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letzter Beitrag von Beorn am

Pilz-Lasagne

  • Mahlzeit :)
    Schon letzten Herbst entstand diese Lasagne, aber ich hab es immer verschleppt das Rezept einzustellen.


    Spinatlasagne mit Mischpilzen
    300-500g (sicher bestimmte) Mischpilze
    Spinatlasagneblätter
    2-3 kleine Zucchini
    3 Tomaten
    2 rote Zwiebeln
    3 TL rote Pesto
    2 Mozzarella



    Hier zu sehen: Anis-Champignon, Maronen, Dickblättrige Schwarztäublinge, Semmelstoppelpilze, Fichtenreizker, Violette Lacktrichterlinge und Eierschwammerl.


    Bechamel-Sauce:
    1-2 EL Butter
    1-2 EL Mehl
    ca. 400 ml Milch
    etwas Sahne
    Gemüsesuppen-Würfel



    Zubereitung:
    Ofen auf 200 °C vorheizen. Pilze putzen und schneiden. Öl in der Pfanne erhitzen, Zwiebeln glasig dünsten. Zucchini würfeln und mit den Zwiebeln kurz anbraten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. Öl zerlassen, Pilze dazu und etwas braten lassen, dann die Zwiebel und Zucchini hinzufügen, wenn notwendig ein bisschen Wasser dazugießen. Drei Löffel Pesto auf das Gemüse geben und gut miteinander vermengen. In der Zwischenzeit eine Bechamel-Sauce vorbereiten.
    (Die Bechamelsauce mache ich eigentlich immer nach Gefühl, daher sind hier die Mengenangaben auch nur ein Vorschlag. Wer möchte, darf gerne seine eigene Bechamel, oder eine bevorzugte nehmen. )
    Den Boden und Rand der Auflaufform gut ölen, dann den Boden mit Lasagneblättern auslegen. Gemüse drauf, Bechamel drauf, Lasagneblätter drauf. So verfahren bis ca. vier Schichten entstehen. Die Letzte Schicht ist Gemüse, Bechamel und Käse. Ab in den Ofen für ca. 30-45 Minuten. Nach der Hälfte der Backzeit kann man den Ofen auf 180 °C runterschalten. Der Käse muss goldgelb und die Lasagne weich sein.
    Mit Fanfare servieren.



    LG,
    thys



    Leicht ist es, auf Silber und Gold zu verzichten und auf die Freuden der Liebe, doch ein Pilzgericht stehen zu lassen, ist schwer.
    (Marcus Valerius Martialis)

    Einmal editiert, zuletzt von thys ()

  • Hallo, Karo!


    Klingt lecker.
    und: Wenn ich das so lese, scheint der Aufwand nicht allzu groß zu sein. Lasagne mache ich eh viel zu selten, mit Pilzen wäre das mal einen Kochabend wert.


    Kleinen Hinweis zu den vermeintlichen Wieseltäublingen (Russula mustelina): Es sind keine (jedenfalls nicht die auf dem Bild), sondern Schwarztäublinge, sehen sehr nach dem Dickblättrigen (Russula nigricans) aus. Es wäre aber eine verzeihliche Verwechslung, da auch der nicht giftig ist. Wenn auch halt nicht so unheimlich lecker wie die "Täublinge mit den Steinpilz - Hüten". ;)



    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo!


    Danke für den netten Kommentar :) Das stimmt, so wild ist die Zubereitung nicht. Mittel, würde ich sagen.
    Vielen Dank für die Richtigstellung! Mir ist nicht wirklich klar, wie ich auf den Ledertäubling gekommen bin, bin auch die Bücher, welche ich dabei hatte nochmal durchgegangen und dort wäre der Ledertäubling der Bestimmung nach mal ..voll verkehrt gewesen. :hmmm:
    Meine Vermutung ist, dass ich ihn im Wald vl richtig bestimmt habe und mich jetzt falsch erinnere. Ich hätte nochmal nachschauen sollen. Aber auch so entstehen Fehler.


    Merci :)

    LG,
    thys



    Leicht ist es, auf Silber und Gold zu verzichten und auf die Freuden der Liebe, doch ein Pilzgericht stehen zu lassen, ist schwer.
    (Marcus Valerius Martialis)

  • Hey Hans-Peter,


    freut mich! Wünsche gutes Gelingen :)

    LG,
    thys



    Leicht ist es, auf Silber und Gold zu verzichten und auf die Freuden der Liebe, doch ein Pilzgericht stehen zu lassen, ist schwer.
    (Marcus Valerius Martialis)

  • Hallo,


    :freebsd: Ihr redet aneinander vorbei Karo und Pablo.


