Hallo, Besucher der Thread wurde 695 aufgerufen und enthält 7 Antworten

letzter Beitrag von Wühlmull am

Kaiserling oder Fliegenpilz?

  • Hey, ich beschäftige mich noch nicht all zu lang mit Pilzen und geh manchmal mit meiner Oma auf Pilzsuche.
    Habe heute einen möglichen Kaiserling gefunden, kenne mich aber zu schlecht aus um ihn von einem Fliegenpilz, wo die weißen Punkte abgewaschen wurden zu unterscheiden. Würde mich freuen wenn mir einer weiterhelfen könnte :)
    Hut: Orange/Rot
    Lamellen: weißlich

  • Moin Moin


    Ich würde sagen ... weder noch ..


    Leider fehlt der Rest vom Stiel (bitte einmal die bestimmungs Hinweise lesen)


    Für einen kaiserling hat er die falsche Lamellenfarbe


    Gehe eher davon aus das es in Richtung Täubling geht ...


    Alex

  • Okay, das merk ich mir fürs nächste mal ^^, danke schon mal, habt ihr eine Infoseite zum Täubling?
    Ich hatte mir den Stiel genau angeschaut, da waren weder diese typische "Lappen" wie beim Fliegenpilz, noch diese "Hülle" wie beim Kaiserling, weshalb ich sehr unsicher war, was das für ein Pilz sein könnte.
    Ich hatte Angst, dass der Pilz nicht mehr erneut wächst, wenn ich ihn weiter unten abschneide. das nächste mal mach ich Fotos vor dem Pflücken.
    Der Hut hatte auch nur einen Durchmesser von 4 cm.

  • Hallo gandalf,



    wenn Du den Stiel von einem Pilz abbrichst bzw. abpflückst, dann wächst da kein Fruchtkörper mehr nach. Auch dann nicht, wenn Du ihn abschneidest oder rausdrehst.
    Der Pilz an sich ist das Myzel im Boden. Und das, was wir sehen, ist nur ein Fruchtkörper.


    Sollte es ein Täubling gewesen sein, dann ist die Stielbasis von außerordentlicher Wichtigkeit. Und weil da ja nix mehr vorhanden ist, kann Dir auch keiner zu diesem Pilz was genaues sagen. Das nennt man dann seriös.


    Das ist aber alles nicht so schlimm, denn wir haben ja alle mal bei Null angefangen. Schaust Du halt mal die Bestimmungshinweise an und dann wirds beim nächsten Mal bestimmt besser.





    Liebe Grüße






    Heidi

    Jeder Tag an dem Du nicht gelacht hast, ist ein verlorener Tag.
    Auch von mir gibt es keine Essensfreigabe.



    100 Chips, da Islandwette verloren = 95 Chips
    95-2 Chips für Jan-Arnes Rätsel = 93 Chips
    93-5 Chips für Grünis Grauen Wulstling= 88 Chips
    88-10 Chips für APR 2017 = 78
    78 + 10 (APR 2017 als erste über die Hälfte der Gesamtpunkte gekommen) = 88

    88-3 Chipse für OPR = 85

    85 - 10 Chips für APR 2018 = 75

    75 + 5 fürs APR = 80

    80 -10 Chipse für APR 2019 = 70 Chipse

    70 +5 Apr 2019 = 75


    Keine Veröffentlichung ohne mein Einverständnis!!!!!!

    Einmal editiert, zuletzt von Pilzliesl ()

  • Hi,


    Täubling passt schon. Bei deinen zukünftigen Täublingsanfragen brauchen wir folgende Merkmale:


    Geruch, Geschmack, (dazu ein erbsengroßes Stück Fruchtkörper 1 min im Mund kauen und spätestens dann ausgiebig ausspucken); mach das aber bitte nur, wenn du dir mit dem Täubling sicher bist!), Begleitbäume, Ökologie, Abziehbarkeit der Huthaut, Sporenpulverfarbe


    Ansonsten ist eine Artbestimmung bei Täublingen nicht möglich!


    l.g.
    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo gabbergandalf84,



    eine Pilzbestimmung läuft meist so ab, daß man einen gefundenen Pilz zunächst in irgendeine Gattung eingliedern kann. Jede Gattung hat ihre ganz eigenen, typischen Merkmale.


    Schau Dir den mutmaßlichen Täubling mal von unten genau an und schneide ihn durch. Du wirst sehen, daß die Lamellen den Stiel berühren oder, wenn der Pilz schon älter ist, etwas schräg nach unten am Stiel angewachsen sind. Dann brich den Stiel durch, er muß brechen wie eine Karotte und darf nicht längs auffasern.


    Wenn im Herbst die Fliegenpilze kommen und Du recht sicher bist, daß Du einen gefunden hast, mach mit ihm das gleiche. Dort sind die Lamellen an der Hutunterseite angewachsen und erreichen den Stiel nicht, sie sind freistehend. Wenn Du den Hut nach oben abbrichst, werden keine Lamellenreste am Stiel sichtbar sein. Der Stiel selbst wird beim Durchbrechen seine längsfaserige Struktur preisgeben. Vor allem, wenn man ihn zwischen den Fingern zusammendrückt, sind die Längsfasern gut erkennbar.


    Täublinge zu bestimmen ist wieder eine ganz eigene Kiste. Ich habe da noch einen Satz in meinen Ohren: es gibt in Deutschland etwa 150 Täublinge und die Hälfte davon ist rot. An den genauen Wortlaut kann ich mich nicht mehr erinnern, aber das dürfte ungefähr hinkommen. Zur Bestimmung von Täublingen kommt irgendwann Chemie ins Spiel, um Verfärbungen des Fleisches auszuwerten. Hier eine Übersicht.


    Tja, so sind sie, die Täublinge, und das war nur die Spitze des Eisbergs.

    • Gäste Informationen
    Hallo, gefällt Dir das Thema und willst auch Du etwas dazu schreiben, dann melde dich bitte an.
    Hast Du noch kein Benutzerkonto, dann bitte registriere dich, nach der Freischaltung kannst Du das Forum uneingeschränkt nutzen.