Beiträge von Feinschmecker

    Hallo Leidensgenosse,


    erstmal ein Trost: das wird noch! Es soll diese Woche auch nochmals regnen.


    Ich bin nicht so weit von Dir weg, also geschätzt ca. 20 km östlich, im südlichsten Kraichgau. Meines Erachtens hat das Ausbleiben der "Explosion" folgenden Grund: seit Juli letzten Jahres war fast jeder Monat deutlich über der durchschnittlichen Temperatur und deutlich unter dem durchschnittlichen Niederschlag. Das ist noch lange nicht aufgeholt, auch nicht nach 20-30 Litern "wie früher". Auf euren Sandböden wird wohl auch der Grundwasserstand eine erhebliche Rolle spielen, der hängt eng mit dem Rheinwasserstand zusammen, und wenn ich mich recht erinnere, war da über den Winter meist Niedrigwasser.


    Wir haben hier Löss auf Muschelkalk. Meine im letzten Jahr gepflanzten Obstbäume musste ich Ende Februar! das erste Mal giessen. Im Juni gruben wir dort Fundamentlöcher, ein Spatenstich tief war es krümelfeucht, dann wurde es bis über 80 cm Bodentiefe immer trockener, ganz unten war es staubtrocken!
    Ich denke mal, dass ein Myzel, das ja -je nach Art- sehr tief reichen kann, schon ordentlich Wasser haben muß, bevor es Fruchtkörper bildet.
    Pilze haben wir trotzdem schon gefunden, z.B. letzte Woche einige Sommersteinpilze, heute 3 kleine Krause Glucken.


    Ich drücke die Daumen, schöne Grüße



    Feinschmecker




    PS: Hallo Josef! Das Wetter mag im allgemeinen vielleicht von Westen kommen. In diesem Jahr kamen die großen Niederschlagsgebiete hier bei uns von Süden oder Südwesten, haben in den Vogesen und im Schwarzwald abgeregnet, und hier kamen von wenigen Ausnahmen abgesehen nur Tropfen an..........

    Hallo Wühlmull,


    um solche Pannen zu vermeiden, wärme ich die Gläser bei 70 ° Celsius im Ofen vor. Die warmen -rascheltrockenen, Bruchprobe machen!- Pilze sofort in die vorgewärmten Gläser füllen. Wenn diese abkühlen, ziehts den Deckel etwas an (natürlich nicht so sehr wie bei heißer Marmelade, aber immerhin etwas) und falls nicht, sind die Deckel undicht. Diese Pilze werden alsbald verwertet und die entsprechenden Gläser landen dann im Müll.
    Hoffe geholfen zu haben,


    schöne Grüße


    Feinschmecker

    Hallo Joe,


    meiner Meinung nach hast Du nun gar keinen Grund, über "mickrig" etc. zu klagen. Ich halte das für eine Waldeidechse, ein seltener und besonderer Anblick!
    Ist halt alles relativ, Waldeidechsen, Wachtelkönige, heimische Orchideen etc. sind eben im Vergleich zu Elefanten, Bisons und tropischen Orchideen auf den ersten Blick unspektakulär: aber heimisch. Freu Dich über den seltenen Anblick!


    Schöne Grüße


    Feinschmecker

    Dann gebe ich auch einen Tip ab: Sommerröhrling, Boletus fechneri.
    Ich kenne den zwar nicht, aber in der Beschreibung steht "kalkliebend, unter Eichen und Buchen". Kalk solte vorhandensein, es wächst Klee, und die dürren Blätter weisen auf Eichen und Buchen hin.


    Grüße


    Feinschmecker

    Hallo Hölzli,


    ich danke Dir für Deine Antwort, das Waldbild auf Deiner ersten Aufnahme kam mir so "oberschwäbisch" vor und ich bin halt ziemlich neugierig!
    Eine Statistik zum Eichhasen habe ich nicht, zumal ich den Ersten erst 2013 nach langer Suche gefunden habe -dann allerdings fast vor der Haustür- was zur schnellen Kontrolle sehr praktisch ist. Der Fundort ist an einer Stelle, wo ich sicher nicht nach "den üblichen Verdächtigen", also Steinpilzen, Pfifferlingen, Herbsttrompeten, Glucken etc. gesucht hätte, nämlich an einer etwas feuchten Stelle am unteren Ende eines kühlen Nordosthangs. Nahebei wächst die Purpurstendelwurz http://www.aho-bayern.de/epipactis/ep_purp.html
    und der Fundort sieht schon sehr ähnlich aus wie auf Abbildung 5 im Link.
    Tuppie hat geschrieben, ihr Eichhase wächst auch an einem Nordosthang. Solche Angaben fehlen fast immer bei entsprechenden Fundberichten. So ich Zeit finde, werde ich in der nächsten Hitzewelle vergleichbare Biotope aufsuchen und gezielt nach Eichhasen suchen. Möglicherweise gibt es dann irgendwann so etwas wie eine Statistik.


