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letzter Beitrag von Schupfnudel am

Die Bestimmlinge von heute.

  • Hallo!


    Habe von der heutigen Tour ein paar Bilder mitgebracht. Es ist weiterhin mühselig, aber nicht aussichtslos Pilze zu finden. War heute überwiegend auf der Suche nach Bestimmlingen zur persönlichen Weiterbildung und habe dann anschließen noch einen Stopp bei Thomas (Chorknabe) eingelegt zur gemeinsamen Verifizierung. Danke dafür nochmal!


    Hier also die Bilder von heute.


    1. Tränender Saumpilz - immer mal wieder auf dem Weg zu finden:





    2. Hebeloma sp. leider ohne charakteristische Eigenschaften. Geruchlos (sonst wäre der Tonblasse ein heißer Kandidat für mich), nicht wurzelnd - halt bestimmungsunfreundlich.







    3. Seltsamer Erdritterling, der zur näheren Klärung bei Thomas geblieben ist.





    4. Violetter Rötelritterling.



    Am Hut zusammengewachsen:




    5. Auf Grund des eindringlichen Geruches sehr wahrscheinlich der Weiße Anistrichterling.



    6. Unbestimmt. Nur abgelichtet, weil ganz hübsch.

    6.


    7. Pholiota aber so kräftig hatte ich die noch nicht. Trotzdem starke Tendenz zum Sparrigen Schüppling.





    8. Holzbewohner sind nicht so meins. Ich vermute aber einen Wirrling - evtl. der Birkenblättling? Substrat sollte Buche gewesen sein, bin da aber auch nicht so firm im Erkennen.





    9. Blauer oder Grünspanträuschling. Sonst häufig zu finden, dieses Jahr mein erster.

    9.


    10. Weißer Büschelrasling. Evtl. in Verbindung mit dem Bleiweißen Trichterling.


    11. Auf Totholz - Vermutung geht zu einem Flämmling?

    11.



    12. Dieses einzelne Stockschwämmchen hat sich's neben dem Täubling bequem gemacht um der Einsamkeit zu entkommen.



    Falls irgendwo falsch abgebogen wurde, gerne Veto einlegen und korrigieren. Ansonsten Danke für's Anschauen.


    LG,

    Schupfnudel

    Bin lediglich fortgeschrittener Anfänger.
    Posts sind nicht als Essensfreigabe zu verstehen. :-]

    Einmal editiert, zuletzt von Schupfnudel ()

  • Moin beli. Danke für die Ergänzungen.


    Den Bleiweißen Trichterling kann ich tatsächlich nicht so ganz 100% ausschließen und hatte sie daheim beim Bildbetrachten auch nochmal in die engere Auswahl genommen. Die unteren beiden hatte ich von einem anderen Standort etwas weiter weg und dann auf dem Rückweg zu den anderen gelegt für das Gruppenfoto. Die beiden unteren sind schon so knorpelig raslingsartig - die anderen auf dem Bild habe ich aber nicht näher angeschaut. Guter Hinweis, hatte ich vergessen zu schreiben.


    Gibt es makroskopische Möglichkeiten die zu unterscheiden?

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  • Hallo !


    Ja , Makroskopische unterscheid gibt und ist nicht so schwierig . Bin sehr siecher das deine Pilze Giftige Trichterlinge sind . Weißer Rasling wachst Büschelig nicht so einzeln wie Trichterlinge und hat nicht so Starke an Hut Silber spuren - kreise


    LG beli !

  • Die waren schon auch büschelig vorhanden, insbesondere die kleineren Exemplare direkt nebenan, die ich aber nicht abgelichtet habe. Ich finde in letzter Zeit immer mal wieder solitäre Pilze, die eigentlich gerne büschelig wachsen (z.B. Stockschwämmchen, Schwefelköpfe) weshalb ich mir immer nicht sicher bin ob die mangelnde "Büscheligkeit" nicht auch der Trockenheit geschuldet sein kann.


    Auch so weiß bereifte Lyophyllums sieht man online immer mal. Habe jetzt nochmal nachgelesen, Eisensulfat wäre hier wohl das sinnvollste zur Unterscheidung gewesen.

    Ich packe den Bleiweißen Trichterling mal zur Sicherheit oben noch mit in den Post, da eben nicht genügend abgesichert.

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  • Hi.


    Bei dem Ritterling (3) wäre der Geruch zu prüfen. Wenn da auch noch eine Rotbuche (oder vergleichbarer Laubbaum) im Umkreis von 20 Metern stand, auch der Geschmack.
    Wenn kein Laubbaum und Geruch auch beim Zerreiben absolut unmehlig und unspezifisch, dann schlicht und einfach trich.terr. (Gemeiner Erdritterling).


    Bei 6 müssten wir mal näher ran an die Stiele mit der Linse. Ob da wohl feine längsrillen zu sehen sind?


    11 sieht total nach Fleckblattflämmling (Gymnopilus penetrans) aus.



    LG; pablo.

