Beiträge von Feinschmecker

    HoBi,


    nein, Ihr langweilt -zumindest mich- gar nicht mit pilzfreien Beiträgen! Bitte nicht abwandern, nur weils nicht regnen :rain: will! Diese Orobanche habe ich noch nie gesehen. :daumen:

    Übrigens finde ich die Gattungen Origanum (jetzt habe ich x-mal versucht das auf wikipedia zu verlinken, aber es klappt nicht. Schaut bitte selbst dort nach) und Thymus furchtbar unübersichtlich. Thymiane – Wikipedia  



    Deswegen bezeichne ich das, was hier bei uns wild wächst der Einfachkeit halber mit den deutschen Begriffen Dost Oregano – Wikipedia und Quendel https://de.wikipedia.org/wiki/echter_thymian ohne Anspruch auf botanisch genaue Bestimmung.



    Grüße


    Feinschmecker

    Die blaue Pflanze ist ein Natternkopf, im Bild darunter sehe ich einen Wiesendost.


    An eberhardS: Der Natternkopf wäre auch was für Deine Brachfläche (Stammtisch). Einfach abgeblühte Stengel mit den kleinen schwarzen Samen abschneiden (Handschuhe! das Zeug ist stachelig) und am gewünschten Ort ablegen. Diese Art der "Aussaat" habe ich selbst schon mehrfach erfolgreich durchgeführt. Ist eine tolle Insektenpflanze. Im ersten Jahr gibt es allerdings nur eine Blattrosette.


    Grüße


    Feinschmecker

    Hallo Safran,


    Du könntest mal diese Rosmarinsorte Rosmarin 'Veitshöchheim' (Pflanze) - Rosmarinus officinalis | Rosmarin | Rapunzel-Ruhmesblume | Pflanzen & Saatgut | Rühlemann's Kräuter und Duftpflanzen ausprobieren. Meines Wissens die Frosthärteste von allen Rosmarinsorten. Wenn ihr Sandboden habt, kann es aber auch sein, daß der Rosmarin winterliche Trockenperioden nicht erträgt, sprich, vertrocknet. Auch mal in der kälteren Jahreszeit gießen!



    Hallo eberhardS


    wenns wirklich Kalkkiesel sind, würde ich als weitere Ammenpflanze mal einen Versuch mit Esparsette https://de.wikipedia.org/wiki/saat-esparsette wagen.



    Grüße


    Feinschmecker

    Hallo Alex,


    so kenne ich das auch. Ich empfehle Dir, vor der wie auch immer geplanten Zubereitung (insbesondere bei dieser Fruchtkörpergröße) diese vom Hut her - in der Richtung geht das Teilen genauer als vom Stiel aus- in 2 Teile zu zerlegen. Die Innenseite der Stiele lässt sich leicht säubern, indem Du sie über ein Küchenpapier ziehst. Du wirst Dich wundern, was Du in den Stielen alles finden wirst!


    Grüße


    Feinschmecker

    Auch von mir nochmals ein Hallo in die Runde!


    Liebe Maria, ich bleibe dabei: Traditionelle Rezepte sind nicht automatisch ein Garant für Hochgenuss. Ich habe ja nicht geschrieben, daß der Hochgenuss bei traditionellen Rezepten automatisch ausgeschlossen ist!


    Vielleicht magst Du einen neuen Thread aufmachen? Titel "Traditionelle Pilzrezepte" oder so, dann muss man die eventuell entstehende Rezepte-Sammlung nicht aus dem Essigsauren Schwammerlsuppe-Beitrag raussuchen.


    Eventuell ergibt sich ganz nebenbei eine Art Landkarte, wo Pilze zumindest schon viele Jahrzehnte regelmäßig gesammelt werden und wo nicht. Tuppie hat offensichtlich in Mittelhessen das gleiche Phänomen wie ich hier im Kraichgau: Pilze waren etwas für schlechte Zeiten. Möglicherweise merkt man das auch den Rezepten an!


    Schöne Grüße


    Feinschmecker
    [hr]
    Eben habe ich noch schnell in mein "Historisches Lindauer Kochbuch" von 1894 geschaut. 3 (in Worten: drei) Pilzrezepte sind drin. Für: Rehlinge (wohl Pfifferlinge), Morcheln und Champignons. Bei den Champignons werden auch Dosenchampignons erwähnt....
    Zum Vergleich: es sind 4 Rezepte für Froschschenkel drin und 14 für Krebse.



