Beiträge von Suillus

    Ich kann dir hier anekdotische Evidenz aus meinem Bekanntenkreis geben. 2 davon arbeiten in Berlin im Regierungssekretariat. Er aus der Wirtschaft, 10 Jahre Berufserfahrung, absoluter Top Performer, zig Zusatzzertifikate, Scrum Yellow Belt und was sonst noch alles. Bachelorabschluss - TV-ÖD 11

    Sie frisch von der Uni, 0 Arbeitserfahrung ausserhalb von Hiwistellen, Masterabschluss - TV-ÖD 13

    Leider keine Seltenheit, im juristischen Bereich ist das fast noch schlimmer. Für das Richteramt braucht man eine absolute Top-Qualifikation mit Prädikatsexamen und pipapo, nur um dann weniger zu verdienen als ein Einsteiger bei einer internationalen Anwaltskanzlei.


    LG Suillus

    Ich sehe auch Maronen. Die können, je nach Witterung und Standort, verschiedene Wuchsformen haben. Manchmal kommen sie sehr dünnstielig daher, und manchmal erinnern sie eher an Dickröhrlinge wie in diesem Beispiel.


    LG Suillus

    Solche orangenen Bereiche können auch durch Guttationstropfen verfärbt sein und sind nicht ungewöhnlich. Dein Block sieht jedenfalls gut aus. Halte uns auf dem laufenden.


    LG Suillus

    Hier regnet es jetzt endlich, das erste Mal seit 3 Wochen.


    Ich konnte bei meinen Eltern im Wald ein paar kapitale Pfifferlinge und Herbsttrompeten finden, aber beides nichts mehr für den Korb. Die Herbsttrompeten rochen schon unangenehm nach Tierstall und vergorenem Obst. Immerhin weiß ich jetzt, wo sie wachsen.


    Ich habe '21 intensiv mit dem Pilzhobby begonnen und dieses Jahr war mit Abstand das schlechteste, zumindest was die klassischen Speisepilze betrifft, obwohl ich viel öfter im Wald war als in den Jahren davor. Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist, dass es immer noch Wachstum bei den Röhrlingen (Rotfuß und Marone) gibt, die Frostnächte der letzten Woche scheinen also nicht ganz so wild gewesen zu sein. Eventuell gibt es also durch die feuchtwarme Atlantikluft nochmal ein letztes Halleluja bei den Steinpilzen.


    Naja, wenn das nicht klappt muss halt Plan B her: Die Austernseitlinge gedeihen prächtig, und Brutgläser mit Pioppino und Shiitake wachsen auch schon an.


    LG Suillus

    Die Meldung der Fehlermeldung macht hier schon Sinn, da sich die App nicht über fehlende Berechtigungen beschwerte, sondern über ein fehlendes Token. Andreas wird das schon richtig einordnen können.

    Ich glaube da hast du mich missverstanden, die Fehlermeldung hier zu posten war absolut berechtigt. Ich meinte die Wichtigkeit/Unwichtigkeit von Push-Benachrichtigungen von Mushpits, was ja jeder selbst einordnet.


    Ich bin kein Experte für iOS-Appentwicklung, aber anhand der Fehlermeldung hätte ich getippt, dass die App versucht, sich das Token vom Betriebssystem zur Erstellung einer Push-Benachrichtigung zu holen, dies aber daran scheitert, dass die Berechtigung für diesen Vorgang fehlt. Die Tatsache, dass es jetzt geht, nachdem er die Berechtigung aktiviert hat, stützt diese These. Das eigentliche Problem ist dann eher, dass die Fehlermeldung unbehandelt angezeigt wird. Aber vermutlich meinen wir eh dasselbe :).


    LG Suillus

    Ja Danke, aber wieso will mir die App Nachrichten schicken?

    Primär wenn du zum Beispiel einen Fund hochlädst und ihn jemand bestätigt/ablehnt. Es lässt sich freilich darüber streiten, ob das so wichtig ist, dass man darüber umgehend benachrichtigt werden muss oder ob es reicht, beim nächsten Öffnen der App informiert zu werden ^^.

