Hallo Pilzliebe,
der "echte" Parasol (Macrolepiota procera) hätte eine braun genatterte Stieloberfläche, die hier ist aber eingewachsen-längsfaserig - also zumindest kein "echter".
FG
Oehrling
Hallo Pilzliebe,
der "echte" Parasol (Macrolepiota procera) hätte eine braun genatterte Stieloberfläche, die hier ist aber eingewachsen-längsfaserig - also zumindest kein "echter".
FG
Oehrling
Hallo Tobias,
mMn Hallimasch.
FG
oehrling
Hallo Chorknabe,
was auch immer bei diesen Pilzen letztlich rauskommen mag...
Zur KOH-Reaktion bei den Pilzen 1 und 2 wollte ich noch was sagen. KOH verfärbt zunächst immer die schon vorhandene Farbe nach dunkel - also aus hellbraun/beige wird dunkelbraun, aus blassblau wird dunkelblau, aus gelb wird gelbbraun usw. Das alles ist als Reaktion NEGATIV. Positiv ist eine KOH-Reaktion, wenn sich der Farbton tatsächlich ändert - aus gelb oder braun wird rot, aus weiß wird chromgelb, aus weiß wird magenta/pink, aus grau wird türkisblau, aus blau wird kartonbraun usw. Erst das ist POSITIV. Die KOH-Reaktion bei den Pilzen 1 und 2 ist also negativ (was sowohl für C. langei als auch für C. corrosus passen würde).
FG
Oehrling
Hallo Hexi,
tolle Mischung von super lecker bis super giftig!
FG
Oehrling
Hallo Robin,
gehe bitte mit deinen gefundenen Pilzen zum Pilzberater. In Stuttgart und in Heilbronn gibt es definitiv welche, vielleicht auch irgendwo dazwischen. Oder nimm an geführten Pilzwanderungen teil, die momentan vielerorts stattfinden. Pilzbestimmung über App oder übers Internet ist viel zu unsicher.
FG
Oehrling
Hallo,
der letzte ist mMn eine schmächtig gewachsene Marone.
FG
Oehrling
Hallo coindigger,
was mich persönlich hier in diese Richtung gebracht hat, war das starke wattig-weiße Velum am Stiel. Das in Verbindung mit tonblass gefärbten Lamellen und negativer KOH-Reaktion ist typisch für einen Triumphant. So etwas habe ich (nach ca. 10jähriger Beschäftigung mit Cortinarius) mittlerweile auswendig gelernt.
FG
Oehrling
Hallo Maria,
wahrscheinlich bei "Farbe des Fleisches im Längsschnitt". Hier wird unterschieden: bläulich-grünlich (Gruppe um rufoolivaceus, odorifer, cupreorufus, oricalcholens...), leuchtend gelb (Gruppe um splendens, meinhardii, citrinus...), grünlich gelb (Gruppe um percomis, mussivus, nanceiensis...), blass strohgelb (Gruppe um elegantior, sulfurinus...), blassbläulich (Gruppe um elegantissimus, cedretorum...).
Nachdem du die Farbe der Lamellen am Jungpilz geprüft hast, schneidest den Pilz längs durch und prüfst Farbe und Geruch. Sobald du KOH hast, schmierst dann auch noch KOH drauf.
FG
Oehrling
MMn Purpurfilziger Holzritterling (Tricholomopsis rutilans).
FG
Oehrling
Hallo zusammen,
ich kenne den zwar als Leberbraunen Ackerling, aber für den würde ich ihn halten.
FG
Oehrling
Das ist auch noch lange nicht gesagt, dass hier nur ein und dieselbe Art abgebildet ist. Dass Pilze nah beisammen wachsen, ist noch kein Beweis für Artidentität. Auf deinem letzten Foto meine ich links C. carcharias zu sehen, rechts dagegen C. amianthinum.