    Schöne Grüße


    Feinschmecker

    Hallo Hölzli,


    ich nehme mir immer etwas davon mit, man muss ja nicht alles abzuräumen.


    Ob der Eichhase wirklich so selten ist, wage ich jetzt einfach mal zu bezweifeln. Ich fand ihn jetzt zum dritten Mal (2013, 2015, 2017) am Ende einer Hitze- und Dürreperiode, also zu einem Zeitpunkt, an dem mit Pilzen eher nicht zu rechnen ist und daher auch kaum jemand danach sucht. Zudem ist er wirklich überaus schnell vergänglich, erst recht wenn dann feuchte Witterung einsetzt. Schon nach einigen Tagen findet man keinerlei Überreste mehr, dazu sind auch in Beorns Link entsprechende Bilder. Du kannst ja bei "Deinem" Eichhasen nochmals nachsehen.


    Zum Thema Frische und Genießbarkeit: Grau ist er frisch, Gelb ist er nicht mehr frisch. Von Grau auf Gelb kann er sich innerhalb von 12-24 Stunden umfärben! Ich lege den noch nicht mal über Nacht in den Kühlschrank (habe ich einmal gemacht, morgens war er bereits deutlich gelber als abends), es ist die sofortige Verwertung angesagt! Man kann ihn auch gut im Dörrex trocknen.


    Näheres siehe auch hier:
    https://www.pilzforum.eu/board/thema-ueberraschung--29917


    Darf ich noch nach der Region des Fundes fragen, nur ganz grob, so wie "Oberschwaben" oder "Fränkischer Jura" , keinesfalls GPS-Daten :cool: !!



    Schöne Grüße


    Feinschmecker

    Es ist nichts mehr nachgewachsen. Auch der kleine, auf den ich noch Hoffnung setzte, ist direkt und ohne weiterzuwachsen vergammelt. In der nächsten Hitzeperiode werden ich wohl regelmäßig vorbeischauen, vielleicht fruchtet er nochmals.


    Tuppie, ich drücke Dir die Daumen für "Deinen" Eichhasen.



    Grüße


    Feinschmecker

    Ich mache hier mal weiter:
    Der Eichhase ist wieder da, gleiche Stelle, aber 5-6 Wochen früher als 2015 und 2013. Dieser hier scheint nur alle 2 Jahre Fruchtkörper zu bilden. Mich beschleicht das Gefühl, daß er gerne am Ende starker Hitzeperioden fruchtet. Fundstelle ist an einem Nordosthang.
    Heute waren 4 Fruchtkörper schon deutlich jenseits der Genußfähigkeit, 3 waren gut, einer kommt gerade nach. Wegen starkem Zeitmangel gibts heute leider keine Bilder.



    Grüße


    Feinschmecker

    Hallo Maria,


    die Roten Waldvögelein erscheinen (so jedenfalls meine Erfahrung) auch unabhängig von den Veranstaltungen der Forstwirtschaft nicht regelmäßig. Wo in einem Jahr eines -oder keines- zu sehen war, findet man das Jahr darauf mehrere oder viele. Allerdings: wenn ich in einem Waldstück welche gefunden habe und gründlich suche, finde ich dort jedes Jahr welche. Mal stehen sie hier, mal da. M.E. treiben die nicht jedes Jahr aus.
    Zudem könnte es sich durchaus lohnen, im betreffenden Wald nach Sommersteinpilzen Ausschau zu halten; ich finde beide Arten öfter vergesellschaftet.


    Schöne Grüße


    Feinschmecker

    Hallo Frank,



    hier: https://www.nw-fva.de/index.php?id=141 (also die Adresse in Hannoversch-Münden!) werden genetische Untersuchungen an Bäumen durchgeführt. Ich hatte im Rahmen des Forschungsprogramms "Wildapfel" mal einen sehr freundlichen telefonischen Kontakt. Ob die auch Pilze sequenzieren, weiß ich nicht, könnte mir aber gut vorstellen, daß Du dort erfahren kannst, wer das macht.



