Beiträge von Shroom!

    Hübscher Fund. Bin schon gespannt, ob sich in meiner eher pfifferlingsarmen Gegend auch wieder welche zeigen. Das feuchte letzte Jahr war das erste mal, dass ich die in größerer Menge finden konnte. Vor allem die großen Laubwaldpfifferlinge gab es da recht häufig. Zuvor hatte ich die hier nie gesehen.


    LG Christopher

    Bin schon gespannt, wann die Amaniten bei mir loslegen. Ab Sonntag soll es bis nächsten Freitag ergiebig regnen, ich denke dann geht es los.

    Danke fürs Teilen der schönen Funde, da steigt die Vorfreude! :)


    LG Christopher

    Evt. Eine Wachstumsstörung.

    Auf jeden Fall interessant, habe ich so jetzt auch noch nie gesehen.

    Erinnert mich an das "knubbelige" Wachstum das Schwefelporlinge recht häufig zeigen. Fast keine Huthaut, kein Strecken des Fruchtkörpers, stattdessen "blumenkohlartige" Ausbildung der Fruchtschicht über den gesamten Fruchtkörper.


    LG Christopher

    Daniel224 Würde ich auch als Schuppigen Porling bezeichnen. Das mit der Anwuchsstelle des Stiels ist recht variabel. Mal seitlich, mal mehr mittig - wie es halt gerade passt. Der muss auch beim Sklerotienporling nicht immer mittig sein.

    Geruch vom Sklerotienporling empfinde ich als ähnlich zum Schuppigen Porling aber weniger intensiv gurkig. Der Schuppige Porling ist ja fast schon 1:1 wie der Maipilz.

    Geschmacklich empfinde ich sie als gleichwertig. Bitter habe ich beim Sklerotienpolring noch nicht wahrgenommen. Kommt eventuell mit dem Alter, aber dann werden sie ja eh zu zäh.

    Sammeln tu ich in der Regel nur den Schuppigen Porling, da deutlich häufiger bei mir. Ist eigentlich ein ganz ordentlicher Speisepilz. Vor allem für Schnitzel und Pilzbrühe gut geeignet.


    Bei Nummer 5 bis 8 würde ich eher in Richtung Striegelige Tramete gehen. Ich meine dort Haare auf den Hüten zu sehen und die Algen sind auch ganz typisch.


    LG Christopher

    Die Art direkt vom Speiseplan verbannen finde ich jetzt etwas übertrieben. Erstmal weniger davon essen. Wenn es dann wieder eine Reaktion gibt, kann man immer noch darauf verzichten.


    Dass der Schwefelporling bezüglich Verträglichkeit zu den problematischeren Arten gehört ist mir bekannt. Scheint aber auch von der Zubereitungsart abhängig zu sein.

    Mein Vater bekommt beispielsweise Magenprobleme von frischem Schwefelporling, auch wenn er abgekocht wurde. Die getrockneten Stücke machen ihm allerdings keine Probleme mehr. Liegt wahrscheinlich daran, dass er beim Rehydieren stärker ausgelaugt wird.


    Schwer verdaulich ist er aber in jedem Fall. Wie robust die Pilzmasse ist, sieht man ja in freier Wildbahn immer wieder. Da hängen teils über ein Jahr alte Fruchtkörper noch am Baum oder liegen am Boden und wollen selbst dort nicht so recht verrotten.


    LG Christopher

    Wenn es sehr üppig regnen sollte, kann es aber auch trotz der vorangegangenen Trockenheit einen größeren Schub geben. 2023 war die zweite Aprilhälfte und der gesamte Mai bei mir auch extrem trocken. Irgendwann Anfang Juni gab es dann ein paar Tage Dauerregen mit über 100 Liter wenn ich mich recht erinnere. 7 Tage danach standen dann zwei meiner Sommersteinpilz-Wälder auf einen Schlag voll mit Fruchtkörpern.


    Man darf nicht vergessen, dass die Sommersteinpilze mit dem Myzel recht weit in den Boden reinkommen. Und was die tieferen Bodenschichten angeht, hält sich der Wassermangel ja vielerorts noch in Grenzen. Auch von den Symbiosepartnern können sie Wasser bekommen. Von daher ist es durchaus möglich, dass sie schon einiges an Fruchtkörpern anlegen konnten.


    Was mir eher Sorgen bereitet, sind die niedrigen Temperaturen die wir vielerorts hatten und haben. Sommersteinpilze sind ja eher wärmeliebend. Von daher könnte das eher ein limitierender Faktor sein. Bin auch schon sehr gespannt, was da kommt. Eventuell fühlen sich auch die Fichtensteinpilze von den niedrigen Temperaturen angesprochen und kommen wieder früher als gewohnt.


    LG Christopher

    Jup, Schwefelporling enthält Oxalsäure in etwa derselben Konzentration wie Rhabarber. Zusätzlich noch zahlreiche andere Säuren in nennenswerter Konzentration (Zitronensäure, Apfelsäure und einige mehr). Am besten bekommt man den Kram beim Trocknen und anschließenden Rehydrieren raus. Wenn ich fürs Nuggets machen eine größere Menge an getrockneten Stücken aufkoche, ist das Wasser danach knackig sauer. Die saure Note verschwindet dann aber in den Stücken fast komplett und nach dem Zubereiten vollständig. Spuren werden aber auch dann wohl noch vorhanden sein.


