Beiträge von huehnchen69

    Vielen Dank, Claudia, für diese spannenden Informationen!


    Liebe Sandra,


    ich höre zum ersten Mal von Cantharidin und habe weder das mit der LD50 geprüft, noch weiß ich, wie hoch die Konzentration des Cantharidin im Käfer ist.


    Aber wenn das, was du hier:

    Aber ich glaube nicht, dass 1Öli einen Menschen töten kann. Cantharidin hat eine LD50 von 0.5 mg/ kg Körpergewicht (orale Aufnahme).

    Das heißt, erst mehr als ein Esslöffel davon würden mich in die ewigen Pilzgründe schicken, gesetz dem Fall ich lecke den Käfer ab.

    dazu über die LD50 schreibst, stimmt, passt das mit dem Esslöffel nicht dazu.


    Bei einem Körpergewicht von z. B. 80 kg läge die LD50 bei 4 Milligramm.


    Bei Wasser ist das etwa die Menge, die auf einen Teelöffel passt. Laut Wiki soll die Dichte des Cantharidin bei knapp 1,4 liegen, das hat man dann schon bei deutlich weniger als einem Teelöffel. Wäre für so einen kleinen Käfer vielleicht immer noch viel, und bestimmt trägt er nicht so viel auf der Außenseite zum Ablecken mit sich herum.


    Aber dann bin ich (nachdem ich gerade neulich wieder eine Mücke eingeatmet/verschluckt habe) doch ganz froh, dass sie nicht fliegen können.


    Beste Grüße

    Sabine

    Witzige Geschichte nebenbei - nach meinem jährlichen Bluttest beim Arzt im Januar hat sich sogar das Gesundheitsamt gemeldet, ob da was falsch lief, weil ich bereits 11 ! Borrelienstämme im Blut nachweisbar habe... ^^ Spoiler - nein - dad is so !

    Ach du meine Güte! Krass, dass das überhaupt geht - bei mir klappt der normale Nachweis von nur einem Stamm (oder evtl. zweien) schon nicht (trotz zweimaliger bilderbuchmäßiger Wanderröte, die meines Wissens eindeutig für Borreliose ist).


    Ich hoffe, durch diese Erkenntnis sind deine Beschwerden erfolgreich behandelt worden.


    Beste Grüße

    Sabine

    Es reicht schon, wenn man als PSV seine Nachtruhe opfern muss, weil unbedarfte Pilzsammler sich vergiftet haben. Das jetzt bitte nicht auch noch für Leute, die sich ausgerechnet mit Fliegenpilzen wegschießen müssen.

    Zumindest ich hatte noch nie einen Notruf wegen absichtlichen Fliegenpilzkonsums. Ich denke mal, selbst wenn der Trip heftiger wird als gedacht, bleiben die Leute doch eher zu Hause, solange es nicht gerade lebensbedrohlich wirkt.


    Ich hatte aber mal - man glaubt es kaum - eine versehentliche Fliegenpilzvergiftung. Der Mann hatte einen gegessen, und auf meine Frage hin, was er denn glaubte, gegessen zu haben, meinte er: "Keinen Fliegenpilz". Ich fragte dann noch mal nach, was denn sonst - in der Annahme, jetzt kommt gleich "einen roten Täubling", "Perlpilz", oder was auch immer. Aber er blieb bei seinem "keinen Fliegenpilz, denn der hatte keine weißen Punkte drauf". Ich denke mal, er ging davon aus, der Fliegenpilz sei der einzige Giftpilz in Deutschland, und nur den müsse er meiden - umso erstaunlicher, dass er ausgerechnet den erwischt hat.


    Beste Grüße

    Sabine

    Lieber Frank,


    im Nachbarforum gab es mal ein Forenmitglied, das für seine Frau, die an Brustkrebs erkrankt war, um die Zusendung von getrockneten Schmetterlingstrameten gebeten hat.


    Sie hat die genommen, um die Nebenwirkungen bei der Chemotherapie zu dämpfen, was nach meinem Verständnis gut funktioniert hat. Weil sie insgesamt recht viel davon brauchte, konnte ihr Mann das nicht alles alleine ranschaffen. Meiner Erinnerung nach hat das Forenmitglied die Sammel-Bitte dann irgendwann zurückgezogen, weil die Behandlung erfolgreich abgeschlossen war.


    Beste Grüße

    Sabine

    Liebe Dodo,


    das Wochenende 17./18. ist dasjenige von den dreien, das bei mir leider ganz und gar nicht passt, da habe ich bereits zwei andere, nicht verschiebbare Termine.


