kleiner, gelblicher, büschelig wachsender Pilz im Fichtenwald

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema, welches 764 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von PILZFREUND78.

  • Hallo,


    ich habe heute folgenden Pilz gefunden, bei welchem nur der Hut und ein wenig des Stieles aus dem Moos herausschaut.
    Es kann sein, das der Pilz auf Totholz, dünne Äste, wächst, da ich kleine Holzreste am Stielende fand. (da muss ich in Zukunft besser aufpassen, um das bei der Entnahme eindeutig zu klären)

    Sporenbild ist in Arbeit.


    Habitat: lockerer, Fichtenhochwald


    Boden: völlig mit Moos bewachsen


    Farbe: gelb, leicht bräunlich


    Stiel: oben helles gelb, nach unten deutlich brauner werdend, längs etwas dunkler braun gestreift


    Stiellängsschnitt: massiv, nicht hohl


    Geruch: angenehm, pilzig


    Geschmack: mild, leicht nussig


    Lamellen: fast weiß, leicht gekräuselt, am Hutrand Lamelletten


    Wuchsform: büschelartig, wie man an kleinen und dem adulten Exemplar sieht


    Begleitpilz: an diesem Standort wachsen im Spätherbst Fichtenreizker


    Habitat:



    Fund:



    adulte Gruppe mit Fressspuren:



    Pilze:



    Längsschnitt:



    Hut:




    Wer mir dazu Näheres mitteilen kann, bitte her damit.


    Wie immer danke ich bereits im Voraus für eure Mühen!

    Grüße aus dem schönen Vogtland,

    Steffen


    Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.

  • Hallo,


    danke für eure Hinweise.

    Darauf bin ich absolut nicht gekommen, weil ich Anfang Dezember ebenfalls den Graublättrigen Schwefelkopf fand.

    Jedoch wuchsen diese Exemplare direkt auf einem blanken Fichtenbaumstumpf, mit nur ganz wenig Moos.


    Fund vom Dezember 21, ich hoffe jetzt mal, das niemand sagt, es wären keine Graublättrigen Schwefelköpfe ...




    Hier sind die Lamellen eben, wie von mir erwartet, grau. Die Stiele deutlich dunkler.


    Mir ist klar, das der Fruchtkörper/Stiel wegen des Mooses anders ausgebildet ist.


    Aber: genau das ist "Learning by doing" - Ein weiter Effekt, dadurch bleibt es auch im Kopf. :)


    Danke,

    Steffen

    Grüße aus dem schönen Vogtland,

    Steffen


    Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Steffen!


    Unterschiedliche Entwicklungsstadien der Fruchtkörper + unterschiedliche, individuelle Ausprägung (oft auch abhängig von äußeren Bedingungen während dem Wachstum) = unterschiedliches Aussehen der Fruchtkörper.


    Die Lamellenfarbe bei Hypholoma capnoides ist generell cremeweißlich bis cremegelblich. Das reife Sporenpulver ist dunkel purpurbraun. Wenn genug Sporenpulver an den Lamellen anhaftet, erscheinen die halt in unterschiedlichen Grautönen. Lamellenfarbe und Sporenpulverfarbe sind ja ganz oft zwei verschiedene Sachen.
    Relevant zur Unterscheidung vom Grünblättrigen (Hypholoma fasiculare) ist viel eher die Farbe an der Stielspitze, weniger die Lamellenfarbe (wobei auch die bei beiden Arten in manchen Entwicklungsstadien unterschiedlich ist. Die Sporenpulverfarbe ist allerdings gleich, insofern ist die Lamellenfarbe bei vollreifen, stark sporenbildenden Fruchtkörpern gar nicht mehr gut erkennbar. Darum besser auf die Stielspitze achten, da ist der Farbunterschied in jedem Entwicklungsstadium recht deutlich. g:-)


    Die Fruchtkörper auf dem dritten Bild im Startbeitrag ähneln ja deiner Kollektion vom Dezember sehr, sind nur etwas stärker angeknabbert.



    Lg; Pablo.

  • Hallo Pablo,


    vielen Dank für Deine ausführlichen Infos, wieder was gelernt. :)

    Ein Sporenbild habe ich gemacht, allerdings dank der kleinen Hüte nur wenig Sporen erhalten. Die Sporen sind auf jeden Fall ins Braun gehend, stimmt.

    Grüße aus dem schönen Vogtland,

    Steffen


    Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.