    Ledertäulinge gibt es einige; der bekannteste sollte Russula integra sein (Brauner Ledertäubling); dann gibts z.B. noch den Rotstieligen (Russula olivacea) und den Weißstieligen (Russula romellii). Die haben nichts mit R. nigricans oder gar mit R. mustelina zu tun. :freebsd:


    Was du da zeigst Caro halte ich btw. auch für R. nigricans. Ich wollte das nur mal fürs Protokoll richtig stellen. ;)
    Übrigens ist R. nigricans meines Wissens nach als "kritischer Speisepilz" zu sehen, da er wohl krebserregende Substanzen enthält, wie wohl alle Schwärztäublinge...


    l.g.
    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo Stefan!
    Ich verstehe, wie du darauf kommst, dass wir aneinander vorbei reden. Da hab ich wohl schlecht kommuniziert. :hmmm:
    Im Beitrag habe ich die Täublinge anfangs als Ledertäublinge bestimmt, was erstens ungenau und zweitens falsch war. Weiters hab ich dann obwohl Pablo von Wieseltäublingen gesprochen hat weiter von Ledertäublingen geredet. My bad :)
    Vielen Dank also für das genaue mitlesen! ;) Und danke auch für den Hinweis auf die eventuell kanzerogene Wirkung, werde die Pilze dann natürlich meiden. :)

    LG,
    thys



    Leicht ist es, auf Silber und Gold zu verzichten und auf die Freuden der Liebe, doch ein Pilzgericht stehen zu lassen, ist schwer.
    (Marcus Valerius Martialis)

  • Hallo Caro,


    alles gut; du musst dich nicht entschuldigen. Ich wollte nur die Sache richtig stellen; kann ja sein, dass das jemand liest und sich so was flasch merkt...


    l.g.
    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hey Stefan,


    danke! Ist ja auch wirklich nicht verkehrt! :)

    LG,
    thys



    Leicht ist es, auf Silber und Gold zu verzichten und auf die Freuden der Liebe, doch ein Pilzgericht stehen zu lassen, ist schwer.
    (Marcus Valerius Martialis)

  • Mal ne Frage zu den Schwarztäublingen(R.nigricans).
    Mal abgesehen, von der eventuellen gesundheitlichen Bedenklichkeit, haben die nicht die Lasagne extrem abgewertet? Ich und alle um mich herum erachten den als gräßlich schmeckend (einmal probieren mußten wir)- noch schlimmer als Ockertäublinge, die man wohl in Mischung mit anderen verwenden könnte.


    Interessant bei R. nigricans finde ich auch, daß die sich irgendwie gar nicht zersetzen. Mein Wald ist noch immer voll mit Leichen vom letzten Jahr.

  • Hoppla!


    Ja, da hatte ich echt was durcheinandergebracht. Wieseltäubling und Ledertäubling sind natürlich zwei unterschiedliche Arten (wenn Russula mustelina und Russula integra gemeint sind).
    Da lief ich gerade neben der Spur.
    Ändert aber nichts an der Bestimmung hier (also Schwarztäubling).
    Das der möglicherweise krebserregende Inhaltsstoffe haben könnte, hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Das nehme ich mal so zur Kenntnis, dann wäre da eher vom verzehr abzuraten.



    LG; Pablo.

  • Safran ...und das wird vielleicht viele wundern: Überhaupt nicht. Wir hatten ein paar Exemplare davon auch mal in einem Nudelgericht mit Gemüse und der Speisewert war durchschnittlich bis gut. Allerdings lag das Gericht schwer im Magen. In der Lasagne hat sich aber nichts auch nur annähernd negativ bemerkbar gemacht.


    Pablo
    Das ist ja kein Problem. Stefan musste halt seinen Senf dazu geben und wir müssens ausbaden! :D:P


    Diesbezüglich und zum Thema krebserregend möchte ich auch das hier verlinken:
    http://www.123pilze.de/DreamHC…ickblaettrigerSchwarz.htm
    Vielleicht sind unsere Schwarztäublinge geschmacklich tatsächlich besser, als die im Norden. Ebenso steht hier nichts von einer krebserregenden Wirkung (was ja nichts heißt) aber das beschäftigt mich schon jetzt :hmmm: *kopfkratz*
    Auch eine zweisprachige Suche ergab keinen Hinweis auf eine Verbindung vom R. nigricans mit Krebs.
    :hmmnmz:

    LG,
    thys



    Leicht ist es, auf Silber und Gold zu verzichten und auf die Freuden der Liebe, doch ein Pilzgericht stehen zu lassen, ist schwer.
    (Marcus Valerius Martialis)

  • Karo, das ist ja echt interessant, wir haben tatsächlich bisher nur ÖRTLICHE probiert.


    Ich habe da tatächlich schon Quellen gefunden (bzgl. Verbindung mit Krebs), aber frag mich nicht mehr wo. Bei der geschmacklichen Gräßlichkeit hat sich der Pilz ohnehin für uns erledigt. Der Test war noch vor der Quelle.
    Bei Nebelkappen sind wir hingegen echt traurig, daß der jetzt als bedenklich gilt- echt leckerer Pilz.Und wenn auch nicht so häufig wie R. nigricans (hier DER Massenpilz) dennoch häufig.

  • Hey Safran,
    witzig, dass es geschmacklich da solche Unterschiede gibt, aber warum auch nicht?