    Hallo KeHu,


    der Limonenseitling ist, wie alle winterharten Seitlinge, ziemlich robust und sollte das problemlos aushalten. Leider hat der Limonenseitling einen invasiven Charakter und das Potential, einheimische Pilze zu verdrängen, weshalb man immer öfter liest, dass auf eine Zucht im Außenbereich verzichtet werden sollte. Vielleicht wäre also die Zucht im Keller keine so schlechte Idee.


    LG Suillus

    Ich sehe da auch ordinäre Trompetenpfifferlinge. Ich habe schon öfter gehört, dass sie manchmal vermeintlich aus Totholz herauswachsen. Vermutlich mag das Myzel einfach die Feuchtigkeit dort. Würde man den Holzstamm zerkleinern, könnte man wahrscheinlich sehen, dass das Myzel aus dem Boden in den Stamm reinwächst.


    LG Suillus

    Wenn man viele Substratgläser autoklavieren möchte, dann empfiehlt sich ein größeres Gerät, wie der All-American Pressure Cooker. Den wollte ich mir mal holen, weil der keine Dichtung hat, sondern konisch dichtet.

    Ja, die sollen super sein. Vor allem kann man damit auch größere Substratbeutel sterilisieren, was vor allem bei langsam wachsenden Pilzen Pflicht ist, da kommt man mit Pasteurisierung des Endsubstrats nicht mehr weit.

    Die beiden Arten scheinen überaus ähnliche Standortansprüche zu haben.

    Wow, das ist ja mega. Vor allem findet man die Elfenbeinschnecklinge allein schon optisch deutlich leichter als die Trompeten.


    Wir fahren Ende der Woche für ein paar Tage zu meinen Eltern und meine Mutter hat berichtet, dass sie an einem schattigen Nordhang Herbsttrompeten gefunden hat. Mal schauen, ob da auch die Schnecklinge rumstehen.


    LG Suillus

    Eine scheinbar geeignete Stelle wird den Ansprüchen der angepeilten Art eben doch nicht so gut passen. Vielleicht weil sich dort schon eine andere Art so angesiedelt hat, dass für einen weiteren Pilz kein Platz ist.

    Ich denke das ist das Hauptproblem. Bäume können nur eine begrenzte Anzahl an Mykorrhiza eingehen. Die meisten adulten Bäume sind vermutlich schon auf die eine oder andere Weise vernetzt. Da kannst du Sporen verteilen, so viel du willst. Schaden wird es nicht, aber habe meine Zweifel, dass es messbare Ergebnisse in der Ausbreitung bringt.


    LG Suillus

    Die Chancen stehen denke ich gut, dass du hier eine recht anspruchslose Genetik vor dir hast. Kannst ja mal versuchen, sie gezielt zu vermehren.

    Ja, den Gedanken hatte ich auch. Das wird wahrscheinlich ein aus der Zucht entflohener sein, der schon auf Kaffee gepolt ist, und weniger eine Wildform (obwohl man das natürlich nicht gänzlich ausschließen kann).


    LG Suillus

    Hallo Milota,


    das ist ja hochspannend. Du lagerst den Kaffeesatz im Außenbereich? Schimmelt der nicht weg, wenn der nass ist?


    Das sieht schon verdächtig nach Austernseitlingen aus. Pilzsporen sind überall in der Luft, und es ist nicht abwegig, dass einige den Weg in deinen Kaffeesatz gefunden haben. Der ist grundsätzlich kein optimales Pilzzuchtsubstrat, weil er nicht viele Nährstoffe hat und stark klumpt, aber Seitlinge (speziell Austernseitlinge) vertilgen eigentlich fast alles, und er wird daher gerne bei Hobbyzüchtern verwendet, weil er sonst im Müll landet.


    Bevor du die in die Pfanne haust, geh damit besser bei einem Pilzsachverständigen vorbei und lass sie ordentlich bestimmen, das ist keine Verzehrfreigabe.


    LG Suillus

    Das Ballistol-Spray scheint ein echter Preis-Leistungs-Hit zu sein, wenn es denn auch so gut wirkt. Werde ich testen!

    Funktioniert auf jeden Fall. Ich merke das vor allem, wenn ich es mal aus Bequemlichkeit weglasse :). Wie bei allen Repellents steht und fällt die Wirkung mit der Sprühmenge. Hier gilt ausnahmsweise mal das Motto: Viel hilft viel.