    Schöne Grüße



    Feinschmecker

    Hallo Abeja,


    ich halte den Frosch auf Deinem Bild für einen Grasfrosch. Wie im Link geschrieben, ist die sichere Bestimmung nur durch die Bestimmung der Fersenlänge möglich.
    Die von Dir gezeigten Laichballen sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vom Grasfrosch, da oberflächlich treibend. Springfrösche heften ihre Laichballen in geringer Tiefe an die Stengel von Wasserpflanzen (steht auch im Link, unter Springfrosch). Meiner Erfahrung nach sind die Laichballen vom Springfrosch kleiner als die des Grasfroschs, was jetzt auf dem Bild nicht weiterhilft, aber für den Fall, daß du unterschiedliche siehst, schon.
    Wenn Du das Quaken gehört hast, kannst Du mal eine Hörprobe zum Vergleich im Link machen, da sind die Stimmen bei der jeweiligen Beschreibung abrufbar.


    Schöne Grüße



    Feinschmecker

    Hallo Holger,


    hier eine Liste der NSG im Saarland https://de.wikipedia.org/wiki/…schutzgebiete_im_Saarland


    Das betreffende NSG ist aufgeführt, in der Spalte "Kennung" kommst Du weiter und kannst Dir die NSG-Verordnung als PDF runterladen. In der Verordnung ist auch der Schutzzweck aufgeführt. In aller Regel wird auf dort vorkommende Raritäten nicht explizit, sondern mehr in allgemeiner Auflistung eingegangen. Auch das dient dem Schutz! Es gibt z.B. "Orchideenliebhaber", die haben seltenen Orchideen so gerne, daß sie diese ausgraben und mitnehmen.


    Ganz ohne Wertung (die mir auch nach Betrachtung der Bilder und Lesen der Schutzverordnung nicht möglich ist): vielleicht findest Du in der PDF etwas, das Dein Verständnis für derartige Pflegemaßnahmen erhöht.



    Herzliche Grüße


    Feinschmecker

    Der heutige Beitrag zeigt keine Veränderung außer besseren Bildern. Vielleicht wäre das erste Bild für ein Pilzrätsel geeignet gewesen.



    Hier jetzt besser zu sehen: ganz junge 2-3 mm große Austernseitlinge sind grau und holzhart. Die kleinen braunen sind alt -trotz der geringen Größe- ganz weich und am Vergehen.




    Schöne Grüße



    Feinschmecker

    Ich will Euch auf dem Laufenden halten, hier die neusten Bilder vom "Austernklotz". Einmal habe ich gegossen, sonst schien er mir feucht genug. Zur verbesserten Wasseraufnahme sind oben ca 1 cm tiefe Löcher reingebohrt, wie man auf manchen Bildern erkennen kann.



    Der nächste Fruktifikationsschub setzt ein. Die Pilze sprengen die Rinde ab.




    Hier stimmt die Tiefenschärfe leider nicht. Trotzdem: die Pilzchen haben ca 3 mm Durchmesser; was braun ist, ist von der letzten Fruktifikation und weich. Das wird nicht weiterwachsen. Die unscharfen hellgrauen sind neu und hart wie Holz!


    Hier sieht man die ganz jungen Austernseitlinge besser.







    Schöne Grüße


    Feinschmecker

    Hallo Nobi, ich drück Dir die Daumen, daß die Austern weiter gewachsen sind und keiner schneller war.


    Hallo Tuppie, ich danke Dir. Allerdings war das Einsehen eher bei mir als beim Holz. Im übrigen (ein Teil der Pilze ist bereits verspeist) war ich trotz der Witterungsbedingungen von der Pilzqualität sehr positiv überrascht!



    Schöne Grüße



    Feinschmecker

    14 Tage lang habe ich die Austernseitlinge beobachtet. Sie sind mehrfach gefroren und wieder aufgetaut, es hat draufgeregnet, und sie sind langsam weitergewachsen. Heute habe ich geerntet. Erstaunlichweise ist die Qualität sehr gut! Festfleischige Konsistenz, und ihr Geruch ist einwandfrei!
    Seht selbst:


    Vergleicht mit dem gleichen Bild meines letzten Beitrags, es sind nach 14 Tagen kaum Veränderungen zu sehen.