    Schöne Grüße


    Feinschmecker

    Da muß ich doch auch meinen Senf dazugeben. Senf ohne Essig funktioniert definitiv nicht ;)


    Grundsätzlich stammen Rezepte mit reichlich Essig (wie Öhrling schon angedeutet hat) aus der Zeit, als der Kühlschrank noch nicht erfunden war und irgendwas auf den Tisch musste, " Hunger ist der beste Koch", und nicht, wie heutzutage, ein riesiges Angebot frischer Lebensmittel dauerhaft verfügbar war. Hier fällt mir auch der Fliegenschrank ein, ein Vorratsschrank, der zwar nicht kühlte, aber immerhin dafür sorgte, daß sich auf den Lebensmitteln nicht auch noch Fliegenlarven, sprich Maden, tummelten. :sick:


    Irgendwie musste man Lebensmittel haltbar machen. Zur langfristigen Haltbarmachung wurde eingekocht. Laut Wikipedia wurde die Konservendose ca. 1810 zumindest beim französischen Militär eingeführt. Sauerkraut ist ein Beispiel für die längerfristige Konservierung mittels Milchsäure. Einsalzen, also Pökeln, funktioniert auch, aber eher mittellang, folgendes Räuchern verlängert die Haltbarkeit. Die alkoholische Gärung sowie die Destillation dieser Produkte erwähne ich hier nur der Vollständigkeit halber. ;)


    Aber kurzfristige Konservierung, ganz ohne Kühlung, auch im Hochsommer? Säure, Milch- oder Essigsäure war die Lösung. Beispiel: Sauerbraten.
    Auch heute glauben manche noch, z.B. Wild müsse grundsätzlich vor der Zubereitung sauer eingelegt werden. Das ist Blödsinn! Entweder die Fleischqualität stimmt, oder sie stimmt eben nicht. Die Zeiten, in denen Fleisch höchst fragwürdiger Qualität mittels Essig in den Zustand fraglicher Genießbarkeit versetzt wurde, sind glücklicherweise vorbei. Leckeres, zartes, da gut abgehangenes (Kühlung!) Fleisch legt man eben nicht vor der Zubereitung in Essig ein, wozu denn auch?


    Aber: über Fragen des Geschmacks zu streiten, führt zu nichts. Wem Pilze mit Essig schmecken, dem wünsche ich -ganz ohne Hintergedanken- guten Appetit! Ich koche Pilze auch gerne süß-sauer ein, da dienen die Säure und der Zucker der langfristigen Konservierung.



    Liebe Maria, Deine Frage "wie werden Pilze in Deutschland traditionell zubereitet?", könnte bei genügend Interesse ein Unterforum werden! Zuerst stünde die Frage, wo Pilze traditionell gesammelt werden. Schon diese Frage stellt mich vor große Rätsel. Hier, also im südlichen Kraichgau, werden meines Wissens Pilze traditionell nicht gesammelt, also auch nicht zubereitet........
    Auch sind traditionelle Rezepte nicht automatisch der Garant für höchsten Genuss.
    Ich schließe nun mit Öhrlings Anregung, alte Zöpfe abzuschneiden und empfehle, traditionelle Rezepte -zumindest mal versuchsweise- den heutigen Gegebenheiten anzupassen.


    Schöne Grüße


    Feinschmecker


    Hallo Craterelle,


    eine Tauschbörse, hmmm, ich würde (und habe das hier auch schon getan) bei reichlichen Funden etwas Getrocknetes abgeben. Aber ob ich welche annehmen würde? Das käme nun ganz auf den Sammler an! Die Cracks hier brauchen vermutlich gar keine Pilze von anderen Leuten.
    Mal ehrlich, würdest Du (und nicht nur, weil hier in letzter Zeit einige Diskussionen um die Essbarkeit von schon reichlich angegammelten Teilen stattgefunden haben etc.) von jemanden, den Du nicht kennst, getrocknete Pilze, am besten noch gemischt, haben wollen?
    Ansonsten, falls mich mal jemand mit frischen Trompetenpfifferlingen überhäufen will, bist Du meinerseits herzlich willkommen ;-))


    Silbergrau hat mir übrigens -und dafür herzlichen Dank und Respekt!- per PN angeboten, mich zu seinen Sammelgründen mitzunehmen. Aber dann haben wir doch noch im Nordschwarzlwald welche gefunden, so daß ich dies großzügige Angebot nicht annehmen musste.


