Beiträge von Shroom!

    Noch in den "echten Wald" gefahren. In anderthalb Wochen Abwesenheit in dem Waldstück hat meine Flocki-Stelle Party gefeiert.


    Und an einer Sommersteinpilzstelle die beim letzten Schub nicht mitgemacht hat, stehen jetzt Bronzeröhrlinge rum. Die habe ich dort auch noch nicht gesehen. Wieder ein neues Habitat.


    Sorry wegen der Bildqualität heute, Billigsthandy lässt grüßen...


    LG Christopher

    Der Dörrautomat zieht aber nicht permanent die volle Leistung. Der heizt ein paar Sekunden und macht dann wieder längere Zeit Pause. Meine Angabe (auf 45 Grad) stimmt schon, ich sehe ja im EMS was im Haus verbraucht wird. Deine Schätzung liegt meilenweit daneben.


    LG Christopher

    Meiner hat kein Thermostat sondern die drei genannten Leistungsstufen.

    Das glaube ich kaum. Ohne Thermostat würde er ja durchgängig heizen und das würde selbst bei 250 Watt Temperaturen liefern die man beim Dörren nicht haben will.


    LG Christopher

    Der Dörrautomat zieht aber nicht permanent die volle Leistung. Der heizt ein paar Sekunden und macht dann wieder längere Zeit Pause. Meine Angabe (auf 45 Grad) stimmt schon, ich sehe ja im EMS was im Haus verbraucht wird. Deine Schätzung liegt meilenweit daneben.


    LG Christopher

    Dachte, Insekten brauchen mind. 60° bis sie zuverlässig hinüber sind?

    Die trocknen auf 45 Grad schnell genug aus. Klar kann man auch höher gehen aber dann verändert man das Aroma seiner Pilze. Mag auch je nach Dörrgerät unterschiedlich sein. In meinem großen Rommelsbacher sind die 45 Grad jedenfalls optimal. Aber am besten wie gesagt nur makellose Exemplare dörren und den Rest direkt in die Pfanne, dann muss man sich darum keine Sorgen machen. ;)


    LG Christopher

    Ist es ein Problem, wenn die Pilze zu lange im Dörrautomat sind? So wie ich das sehe will ich ja alle Feuchtigkeit raus haben, manche sprechen allerdings davon, dass die Pilze "zäh" sein sollen...

    Nein. Bei manchen Arten verlängert sich dann aber die Lagerzeit vor Nutzung, bis das Aroma optimal ist - Steinpilz zum Beispiel. Wenn die komplett bis "Knack" durchgetrocknet sind, dann erstmal mindestens 2 Monate verpackt liegen lassen und beim Einweichen kaltes Wasser nehmen und mindestens eine, besser zwei Stunden einweichen.

    Wie macht ihr das mit leicht wurmigen Pilzen? Ich bin ja ein Fan davon, alles was nicht stark wurmig ist einfach mitzuessen, aber beim Dörren raten viele nur "perfekte", junge Fruchtkörper zu nehmen, warum ist das so, es erschließt sich mir einfach nicht...

    Kommt auf die Art an. Bei robusten Pilzen wie Steinpilzen und Flockenhexen ist leichter Madenbefall erstmal nicht so schlimm und sogar laut Lebensmittelbuch in Ordnung. Auf die Menge kommt es an. Leicht vermadete Exemplare kann man also durchaus nehmen, wenn es einen nicht stört.

    Die Exemplare dürfen dabei an den Madengängen keine Verfärbungen zeigen, müssen fest sein und einwandfrei riechen. Ggf. Stellen mit dichterem Madenbefall entfernen (mit einem Fruchtausstecher kann man das z.B. im Stiel sehr gut ausschaben).

    Trocknen dann auf 45 Grad, damit die eventuell verbliebenen Tierchen möglichst schnell absterben.


    Ich bevorzuge es persönlich die leicht vermadeten Exemplare einfach zu separieren und sofort zuzubereiten und dann nur den makellosen Teil zu dörren. Man will ja eventuell auch mal was verschenken und da möchte ich keinem vermadete Pilze unterjubeln - auch wenn das sogar der Lebensmittelhandel macht und auch darf. ;)


    LG Christopher

    Welche konkreten Mikromerkmale grenzen eigentlich den aereus von edulis und aestivalis ab.

