waren sicher auch nicht der Fokus, auf den das Werk seinen Schwerpunkt legen wollte!

    Ich kann nur erahnen, welcher Aufwand in diesem Werk steckt!


    Viele Gruesse

    Michael

  • Hallo zusammen,


    die Gattungsmonographien mit ihren Schlüsseln und detaillierten Zeichnungen und Fotos wird das Werk sicherlich nicht ersetzen können, aber es scheint doch ganz interessant zu sein.

    Sind denn dort auch paar Ascis vertreten?

    Wenn eine Menge Porlinge fehlen sollte, erwarte ich wohl eher, dass es auch mit den Ascomyceten spärlich ausfallen wird.


    Grüße

    Oliver

  • Hallo Oliver,


    Ascomyceten werden auch behandelt.

    Allerdings teil sich das Buch rein von den Seitenzahlen her so auf (die Seitenzahlen sind nur überschlagen ;) :


    Polyporales p.p. -> 20 Seiten

    Boletales -> 40 Seiten

    Lamellenpilze im Weiteren Sinne -> 500 Seiten

    Russulales -> 70 Seiten

    Ascomyceten ->180 Seiten

    Nichtblätterpilze usw -> 70 Seiten


    Schon von daher ist klar, dass der Fokus auf den "klassischen Pilzen" mit Röhren und Lamellen liegt.

    Diese werden soweit ich das in den paar Tagen, da ich das Buch habe, beurteilen kann, ziemlich erschöpfend behandelt.

    Ich kenne mich mit Ascomyceten überhaupt nicht aus, vermute aber rein vom Seitenzahlenverhältnis her nicht so ausführlich behandelt werden.

    Um ehrlich zu sein, war ich etwas überrascht, dass in dem Buch überhaupt Polyporales behandelt werden.

    Dass 20 Seiten nicht ausreichen, um diese Gruppe erschöpfend zu behandeln, ist klar.

    Ist auch völlig in Ordnung, Schwerpunkte zu setzen.

    Das Buch kann sicher keine Monographien ersetzen, und es macht das auch selbst klar, dass es das auch nicht will (Aus dem Kapitel "Für wen ist dieses Buch gedacht?"):


    "... Das Buch bleibt solange ein wertvoller Begleiter, bis man sich die Strukturen und Ordnungen eingeprägt hat. Mit dem erarbeiteten Überblick ist der Weg offen, sich mit Monografien in Teilgebiete zu vertiefen..." .


    Gerade diesen roten Faden an die Hand zu geben, Ordnung in die unüberschaubare Fülle der Pilzwelt zu geben, macht das Buch anscheinend sehr gut.

    Ich kann das Buch nur empfehlen, es ist meiner Meinung nach ein hervorragendes, für klassische Pilze umfassendes Werk!


    Mich hat nur die Artenauswahl bei den Porlingen etwas gewundert. Ich frage mich, ob es da ein System gibt, nachdem der Autor die aufgenommenen Arten gewählt hat, und wenn ja, welches das sein könnte?

    Viele Grüße

    Michael


    PS: Jetzt ist das doch fast eine halbe Rezension geworden...

  • Ich habe mir jetzt auch den Wälzer zugelegt und jetzt Auflage 2 bekommen. Das Buch selbst ist beeindruckend. Größe und Gewicht sind direkt proportinal zum gespeicherten Wissen darin. In der Größe ist es aber nix für "mal im Bett schmökern und unters Kopfkissen legen" - allenfalls als Lattenrost-Ersatz.


    Auch in der 2ten Auflage gibt es kaum Porlinge und keine Trameten. Das find ich - als Vitalpilz Fan - etwas traurig. Kein Birkenporling, kein Rotrandiger, kein Zunderschwamm, keine Schmetterlingstramete usw. Als hätte man bewußt ein paar Pilzkapitel rausgenommen, damit das Buch noch als 5kg Paket verschickbar ist. Eine andere Begründung find ich nicht. Im Buch zumindest wird da nix zu gesagt.


    Aber - mal von diesem Manko abgesehen - ist es ein klasse Schinken! Es hilft mir den Überblck über die Gattungs&Artenvielfalt zu behalten und zum Kraftsport brauch ich nun auch nicht mehr. Hrhr.


    VG

    Dominik

    Etwaige Bestimmungen meinerseits sind mit keiner "Verzehrfreigabe" verbunden. Bitte sucht hierfür einen Sachverständigen auf, der sich die Pilze vor Ort genau ansehen und sie hinsichtlich Verzehr viel besser bestimmen bzw. ihren Zustand bewerten kann.