Hallo Karl,
vielen Dank für den Tipp bzw. für deine Bestätigung dieser Vorgehensweise. Aber muss man beim Abschaben der Huthaut nicht sehr vorsichtig sein, dass man nicht irgendwelche Strukturen zerdrückt?
FG
Oehrling
Hallo Karl,
vielen Dank für den Tipp bzw. für deine Bestätigung dieser Vorgehensweise. Aber muss man beim Abschaben der Huthaut nicht sehr vorsichtig sein, dass man nicht irgendwelche Strukturen zerdrückt?
FG
Oehrling
Hallo Walter,
die Pilze auf Bild 2 und Bild 7 sehen mir aber nicht nach Champignons, sondern eher nach Behangenen Faserlingen aus.
FG
Oehrling
Ab und zu stelle ich fest, dass ich wieder einen Baustein in der Pilzsystematik bzw. Bestimmung verstanden habe und dann kommen Beiträge, bei denen ich wieder wie die berühmte Wutz ins Uhrwerk schaue. Das war bei der Differenzierung von Pablo Filzröhrlingsarten so und es ist so, wenn Ihr von Artenaggregaten sprecht, die
für mich gefühlt eine Art sind.
Mein Ozean von Fragen ist in jeder Richtung unüberschaubar und ich habe das Gefühl, dass es ständig mehr Fragen werden. Kein Land in Sicht, nirgends.
Hallo Claudia,
es kann für dich viel einfacher sein. Du sollst ja gar nicht eine Übersicht über alle Hortiboleten und am besten gleich noch über alle Xerocomen, Xerocomellen und Rheubarbariboleten im Kopf haben und ähnlich einem Schulwissen referieren können. Du sollst eigentlich nur, wenn du einen Filzröhrling im Wald vor dir hast, dir angewöhnen, ihn vorsichtig auszugraben statt abzurupfen, damit du die Farbe des Basismyzels prüfen kannst. Und du solltest dir angewöhnen, einen frischen Fruchtkörper der Länge nach, d. h. bis zur äußersten Basis durchzuschneiden, ein paar Minuten liegen zu lassen, und dann schauen, welche Farben wo auf der Schnittfläche zu sehen sind. Und anschließend solltest du mithilfe von Fachliteratur (empfehlen kann ich da z. B. KIBBY, British Boletes, das gab es früher mal im Myko-Shop für wenig Geld, vielleicht jetzt auch noch?) prüfen, was das hier aufgrund der sichtbaren Merkmale denn sein kann. Entweder macht dir das Spaß und du findest es spannend, dann machst du mit Filzröhrlingen weiter und kriegst nach zwei bis drei Jahren da einen Überblick und kannst mit einem Pablo mitschwätzen, oder du findest das nicht spannend, dann lässt du Filzröhrlinge halt links liegen und schaust andere Gattungen an und verschaffst dir da einen Überblick. Gib dir einfach Zeit.
FG
Oehrling
Wahrscheinlich sind sie unter diesem Namen verkauft worden.
Hallo Beli,
freilich sind das Zuchtpilze. Pilzderp hat ja schon gesagt, dass er sie gekauft hat. Ich selber habe sie allerdings im Heilbronner Stadtgebiet schon ein paar mal an Pappelstümpfen gefunden, d. h. der Pilz ist dort auch in freier Wildbahn anzutreffen und nicht selten.
Und die Ringe der angefragten Exemplare sind ja weiß, zumindest auf der Unterseite, und nur auf der Oberseite mit den braunen Agrocybe-Sporen bestäubt.
FG
Oehrling
Alles anzeigenJetzt habe ich gelesen, dass man die HH vor dem Trocknen abtrennen soll?
Was ist denn hier zu empfehlen bzw. gibt es einen Trick sie vom ganzen Exsikkat abzutrennen?
Und wie zerkleinert man sie am besten um die einzelnen Elemente am besten zu erkennen?
Wie bringt man sich am besten die Täublingsmikroskopie und vor allem das Erkennen der der einzelnen Elemente
selbst bei?