    Hätte mich interessiert, mit den Quellen. Wenn du mal wieder drüber stolpern solltest, denk an dieses Gespräch! :)
    Ja! Wir auch. Ich habe nur aus Interesse ein ganz kleines Stückchen probiert (Nebelkappe), mein Mann hingegen war absolut begeistert und hat etwas mehr verspeist auch wenn sich das später gerächt hat. :D Er würde vieles dafür geben, diese Pilze nochmal zu essen / essbar zu machen aber auch aufgrund der krebserregenden Wirkung werde ich mein Bestes tun das zu unterbinden.

    LG,
    thys



    Leicht ist es, auf Silber und Gold zu verzichten und auf die Freuden der Liebe, doch ein Pilzgericht stehen zu lassen, ist schwer.
    (Marcus Valerius Martialis)

  • Hallo, Emil!


    In den Artikeln ist ja die Rede von Russula subnigricans. Die Art ist - nach meinem Kenntnisstand - in Europa nicht nachgewiesen. Mögliche Nachweise und Trennmerkmale zu R. nigricans herauszuarbeiten wäre aber ein Fall für die Russula - Spezis unter uns.
    Insofern ist zumindest der erste Artikel auch sehr unglücklich, da offensichtlich die "Wissenschaftler" zwar in der Lage sind, aus irgendeinem Pilz chemische Substanzen zu isolieren und damit Mäuse zu foltern, aber leider keinen Plan von Pilzen und Pilzbestimmung haben (Unterart? Wenn Artstatus gegeben ist, kann man von einer verwandten Art sprechen, was aber noch nichts über die chmische Zusammensetzung von R. nigricans aussagt. Wozu also ist da ein Bild von R. nigricans in dem Artikel und wird mehrmals auf diese Art eingegangen, wenn es um die Art gar nicht geht?).
    Schade. Warum arbeitet man bei solchen Untersuchungen nicht mit Mykologen zusammen?



    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,


    soweit ich weiß, ist die Giftigkeit nur von R. subnigricans wirklich nachgewiesen und R. nigricans sollte als verwandte Art (?) aus Vorsicht mit gemieden werden. Mir wäre nicht bekannt, dass eine von hier bekannte Art je eine Giftwirkung gezeigt hätte. Aber so ähnlich ist das ja auch mit Tricholoma terreum.
    Du hast sicherlich Recht damit, dass da viel zu viel ungeklärt ist und Panik verbreitet wird, wo kein Problem ist. Aber gibt ja noch genug andere Speisepilze.


    Viele Grüße,
    Emil

  • Hallo, Emil!


    Du hast aber sicher auch recht.
    Bei einer nahen Verwandschaft zweier Arten sollte man immer vorsichtig sein, wenn bei einer eine Giftwirkung festgestellt wird.
    Insofern ist es vernünftig und sicher, auf den Verzehr von Lactarius nigricans (und anderen Arten der Sektion) zu verzichten.


    Es ist nur immer wieder schade, wenn solche wichtigen Dinge nicht ausreichend recherchiert werden. Dazu gehört eben nicht nur: "Oh, wir haben in irgendeinem Pilz einen potentiell schädlichen Stoff entdeckt." Also wie bei dieser Geschichte mit "Tricholoma cf terreum".
    Wünschenswert wäre es eben, wenn auch ganz klar ist, welche Art denn nun untersucht wurde (ws natürlich einigen Rechercheaufwand bedeutet) und auch eine genaue Wirkweise der Gifte ermittelt wird. Dazu braucht man eben auch Studien und Recherchen aus Gegenden, wo eben genau diese Art verzehrt wird und was dann mit den pilzessenden Menschen passiert.
    Sonst fehlt ja der Kontext.
    Wenn zB Lactarius nigricans in Japan gar nicht vorkommt, dort auch nicht gegessen wird, dann müssen die Recherchen und Forschungen eben in Europa betrieben werden. Und dann sollte auch ausgearbeitet werden, ob sich statistische Zusammenhänge zwischen dem verzehr dieser Art und möglichen Krankheitsfällen herstellen lassen (was natürlich aufwendig ist). Dazu müsste man die Art in Europa auch mal nach biochemischen Gesichtspunkten auseinandernehmen und gucken, was da drin ist.


    Nur so weit wollen die meisten Universitäten / biochemischen Institue nicht gehen, weil das halt ein viel zu großer (auch finanzieller) Aufwand gegenüber einem sehr geringen Nutzen (aus statistischer Sicht) ist. Wenn dann schon die Zusammenarbeit mit Mykologen (muss ja noch nicht mal ein "studierter" sein, sondern einfach ein guter Kenner der Gattung) zu viel ist, dann kommt eben nur eine halbgare Unklarheit raus.
    Das ist bei den bekannten Tricholoma - Problemen ja auch nicht anders.
    Und dennoch würde ich auch da vom Verzehr mittlerweile aller (incl. T. portentosum) Ritterlinge warnen.
    Auch wenn es möglich ist, daß die Giftwirkungen massiv überschätzt werden.



    LG, Pablo.

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