Täubling unter Buchen --> R. violeipes

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 359 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Buntspecht.

  • 12.09.2022; Buchenwald (am Standort vereinzelt auch Lärchen und Fichten) auf Geschiebemergel mit schwach lehmiger Sandüberlagerung (ein für den Landkreis etwas "besserer" Standort); Landkreis Lüneburg, Niedersachsen, TK 2730.4.

    Diese Farbkombination (überwiegend gelblich gefärbter Hut, deutlich violett überlaufene Stielbasis) ist mir bisher noch nicht begegnet.

    Das Fleisch ist v.a. im Stiel sehr fest, Geschmack mild. Alle drei Exemplare waren leider schon etwas älter. Der eine riecht nach meinem Eindruck etwas fischig, der andere (von 2 gesammelten) unauffällig.

    Die Farbe des Sporenpulvers kann ich morgen nachliefern.

    Vielleicht ist ja so auch schon ein Tipp möglich?

    Viele Grüße,

    Jann


    Die Fotos wurden, soweit nicht anders vermerkt, im Landkreis Lüneburg aufgenommen (östliches Niedersachsen; TK 2730).

  • Hi,


    Ich tippe auf einen alten Violettstieligen Pfirsichtäubling Russula violeipes. Der Fischgeruch des alten passt perfekt. Die Art gehört zu den Brätlingstäublingen, die im Alter nach gekochten Krabben/fischartig riechen.

    Vielleicht kannst du bei dem Jungen noch die gelbe Huthaut fühlen, müsste ein wachsartiges Gefühl auf dem Finger hinterlassen.


    LG Thiemo

    Bestimmungen anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Sichere Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben!

  • Hallo Thiemo,

    vielen Dank - das passt anscheinend sehr gut! :cool:

    Etwas wächsern fühlt sich die Huthaut an, aber auch der jüngere ist nicht mehr ganz frisch.

    Jetzt, da sie schon etwas getrocknet sind, wird der Fischgeruch etwas stärker.

    Wie bei Marxmüller beschrieben, ist die Guajakreaktion (sehr) langsam und schwach, und mit FeSO4 schmutzig rosa (wobei mir letzteres auf sehr viele Arten zuzutreffen scheint, und mein FeSO4 ist auch nicht mehr frisch). Aber eine so geringe Guajakreaktion habe ich bisher selten gesehen.

    Die Beschreibung im Michael/Hennig/Kreisel-Handbuch passt auch sehr gut, dort steht auch "unter Rotbuchen auf Geschiebemergel- und Kalkboden".

    Wenn jetzt auch die Sporenpulverfarbe stimmt, sollte man ihn wohl "verhaften" können, oder?

    Viele Grüße,

    Jann


    Die Fotos wurden, soweit nicht anders vermerkt, im Landkreis Lüneburg aufgenommen (östliches Niedersachsen; TK 2730).

  • Hallo Jann,

    Michael/Hennig/Kreisel-Handbuch (...) Kalkboden

    Seltsam, da die Art nur auf sauren Böden fruktifiziert. Neutrale Böden und Kalkböden sind eher das Habitat von R. amoenicolor.


    LG Thiemo

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  • Buntspecht

    Hat den Titel des Themas von „Täubling unter Buchen“ zu „Täubling unter Buchen --> R. violeipes“ geändert.