Huiii, so viele Fragen auf einmal. Also der Reihe nach:
zu 1) Ich hatte bisher noch nicht gehört, dass das einer macht, aber ich halte das für eine gute Idee. Eine dünn abgezogene Huthaut ist innerhalb weniger Minuten trocken, ohne Schimmelgefahr. Dann sollte man sie aber getrennt vom Rest des Pilzfruchtkörpers aufbewahren und nicht in die Tüte dazustecken.
zu 2) Das Vorgehen, das du vorschlägst, dürfte generell einfacher sein als die Huthaut vom Exsikkat abzupäkeln.
zu 3) Am besten nicht kleinschneiden, sondern nach dem Einweichen mit zwei Präpariernadeln in möglichst kleine Stücke zerreißen oder zerrupfen. Und stets darauf achten, dass die Oberseite der Huthaut auf dem Objektträger oben liegt, sonst erkennt man später zu wenig. Ich selber tue immer fünf bis sechs Stückchen auf den Objektträger, da ist die Chance groß, dass eins von denen richtigrum liegt.
zu 4) Am Selbstbeibringen sind schon Viele gescheitert. Schau, dass du entweder einen speziellen Täublingsmikroskopiekurs bei einer Pilzschule belegst oder an einer Arbeitstagung teilnimmst, wo auch Täublingsnerds dabei sind. Da ist neben dem Lerneffekt auch der Spaßeffekt wesentlich größer.
FG
Oehrling
Oh, wenn das gekaufte Pilze sind, dann könntest du dir sie bedenkenlos schmecken lassen. Pioppinos finde ich persönlich äußerst lecker.
*klugscheiß*
Aber Samthäubchen sind das nicht, sondern Ackerlinge. Samthäubchen sind ganz kleine, zarte, dünnstielige Pilzchen mit meist konischem Hut und rostbraunen Sporen, aber immer ohne Stielring.
FG
Oehrling
Hallo Pilzderp,
das ist mMn Agrocybe aegerita ("Pioppino"), natürlich wie immer ohne jedwede Garantie. Also bitte erst essen, nachdem die ein Pilzberater live gesehen und als essbar bestätigt hat.
FG
Oehrling
2. Russula cf. cyanoxantha. Die Lamellen waren nicht spröde, ein besonderer Geruch war nicht feststellbar. Aktuell sport der Pilz auch noch aus und ein Stück Huthaut habe ich auch beiseite gelegt, aber das kommt dann erst dran, wenn ich wieder aus Prag zurück bin.
Hallo Björn,
bei einem Täubling dieses Aussehens kannst du in Minutenschnelle auf die richtige Spur kommen: durch die Eisensulfatprobe auf der Stielrinde. Ist es der Frauentäubling, gibt es eine negative Reaktion, d. h. keine Rosa-, Orange- oder Blaugrünverfärbung. Ist es ein Hering (ja, die können auch grün sein), gibt es eine Blaugrünverfärbung. Ist es eine Griseinae, gibt es eine mehrminder starke Rosaverfärbung. Ist es ein Fleischroter oder ein Grüner Speisetäubling (den letzteren vermute ich bei diesem Fund am ehesten), gibt es eine relativ starke Orangeverfärbung.
FG
Oehrling
Hallo Martin,
das mit der Huthaut in NH3 hast du mMn sehr gut hinbekommen. Schon auf deinen Kongorot-Bildern erkennt man die inkrustierten Primordialhyphen (= IPH), vor allem auf Bild 3. Eine der beiden ist hier umgeknickt. Die IPH sind bei R. claroflava etwas dicker und deutlich länger (ca. 5 My breit) als die Huthaut-Haare (nur ca. 3 bis 4 My breit). Außerdem erkennt man IPH in Kongorot daran, dass sie grundsätzlich eine regulärere ("geradere") Form haben als Haare und außerdem regelmäßig septiert sind, d. h. in ziemlich regelmäßigen Abständen folgt die nächste Septe. Größere Inkrustations-Placken haben in Kongorot einen grünlichen Ton. Man kann sagen, dass geübte Täublingsmikroskopierer IPH auch ohne Karbolfuchsin sehen können.
Mit Karbolfuchsin gefärbt: nur das was als Auflagerung außen drauf klebt gilt als Inkrustation, aber nicht irgendwelche Färbungen im Inneren des Elements. So wie z. B. auf Bild 4 etwas rechts der Mitte, da sind richtige Körnchen auf der IPH, aber nicht wie auf Bild 5 im rechten unteren Sektor, das sind nur gefärbte Haare.
