Beiträge von Oehrling

    Nein, der Geruch ist etwa so, wie wenn man an industriell gefertigtem Orangensaft ("Val...ina") oder Multivitaminsaft riecht. Ein bisschen süß-säuerlich halt. Gummibärchen sind ja normalerweise ganz stark aromatisiert.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    im BOERTMANN ist (neben dem Mikro-Schlüssel) ein richtig guter Schlüssel, der rein auf makroskopischen Kriterien basiert. Auf Englisch halt. Der hat mich schon öfters sehr zügig zu einem befriedigenden Bestimmungsergebnis gebracht, und das bei mir absolut neuen Arten, die ich nie zuvor gesehen hatte.

    @Pablo

    Schlechte Schlüssel sind meist von Leuten erstellt, die diese Gattung nicht wirklich profund kennen, sondern die "mal so auf die Schnelle" einen Schlüssel raushauen wollten. Am BOERTMANN-Schlüssel merkt man dagegen, wie unglaublich gut dieser Mann die Saftlinge kennt. Wahrscheinlich gibt es niemanden auf der Welt, der Saftlinge besser kennt als BOERTMANN.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    Hydnellum floriforme/auratile fällt zunächst mal durch seine Größe und Dicke auf (dicke Flatschen von 200 bis 300 Gramm Gewicht), dann beim Durchschneiden durch die Zweifarbigkeit des Fleisches (oben schmutzig grau, unten orange), von außen auch dadurch, dass die stachelbesetzten Zuwachszonen weißlich hellgrau sind, der Stiel dagegen leuchtend orange. Gefunden habe ich H. floriforme/auratile in Deutschland bisher nicht, aber schon ein paar Mal in Kärnten und dieses Jahr auch mal in Tirol.

    Der hier von Maria gezeigte (H. aurantiacum) ist schon rein optisch ein ganz anderer Pilz.

    FG

    Oehrling

    Ich dachte, dass alle Röhrlinge verhältnismäßig leicht zu bestimmende Pilze wären,

    Hallo Lena,

    das waren sie auch mal, bis sie genau erforscht wurden. Ganz früher gab es nur "die Ziegenlippe", "den Rotfußröhrling", "den Birkenpilz", "die Rotkappe" usw., da war man mit der Bestimmung natürlich ruck-zuck fertig.

    O.T.: Viel Spaß im Pilzforum.eu.

    FG

    Oehrling

    Seit wann braucht es bei einem eindeutigen Parasol eine Verzehrfreigabe? Pilze ohne Verzehrfreigabe zu essen ist ja gottlob zulässig. Der hier dürfte zweifellos gemundet haben.

    "Schwierig" finde ich von den gezeigten höchstens den Erdwarzenpilz (wenn es einer sein sollte), und der wurde ja nicht paniert und gebraten.

    Aleuria aurantiaca passt blauberbeiser1971 Die kann man übrigens in der Asia-Pfanne als Mu-Err-Ersatz verwenden. Kurz überbrühen und dann in den Wok damit.

    FG

    Oehrling

    Hallo Chris,

    dein Pilz Nr. 1 scheint mir nicht der Mehlräsling zu sein, sondern eher der Bleiweiße Trichterling oder ein anderer der schlimm giftigen weißen Trichterlinge. Falls diese zum Essen gesammelt würden, könnte hier eine Verwechslung fatal ausgehen.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    die Pilze Nr. 1 sind keine Butterpilze (Suillus luteus), sondern wohl eher Goldröhrlinge (Suillus grevillei).

    Generell ist es keine gute Idee, Pilzen die Füße abzuschneiden und sie vorzuputzen, wenn sie angefragt werden. Z. B. bei dem Birkenpilz sieht man mit der fehlenden Stielbasis ein wichtiges Bestimmungsmerkmal nicht.

    Außerdem sieht das dann immer so aus wie: ich will diese Pilze jetzt essen, und ihr sagt mir bitte vorher, ob ich das kann. Auf Anfragen dieser Art reagieren die Leute hier zunehmend allergisch, mit einer gewissen Berechtigung.

    FG

    Oehrling

    O. K., LieLi, du hast ihn probiert und nach deiner Aussage war er nicht bitter. Dann muss ich meinen Bestimmungsvorschlag sofort zurückziehen, denn gegen das gibt es kein Argument. Ich habe niemals einen Grünblättrigen probiert, bei dem man nicht sofort die Bitterkeit geschmeckt hätte. Irgendwas passt dann mit den Fotofarben auf meinem Monitor nicht.

    FG

    Oehrling

    Hallo Elisabeth,

    ich fürchte das sind Grünblättrige. Wenn du es nicht glaubst, mach halt einen Geschmackstest. Der Rauchblättrige wäre völlig mild, der Grünblättrige scheußlich bitter, so dass nach dem Geschmackstest der Fall völlig klar wäre.