    Ich wünsche euch schon jetzt viel Vergnügen und viele Pilze ==) , leckeres Essen ==Fund und schöne Musik ==Premiere


    Beste Grüße

    Sabine

    So etwas zu lesen tut weh! Jetzt wird der "Schulmediziner" in die Haftung genommen. Ein gewissenhafter Arzt kann das doch nur ablehnen. Wenn nicht, dann dringend Arzt wechseln!

    Das ist ja eine lustige Idee. Erinnert mich an die Frauenärzte, die sagten, sie können eine Hausgeburt "nicht erlauben", weil sie "das nicht verantworten können". Mein Frauenarzt war nicht so drauf, aber mein Ansatz wäre eher in solchen Fällen gewesen: Rennen, und zwar schnell. Mit einem Arzt, der mir meine Eigenverantwortung absprechen will, kann ich nichts anfangen.


    Um Rat fragen tu' ich hingegen gern - deshalb gehe ich ja hin und nehme deren Kompetenz in Anspruch. Und da würde ich beispielsweise sowas wie: "Bitte nicht parallel zur Anfangsphase der Therapie zusätzliche Medikamente/Pilze/Pflanzen einnehmen, damit man sicher sein kann, welche Wirkung/Nebenwirkung dem Medikament zuzuordnen ist", oder "Laut Studien gibt es Wechselwirkungen mit Medikament X, das ist also nicht empfehlenswert" berücksichtigen.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo zusammen,


    sehr spannend! Da musste ich doch gleich mal in meinem "Führer für Pilzfreunde" von 1903 nachschauen, was der so zu bieten hat in dem Bereich.


    Da gibt es den Königs-Fliegenpilz Amanita regalis, sehr giftig, mit der ergänzenden Bemerkung, dass der wohl als echter Panther-Wulstling anzusehen sei.


    Dann gibt es noch den (essbaren) Perlpilz.


    Und den Graubraunen oder unechten Panther-Wulstling Amanita umbrina, bei dessen Bildunterschrift das "unecht" anscheinend weggelassen wurde. Der wird als "nach Abziehen der Oberhaut essbar" bewertet.


    Ein richtiger Grauer Wulstling kommt nicht vor.


    Es scheint, als hätte damals noch Verwirrung geherrscht in dem Bereich.


    Beste Grüße

    Sabine

    Liebe Dodo,


    ich wäre auch sehr gerne wieder dabei, um euch wiederzusehen, und der Schwarzwald ist so schön! Und überhaupt finde ich es total genial, dass es hier Leute gibt, die es sich wiederholt freiwillig ans Bein binden, sowas zu organisieren :thumbup:


    Aber meine letztjährige Pilzreiserei für insgesamt 10 Tage einschließlich 2 Wochenenden im Oktober hat meine Aktivitäten zu Hause so stark auf die restliche Zeit verdichtet (die insgesamt kurz und pilzarm war), dass das nicht schön war. Das würde ich so nicht wiederholen wollen.


    Aber es wäre schön, wenn du mich vorerst mit auf dem Laufenden halten könntest, dann kann ich schauen, wie es terminlich aussieht. Leider ist Lörrach von mir noch weiter weg als Lehesten.


    Beste Grüße

    Sabine

    Auf die Frage, wieviele Steinpilz-Samen enthalten seien, antwortet ein Anbieter: "106 Samen für eine üppige Aussaat".

    Dabei ist noch zu beachten: Mit "Steinpilz-Samen" (bei dem Begriff geht es mir wie Pantherina, aber das könnte ich noch auf eine beschissene Übersetzer-App schieben, den Rest nicht) wird man ohnehin keine Steinpilze züchten können, denn das sind Mykorrhiza-Pilze, die einen Baumpartner brauchen, um fruktifizieren zu können.


    Und was soll überhaupt der Quatsch mit "106 Samen"? Die Sporen haben sie unter dem Mikroskop abgezählt, oder was?


    Unfug von vorne bis hinten.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hat eigentlich einer schon mal so ein Zeckenhalsband ausprobiert?

    Gibt es bei Fressnapf für 7,99 Euro und soll 4 Monate schützen.

    Das ist ja eine geniale Idee! Ich krabbele ja sowieso immer auf allen Vieren von Pilz zu Pilz, da müsste das gut funktionieren. Und die Haupt-Pilzsaison decken die 4 Monate ja locker ab.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo ihr beiden,

    Tja, da spiegeln sich die Veränderungen in der Gesellschaft wieder, Gleichgültigkeit, Egoismus, nach mir die Sintflut.