    Öhrling liest möglicherweise in der Küchenecke nicht mit. Sonst wüssten wir bestimmt schon mehr über die vermutete Giftigkeit roher Trompetenpfifferlinge! Vielleicht könnte auch AlexG was dazu beitragen? Ich bin jedenfalls nicht fündig geworden.


    Schöne Grüße


    Feinschmecker

    Nobi schrieb:


    Das ist der Kleine Blut-Egerling (Agaricus silvaticus).
    Der Schwefelkopf ist natürlich der Graublättrige. Da gab es einige knackig frische Fruchtkörper.
    Die Rotkappe (super erkannt!) ist die Weißstielige (Leccinum leucopodium).
    Außerdem gibt es noch Maronen, Flockis und auf neun Uhr ein Scheibchen des leckeren Schafporlings!



    Hallo Nobi, ich danke Dir für Deine Antwort!



    Grüße


    Feinschmecker

    Hallo Silbergrau,


    darfst mich gerne mit den Trompetenpfifferlingen bewerfen, ich würde dafür sogar bis in den Rems-Murr-Kreis fahren, ist ja nicht so weit! Alternativ wäre ich -per PN!- sehr dankbar für eine genaue Fundortangabe!
    Dafür würde ich mich mit einem Selbstversuch der Trompie-Spätzle :yumyum: revanchieren! Da habe ich keine Bedenken wegen einer ungenügenden Erhitzung nach dörren und kochen. Ggf. wird eben mit 60 ° statt 50 ° gedörrt, der Spätzlesteig etwas fester gemacht und dafür die Kochzeit etwas erhöht.
    Pfifferlinge isst Du selbst roh, wie Du hier schreibst: https://www.pilzforum.eu/board…e-pilze-roh-essbar?page=2
    und der Artikel im Tintling führt -zumindest bezüglich der Hämolysine- keine Leistlinge auf. Link: http://tintling.com/inhalt/2000/haemolysine.html


    Hier sind die Wälder fast pilzleer, merkwürdigerweise war es vor dem Regen letzer Woche (Mittwoch und Donnerstag zusammen 50 Liter/qm) besser als danach!?


    Mit gespannten Grüßen


    Feinschmecker

    Hallo Silbergrau,


    Tonnen an Trompetenpfifferlingen! Hier gestern eine Hand voll........................ und heute gar keine.


    Aber zu Deiner Frage: welche Gifte sollen bei den Trompies denn durch die Hitze abgebaut werden? Ich habe weder hier im Forum noch auf 123-Pilze Hinweise auf die Giftigkeit des rohen Pilzes gefunden.
    Ich habs in der Küche gerne so einfach als möglich, daher: warum tust Du das Pilzpulver nicht in die -zu den Spätzlen wichtige!- Soße?


    Grundsätzlich ist die Gabe eines Anteils Pilzpulvers in den Spätzlesteig sicher kein Problem. Ich würde den Teig vielleicht noch eine Stunde ziehen lassen, für den Fall, dass das Pilzpulver "nachzieht" und dann die Konsistenz des Teiges ggf. durch Zugabe von Wasser und/oder Ei nochmals anpassen.


    Wünsche guten Appetit


    Schöne Grüße


    Feinschmecker

    Hallo Nobi und Mreul,


    toller Bericht mit druckreifen Bildern! Nobi, auch wenn Dir die "kann man den Essen" Fragen mit Deinem Wissen vielleicht manchmal auf den Keks gehen, frage ich doch: in der Schüssel sehe ich Pfifferlinge, Trompetenpfifferlinge, Rotkappen; meine auch, einen Schwefelkopf zu erkennen. Was aber ist das mit den roten Lamellen füe ein Pilz?


    Herzliche Grüße


    Feinschmecker

    Hier, also im südlichen Kraichgau sowie im Stromberg waren wir ebenfalls ohne rechten Erfolg unterwegs. Schon Calabazas Meldung, daß "leider nur bei den Speisepilzen was los" war, erfüllt mich mit etwas! Neid.
    Tannenzäpfle, ein Angebot: wenn dei Dir weiterhin Dürre herrscht und nix los ist, schreib mir eine PN. Falls! es hier losgeht, kommst halt mal her, ist ja nicht weit. Und ab 31.8. hab ich Urlaub...