Das Sporenornament kann man dagegen auf deinem Sporenfoto nicht sehen. Man müsste dazu die Kondensatorblende fast voll aufziehen (maximale Lichtstärke) und dann mit der Schärfenregulierung die Spore "abfahren". Ein gutes Foto des Sporenornaments kann daher mMN nur mittels Stacking erstellt werden. R. claroflava: quasi isoliertes Ornament ohne gut sichtbare Verbindungslinien.
(Quelle: SARNARI, Band 2, S. 1432)
Aber das ist sie schon.
FG
Oehrling
Hallo Pablo,
Kollektion Nr. 1 ist auch in meinen Augen klar H. bubalinus, die letzte Kollektion klar H. engelii.
Bei den Filzröhrlingen scheint immer noch nicht klar zu sein, welche von den zahlreichen Unterscheidungsmerkmalen tatsächlich bestimmungsrelevant und welche zwar beobachtbar, aber nur pseudorelevant sind. Ganz früher hat man ja dem Aufreißverhalten der Huthaut, der Farbe der darunter freigelegten Subkutis und dem Rot auf der Stielrinde große Bedeutung für die Bestimmung zugemessen, heutzutage fast gar nicht mehr. Was, wenn das nun auch auf die Sporenquotienten zutreffen würde?
Seit dem Werk von LADURNER/SIMONINI haben Fleischfarbe und Fleischverfärbung im Längsschnitt eine wesentlich höhere Bedeutung bekommen, in letzter Zeit auch die Basismyzelfarbe, so dass man mittlerweile fast schon den Eindruck bekommen kann, dass das messstatistische Q-Wert-Ermitteln hinsichtlich der Bestimmungsrelevanz dem Längsdurchschneiden und Basismyzelausgraben unterlegen ist.
Einen ganz hervorragenden Längsschnittbild-Vergleich findet man im KIBBY, British Boletes, S. 48 f. Dort wird z. B. H. bubalinus mit ausgedehter Rosazone unter der Huthaut gezeichnet, eben genau so wie bei deiner Kollektion 1. Zusammen mit der in diesem Werk ebenfalls für die meisten Arten angegebene Myzelfarbe hat man eigentlich genügend relevante Kriterien zusammen, dass man nicht unbedingt auf Sporenmessung angewiesen ist, wenn man bestimmen will.
FG
Oehrling
Hallo ihr lieben,
sorry für die Verwirrung. Ich meinte Unterscheidungsmöglichkeiten zwischen X. engelii und X. bubalinus.
Ich trau's mich kaum noch zu sagen: fehlende oder vorhandene karottenrote Pünktchen in der Stielbasis und die Fleisch(ver)färbung im Längsschnitt.
FG
Oehrling
Hallo Stefan,
ich hätte jetzt an die berühmten karottenroten Punkte in der Stielbasis gedacht oder vielleicht an die Blauverfärbung des Fleisches (bei Karls Funden wäre so etwas möglicherweise nach einem Längsaufschneiden der Fruchtkörper aufgefallen, ebenso wie eventuell ein Grauen/Schwärzen der Fruchtkörper aus Kollektion 1, was dann eher auf Leccinum crocipodium hingedeutet hätte). Das ist natürlich umso schwieriger, je extremer die Witterungsverhältnisse sind - in trockener Hitze gefundene Hortiboletus blauen blöderweise nicht immer so wie man sich das denkt. Leider sind auch die karottenroten Punkte nicht bei jedem Einzelexemplar vorhanden.
FG
Oehrling
Mir geht es eher darum herauszufinden, um welche Pilze es sich handelt, damit ich im besten Fall den Erzieherinnen/Leitern erklären kann, dass von den Pilzen vermutlich keine Gefahr ausgeht.