    Meine Beobachtungen:

    • Matte Huthaut und keine rote Zone unter der Huthaut - grenzt beide Arten eindeutig von Edulis ab
    • Edulis hat zudem meist ein komplett weißes Stielnetz, beim Sommersteinpilz und Bronzeröhrling sind eigentlich immer dunkle Anteile dabei
    • Bei eindeutigen Exemplaren fast schwarz bis wirklich schwarze Farben am Hut - entweder fleckig oder einfarbig
    • Wie beim Sommersteinpilz gerne mit leichtem Reif auf der Huthaut (wirkt dann bei schwarzen Exemplaren metallisch glänzend wie Bronze)
    • Die dunkle Stielfärbung hört bei dunkel geratenen Sommersteinpilzen meist in Richtung Boden auf und verläuft zu weiß bis milchkaffeebraun, die Bronzeröhrlinge sind am Stiel meist bis zum Boden sehr dunkel gefärbt
    • Bronzeröhrling hat häufig wärmere Stielfarben als der Sommersteinpilz

    Hier mal ein mustergültiges Exemplar aus dem Oktober '24:


    LG Christopher

    Wenn ich im Frühjahr, Frühsommer oder Sommer mal einem Förster / Waldbesitzer / Jäger begegne, beschränkt sich das meist auf einen erstaunten Blick und die Frage "Ach, gibt's schon Schwammerl?!" :D


    Wenn sich mal versehentlich ein Bronzeröhrling in den Korb verirrt hat, kannst du ihn ja ins Habitat zurückbringen. Nur hat die Art davon halt nichts, wenn der Fruchtkörper noch nicht die Sporenreife erreicht hat. Dann wird er da sinnlos im Wald vergammeln. IMHO auch schade drum.


    LG Christopher

    Ja, die Sommersteinpilze können richtig schnell wachsen. Über Nacht kann ein leeres Habitat mit zahlreichen Dickerchen gespickt sein und einen Tag später stehen sie dann schon groß da, um dann einen weiteren Tag später schon wieder überständig zu sein. Die Schnecken erwischen sie aber in der Regel trotzdem. Dieses Jahr sind nur vielerorts recht wenig Schnecken unterwegs. Bei mir gab es ja auch kaum gravierende Fraßschäden in diesem Jahr, selbst bei älteren Fruchtkörpern. Letztes Jahr war dagegen eine echte Plage, weil es so extrem feucht war.


    Sollte es bei dir gegen Ende August wieder regnen, halte dich bereit. Die Sommersteinis werden dann nochmal ein Abschluss-Feuerwerk zünden. Nicht unbedingt an allen Stellen, aber sicherlich an einigen. Meist kurz bevor die Fichtensteinis zum ganz großen Schub ansetzen.


    LG Christopher

    ich denke, es ist der Dritte. Richtig?

    Und da liegst du falsch :D

    Habe öfter die Sorge, dass ich aus Versehen einen Bronzeröhrling einpacke.

    Die Welt wird davon nicht untergehen und die Art nicht aussterben. Deswegen schrieb ich ja oben, einfach aufpassen beim Sammeln und wenn dann doch mal einer im Korb gelandet ist - shit happens. Wenn es kein eindeutiger Bronzeröhrling ist und nicht mit Vorsatz gesammelt wurde, wird dir da auch keiner was tun.

    Die breiten sich in Deutschland ja eh immer stärker aus. In manchen Regionen treten sie schon mit echtem Massenwachstum auf und auch bei mir taucht die Art in jedem Jahr an neuen Stellen auf. Das Sammelverbot wird früher oder später fallen denke ich.


    LG Christopher

    Ja, B. reticulatus kann ausnahmsweise einen recht dunklen Hut haben

    Ausnahmsweise würde ich nicht sagen. Ich habe hier einige sehr sonnige Standorte und da werden die Sommersteinpilze durchgehend sehr dunkel - auch am Stiel. Dass es wirklich Sommersteinpilze sind, kann ich bei einigen Stellen deshalb sicher sagen, weil sich dort nie ein offensichtlicher Bronzeröhrling gezeigt hat.


    An zwei sonnigen Standorten kommen sie hingegen gemischt vor und die Fruchtkörper können dort tatsächlich durcheinander an derselben Stelle auftauchen. Und genau dann wird die Unterscheidung mitunter schwer, wenn die Bronzeröhrlinge nicht gerade die ganz typische Färbung mit deutlichen schwarzen Tönen zeigen. Gerade gegen Ende August tendieren beide Arten hier zum zeitgleichen Schub.


    Deine Fotos zeigen ja noch sehr eindeutige Exemplare. Der Bronzeröhrling kann aber durchaus noch heller ausfallen und besonders bei fleckig gemusterten Exemplaren wird es dann schwer. Besonders, wenn man bei schon tiefer stehender Sonne gesammelt hat, erlebt man dann mitunter eine böse Überraschung im Korb, wenn man aus dem Wald spaziert und mehr Licht hat.