    Grüße


    Feinschmecker



    Edit: Tannenzäpfle, Feinschmecker und ein Korb voll Glucken würde doch gut als Beitragstitel klingen, oder?

    Hallo Myko,


    ich sags mal so: wenn Dir dein Metzger Fleisch mit dem gleichen Reifegrad wie Dein Pilz anbieten würde, kämst Du nicht auf die Idee, davon 80% abzuschneiden, sondern würdest mit grünem Gesicht den WKD hinzuziehen!


    Mahlzeit,


    Feinschmecker

    Hallo Peter!


    Zu den Pilzen habe ich gar nicht so viel zu sagen, nur soviel: die Rotkappen würde ich ebenfalls als solche bestimmen. Erstaunlich für mich ist, daß die Funde offensichtlich unter Roteichen (Quercus rubra, "amerikanische Eiche") gewachsen sind! Ob da -neben den Rotkappen- ein anderer Rauhfussröhrling (der mit dem braunen Hut) einen ungewöhnlichen Mikorrhiza-Partner gefunden hat?
    Unter diesen Bäumen habe ich bislang weder Steinpilze noch Rotkappen gefunden, obschon die Roteiche hier an durchaus steinpilzverdächtigen Stellen wächst.


    Grüße


    Feinschmecker

    Hallo Antje,


    das Thema "sind diese Pilze frisch" taucht hier im Forum regelmäßig auf. Anhand von Bildern ist eine sicher Aussage dazu nicht immer möglich! Wenn es trocken ist, können die Fruchtkörper von z.B. Herbsttrompeten und auch Krausen Glucken wochenlang überdauern........


    Zum Thema "Frische oder alte Herbsttrompeten" hier ein Link: https://www.pilzforum.eu/board…highlight=herbsttrompeten


    Ich bin der Meinung, daß Herbsttrompeten erst getrocknet ihr volles Aroma erreichen.



    Lass es Dir schmecken,



    Grüße



    Feinschmecker

    Hallo Tuppie,


    wegen mir brauchst Du Dir die Mühe mit den Vergleichsbildern nicht zu machen, ich glaubs Dir auch so! Und ich hätte mir eigentlich auch denken können, daß eine richtige Kräuterhexe Luzernesamen und Soja kennt..........


    Bin gespannt, was da wachsen wird.


    Beste Grüße,


    Feinschmecker

    Hallo Tuppie,



    die größeren gelben könnten Sojabohnen sein, die kleinen Luzerne. Luzerne, eine Kleeart, wird unter "Alfalfa" für Keimapparate angeboten, schmeckt als Keimling recht lecker und bereichert unseren Winterspeiseplan.


    Grüße


    Feinschmecker

    Hallo Leute,


    heute war ich zum ersten Mal -seit ich mich ernsthaft mit Pilzen beschäftige- beim PSV. Es ist unumgänglich, weil ich mein Wissen erweitern will, und die Pilze ggf auch essen möchte. Im Internet gibts bekanntlicherweise keine Verzehrfreigabe, und bis ich alles fotografiert und hier eingestellt habe etc., bin ich in der gleichen Zeit auch beim PSV gewesen und habe die Teile in die Pfanne gehauen.
    So, der Mann hat sich freundlicherweise heute, also am Sonntag nachmittag , Zeit genommen und mir meine Täublinge bestimmt und erklärt, auf was ich achten muss.
    Darüber erfreut und mit der Ankündigung, seine Dienste weiterhin in Anspruch nehmen zu wollen (gerne, hat er gesagt), habe ich 5€ in die Kaffee- bzw Pilzkasse getan. Der Herr war augenscheinlich peinlich berührt :eek: .



    Was nichts kostet, ist nichts wert. Es erschließt sich mir nicht, warum Staat oder gar Krankenkassen für eine Pilzbestimmung bezahlen sollen. Und noch ein Sprichwort: Wer bestellt, bezahlt!


    In der Hoffnung, aus einer anderen Perspektive dieses Thema beleuchtet und keinem ungewollt auf die Füße getreten zu haben schließe ich mit


    herzlichen Grüßen


    Feinschmecker