Hallo Richi,
diese Taktik finde ich im hier beschriebenen Fall suboptimal. Denn das ist leider bei weitem nicht der einzige Pilz, der auf Spielplätzen und dem unmittelbaren Umfeld wachsen kann. Taucht der nächste Pilz auf, musst du ja immer wieder anfragen um dich kundig zu machen und die Eltern aufs Neue beruhigen. So etwa nach fünf, sechs Jahren bist du dann "Experte für Spielplatzpilze"
. Es ist auch nicht undenkbar, dass Kinder mitsamt deren Eltern meinen, nachdem sie von dir gehört haben, dass es sich hierbei um ungiftige, ungefährliche Rüblinge gehandelt habe, dass die nächsten sehr ähnlich aussehenden und auf einem Spielplatz wachsenden Pilze analog zum Ausgangsfall ebenfalls "ungiftig und ungefährlich" seien, obwohl es sich in Wahrheit um eine andere Pilzart handelt.
Viel zielführender ist daher der schon von den anderen angesprochene Hinweis, dass unbeaufsichtigte Kinder niemals in der Natur gefundene Dinge wie Beeren, Blüten, Zigarettenkippen oder Pilze (das sind ja nicht nur die Pilze, an Beeren, Blüten oder Zigarettenkippen kann man sich ja auch ganz übel vergiften!) zum Essen in den Mund stecken sollten. Eigentlich sollten die Eltern selber beizeiten ihren Sprösslingen solche Hinweise geben, aber heutzutage ziehen viele es stattdessen vor, "Angst" zu haben...
Auch bin ich mir nicht sicher, ob es angemessen ist, hier Spekulationen über die "vermutliche" Pilzart abzugeben, denn was sollen Richi bzw. die in Sorge befindlichen Eltern der Kindergartenkinder mit solchen "Vermutlich"-Informationen anfangen?
FG
Oehrling
Hallo Röhrlingsspezis,
bei dem ursprünglich angefragten Pilz hätte ich jetzt aufgrund des großen Kontrastes am Stiel (Netz blutrot, Maschenflächen gelb) erstmal Boletus rhodoxanthus in Erwägung gezogen und das fehlende Rosa auf der Hutoberfläche auf einen Trockenschaden geschoben. Was passt denn für diesen außer dem fehlenden Rosa nicht? Ist vielleicht das Netz nicht grobmaschig genug?
Hallo Jürgen,
wegen der von dir erwähnten Fundstelle
wollte ich noch anmerken, dass ich knapp 100 m in südöstlicher Richtung, auf der rechten Randseite des Haupt-Rundweges auch schon Boletus legaliae gefunden habe. Also scheint es dort nicht nur die eine Stelle zu geben. Ganz zu schweigen von 10 Kilometer Luftlinie Richtung Südwest, da gibt es ja auch ein paar Boletus legaliae-Stellen. Würde man die ganzen Wälder und parkähnlichen Anlagen in dieser Gegend mal konsequent durchkämmen, kämen vielleicht noch einige Stellen zusammen.
FG
Oehrling
Hallo Maria,
den solltest du dir aber schon behalten. Inocybe godeyi ist wohl einer der am ehesten makroskopisch erkennbaren Risspilze. Bzw. wenn man schon ein paar Risspilze makroskopisch kennen will, ist I. godeyi sicher dabei.
FG
Oehrling
Hallo Björn,
bisher hatte ich deine Beiträge noch nicht so genau verfolgt, weil ich von den Pilzen, die du sonst zeigst, nichts verstehe, aber die jetzt gezeigten finde ich sehr interessant. Du scheinst ja ziemlich oft auf Exkursion zu gehen. Super!
FG
Oehrling
Hallo Björn,
falls du dich irgendwann tiefer in die Täublinge reinarbeiten wolltest, hätte ich als Tipp für dich, einen speziellen Sprödblättlerkurs bei einer der Pilzschulen, die so was anbieten, zu absolvieren. Das hilft ganz schnell ganz viel weiter.
FG
Oehrling
Den Vorschlag ... mit R. recondita (früher pectinatoides) finde ich toll, passt alles mit deiner gesamten Beschreibung zusammen.
