Mangels Alternativen würde ich die Bilder bei mir mit einem großen "cf" unter dem Arbeitsnamen Cercophora sordarioides ablegen und hoffen, die Art nochmal mit intakten Asci wiederzufinden.
Ein Wiederfund wäre prima, Florian. Vielleicht könnte man die Species dann auch sicher benennen.
anhand Deiner Bilder und Beschreibung traue ich mir hier keine Aussage zu.
Ohne die Asci gesehen zu haben ist es sowieso schwierig, da Merkmale wie Apikalapperat oder subapikales Kügelchen nicht beurteilt werden können.
Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es keine der drei von Dir genannten Arten ist.
C. mirabilis hat, wie Du selbst festgestellt hast, deutlich größere Sporen.
C. areolata hat eine dickwandige, deutlich areolate Peridie. Bisher wohl noch nicht in D nachgewiesen.
C. sordarioides hat eine dünne, semitransparente Peridie. Auch von der Art gibt es noch keinen Eintrag bei Pilze-Deutschland.
Mit sepierten Sporen käme noch die nicht seltene Cercophora septentrionalis infrage. Diese hat allerdings eine schwarzviolette Peridie, zumindest sollte wenigstens partiell etwas violett wahrgenommen werden.
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Interessante neue, alte Töne hier im Forum, Steffen! Auch wenn ich persönlich mit dieser Elektro-Musik wenig anfangen kann.
Aber darum geht es ja nicht.
Spannender finde ich die Young Gods, eine andere Schweizer Band und in erster Linie deren Album von 1991, das sie komplett dem großen deutschen Komponisten Kurt Weill widmen. Hier ihre Version des September Songs. Okay, das ist schon recht gewöhnungsbedürftig.
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Nun, wie immer braucht es hierbei Geduld und etwas Glück.
Vom genannten Fundort habe ich 20 zT reichhaltige Proben Hasendung ausgewertet.
Beide Arten fand ich jeweils nur zweimal und das auch nur an einzelnen Kötteln.
Bei Coniochaeta hansenii kommt erschwerend dazu, dass es makroskopisch keinen Unterschied zur ortshäufigen Coniochaeta scatigena gab. Es ist eine echte Geduldsarbeit, eine nach der anderen der vermeintlichen scatigenas zu untersuchen in der Hoffnung auf eine andere Art.
Du hast diese Art auch schon gefunden oder? Auf welchem Substrat hattest du deine(n) Fund(e)?
Insgesamt gelangen mir bisher 15 Aufsammlungen, alle an Hasenkötteln.
Die Nachweise verteilen sich allerdings nur auf zwei Fundorte!
So fand ich die Art 13mal über mehrere Jahre hinweg auf einem Trockenrasen am Ortsrand von Dresden, der offensichtlich als "Hasentoilette" diente. Leider findet man dort nur noch ausnahmsweise ein paar Köttel, da der Hasenbestand in der Region deutlich rückläufig ist. Der Fundort ist insofern bemerkenswert, da ich dort insgesamt 73 Arten an Hase entdecken konnte. U.a. so bemerkenswerte Species wie Coniochaeta hansenii, Podosordaria tulasnei oder Sporormiella splendens.
Also ein echter Hotspot!
Die beiden anderen Funde stammen von einem Steinbruch bei Jena.
Da ich in diesem Thread mehrmals von "gespalteten Lamellen" las, möchte ich an dieser Stelle gern darauf hinweisen, dass der Spaltbättling (Schizophyllum commune) keine Lamellen besitzt! Das, was diesen durchaus zum verwechseln ähnlich sieht, ist eine besondere Ausprägung des Hymeniums. Nachzulesen in Teil 3 eines dreiteiligen Aufsatzes von Prof. Clemencon zu diesem interessanten Pilz (S. 204, Wachstum und Bewegung der Blätter).
Alle drei Teile können hier als PDF heruntergeladen werden. Also, falls es jemand genau wissen will.
Lass Dich von der bei Ahmed & Cain angegebenen Sporenbreite nicht beirren (7-8). Die Sporen können durchaus 1 µm breiter sein!
Doveri gibt die Sporen mit 38-45 x 8-9 zwar etwas kurz an, aber die Breite passt zu dem Fund an Elchdung.
Auch ich hatte mehrere Aufsammlungen mit Sporen bis 9 µm Breite, z.B. 42-48 x 8-9.
Sporormiella schadospora hat doch signifikant größere Sporen, zudem breitzylindrische Asci.
Der scheinbar extrem kurze Stiel, den Du erwähnst, ist schon gemäßigt lang und nicht abrupt kurzstielig, auch sind die Asci wohl eher schmalzylindrisch.
Eine Unterscheidung zu merdaria fällt mir schwer, Apikalapparat (?)
Der ist bei brefeldii sattblau, wie auf Deinen Bildern. Zudem hat merdaria größere Sporen.
Es kommt wohl auch darauf an, wie frisch die Pilze sind und mit welchen Chemikalien man prüft. Für mich kein gutes Merkmal.
Also, Du hast da wohl wieder Hypocopra brefeldii gefunden, die Eberhard Huth und ich während der D&D-Tagung 2019 auch schon in der Warnstedter Sandgrube entdeckten.
Damals allerdings an Hasenkötteln. Sicher, dass es da auch Kaninchen gibt?
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Zur Auflockerung noch ein Song einer estnischen Band!
Folkrock ganz im Sinne von Mumford & Son oder den Lumineers.
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Winterhelmling wäre möglich, aber die Hautfarbe gefällt mir nicht, ist zu rotbräunlich. Ich kenne den Pilz eher mit grauen und dunkle-grauen bzw. braunen Farben.
Genau, Veronika! Typische Winterhelmlinge sollten so aussehen.
Ich vermute eher den häufigen "Rosablättrigen" (Mycena galericulata).
Zum Vergleich ein Bild von der großartigen norwegischen Helmlingsseite.
LG, Nobi
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