    Dass die Röhrenfarbe bei den Bronzeröhrlingen länger hell bleibt, kann ich nicht bestätigen. Das mag Habitats- und Witterungsabhängig sein. Ich kenne nur eine dunklere Röhrenfärbung im Alter. Der Sommersteinpilz entwickelt das typische Olivgrün, während sich beim Bronzeröhrling ein schwärzlicher Ton mit reinmischt.


    Hier mal drei Bilder, eines davon zeigt den heller geratenen Bronzeröhrling - welches?

    1)


    2)


    3)


    LG Christopher

    Also bei den Bronzeröhrlingen die ich bisher von Innen gesehen habe, war das Hutfleisch weiß wie beim Sommersteinpilz. Einen Rotton unter der Huthaut hat die Art nicht.


    Die Bronzeröhrlinge können mitunter vom Sommersteinpilz tatsächlich kaum zu unterscheiden sein. Ein Sommersteinpilz kann sehr dunkel werden und dann quasi genauso ausschauen wie ein helleres Exemplare vom Bronzeröhrling. Oder halt umgekehrt kann man einen heller geratenen Bronzeröhrling für einen dunklen Sommersteinpilz halten. Vor allem bei jüngeren Exemplaren. Im Alter tendieren die dunklen Sommersteinpilze dann wieder zu einer helleren Färbung, die hellen Bronzeröhrlinge werden dafür dunkler. Dann wird die Unterscheidung wieder einfacher.


    Nervig ist dabei, dass beide Arten auch durchaus zusammen vorkommen können. Am besten macht man sich da nicht so nen Kopf drum. Eindeutige Bronzeröhrlinge stehen lassen und gut ist. Die Mehrzahl der Exemplare ist ja zum Glück recht eindeutig gefärbt - zumindest in meinen Habitaten so.


    LG Christopher

    Wie würdest du denn Austern - und Lungenseitling unterscheiden?

    Makroskopisch nicht zuverlässig möglich. Tendenziell ist die Zuchtform vom Austernseitling dickfleischiger und dunkler gefärbt (gräulich bis hin zu bläulich). Auch bei den herablaufenden Lamellen am Stiel gibt es glaube ich Unterschiede. Eventuell können die Vollprofis hier noch was dazu sagen.

    Aber da das alles recht variabel ist, kann man die Arten nicht immer zuverlässig unterscheiden. Muss man aber wie ich finde auch nicht, wenn es nur um den Speisewert geht.

    Vom Ohrförmigen Seitling sollte man sie halt unterscheiden können (Nadelholz, kein Stiel).


    LG Christopher

    1) Eine etwas zu hell geratene Rotkappe. Welche genau - keine Ahnung. Mit denen stehe ich auf Kriegsfuß :D

    2) Steinreizker. Manche bezeichnen sowas als Delikatesse, ich würd's nicht essen. Verantwortlich für die Missbildung ist der Befall mit einem Pilz oder Virus (weiß ich auswendig gerade nicht genau), welcher die Genetik des Pilzes verändert.

    3) Mondkacke bzw. wie du richtig bestimmt hast, die Gelbe Lohblüte. Wird in Mexiko gegessen. <X

    4) Laubwald Anhängselröhrling würde ich sagen

    5 & 6) Eventuell derselbe. Die gelbe Farbe ist interessant. Eventuell nur Trockenschaden. Entweder Lungenseitling oder auch Sommer Austernseitling (Zuchtform) wegen der grauen Farben bei 6)


    LG Christopher

    Hier wird es jetzt an den exponierten Stellen langsam auch zu trocken.


    Die Perlpilze finden es aber nach wie vor super und erstaunlicherweise sehen die Fichtensteinis frischer aus als die Sommersteinis.


    Wetterbericht sagt aktuell kein Regen bis Ende August. War aber letztes Jahr auch so nach dem Sommersteinpilz Schub Anfang August. Dann kam wieder Regen und sie sind zwischen Anfang und Mitte September nochmal an einigen Stellen explodiert zusammen mit den größeren Fichtensteinpilz-Schüben.


    LG Christopher

    Nein, kein Mönchskopf. Die Farben passen nicht, es befindet sich kein Knubbel in der Hutmitte und dein beschriebener Geruch passt auch nicht. Der Mönchskopf riecht angenehm blumig, mich erinnert der Geruch an Flieder.


    Eine genaue Bestimmung wird anhand der Bilder schwer bis unmöglich. Es gibt viele Arten, die so aussehen können.


    LG Christopher