    LG Suillus

    Zitat

    Dazu passen die Ergebnisse einer Untersuchung von Speisepilzen, die an Goldregen gewachsen waren. Frau Prof. Lindequist (Uni Greifswald) konnte keine Giftstoffe (Alkaloide) in den Pilzen nachweisen; im Holz dagegen schon. (persönl. Mitt. H. Kreisel). Wenn ich mich recht erinnere, handelte es sich um Austernseitlinge und/oder Samtfußrüblinge

    Quelle: https://forum.dgfm-ev.de/threa…g/?postID=15500#post15500

    Stutzig machen dennoch diverse Aufzeichnungen über unerwünschte Reaktionen (starke Unverträglichkeit mit teils heftigen Symptomen) aus verschiedenen Quellen, wobei häufig Exemplare von giftigen Hölzern verspeist wurden. Kann also ggf. doch eine Aufnahme von Giftstoffen stattfinden oder reagieren die Leute nur auf Stoffe die der Pilz an solchen Hölzern ausbildet?

    Grundsätzlich klingt das erstmal gut, obwohl man dazu sagen muss, dass diese Untersuchungen keine großangelegten Studien waren. Nur weil eine einzige Pilzart von einer einzigen Pflanzenart in einer Untersuchung keine Alkaloide aufgenommen hat, wäre ich vorsichtig, daraus zu schlussfolgern: "Pilze nehmen grundsätzlich keine Giftstoffe aus Wirtspflanzen auf" (nicht dass du das getan hättest, das ist eine allgemeine Feststellung). Es gibt viele unterschiedliche Pflanzengifte, und Alkaloide sind nur eine (wenn auch große) Stoffgruppe davon. Pilze nehmen ja erwiesenermaßen auch diverse Umweltgifte und Schwermetalle aus dem Boden auf.


    Insgesamt ein sehr spannendes Thema, genau wie die Heil-/Vitalpilze. Ich bin grundsätzlich ein Skeptiker, wenn irgendwelchen Substanzen ein riesiges Heilpotential nachgesagt wird. Wenn ein Naturheilmittel angeblich gegen 50 Gebrechen hilft, müsste die Liste der Nebenwirkungen bei der Breitbandwirkung ja mindestens ebenso lang sein. Ich habe aber kürzlich angefangen, mich ein wenig tiefer mit Vitalpilzen zu befassen, und ich muss zugeben, dass das schon sehr interessant ist und meine Skepsis ins Wanken bringt. Aber das führt am Thema vorbei... :)


    LG Suillus

    Die Sprays sind zu teuer, um sich ständig damit am ganzen Körper einzusprühen.

    Ich will hier keine Schleichwerbung machen, aber ein bekannter deutscher Hersteller für Waffenöl hat auch ein Icaridin-haltiges Anti-Stichmittel im Angebot, das riecht deutlich angenehmer als der Marktführer mit dem großen A und wirkt mindestens genau so gut.


    Praktisch finde ich, dass man es in 500ml-Flaschen kaufen kann um damit kleinere Bestäuber zu füllen, das geht dann vom Preis her echt klar.


    LG Suillus

    Ist übrigens zum Pilz des Jahres 2026 gekürt worden!

    Ja, das hatte ich beiläufig im Radio gehört als ich im Verkaufsraum vom Reifenhändler saß und auf das Aufziehen der Winterreifen gewartet habe ^^ .


    Die Radiomoderatoren haben sich dann darüber ausgelassen, wie widerlich der aussieht und dass die den auf keinen Fall essen würden. Da musste ich etwas mit den Augen rollen.


    LG Suillus

    Mit welchem Buch bestimmst du denn?

    Ich kann das "Handbuch für Pilzsammler" von Gminder sehr empfehlen. Dort gibt es einen guten Bestimmungsschlüssel, mit dessen Hilfe man sich anhand einzelner Merkmale vorarbeiten kann, bis man im besten Fall in der entsprechend korrekten Gattung angelangt ist. Benutze ich als Anfängerin sehr gerne.

    Der Empfehlung kann ich nur folgen, ganz tolles Buch!


    Wenn du es bei https://www.myko-service.de/ bestellst und lieb fragst, signiert es dir der Autor sogar persönlich.


    LG Suillus