FG
Oehrling
Hallo Tessa,
alte Maronen erkennst du daran, dass die Poren (die "Schwammschicht" auf der Hutunterseite) nicht mehr zart hellgelb sind, sondern so ein wenig olivgrünbräunlich. Oder hellgrau, falls der Pilz schimmlig ist. Auch durch die Druckprobe auf dem Hut. Sobald die Hutoberfläche sich weich anfühlt und eventuell sogar Daumendruckstellen zurückbleiben, ist der Pilz alt (funktioniert auch bei allen anderen Röhrlingen!).
FG
Oehrling
Hallo Helmut,
außer C. rubicundulus gibt es noch einen, der so gelb verfärbt: C. bolaris, das ist allerdings ein Laubwaldpilz. Als ich dein Foto gesehen habe (noch vor deinem Text), sagte ich mir spontan: C. rubicundulus. Dass die nicht so aussehen wie im Pilzbuch, liegt daran, dass sie schon alt und halbtrocken sind.
FG
oehrling
Meine Bedenken sind mehr prinzipieller Natur, aber wie gesagt, auf Facebook haben sie es ja mit den Prinzipien auch nicht so. Nur gibt es hier halt diese Anfrageregeln, auf die so oft gepocht werden, ich dachte die gelten für alle Anfragen.
Entspannte Grüße
Oehrling
@Beli und Maria,
C. calochrous ist hier deshalb abwegig, weil bei den abgebildeten Exemplaren die Lamellen gelbgrünlich und nicht amethystviolett sind.
Das hier ist wieder einer der Fulvi (gelbe bis grünliche Lamellen). Mit dem Phlegmacien-Schlüssel kommt man in die Sektion Fulvi über das Merkmal gelbliche bis grünliche Lamellen. Schaut auf jeden Fall noch mehr auf die Lamellenfarbe bei Jungexemplaren!
C. elegantissimus ist, finde ich, im Feld sofort ohne weitere Untersuchung zu erkennen, wenn er einigermaßen typisch aussieht (was er eigentlich immer tut): Gelbe, in der Mitte gelborange bis orangerote Hutoberfläche, jung grünliche Lamellen, hellgrüner Stiel, gelbgrünliches Velum, im Längsschnitt sehr blasses bis weißes Fleisch.
Sieht der Pilz gleich aus und hat die gleichen Reaktionen, hat im Anschnitt aber blaues Fleisch, wäre es C. cedretorum (dieses Wochenende in Thüringen live gesehen!).
FG
Oehrling
Es stimmt schon: auf Belis Fotos sind ein paar der Stielbasen zu sehen (daher wohl L. leucothites), aber eben nicht auf den Anfragefotos. Als Beweis für irgendwas taugt das also nicht. Auf Facebook argumentieren sie genauso, aber wir sind ja nicht bei Facebook. Und bei weißen beringten Lamellenpilzen was rauszuhauen ohne die Stielbasis gesehen zu haben, sorry, das ist Facebook...
FG
Oehrling
Hallo Pluckerwank,
auch mit mehr Bildern wäre hier nicht mehr rauszuholen gewesen. Dieser Pilz, so schön er auch sein mag, hat gut ein Dutzend Doppelgänger, und lässt sich wie so viele andere nicht per Foto auf die Art bestimmen.
FG
Oehrling
Hallo zusammen,
donnerwetter wie ihr den erkennt, obwohl mit der Stielbasis das wichtigste Bestimmungsmerkmal fehlt. Ich dagegen hätte sagen müssen: guter Mann, du hast denen die Füße abgeschnitten, und die restlichen hast du umgetreten, und deshalb kann man jetzt dazu nix sagen.
FG
Oehrling
Hallo larchbolete,
eher nicht. Bei C. torvus sind die Lamellen ungefähr so violett wie gekochter Rotkohl, die hier sind eher braun. Gürtelfüße gibt es leider einige.
FG
oehrling
Hallo Peter,
vergleiche doch mal mit C. talus. Schau nach, ob die Hutoberfläche eingewachsen faserig ist, dann könntest du noch, sobald die Fruchtkörper halbtrocken sind, nach Honiggeruch im Stiel forschen. Viel mehr lässt sich makroskopisch nicht machen.
FG
Oehrling
Hallo zusammen,
wie wäre es denn mit einem Triumphantes, z. B. C. claricolor oder C. turmalis?