    In jedem Fall würde auch ich davon abraten die Art und auch jegliche andere Art von Pilz täglich zu essen. Speziell beim Schwefelporling sollte man nicht vergessen, dass dieser auch Heil- und Vitalpilzeigenschaften hat. Wie sich da eine Überdosierung auswirkt, ist unklar da nicht erforscht. Bei anderen Arten wie beispielsweise dem Birkenporling gibt es aber Hinweise darauf, dass Überdosierung durchaus schädlich ist. Dass zu viel nicht gut ist, hast du ja anscheinend am eigenen Leib zu spüren bekommen. Wechselwirkung mit Stoffen aus der Weide ist natürlich auch denkbar. Der Schwefelporling nimmt durchaus Stoffe des Wirts auf. Bei Exemplaren von Eiche merke ich es an der Verdauung. Zu große Menge gegessen --> Dünnschiss. Bei Weide nicht.


    Bei mir gibt es Schwefelporling maximal einmal pro Woche, in der Regel seltener. Mache fast nur Nuggets draus, da würde ich bei täglichem Konsum kugelrund werden. :D

    Daniel224 Such nach englischen Papern, da gibt es viel.


    LG Christopher

    durnik Ja, Schwarzkümmelöl zu sich nehmen hilft auch. Kann man auch mit Kokosöl kombinieren. Bei Hunden macht man auch beides.


    War vorhin wieder beim Beobachtungsobjekt. Leider schlechte Neuigkeiten. Hat urplötzlich angefangen zu gammeln und riecht nicht mehr gut (wenn man bei Schwefelporling jemals von gut sprechen kann...). Gewachsen ist er aber nochmal ordentlich. Das war dann der letzte Besuch.


    LG Christopher

    Ganz läßt sichs eh nie verhindern.

    Hatte letztes Jahr keinen einzigen Biss mehr nachdem ich angefangen habe mich vor jedem Waldgang an Armen und Beinen mit Kokosöl (Bio, kaltgepresst, unraffiniert) einzureiben. Zusätzlich wann immer möglich kurze Kleidung, dann können sie sich nicht so schnell verkriechen und man erwischt aufgegabelte Zecken meist direkt, wenn man regelmäßig die Arme und Beine kurz abcheckt.

    Hab heute auch mal wieder in den Wald geschaut. Hier ist bei den Flockenhexen und Sommersteinpilzen noch keine Aktivität zu verzeichnen. Denen hat der Regen Anfang des Monats wohl nicht gereicht. Die Zecken haben sich mittlerweile auch wieder zurückgezogen. Für Mittwoch und Donnerstag ist jetzt Regen angesagt. Leider nur zwei Liter. Also erstmal weiter mit dem gelben Baumhuhn.


    LG Christopher

    Nein, dafür gibt es keinen Grund. So toll ist der Eigengeschmack nicht. Deshalb trockne ich vor der Verwendung in der Küche fast immer, weil der Eigengeschmack dann nach dem Rehydrieren deutlich abgemildert und angenehmer wird. Abkochen hat denselben Effekt, allerdings wird die Konsistenz dann recht weich und hat wenig mit Hühnerfleisch zu tun.

    Pulver oder klein gehackt wäre dann höchstens was als Tee, zählt ja auch zu den Vitalpilzen. Wobei ich da wegen des hohen Gehalts an Oxalsäure vorsichtig wäre. Die Brühe vom Rehydrieren schmeckt deutlich sauer. Wenn man genug Pilzmasse durchgejagt hat sogar fast wie Zitronensaft.


    LG Christopher

    Der Geruch war ganz schön intensiv - ja penetrant. Empfinde nur ich das so?

    Glückwunsch, tolle Exemplare!

    Ja, Schwefelporling riecht stark. Ich empfinde den Geruch als eine Mischung aus Honig und Ei. Beim Trocknen wird der Geruch noch intensiver, aber das hast du wahrscheinlich mittlerweile auch bemerkt.

    Bin gespannt, wie du ihn findest. Ich empfehle dir für den ersten Kostversuch Nuggets zu machen. Mein Rezept dazu

    • Schwefelporlings-Stücke 5 Minuten unter Rühren (schwimmen anfangs auf) in Gemüsebrühe kochend rehydrieren, dann abgießen
    • Relativ dickflüssige Nasspanade in passender Menge machen (Mehl, Ei, Milch / Buttermilch, Salz, Zucker, Paprikapulver / Rauchpaprika, Oregano, Thymian, Rosmarin, Zwiebelpulver, Knoblauchpulver, optional MSG oder Maggi oder Hefeextrakt)
    • Pilzstücke in Nasspanade einhüllen, Überschuss etwas abtropfen lassen
    • Danach in Semmelbrösel (normal oder Panko) wälzen
    • Frittieren bei 150-160°C bis kaum noch Dampf kommt und sie goldbraun sind
    • Als Dip passt zum SchwePo Aroma sehr gut eine Zitronen Mayo aber auch alles andere schmeckt super

    LG Christopher


    Edit: Für die Zukunft die Stücke ruhig etwas gröber schneiden, dann wird's im Nugget oder Spieß deutlich fleischiger. Ich hole nachher ne Charge aus dem Dörrautomaten, dann mache ich mal ein Foto und hänge das hier noch an.