Ein absoluter, toller Erstfund für mich

Es gibt 14 Antworten in diesem Thema, welches 3.938 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Judasohr78.

  • der Leberreischling oder auch Ochsenzunge (Fistulina hepatica).
    Gefunden an einem alten vermoderten Eichenstucken in einem kleinen Waldstück, wo ich schon Herbstrompeten, Semmelstoppelpilze, Parasolpilze, Schwefelporling, Knoblauchschwindlinge gefunden hatte und leider aber nur einmal sogar Pifferlinge und einen Sommersteinpilz.
    Dieser Leberreischling auf dem Foto fand ich vor etwa 3-4 Wochen.
    Er war leider angeknabbert.
    Das war aber nicht icht, falls ihr das denkt :D.
    An einem anderen Eichenstumpf fand ich einen weiteren Leberreischling, mein Zweitfund, der deutlich größer war und die tolle nierenförmige Form hatte.
    Hatte ich natürlich wie den ersten auch an dem Eichenstumpf gelassen, da er so selten ist und dort aussporen soll :thumbup:.
    Diesen fand ich vor ca. 2 Wochen.
    Sobald ich mein Handy wieder habe werden die Fotos heruntergeladen von meinen Leberreischling-Zweitfund.


    Diesen fand ich zum ersten Mal vor 3-4 Wochen










    [hr]
    Was mich nur gewundert hat, ist, das bei beiden Funden die Pilze fast am Fuß des Eichenstumpfes wuchsen, also in Nähe des Waldbodens.

    Man sollte nur Pilze sammeln, die man auch 100% als Speisepilze kennt.
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    "Antonius behüt"
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    Ma hat ma Glück, Ma hat ma Pech, Ma hat ma Gandhi

    Einmal editiert, zuletzt von Judasohr78 ()

  • Hallo AndyHVL,


    ganz ehrlich, so ein kleiner Pilz ist für mich was für den hohlen Zahn :D.
    Habe mich auch sehr doll gefreut als ich den Leberreischling gefunden hatte.
    Werde die Tage nochmal in dieses Waldstück fahren und schauen ob die beiden Reischlinge wieder gewachsen sind.
    Habe ja vom 19 September bis 01. Oktober Urlaub.
    Extra mein Pilzurlaub :thumbup:


    Liebe Grüße


    Michael

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    Einmal editiert, zuletzt von Judasohr78 ()

  • Auf jeden Fall.
    Dieser "Oh und Ah-Effekt" ist einfach nur toll.
    Zufalls-Erstfunde sind am besten :D

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  • Gratulation zum Erstfund!!!!!!
    Meine Tochter hat auch gerade vor ein paar Tagen die ersten gefunden. Ich hatte noch nie welche gefunden. Sie hat noch mal schnell eine der Steinpilzstellen durchgekämmt. (ich blieb am Rand, konnte kaum noch laufen) und da brachte sie welche mit, weil die so interessant aussahen. War auch ganz begeistert.


    Natürlich wurden die dann zuhause in der Pfanne getestet. Mein Töchterchen fand sie scheußlich, aber ich finde sie durchaus lecker.

  • Danke dir Safran :).
    Wie schmeckt denn die Ochsenzunge?
    Ich möchte sie nicht probieren, obwohl sie essbar sind.
    Aber ich lasse sie lieber wachsen, da sie so selten sind.
    Einer der interesanstesten Pilze.
    Aber diese rote Flüssigkeit ist das eine Gutationsflüssigkeit?
    Von Guttationstropfen kann man ja bei der Ochsenzunge ja nicht mehr sprechen.

    Man sollte nur Pilze sammeln, die man auch 100% als Speisepilze kennt.
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    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Michael!


    Mit Guttation hat der rote Saft nichts zu tun, der wird ja nicht als Tropfen irgendwo ausgeschieden. Der Saft gehört einfach zum Fleisch dazu, so wie zB der rote Saft im Großen Blutmilchhelmling.
    Soooo selten finde ich die Art übrigens gar nicht, aber das ist gebietsweise sehr verschieden. Der mag eben warme Gebiete, ist relativ streng auf Eiche und Esskastanie als Substrat festgelegt. Beides gibt es in der Oberrheinebene und den anliegenden Hügelländern , warm ist es auch, somit findet man den Pilz immer wieder mal hier in den Wäldern.
    Geschmacklich ist der wirklich nicht besonders. Schmackt recht säuerlich und hat eine komische Konsistenz. Für ein scharf gewürztes, vegetarisches (oder veganes) Gulasch ist er OK.
    Aber ich lasse ihn auch immer am Baum, weil er mir einfach nicht wirklich zusagt.