Die Gelbfärbung mit KOH scheint ziemlich blass zu sein, da würde ich nicht viel drauf geben. Bei C. varius würde es wirklich leuchtend chromgelb, das hier ist nur blassgelb, also mMn negativ.
FG
Oehrling
Hallo Maria (und alle anderen, die von der derzeitigen Cortinarienvielfalt fasziniert sind),
den Fuß in die Tür bekommst du nur mit geeigneter Literatur. Potenziell ungeeignet sind alle gängigen 200-Arten-Pilzbücher, aber leider auch größere "Pilzbilderbücher" wie z. B. der 1200-Pilze-Führer von GERHARDT (BLV-Verlag) oder die 1200 Pilze von DÄHNCKE (AT-Verlag) oder das 123Pilze-Buch. Besser geeignet sind Pilzbücher, die von ausgesprochenen Cortinarius-Auskennern verfasst sind. Z. B. BON/Pareys Buch der Pilze, GMINDER/Handbuch für Pilzsammler oder GMINDER/GPBW-Flora Band 5.
Gerade die Cortinarius-Schlüssel in GPBW Band 5 oder im BON finde ich persönlich sehr intuitiv und erhellend, um einen Fuß in die Tür zu bekommen, auch wenn das dem "Stand der Wissenschaft" nicht so entsprechen mag wie z. B. die Funga Nordica.
Grob gesprochen muss man darauf achten, ob der Hut schleimig und der Stiel trocken ist (Phlegmacien) - an dieser Stelle bist du beim Semmelgelben Schleimkopf falsch abgebogen, denn der hat einen trockenen Stiel -, ob Hut und Stiel schleimig sind (Schleimfüße), ob Hut und Stiel trocken sind und Hygrophanität vorliegt (Telamonien), ob keine Hygrophanität vorliegt (Leprocyben), ob die Lamellen auffallend freudig im Farbton sind und sich die Farbstoffe durch Spiritus auf einem weißen Taschentuch lösen lassen (Dermocyben).
Innerhalb der Phlegmacien muss man als nächstes auf die Kombination aus Hutfarbe und Farbe der jungen Lamellen (grün bis gelb, blau bis lila, tonblass bis beige, grau) achten, um etwa in GMINDERS Untergattungen/Sektionen zu kommen. Bei Funga Nordica und BON steht am Anfang das Merkmal, ob der Fuß nur einfach verdickt ("Schleimkopf") oder gerandetknollig ("Klumpfuß") ist, danach geht es gleich mit den makrochemischen Reaktionen (KOH, Lugol) weiter.
Bei den Schleimfüßen muss man auf vorhandene oder nicht vorhandene Bitterkeit des Hutschleims achten, um bestimmungsmäßig weiterzukommen - also Geschmacks-(Leck-)probe. Da die schlimm giftigen Cortinarien sich nicht unter den Schleimfüßen befinden, darf man das.
Bei den Leprocyben ist der Geruch sehr wichtig. Es gibt da ganz krasse Gerüche, z. B. nach Petersilie oder nach Dampflokomotive.
FG
Oehrling
Und der Maggigeruch?
Felli und ich würden den so gern Lactarius helvus nennen, aber das geht nur bei vorhandenem Maggigeruch.
FG
Oehrling
Hallo zusammen,
wenn er das sein soll, müsste er einen angenehm fruchtigen Geruch haben. Das sollte man beim Bestimmen immer mit abchecken. Ähnlich aussehende Rötelritterlinge haben diesen arttypischen Geruch nicht.
FG
Oehrling
Hallo zusammen,
muss nochmal kurz stören. Einen "Blutenden Hautkopf" wie im Anfragetext gibt es als Artbezeichnung nicht. MMn handelt es sich hier um den Blutblättrigen Hautkopf (C. semisanguineus), der Blutrote Hautkopf (C. sanguineus) wäre auch auf der Hutoberfläche blutrot. Aber der Pilz als solcher wurde richtig erkannt, das ist die Hauptsache.
FG
Oehrling
