Alpin 23.08.2020

Es gibt 4 Antworten in diesem Thema, welches 1.419 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Karl W.

  • Hallo zusammen


    Noch ein paar Funde zu meinem Ausflug letzten Sonntag. Es gab dieses Mal nichts aussergewöhnliches.

    Jagdgebiet: Oberaar-See auf 2450m, eine geniale Gegend für alpine Pilze.


    1: Entoloma conferendum

    Ich hatte die vage Hoffnung es könnte eine typisch alpine Art sein, aber ein Blick auf die Sporen machte das zunichte.


    2: Galerina vittiformis fm. bispora:


    3) Inocybe lacera helobia s.l.

    Bei der Sporenform hat hoffentlich niemand ernsthafte Einwände gegen die Bestimmung.


    4) Lactarius dryadophilus

    Dieser wunderschön grosse alpine Milchling wuchs in der Region an mehreren Stellen.

    Die Bestimmung ist einfach, wenn man junge Exemplare mit haarigem Rand dabei hat.


    5) Lycoperdon cf. umbrinum

    Bauchpilze sind wirklich nicht mein Spezialgebiet. Vielleicht kann jemand die Bestimmung bestätigen oder hat eine bessere Idee?

    Leider keine reifen Exemplare dabei, d.h. die Mikrobilder taugen nicht viel.


    6) Russula laccata (bzw. R. norvegica, die meines Erachtens doch eine eigene Art ist)

    Ständiger Begleiter im alpinen Raum.


    7) Russula cf. pascua in zwei Farbvarianten (?)

    Die erste ist m.E. klar, bei der zweiten stört mich die gelbe Hutfarbe und der schwach gefärbte Stiel.

    Aber sie roch genauso wie der erste und mikroskopisch gab es keine nennenswerten Unterschiede.

    In Frage käme noch R. chamiteae, aber die sollte nun wirklich nicht gelb sein.



    8) Hebeloma dunense

    Fälblinge sind immer schwierig und kosten eine Menge Zeit.

    Hier sind vor allem die Unterschiede zu H. marginatulum sehr minim. Der Gesamteindruck passt mir aber besser zu H. dunense.

    Viele Grüsse


    Raphael

  • Hallo Raphael


    Wieder schöne Funde !


    Lycoperdon . Per Bild das ist nicht Waldfund oder ? Glaube das ganz oben in Gebirge ohne Wald an Steinige Boden gefunden ist . Fundort passt an Lycoperdon umbrinum absolut nicht .


    Das muss an so höhe Lage etwas anderes und besonderes sein , + - mit große Wahrscheinlichkeit nicht L. umbrinum . An ähnliche Biotopen ( Steinboden ) vorkommen seltene L. rupicola , von Peter Karasch präsentierte Fund .


    LG beli !

  • Hallo beli,


    L. rupicola ist viel kleiner, die Fruchtkörper hier waren ca. 6cm gross. L. umbrinum kommt durchaus alpin vor, nicht nur im Wald. Favre erwähnt Funde bis 2700m und im Verbreitungsatlas sind auch welche drin (mit Vorbehalt der Fehlbestimmung natürlich).


    3) Inocybe lacera

    Bei der Sporenform hat hoffentlich niemand ernsthafte Einwände gegen die Bestimmung

    Doch ich, das ist nicht lacera, sondern helobia s.l.

    LG Ditte

    Ernsthaft? Ich war mich sowas von sicher. Na gut, wieder was gelernt :)


    Lg, Raphael