    FG

    Oehrling

    Hallo Barney,

    der spezifische Fischgeruch (durch Trimethylamin hervorgerufen) verflüchtigt sich in der Pfanne auch größtenteils, so dass R. xerampelina durchaus genießbar wäre. Natürlich darf man das nicht mit durch Verderb hervorgerufenem Fischgeruch verwechseln, das kann böse enden.

    FG

    Oehrling

    Servus, Maria!


    Die sind ja prächtig!

    Aber ob das beides die gleiche Art ist, bei dem unterschiedlichen Habitus?

    Hallo zusammen,

    eben genau das könnte man mit KOH20% zielsicher feststellen, daher raten Cortinarius und ich ja zur Anwendung von KOH20%.

    Auch sehr gut, Pablo, dass dir die markante Knollenform ("Plattfuß") aufgefallen ist, das gibt es bei den Calochroi oft und erleichtert die Diagnose. Ebenfalls gut ist, dass man an diesem Beispiel sieht, dass man auf angebliche Kurz-/Langstieligkeit als Bestimmungsmerkmal nicht viel geben kann. Dafür ist hier die Stielspitze bei allen Exemplaren violett, das wäre eines der relevanten Bestimmungsmerkmale, und zusammen mit KOH20%-Farbreaktion käme man hier schon zu einem belastbaren Namen.

    Kann auch sein, dass Cortinarius ihn rein von der Optik her kennt (ich leider nicht!), der sieht schon sehr markant aus.

    FG

    Oehrling

    Hallo Maria,

    das ist er (mit 95% Wahrscheinlichkeit). Du hast ihn also wiedererkannt --> sehr gut, das schaffen viele nicht!

    C. splendens ist ein von Hut-, Stiel- und Fleischfarbe komplett anders aussehender Pilz und ist hier mMn abwegig, was sich durch googeln leicht feststellen ließe.

    FG

    Oehrling

    Hallo Heidi,

    sieht wie einer der gefühlt 100 violett bzw. blau gefärbten Dickfüße (Sericeocybe bzw. Telamonium) aus. Bei der Datenlage tue ich mich schwer, mehr zu sagen.

    FG

    Oehrling

    Hallo Frank,

    mein Tipp wäre hier ein Variecolores, darauf weist die chromgelbe Verfärbung mit KOH bzw. die bräunliche Verfärbung mit chromgelbem Rand hin. Ein Vertreter mit solch violetter Hutfarbe wäre z. B. Cortinarius balteatus. Man sieht an einigen schon, wie sie auf dem Hut braun werden. Bei diesem Pilz wird das schöne Violett schon bald durch braun verdrängt, und es bleibt dann nur ein violetter Gürtel am Hutrand zurück.

    Da ich C. balteatus noch nie in diesem Stadium gefunden habe, sondern immer nur mit violetter Randzone und brauner Hutmitte, bin ich mir allerdings ziemlich unsicher.

    Edit: ich habe gerade in den GroßpilzenBW Band 5 (vgl. S. 79 und 91f.) gesehen, dass es genau daneben noch einen C. balteatocumatilis gibt, also wohl so was wie eine "optische Mischung" aus C. balteatus und C. cumatilis, der hier auch schon ins Spiel gebracht wurde. C. cumatilis selber fällt ja wegen negativer KOH-Reaktion wohl raus.

    FG

    Oehrling

    Hallo Stuggi,

    deine Reizker sind alles Lachsreizker. Das mit der Weinrot-Verfärbung erst nach Stunden stimmt wie so vieles, was im Internet zu lesen ist, nicht. Fichtenreizker können es allein schon wegen der Gruben an der Stieloberfläche nicht sein, so etwas haben Fichtenreizker nie. Im übrigen schmecken Reizker nicht jedem, bzw. nicht jede Art Reizker schmeckt einem. Das muss man austesten. Z. B. schmecken mir Fichtenreizker und Kiefernblutreizker gar nicht, Lachsreizker dagegen finde ich einigermaßen gut.

    Die Stockschwämmchen hast du gut und richtig erkannt, Respekt, das kriegt nicht jeder hin. Für das wird man mit einem außergewöhnlich guten Pilzgeschmack belohnt, wenn man sie sich dann tatsächlich in die Pfanne haut.

    FG

    Oehrling

    Allerdings stellt sich beim Parasol und den anderen Riesenschirmlingen immer auch die Qualitätsfrage. Hat der Pilz einen hochgeschlagenen Hutrand und keine reinweißen sondern gräulichen oder blassrosa getönten Lamellen oder vielleicht sogar kleine braune Flecken in den Lamellen, ist er hinüber und nicht mehr zum Essen geeignet. Also schaut bitte in dieser Hinsicht genau hin.

    FG

    Oehrling