    LG, pablo.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo,


    derzeit ist auch der Große Garten in Dresden mit dem voll (immer an Eiche). Ich ess den auch nicht; aber hübsch anzusehen ist der allemal. ;) Vielleicht schmeckt der besser, wenn man den wirklich mal von einer Kastanie abmacht. Baumpilze an Eichen sind ja wegen der Gerbsäuren immer so eine Sache. Von Schwefelporlingen an Eiche lass ich auch immer die Finger. <X


    l.g.
    Stefan

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Stefan!


    Guter Hinweis, danke! Das hatte ich nämlich völlig vergessen zu erwähnen: Gegessen habe ich ihn bislang auch nur von Kastanie. Weil eben Eichenzeugs oft etwas bitter ist.



    LG, pablo.

  • Hi Pablo,


    also ist das einfach nur der rote Pilzsaft, denn man dort sieht?
    Habe ihn heute auch ein drittes Mal gefunden und zwar diesmal bei uns im Ort in einem kleinen Spaziergang-Weg, wo am Wegesrand verschiedene Bäume stand unter anderem auch eine Eiche.
    Dieser Leberreichling war recht groß und den habe ich jetzt doch einmal neugierigerweise gesammelt, um ihn mal zu testen wie er schmeckt.
    Nächstes Jahr werde ich diesen tollen und ungewöhnlichen Pilz wieder an der selben Stelle finden und dort belassen, da die Eiche noch am leben war und das Substrat von dem Pilz definitiv noch lange nicht aufgebraucht war.
    Werde berichten, wie er gemundet hat.
    Man sagt ja über diesen Pilz, das er Fleischersatz für die armen Leute war.
    Poor Mens Meat sagt man dazu.



    Liebe Grüße


    Michael
    [hr]
    Hi Stefan,


    was gibt es den Leberreischling wirklich so häufig bei euch?
    Ein sehr hübscher Pilz ist das auf alle Fälle.
    Ich werden mal den Pilz kosten, ob er wirklich so bitter schmeckt.
    Schwefelporlinge wachsen bei Nachbarn von uns am Pflaumenbaum und zwar jedes Jahr.
    Ich darf immer hingehen und ihn sammeln.
    Wächst an zwei Stellen am Baum :thumbup:.


    Liebe Grüße


    Michael

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    Einmal editiert, zuletzt von Judasohr78 ()

  • Also ich esse grade den Leberreischling mit Kottbullar, Pommes Frittes und einer leckeren Soße und muss sagen, das der Leberreischling mich nicht vom Hocker haut, vom Geschmack her.
    Er schmeckt leicht säuerlich, wie Pablo schon geschrieben hat.
    Das heißt beim nächsten mal darf der Pilz, dort wo ich ihn gefunden habe, weiterwachsen.
    Werde den Pilz nicht mehr sammeln, nur noch fotografisch festhalten und bestaunen :thumbup:.

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  • Also mir fiel beim Leberreischling auch als erstes der ziemlich säuerliche Geschmack auf, fast als ob man irgendwie Säure (Zitronensaft oder so) zugegeben hätte, nicht so wie z.B. Rotfußröhrlinge, die ja nur einen sehr dezent säuerlichen Geschmack haben. Aber nicht unangenehm sauer. Die Konsistenz war mittelfest bis etwas weicher. Eine Bitterlichkeit konnte ich nicht feststellen. Er ist schon eigen im Geschmack. Irgendwie fleischähnlich schmeckt er aber nicht.

  • Hallo Safran,


    genau dieser Geschmack war beim Leberreischling zu spüren und die Bissfestigkeit war tatsächlich weich bis mittelfest.
    Ich würde sogar sagen aldente :D.
    Werde den Pilz nicht mehr sammeln.
    Betrachte ihn lieber am Baum.


    Liebe Grüße


    Michael

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  • Hallo,


    hier mein Leberreischling, den ich in dem kleinen Waldstück gefunden hatte, als Zweitfund vom 02.09.2015
    Der ist richtig ausgebildet , so wie er sein muss.



    Liebe Grüße


    Michael

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