    Wenn jeder an sich selbst denkt, ist irgendwann auch an alle gedacht.


    Ich könnte es keinem PSV verübeln, wenn er sich wegen solchen Verhaltensweisen von der Liste nehmen lässt.

    Ich bin mir nicht sicher, über welche Zeiträume ihr sprecht - sooo lange bin ich ja noch nicht beim Giftnotruf, erst 16 Jahre oder so.


    Aber ich habe da noch keine signifikante Zunahme von Fällen bemerkt. Noch nicht mal eine, die dem gestiegenen Interesse an Pilzen entsprechen würde. Bessere Pilzjahre bringen natürlich mehr Fälle, aber eine andere Systematik ist mir nicht aufgefallen. Meine Vermutung wäre, dass es die ignoranten Leute schon immer gab. Aber vielleicht sah das vor 40-50 Jahren ja wirklich anders aus?


    Die meisten sind ja eh die "mein Kind hat vielleicht ein Stück Pilz gegessen".


    Und auch die angebliche Vergiftungswelle durch Massen an jungen Leuten, die Apps zur "Pilzbestimmung" benutzen, ist bei mir noch nicht angebrandet.


    Ich hatte erst einen einzigen Verdachtsfall, von einer ca. 90jährigen, und das war noch nicht mal ein Giftpilz.


    Beste Grüße

    Sabine

    Suillus, das Spannende bei dem "alles eingesammelt"-Fall war: Da war tatsächlich in den Putzresten nichts dabei, das (gegart) giftig gewesen wäre. Eine wilde Mischung einschließlich Gallenröhrlingen und einem Haufen Perlpilze (das fand ich ja echt sportlich für jemanden ohne Ahnung...) und noch einiges mehr, nicht nur Röhrlinge. Aber die neurologischen Symptome hatten auch nicht wirklich zu einer Pilzvergiftung gepasst.


    Halb zerlaufene Pilze ist natürlich <X


    Beste Grüße

    Sabine

    Lieber Andreas,

    der essbare „Doppelgänger“ ist Amanita citrina. Der Gelbe Knolli wird tatsächlich in Osteuropa und Russland sehr gern zu Speisezwecken gesammelt, wohingegen A. phalloides als eher wärmeliebende Art in weiten Teilen Russlands nicht vorkommt. Das ist durchaus eine plausible Erklärung dafür, dass hierzulande häufig osteuropäische Einwanderer von Knollenblätterpilz-Vergiftungen betroffen sind.

    Sind das Erfahrungen aus erster Hand?


    Gerüchtemäßig kenne ich das auch, dass der Gelbe Knollenblätterpilz in Osteuropa/Russland gegessen werden soll.


    Meine sehr beschränkten persönlichen Erfahrungen bestätigen das bisher nicht (bin aber daran interessiert, wenn jemand das weiß, vielleicht du): Ich war mit einer russischen Bekannten häufiger Pilze sammeln, die zwar die Gerüchte um die silierten scharfen Milchlinge bestätigt hat, nicht aber das vom Gelben Knollenblätterpilz. Den fand auch sie vom Geruch her unappetitlich und hatte wohl auch niemanden im Verwandten- und Bekanntenkreis, der/die den aß. Aber das ist natürlich nur eine Stichprobe von einer Person (aus dem Raum Moskau).


    Ich habe Pilzbestimmungsbücher aus Lettland und Polen (leider keines aus Russland - obwohl ich dachte, ich hätte eines, muss vielleicht noch mal suchen). Im Buch aus Polen sind sowohl der Grüne als auch der Gelbe Knolli als Giftpilze bewertet (der Grüne mit Totenschädel, der Gelbe mit Krankenhaus). Im lettischen der Grüne Knolli als tödlich giftig, der (als Verwechslungspartner benannte) Gelbe Knolli als "kein Speisepilz".


    Aber selbst wenn dort der Gelbe Knolli tatsächlich gegessen würde, wäre immer noch die Frage, ob die Personen, die sich vergiftet haben, denn tatsächlich diese Pilze hatten sammeln wollen und die wirklich aus der Heimat kennen. Denn so ähnlich, dass man die verwechseln muss, wenn man nicht beide kennt, sind sie sich ja nun auch wieder nicht.