Grüsse und Danke, man lernt immer wieder dazu
claus
Hallo zusammen,
*Spaßbremsenmodus* ![]()
ich finde nicht, dass da alles zusammenpasst. Vor allem als Geruchsangabe "unauffällig" und als Geschmacksangabe ein banales "mild" ohne weitere Bemerkungen passt für R. pectinatoides/praetervisa/recondita (wer denkt sich bloß immer all die neuen Namen für die immer gleichbleibenden Pilze aus?) überhaupt nicht. Diese Pilze als R. recondita abzulegen (das ist deutlich was anderes als diesen Namen ins Spiel zu bringen) halte ich bestimmungstechnisch für einen Fehler. Bloß weil ein sehr guter Auskenner einen zugegebenermaßen guten Namen ins Spiel bringt, ist der Pilz noch ewig nicht bestimmt. Man zeige doch mal, wenn das wirklich R. recondita ist, die auffälligen langgezogen-dreieckigen Dermatozystiden, das wäre zielführend. Findet man die nicht, ist das eben nicht R. recondita. Ich hätte jetzt aufgrund der Angaben "Birke" und "gilbt auffällig über Nacht" jetzt eher an R. versicolor gedacht, aber das wäre nur meine erste Arbeitshypothese und damit geht die Bestimmungsarbeit doch erst los.
Alles was man in diesem Fall dazulernen kann ist, dass man bei rudimentärer Datenlage einen solchen Täubling jenseits bekannter bzw. typischer Erscheinungsbilder nicht belastbar benennen kann und dass in der Täublingsbestimmung der Finder (der ja die Fundrahmendaten am besten von allen kennt - er weiß am besten, was er gesehen, gerochen und geschmeckt hat) oft nicht drumherumkommt, selber mit den Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen, eine Arbeitshypothese aufzustellen und diese dann durch Bestimmungsarbeit zu untermauern oder zu verwerfen. Dabei ist es schon ein kleiner Erfolg, wenn man herausfindet, dass es weder R. recondita noch R. versicolor ist.
FG
Oehrling
Hallo Norbert,
dem Oehrling fällt zu dieser Merkmalskombination leider nichts wirklich Sinnvolles ein. Als Climbingfreak die Idee mit dem Hainbuchentäubling hatte, dachte auch ich mir: das ist sicher was Ausgeblasstes, das seine "richtige" Hutfarbe verloren hat. So was geht dann leider nur mit Mikroskop, aber nicht per Foto.
FG
Oehrling
Hallo Björn,
der gelbe Täubling könnte was aus der Chamaeleontinae-Ecke sein, z. B. R. vitellina, lutea oder risigallina. Dazu müssten die letzten Haarglieder weit überwiegend kurz und keulig bis kopfig sein. Ich muss gestehen, nach deinen Fotos fällt es mir etwas schwer dies einzuschätzen. Auch sollte er inkrustierte Primordialhyphen haben. Das sind lange, relativ dünne (nur unbedeutend dicker als gewöhnliche Haare), mehrfach septierte wurmartige Gebilde, auf denen sich, betrachtet in Kongorot, grünliche Ablagerungen befinden. So etwas sehe ich auf deinen Fotos leider auch nicht, aber das heißt nicht, dass sie tatsächlich fehlen.
Am besten lassen sich solche Sachen überprüfen, wenn man vor dem Anwerfen des Mikroskops schon halb weiß, was man sehen "sollte".
Ähnlich gefärbt, aber ohne kopfige Haare und ohne Primordialhyphen, wäre R. solaris, aber der schmeckt deutlich scharf und hat auch nicht so dunkles Sporenpulver. Der ist es glaube ich eher nicht.
FG
Oehrling
Ob Lamellen frei oder angewachsen sind, testet man am besten so: Den Hut direkt am Stiel so abbrechen, dass an der einen Huthälfte der Stiel noch hängenbleibt. Dann an die Stielspitze gucken, da wo der Stiel in den Hut übergeht: reichen die Lamellen bis an den Stiel bzw. bleiben sogar Lamellenstücke am Stiel hängen, sind die Lamellen "angewachsen". Bleiben die Lamellen dagegen unversehrt und reichen nicht an den Stiel heran, dann sind die Lamellen "frei".
Also schlüssele jetzt noch mal mit "Lamellen angewachsen".
FG
Oehrling
Hallo Norbert,
vielleicht der Eichenfilzröhrling (Xerocomus communis/Hortiboletus engelii)?
FG
Oehrling
Hmmm, Risspilze sollten ja bekanntermaßen braunes Sporenpulver haben. Lass ihn doch mal aussporen, aber ich tippe, dass das Sporenpulver weiß und nicht braun sein wird, d. h. dass das hier kein Risspilz ist.
FG
Oehrling
