Ganz ehrlich, wenn ich in diesen beinahe pilzlosen Tagen schon einmal Pilze finde, warum müssen dies dann solche sein? So komisches Rindengetöns (also für mich halt komisch) hatte ich gestern auch ein par Mal gefunden, aber Pilze mit denen ich vielleicht mit der Bestimmung weiter kommen könnte - ach meno
Hallo Maria,
das liegt daran, dass nun mal gefühlt 95 % aller Pilzarten solche Pilze sind. Ich habe mich immer gefragt, nach welchen Kriterien die Pilzarten für die Pilzbestimmungsbücher ausgewählt werden. Die Häufigkeit des Auftretens in der Natur kann es nicht sein, dann wären die Bücher alle voll mit Little Brown (Grey, White) Mushrooms, garniert mit einigen Baumschlappen. So was würde niemand lesen, erst recht nicht kaufen. Ich glaube eher, dass stattdessen das Kriterium die optische Auffälligkeit, vielleicht auch die (vermeintlich) leichte Bestimmbarkeit sein muss. Mit dem Ergebnis, dass man ständig Pilze in der Natur findet, die im Buch nicht "drin" sind, und bei denen auch keine realistische Chance besteht, über eine Internet-Anfrage zu einem belastbaren Namen zu gelangen. Das muss man so akzeptieren, es sei denn, man gibt sich mit den ewigen schwammigen "könnte sein", "ist vermutlich", "kommt in Frage"-Aussagen zufrieden.
Meinen Leuten im Pilzverein sage ich daher: macht es doch genau andersrum. Setzt euch Ziele, ganz bestimmte Pilzarten aus euerem Pilzbuch zu finden. Sucht sie, und wenn ihr was in der Richtung gefunden habt, bekommt durch Bestimmungsarbeit heraus, ob es die Zielart ist oder nicht. Macht das ein paar Mal, und dann KENNT ihr den Pilz.
Freundliche Grüße
Oehrling