    Die habe ich nicht geerntet, sollen sie aussporen.


    Die habe ich geerntet.


    Wie man sieht: da kommt noch mehr!


    Nach der Ernte.




    So, ich gehe jetzt in die Küche und mache Austern in Estragonrahmsauce mit Spaghetti.


    Vielleicht kann mir gelegntlich noch jemand erklären, wie man die Bilder dreht. Seit ich Windows 10 habe, klappt das nicht so, daß sie hier genauso gedreht sind wie in meiner Bilddatei!?



    Schöne Grüße



    Feinschmecker



    PS:
    Die Ernte

    Hier die Fortsetzung. Den Umzug in den Keller und wieder hinaus haben die Austern im Januar diesen Jahres nicht verkraftet, daher gabs keine Ernte und auch keine Bilder mehr. Nun seht selbst:






    und die große Überraschung auf der anderen Seite des Stammes:




    Allerdings sind alle Fruchtkörper gefroren. Ich hoffe, daß es erst wärmer wird und später regnet, da, wie im Januar schon geschrieben: ich mag Austernseitlinge, aber nicht, wenn sie mehrfach gefroren, wieder aufgetaut und vom Regen eingeweicht sind..........


    Ich habe die Bilder diesmal nicht verkleinert, da ich hier irgendwann gelesen habe, daß man jetzt auch größere Bilder einstellen kann und hoffe, daß es klappt. Falls nicht, gehe ich nochmals ran und verkleinere die Bilder.


    Schöne Grüße



    Feinschmecker



    PS: Wie kann man das erste Bild senkrecht stellen?

    Hallo Björn,


    nun weiß ich endlich, wie Du aussiehst! Leider habe ich nur das Ende der Sendung mitbekommen. Deutlicher kann man kaum noch warnen. Kannst Du es bitte hier ankündigen, falls die Sendung wiederholt wird? Leider haben wir hier immer noch Dampf-Internet...........


    Schöne Grüße aus dem ausgetrockneten Kraichgau,



    Feinschmecker

    Hallo Frank,


    vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort! Die Anleitung wird mir bei weiteren Suchen sicher helfen.
    Was mir trotzdem noch nicht klar ist: warum finde ich mit dem Schlagwort "Überraschung" meinen Beitrag nicht? Der Titel lautet doch "Überraschung!"


    Schöne Grüße



    Feinschmecker

    Hallo Tuppie,


    ich war doch gar nicht böse! Entschuldige bitte, dass das so ankam! Ich hatte eher vermutet, daß Du vielleicht keinen Estragon magst oder keine Milchprodukte verträgst etc, und daher mein kleiner Rezeptvorschlag nicht in Frage gekommen ist! Dann hätte ich das Rezept angepasst.


    Der Geschmack ist durchaus intensiv; allerdings hätte ich Dir bei einem Klapperschwammfund vorgeschlagen, als ersten Klapperschwamm-Gang den Klapperschwamm in Olivenöl mit frischem Knoblauch zu braten und etwas feingewiegte glattblättrige Petersilie dazu, Salz und Pfeffer, Baguette, fertig. Das würde ich einem Eichhasen nicht antun!


    Wie Du in meinem Link weiter oben vielleicht schon gelesen hast, besuchen wir die Eichhasenstelle jedes Jahr regelmäßig; ist nicht schwer, da fast vor der Haustür. 2014 war der Erstfund, 2015 war kein Fruchtkörper ausgebildet. Im Gegensatz zu Wühlmulls Erfahrung kamen ausgerechnet in größer Hitze und Dürre letzten August wieder mehrere Fruchtkörper, Bilder davon sind im Link und in Beorns Artenporträt Eichhase. Ich bin gespannt, ob er nach dem mehr als reichlichen Regen auch dieses Jahr wieder erscheint. Der Wirtsbaum ist nicht recht klar: er steht zwar in Nähe einer riesigen Buche, aber genausoweit weg von einem nicht mehr zu bestimmenden Rest eines Wurzelstrunks. Da in der Literatur angegeben ist, dass der Eichhase -im Gegensatz zum Klapperschwamm- auch nach dem Tod des Wirtsbaum lange Jahre noch erscheinen kann, könnte der Wirtsbaum also auch eine Eiche gewesen sein.


    Schöne Grüße


    Jörg



    PS: kuck doch in 2-3 Tagen nochmal, kann schon sein, da kommt noch mehr!