    Aus meiner Erfahrung mit Vergiftungsfällen bei in Deutschland aufgewachsenen Personen würde ich sagen: Eher nicht. Die Fälle, in denen Leute giftige Pilze gegessen haben, obwohl sie dachten, sie essen einen Speisepilz, den sie gut kennen, beschränken sich auf Karbolegerlinge, wo die Unterhaltung dann immer nach dem Schema abläuft: "Ich dachte, es ist ein Champignon - habe auch ganz genau drauf geachtet, dass die Lamellen rosa sind und nicht weiß. Und jetzt habe ich Brechdurchfall." - "Das dürfte ein giftiger Champignon gewesen sein." - "Ach, es gibt giftige Champignons? Wusste ich nicht".


    Alle anderen Vergiftungs-(Verdachts-)Fälle, die mir untergekommen sind, waren eher auf Ignoranz zurückzuführen (Fliegenpilz gegessen, weil er keine weißen Punkte hatte - nein, er wollte keinen roten Täubling oder ähnliches; Spitzgebuckelter Raukopf als Pfifferling (den er sonst nie sammelt, offensichtlich nicht gut kennt, und nur mitgenommen hat, weil er gerade drüber gestolpert ist); Nebelkappe als Ziegenlippe (mein absolutes Highlight); Mischpfanne von allem, was im Wald rumstand; in Öl eingelegter roher Kahler Krempling, ohne eine Idee, was das für ein Pilz sein könnte; und noch einiges mehr).


    Ich halte es deshalb eher für plausibel, dass auch Menschen aus anderen Gegenden der Welt sehr vielfältige Gründe dafür haben, hier Giftpilze zu sammeln und zu essen, und es höchstens gelegentlich mal ein: "Ich dachte, das sei einer, den ich aus der Heimat kenne" ist.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Marcel,


    die Möglichkeit besteht natürlich schon.


    Auch wenn ich dann im Nachgang noch ein bisschen auf Spanisch gegoogelt habe und versucht habe rauszukitzeln, ob es in Mexico einen essbaren Verwechslungspartner des Grünen Knollis gibt, den es anderswo nicht gibt, oder ob es den Grünen Knolli in Mexico nicht gibt.


    Meine Ergebnisse waren, dass die Verwechslungspartner wohl eher die üblichen Verdächtigen sind: Grüne Täublinge und (vermutlich sehr junge, sonst ist das ja eher abwegig) Kaiserlinge, und dass der Grüne Knolli auch in Mexico vorkommt (vermutlich nicht in allen Regionen).


    Aber ich lasse mich gerne von Leuten, die sich mit der mexikanischen Pilzwelt auskennen, eines Besseren belehren.


    Mich hatte diese Behauptung jedenfalls sehr an den seltsamen Reflex erinnert, der bei der Vergiftungswelle vor einigen Jahren in Deutschland, als auch ein paar Flüchtlinge aus Syrien betroffen waren, bei den deutschen Medien oder dem medizinischen Personal Einzug hielt (ließ sich wohl nicht immer ergründen, wer die Behauptung in die Welt gesetzt hatte): Müssen sie wohl mit einem Pilz aus der Heimat verwechselt haben.


    Was für ein heikler Speisepilz das sein soll, konnte jedenfalls wohl auch die DGfM mit ihren beträchtlichen Wissensressourcen nicht ergründen und hatte damals einen Artikel herausgebracht mit dem Titel: "Die Legende vom essbaren Doppelgänger" (oder so ähnlich).


    Der Artikel scheint seit der Überarbeitung der Webseite verschwunden zu sein, und auf der Wayback Machine kriege ich aktuell nur "No server is availabe to handle this request" - keine Ahnung, ob es zu anderen Zeiten einen Server dafür gibt. Der Link scheint möglicherweise dann dieser zu sein: Grüner Knollenblätterpilz – die Legende vom Doppelgänger / DGfM


    Beste Grüße

    Sabine


    edit: Link editiert - als es wieder einen Server gab, habe ich gesehen, dass der alte Link nur zu einer Kalenderübersicht der archivierten Updates führte, nicht zum Artikel selber. Jetzt müsste es gehen.

    Das ist ja spannend! Vielen Dank für die Information.


    Das hier (von der verlinkten Dashboard-Webseite bzw. der zugehörigen Homepage) finde ich aber ganz schön traurig - Hervorhebung von denen:

    How to stay safe

    • The best way to stay safe is to not eat wild mushrooms.
    • Avoid eating mushrooms picked by friends or family.
    • Watch children closely when they play outside where mushrooms grow. Most poisonings happen to children under 6 years old.
    • Keep pets away from wild mushrooms - animals can be poisoned too.
    • Buy mushrooms from trusted grocery stores and retailers. Take care when buying mushrooms from street vendors.
    • Cooking, boiling, freezing or drying poisonous mushrooms does not make them safe to eat.


    Beste Grüße

    Sabine