  • Zum Ritterling:


    ich hatte sie ja in der Hand, dennoch war eine genaue Bestimmung für mich schwierig. Zunächst waren die Fruchtkörper schon etwas drüber und hatten bereits zwischen den Lamellen Schimmel angesetzt. Das kann Farbe und Geruch völlig verfälschen, vor allem vergeht einem aber die Lust auf eine Kostprobe. Und genau die bringt einen bei den Erdritterlingen nicht selten weiter. Also musste es ohne gehen.


    Am Fundort gab es u.a. auch Kiefern - T.terreum wäre also denkbar. Die Hutbeschaffenheit kommt ganz gut hin: feinfilzig radialfaserig, keinesfalls schuppig. Die Farbe war aber für mein Empfinden zu bräunlich. Ich kenne terreum eher mausgrau und allenfalls beim Verwesen nach Frost bräunlich.


    Die Lamellen wiesen wie gesagt hier und da Schimmel auf. Auffällig waren rost-bräunliche Flecken an den Lamellenscheiden - war das jetzt ein Merkmal oder eine Befall? Einige Erdritterlinge haben ja mitunter schwärzliche Punkte an den Lamellenscheiden. Ich dachte außerdem an rötliche Verfärbungen beim Eintrocknen wie bei T.orirubens und anderen - nach einer Nacht in der warmen Küche wurden es aber nicht mehr Verfärbungen, außerdem wären die eher am Hutrand zu finden. Für gilbende Erdritterlinge waren die Flecke viel zu dunkel.

    Außerdem auffällig war dassdie Lamellen am Hutrand sehr grau waren und sich farblich kaum vom Hut abhoben. Das kenne ich so von keinem Erdritterling- einfach ein Trockenschaden oder Verwesung?


    Der Stil war quasi weiß(lich) und ohne jedwede Schuppung oder Fasern. An der Stielbasis konnte ich auch nach Lagerung über Nacht in der warmen Küche keine Verfärbungen wie lila-bläuliche Flecken ausmachen. Was wiederum auf T.orirubens und ähnliche Arten hingewiesen hätte.


    Der Geruch war interessant: selbst nach Verletzung keinerlei mehlige Noten. Also keinesfalls einer der gilbenden Arten. Dafür aber eine deutlich wahrnehmbare süßliche Komponente (Honig?!), dazu ein schärferer Geruch den man mit reichlich Fantasie als pfeffrig bezeichnen könnte. Wenn diese wirklich dem Pilz zuzuschreiben ist und nicht dem Verwesungsprozess, dann ist T. terreum raus. Mit diesem Geruch landet man doch wieder bei T. orirubens und Konsorten. T. squarrulosum hat laut Literatur einen mehr oder weniger schuppigen Stiel. T.basirubens käme laut Ludwig auch in Betracht, ich dachte aber immer dass sich diese Art durch eine kräftige pinke Verfärbungen an der Stielbasis auszeichnet? T. atrosquamosum wäre noch zu nennen, aber wie diese von T. orirubens abzugrenzen ist konnte mir noch niemand erklären (und die Autoren von Fungi of Northern Europe haben hier eher Unklarheit als Klarheit geschaffen).


    Was bleibt sind viele Fragezeichen.


    Ich hätte vielleicht doch mal das Mikroskop bemühen können, aber wir haben hier gerade ein fünf Wochen altes schreindes Kind zu Hause was uns ALLE Resourcen kostet.. ;)


    Soviel von meiner Seite. Sollte nur ein kurzer Kommentar werden, ist aber ein Roman geworden :cool:

  • Hallo !


    Ups , habe Pilz nr 1 besser nachgeschaut


    Etwas stimmt mit . Lacrymaria lacrymabunda - Tränenden Saumpilz gar nicht . Die erste 2 Bilder + - zeigen L. lacrymabunda aber Bilder 3 und 4 in keinen fall nicht , meine das unten Bild 3. und 4 Cortinarius sp ist


    LG beli !

  • Hallo, Thomas!


    Mikroskopisch sind Ritterlinge halt auch - na, sagen wir mal: unergiebig.

    Wenn man das Frischmaterial (aus welchen gründen auch immer) nicht bestimmen kann, braucht man im Grunde auch nicht mehr zu mikroskopieren. Es sei denn, man hat den Fudn schon so weit eingegrenzt, daß man zB nur noch wissen will: Schnallen ja/nein? Sporen groß/klein?

    Aber die Makroskopie ist in der Gattung entscheidend, und wenn man solche Kollektionen hat, wo einfach was nicht stimmt, dann fällt die Betsimmung oft einfach flach.
    Gerade bei den erdritterlingen.



    LG, Pablo.

  • Hallo Schupfnudel,

    beim letzten Bild (Stockschwämmchen/Täubling), wäre ich mir bei der Bestimmung „Stockschwämmchen“,(ohne die besonderen Stielmerkmale) nicht sicher!

    LG, Walter

    Den Stiel habe ich angeschaut und der war schon typisch Stockschwämmchen. ;-)


    Danke an alle für die weiteren Kommentare. Da war ja doch noch einiges an Diskussionsbedarf da. War auch wieder einiges dabei, was mir selbst nicht aufgefallen ist, z.b. der vermeintliche Tränende Saumpilz.


    Wie immer sehr hilfreich für mich.


    LG.

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